Einführung in das Optik-Design
Dr. Ch. Menke
Bildfehler - chromatische Längsaberration
Jeder kennt aus dem Alltag eine Vielzahl optischer Systeme, seien es Brillen, Kameras,
Ferngläser oder Mikroskope. Diese Vorlesung gibt eine Einführung in den Entwurf und die Berechnung
solcher optischen Systeme, d.h. in das Optik-Design. Durch den Einsatz von Computern und speziellen
Optik-Design-Programmen haben sich sowohl die Methodik der Optikentwicklung als auch das Berufsbild
des Optik-Designers wesentlich verändert. Trotz der enormen Rechenleistung ist man jedoch nach wie
vor von einem ‚automatisierten’ Entwurf optischer Systeme weit entfernt. Solide Kenntnisse der
physikalischen Grundlagen und der Abbildungsfehler sowie Erfahrungen über die Wirkungsweise der
verschiedensten Korrektionsmittel sind notwendige Voraussetzungen für ein erfolgreiches
Optik-Design.
Ziel der Vorlesung ist es, die Grundlagen des Optik-Designs anhand von praxisorientierten
Beispielen zu vermitteln und die Entstehung und Auswirkung der einzelnen Abbildungsfehler sowie die
jeweils geeigneten Korrektionsmittel darzustellen.
Inhalt: Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der geometrischen Optik werden für die
Programmierung geeignete Strahldurchrechnungsformeln hergeleitet. Daraus werden die paraxialen
Größen wie Brechkraft oder Brennweite definiert. Verschiedene Möglichkeiten zur Bewertung der
Abbildungsgüte optischer Systeme werden vorgestellt. An Beispielen wird gezeigt, wie sich die
monochromatischen und die chromatischen Aberrationen im Bild auswirken und welche Korrektionsmittel
dem Optik-Designer zur Verfügung stehen. Der Designprozess optischer Systeme wird anhand konkreter
Fallbeispiele veranschaulicht.
Die Vorlesung wird durch Übungen ergänzt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
