Energie nachhaltig konsumieren – nachhaltige Energie konsumieren
Das Projekt „Energie nachhaltig konsumieren - nachhaltige Energie konsumieren. Wärmeenergie im Spannungsfeld von sozialen Bestimmungsfaktoren, ökonomischen Bedingungen und ökologischem Bewusstsein“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Themenschwerpunktes „Vom Wissen zum Handeln – Neue Wege zum nachhaltigen Konsum“ der "Sozial-ökologischen Forschung" unter dem Förderkennzeichen 01UV0808 gefördert.
Die inter- und transdisziplinäre Ausrichtung des Projektes führt Architekten und Stadtplaner des Europäischen Instituts für Energieforschung (EIFER), Energiewissenschaftler des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart (IER), Ökonomen des Bremer Energie Instituts (bei), Juristen der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main sowie Soziologen des Interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Risiko und Nachhaltige Technikentwicklung am Internationalen Zentrum für Kultur und Technikforschung (ZIRN) der Universität Stuttgart zusammen. Für die Koordination des Projektes ist ZIRN (Universität Stuttgart) verantwortlich.
Wissenschaftlicher Anspruch des Projektes ist die umfassende und interdisziplinäre Analyse von Wärmeenergiekonsum auf drei Analyseebenen: Auf der Mikroebene werden die Einstellungen und das Verhalten der Konsument/innen untersucht. Auf der Mesoebene nimmt das Projekt die die Konsument/innen umgebenen und auf sie einwirkenden Organisationen und die diese repräsentierenden Mesoakteure in den Blick. Auf der Strukturebene werden die technischen, städtebaulichen, ökonomischen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen innerhalb denen sich Konsumenten und Mesoakteure bewegen, untersucht. Dabei liegt der Fokus auf der Mikroebene der Konsument/innen, auf der detaillierten Analyse ihrer Hemmnisse, Anreize und Freiheitsgrade in Bezug auf einen nachhaltigen Umgang mit Wärmeenergie. Dabei werden auch die unterschiedlichen Situationen von Mieter/innen und Eigentümer/innen berücksichtigt, z.B. indem gesondert für Eigentümer/innen ihr Investitionsverhalten im Hinblick auf Erneuerbare Wärmeenergietechnologien oder Sanierungsmaßnahmen zur Wärmedämmung untersucht wird.
Von den Konsument/innen ausgehend werden sodann die Akteure im Umfeld der Konsument/innen und deren Einfluss auf die Wärmeenergiebereitstellung sowie Nutzung analysiert. Strukturelle, institutionelle und regulative Faktoren und Mechanismen werden in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis untersucht. Diese Praxispartner entstammen u.a. den Bereichen der Technologieanbieter, Wohnungsbaugesellschaften, Beratungsinstitutionen und dem Verbraucherschutz.
Das Projekt ist als Regionenvergleich (Stuttgart und Leipzig) angelegt, um beispielsweise unterschiedliche Sozialisationsprozesse, Gebäude- und Siedlungsstrukturen, die unter Umständen ein divergierendes Konsum- und Investitionsverhalten hervorrufen, mitberücksichtigen zu können.
Ziel des Projektes ist es, Anreize und Barrieren für einen nachhaltigen Wärmekonsum aufzudecken und akteursspezifische Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Nachhaltigkeit im Wärmesektor abzuleiten.
Projektlaufzeit ist von März 2008 bis Februar 2011.
Dieses Projekt wird gefördert durch: