Studiengangsziele

Forschung, Entwicklung und Konstruktion stellen wichtige Kerngebiete des Maschinenbaus dar, in denen ca. 50 % der Maschinenbauingenieure beschäftigt sind. Es ist bekannt, dass in Entwicklung und Konstruktion ca. 80 % der Herstellkosten eines Produkts festgelegt sowie die Qualität und die Produktentstehungszeit maßgeblich beeinflusst werden.

Wie im gesamten Produktentstehungsprozess hat der Einsatz der Informationstechnologien speziell in diesem Bereich zu großen Veränderungen geführt. Die neuen CAx-Technologien und -Werkzeuge führen dazu, dass Entwicklungsabläufe verkürzt und die Qualität der Konstruktionsarbeit verbessert werden können. Vielfältige Simulationen und der Einsatz von Virtual Reality Technologien ersetzen dabei zunehmend die zeit- und kostenintensive Erprobung von realen Versuchsträgern.

Der Masterstudiengang Maschinenbau/Produktentwicklung und Konstruktionstechnik trägt dazu bei, den großen Bedarf an hochqualifizierten Produktentwicklern/Konstrukteuren langfristig zu befriedigen. Dabei stehen die Vermittlung von speziellem Fach- und Methodenwissen sowie die Anwendung der aktuellen Entwicklungswerkzeuge im Mittelpunkt.

Aufbauend auf einem ersten Hochschulabschluss führt das Masterstudium zum Erwerb vertiefter und erweiterter analytisch-methodischer und fachlicher Kompetenzen im Bereich Produktentwicklung und Konstruktion.

Das Profil des konsekutiven Masterstudiengangs Maschinenbau/Produktentwicklung und Konstruktionstechnik ist mehr forschungsorientiert ausgeprägt.

Allgemeine Ausbildungsziele

Der Masterstudiengang Maschinenbau/Produktentwicklung und Konstruktionstechnik ist grundlagen- und methodenorientiert ausgerichtet. Er befähigt die Absolventen durch die Grundlagenorientierung zu erfolgreicher Tätigkeit während des gesamten Berufslebens, da er sich nicht auf die Vermittlung aktueller Inhalte beschränkt, sondern theoretisch untermauerte grundlegende Konzepte und Methoden vermittelt, die über aktuelle Trends hinweg Bestand haben.

Die Ausbildung vermittelt den Studierenden grundlegende Prinzipien, Konzepte und Methoden der Produktentwicklung und Konstruktionstechnik. Die Studierenden sind nach Abschluss ihrer Ausbildung insbesondere in der Lage, Aufgaben in dem Bereich Produktentwicklung verantwortungsvoll unter unterschiedlichen technischen, ökonomischen und sozialen Randbedin­gungen zu bearbeiten. Sie können die erlernten Konzepte und Methoden auf zukünftige Entwicklungen übertragen.

Problemlösungskompetenz: Die Absolventen sind im Stande, komplexe Aufgaben systematisch zu analysieren, Lösungen zu entwickeln und zu validieren. Sie sind befähigt, bei auftretenden Problemen, die unüblich und / oder unvollständig definiert sein können, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die zu deren Lösung notwendig sind. Die Absolventen können auch komplexe konstruktive Fragestellungen in Angriff nehmen. Sie haben gelernt, hierfür systemtechnische Betrachtungen durchzuführen sowie Entwicklungsmethoden und -werkzeuge zielorientiert einzusetzen.

Schlüsselqualifikationen, Interdisziplinarität und Internationalität: Neben der technischen Kompetenz kommunizieren die Absolventen Konzepte, Vorgehensweisen und Ergebnisse und können diese im Team bearbeiten. Sie sind im Stande, sich in die Sprache und Begriffswelt benachbarter Fächer einzuarbeiten, um über Fachgebietsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Die Integration von im Ausland erbrachten Studienleistungen wird angestrebt.

Die oben aufgeführten Ausbildungsziele werden beim Bachelor- bzw. Masterabschluss auf unterschiedlichem Niveau erreicht. Insbesondere bzgl. Problemlösungs- und Leitungskompetenz ergibt sich ein deutlicher Unterschied.

Ausbildungsziele für den Master - Qualifikationsprofil

Das Qualifikationsprofil von Absolventen, die den Masterabschluss Maschinenbau / Produktentwicklung und Konstruktionstechnik erworben haben, zeichnet sich durch die folgenden zusätzlichen, über die mit dem Bachelor-Abschluss verbundenen hinausgehenden Attribute aus:

  1. Die Absolventen haben die Ausbildungsziele des Bachelor-Studiums in einem längeren fachlichen Reifeprozess weiter verarbeitet und haben eine größere Sicherheit in der Anwendung und Umsetzung der fachlichen und außerfachlichen Kompetenzen erworben.
  2. Die Absolventen haben tiefgehende Kenntnisse in den Methoden der Produktentwicklung und Fachkenntnisse in der Anwendung der Konstruktionstechnik erworben. Sie sind sich ihrer Verantwortung in Bezug auf Qualität / Funktion, Kosten und Nachhaltigkeit der zu entwickelnden Produkte bewusst.
  3. Die Absolventen sind fähig, die erworbenen naturwissenschaftlichen, mathematischen und ingenieurwissenschaftlichen Methoden zur Abstraktion, Formulierung und Lösung komplexer Aufgabenstellungen in Forschung und Entwicklung in der Industrie oder in Forschungseinrichtungen erfolgreich einzusetzen, sie kritisch zu hinterfragen und sie bei Bedarf auch weiterzuentwickeln.
  4. Die Absolventen können Konzepte und Lösungen zu grundlagenorientierten, zum Teil auch unüblichen Fragestellungen unter breiter Einbeziehung anderer Disziplinen erarbeiten. Sie setzten ihre Kreativität und ihr ingenieurwissenschaftliches Urteilsvermögen ein, um neue und originelle Produkte und Prozesse zu entwickeln.
  5. Die Absolventen sind insbesondere fähig, benötigte Informationen zu identifizieren, zu finden und zu beschaffen. Sie können analytische, modellhafte und experimentelle Untersuchungen planen und durchführen. Dabei bewerten sie Daten kritisch und ziehen daraus die notwendigen Schlussfolgerungen.
  6. Die Absolventen haben verschiedene technische und soziale Kompetenzen (Abstraktionsvermögen, systemanalytisches Denken, Team- und Kommunikationsfähigkeit, internationale und interkulturelle Erfahrung usw.) erworben, die gut auf Führungsaufgaben vorbereiten.

Masterabsolventen/innen erwerben die wissenschaftliche Qualifikation für eine Promotion.