Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Grundsätzliches
Was ist ein MAG?
- Das MAG ist ein geplantes, strukturiertes Gespräch zwischen einem/r Mitarbeiter/in und seinem/ihrer unmittelbarem/n Vorgesetzten. In dem Gespräch wird die bisherige Arbeit und Zusammenarbeit reflektiert und Entwicklungsvorschläge für die Zukunft gemacht.
Was kann ich von einem MAG erwarten?
- Welche positiven Effekte ein MAG hat, hängt vom Willen der Gesprächspartner/innen und deren Vorbereitung ab. Das MAG kann als Chance genutzt werden, die Kommunikation und Zusammenarbeit insgesamt zu verbessern.
Wie kann man das MAG von anderen Gesprächen abgrenzen?
- Das MAG findet ohne konkreten Anlass oder Handlungsbedarf statt. Es ist kein Kritik-, Konflikt- oder Leistungsbeurteilungsgespräch. Im Zentrum stehen auch nicht Sachfragen, sondern die Zusammenarbeit, das wechselseitige Feedback und die berufliche Weiterentwicklung des/der Mitarbeiter/in.
Ersetzt das MAG alltägliche Gespräche?
- Nein, das MAG ersetzt nicht die üblichen Gespräche. Jedoch bleibt für viele Themen im Alltag keine Zeit, um sie ausführlich und strukturiert zu behandeln.
Welches Ziel verfolgt die ZV mit dem MAG?
- Zum einen ist das MAG Grundlage für eine bedarfsorientierte Fort- und Weiterbildung, die sich an den zukünftigen Anforderungen orientiert. Zum anderen veranlasst es jeden einzelnen über seine Aufgaben, die Arbeit und die Zusammenarbeit nachzudenken und Bilanz zu ziehen. Dadurch kann eine offene Gesprächskultur und eine gute Zusammenarbeit gefördert werden.
Warum ist das MAG verpflichtend?
- Nur, wenn alle Mitarbeiter an den MAG teilnehmen, kann gewährleistet werden, dass es zu einer optimalen und ausgewogenen Entwicklung der Fähigkeiten des Personals kommt. Wäre das MAG nicht verpflichtend, würde der nicht unerhebliche zeitliche Aufwand für Mitarbeiter/innen und Führungskräfte möglicherweise davon abhalten sie zu führen und die Kontinuität fehlen.
Ist die Vertraulichkeit gewährleistet?
- Die Grundlage des Gesprächs bildet das gegenseitige Vertrauen und die Sicherheit, dass Gesprächsinhalte nicht einfach an Dritte weitergegeben werden. Daher ist in der Dienstvereinbarung festgelegt, dass nur beide einvernehmlich bestimmen können, ob und welche Gesprächsergebnisse ausnahmsweise an Dritte weitergegeben werden.
Organisatorisches
Wer führt ein MAG?
- Jede/r Mitarbeiter/in mit seinem/r direkten Vorgesetzten. Davon ausgenommen sind Auszubildende, Mitarbeiter/innen, mit einem befristeten Arbeitsvertrag von weniger als 12 Monaten und Mitarbeiter/innen, die im entsprechenden Quartal ohne Bezüge/Vergütung beurlaubt sind.
Was mache ich bei mehreren Vorgesetzten?
- Bei zwei direkten Vorgesetzten führen Sie mit jedem/jeder ein Gespräch. Falls Sie mehr als zwei Vorgesetzte haben, führen Sie nur ein Gespräch mit den zwei Führungskräften, bei denen Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen.
Wann findet das MAG statt?
- Das Mitarbeitergespräch findet erstmals im ersten Quartal 2011 statt. Auch in den darauffolgenden Jahren wird das MAG jeweils im ersten Quartal geführt.
Wie wird der Termin vereinbart?
- Der Termin wird auf Initiative der Führungskraft mindestens 10 Tage vor dem Gespräch vereinbart. Bei der Terminierung ist - insbesondere bei Teilzeitkräften - darauf zu achten, dass der Termin von den Mitarbeitern/innen ohne Weiteres wahrgenommen werden kann
Wie lange dauert das MAG?
- Das MAG dauert ca. 60-90 Minuten
Wer trägt die Verantwortung für das MAG?
- Die Verantwortung dafür, dass das MAG stattfindet, trägt die Führungskraft. Für die Gestaltung und den konstruktiven Verlauf sind jedoch beide Gesprächspartner/innen verantwortlich.
Wofür ein Protokoll/ Formblatt?
- Das Protokoll (siehe Anlage 2 der Dienstvereinbarung) soll zum einen als Zusammenfassung des Gespräches dienen, zum anderen soll es eine Gedächtnisstütze für das Gespräch im darauffolgenden Jahr sein.
Was steht im Protokoll/ Formblatt?
- Es werden im Protokoll die besprochenen Themen und die bisherigen Aufgaben festgehalten. Falls sich die Aufgaben in Zukunft ändern, wird auch dies notiert. Außerdem ist Platz für weitere Themen, die wichtig erscheinen, wie zum Beispiel Fortbildungsmaßnahmen.
Was passiert mit dem Protokoll/ Formblatt?
- Je eine Ausfertigung des Protokolls behalten die beiden Gesprächsteilnehmer/innen.
Wie bewahre ich das Protokoll/ Formblatt auf?
- Das Protokoll ist unzugänglich aufzubewahren. Zum Beispiel in einer abgeschlossenen Schublade oder auf einem verschlüsselten USB-Stick. Das Protokoll ist nach dem nächsten Gespräch zu vernichten, d.h. es wird also immer nur ein Jahr lang aufgehoben.
Woher soll ich die Zeit für das MAG nehmen?
- Vor allem für Führungskräfte, die Gespräche mit vielen Mitarbeitern/innen führen sollen, stellt sich die Frage des Zeitaufwands. Jedoch handelt es sich hier um eine originäre Führungsaufgabe. Durch die genauere Kenntnis der Arbeitssituation und die Klärung von Fragen und Anliegen trägt das MAG auf lange Sicht zur Vermeidung von Problemen und damit zur Zeitersparnis bei.
Inhaltliches
Wie läuft ein MAG ab?
- Nach kurzer Begrüßung leitet die Führungskraft in das MAG über. Die beiden Gesprächsteilnehmer/innen sollten sich auf die Themen und die Reihenfolge einigen, in der sie besprochen werden. Es bietet sich an, mit einem Rückblick zu beginnen und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gegen Ende des Gesprächs zu behandeln. Zum Schluss sollte das Protokoll ausgefüllt und das Formblatt unterschrieben werden.
Welche Themen werden besprochen?
- Es gibt die drei Themenfelder, die abzudecken sind: Aufgaben und Arbeitsumfeld, Führung und Zusammenarbeit, Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven. In welchem Umfang die Themen besprochen werden, ist den Gesprächspartnern/innen überlassen.
Was können berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten sein?
- Weiterentwicklungsmöglichkeiten bestehen nicht nur durch Kurse und Seminare, sondern auch in der Erweiterung des Aufgabengebiets, in der Übernahme neuer Verantwortungen (z.B. Projekte, Stellvertretung) oder in einem Arbeitsplatzwechsel.
Atmosphärisches
Muss ich wirklich mit meinem/meiner Vorgesetzten oder meinem/r Mitarbeiter/in sprechen?
- Wenn Sie sich diese Frage stellen, ist ein MAG erst recht notwendig, da es zeigt, dass die Kommunikation und Zusammenarbeit dringend einer Verbesserung bedarf. Das MAG bietet gerade dafür eine Chance. Falls Sie sehr große Bedenken in Bezug auf einen positiven Gesprächsverlauf haben, können Sie aber mit Zustimmung des anderen eine neutrale Person hinzuziehen. Auch das Kommunikationstraining kann Ihnen dabei helfen, mit etwaigen Konflikten umzugehen. (dazu auch „Wenn Konflikte auftreten“)
Kommunikationstraining
Warum überhaupt ein Training?
- Damit das MAG einen positiven Effekt hat, ist eine gute Kommunikation und Gesprächsatmosphäre notwendig. Es handelt sich dabei um eine besondere und ungewohnte Gesprächssituation. Um auf diese Besonderheiten hinzuweisen und um Fehler oder Missverständnisse zu vermeiden, bieten wir allen Mitarbeitern/innen und Führungskräften die Gelegenheit, an einem Kommunikationstraining teilzunehmen.
Hilft mir das Training meine rhetorischen Fähigkeiten auszubauen?
- Das Training fördert die rhetorischen Fähigkeiten, aber baut vor allem Ängste und Nervosität ab. In einer Gesprächsituation, auf die man sich vorbereitet hat, tritt man immer sicherer auf, als ohne Vorbereitung.
