In den ersten Semestern nach Gründung des Orchesters wuchs die Mitgliederzahl rasch,
und es gesellten sich zu den Studenten und Mitarbeitern der Universität auch Studenten
anderer Stuttgarter Hochschulen, etwa der Musikhochschule, der Kunstakademie, der
Fachhochschule für Bibliothekswesen und der Universität Hohenheim.
Die bunte Mischung der vertretenen Fachrichtungen ist bis heute erhalten geblieben,
auch wenn die Personen gewechselt haben. Sie sorgt oft für interessanten Gesprächsstoff
auch über das Musikalische hinaus. Viele Mitglieder bleiben dem Orchester auch über ihre
Studenten- und Assistentenzeit hinaus treu.
Aus dem Orchester heraus entwickelten sich zahlreiche Aktivitäten. Im Frühjahr 1983 waren ein
Bläserquintett und ein Streichquartett des Orchesters Gast in der École Normale Supérieure in
Paris, zwei Jahre darauf ging erstmals das ganze Orchester auf eine größere Reise. Sie führte
über Paris und London in die Stuttgarter Partnerstadt Cardiff (Wales).
In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Kontakte zu anderen in- und ausländischen Ensembles
gepflegt. Seit 1988 fanden Konzertaustausche mit dem Orchester der Universität Wien, dem Collegium
musicum der TU Chemnitz und dem Chor der Pädagogischen Hochschule Tschenstochau (Polen) statt. Im
Februar 1992 folgte eine Reise zum Orchester der TU Dresden. Der Höhepunkt des Sommers 1997 war eine
Reise zum Europäischen Orchestertreffen nach Leiden und Den Haag (Niederlande). Im Frühjahr 2005 folgte
eine weitere Konzertreise nach Nantes (Frankreich), mit anschließendem Gegenbesuch des symphonischen
Orchesters der Universität Nantes in Stuttgart.
Das Programm bestand in der Anfangsphase vor allem aus Kompositionen des Barock und der Frühklassik.
In den folgenden Jahren wurden auch zahlreiche Werke der Wiener Klassik und der Moderne sowie einige
Werke der Romantik erarbeitet. Besonders interessant waren Stücke zeitgenössischer Komponisten,
beispielsweise der "Traumtanz" für Schlagzeug und Orchester von Martin-Christoph Redel, bei dem der
Komponist selbst den Solopart übernahm. Anfangs wurden die Programme weitgehend basisdemokratisch
zusammengestellt; alle Mitglieder einschließlich des Dirigenten hatten gleiches Mitspracherecht.
Inzwischen übernimmt eine Kommission aus Vertretern aller Stimmen sowie dem Dirigenten die
Programmauswahl.
Als Solisten treten immer wieder Mitglieder des Orchesters auf. Meist werden jedoch Studenten,
gelegentlich auch Professoren der Stuttgarter Musikhochschule engagiert; Höhepunkte waren die
beiden Konzerte zum 20. und 25. Jubiläum des Orchesters mit dem Klavierduo Stenzl (ARD-Preisträger
1986). Mehrfach wurde das Orchester von der Musikhochschule zur Begleitung von Abschlussprüfungen
der Solistenklassen engagiert.
Seit dem berufsbedingten Wegzug seines Gründers Dirk Strassacker leitet Marcin Dobrzanski das Ensemble.
Dirigent