Für
die Prozesskontrolle in der Halbleiterindustrie ist
neben den Strukturdimensionen einzelner ausgewählter Strukturen gerade
auch die
Feststellung vorhandener Defekte auf dem Wafer interessant. Aus der
Kenntnis
der Defektdichte, der Verteilung und den vorhandenen
Defekttypen lassen sich
Kompensationsmaßnahmen ableiten, die dann zu einer
Steigerung der Ausbeute führen. Für solche
Messaufgaben ist z.B. die Methode der Scatterometrie
ungeeignet, da sie für eine repräsentative Stichprobe
eines gesamten Wafers zu
langsam ist. Mit Hilfe der Defektoskopie dagegen lässt sich
sehr schnell eine
Vielzahl an Strukturen gleichzeitig auf Defekte
prüfen. Ausgangspunkt dafür ist
ein Mikroskopaufbau, der bei Nanostrukturen natürlich
keine aufgelöste Abbildung
der Strukturen mehr liefern kann. Von Vorteil ist allerdings, dass in
der
Praxis solche Defekte isoliert vorkommen, was
bedeutet, dass in einer
periodischen Anordnung von gleichen Strukturen an isolierten Stellen
durch die
Defekte andere optische Eigenschaften vorliegen.
Unter bestimmten
Beleuchtungs-bedingungen wirken diese Stellen dann als helle oder
dunkle Punkte
im Mikroskopbild, unabhängig davon wie groß die
Strukturen oder die Defekte
sind. Die Beleuchtungsbedingungen, bei denen das
geschieht können dann als
spezifische Signatur zur Unterscheidung verschiedener Defekte
verwendet werden.
So kann man schon parallel zur Einführung eines neuen
Prozesses Maßnahmen zur
Erkennung von Defekten entwickeln, die dann zur
Steigerung der Ausbeute
verwendet werden.

Simuliertes Mikroskopbild
eines Defekts in einem Kreuzgitter
[1]
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S.
Rafler; T. Schuster; K. Frenner; W. Osten; U. Seifert: Improvements on
the simulation of microscopic images for the defect detection of
nanostructures, Proc. SPIE 6922 (2008) 692215 |
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