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So hoch war die Frauenquote
am Institut für Technische Optik (ITO) der Uni Stuttgart noch nie:
Fast 30 Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren besuchten das ITO
einen halben Tag lang am 23. April, dem bundesweiten Girls’ Day, um
Einblick in die Optik zu erhalten.
Der Girls’ Day – Mädchen
–Zukunftstag (www.girls-day.de)
bietet Mädchen der Unter- und Mittelstufe die Möglichkeit, in
„frauenuntypische“ Berufsfelder hineinzuschnuppern und neue
Ideen
für die eigene Berufswahl zu entdecken. Denn laut Statistik ist
der Anteil der Abiturientinnen mit 56% erheblich höher als der der
Abiturienten. Dennoch nutzen aber von dieser höhreren Zahl
schulisch gut ausgebildeter junger Frauen immer noch viel zu wenig die
Chance, ein Studium der Ingenieur - oder Naturwissenschaften
aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund soll der "Girls' Day" dazu dienen,
sie auf ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken aufmerksam zu
machen, ihre Neugier zu wecken und ihr Studienfach- und
Berufswahlspektrum zu erweitern. Auch die Uni Stuttgart
beteiligt sich seit 2006 mit Angeboten der verschiedenen Institute.
Dieses Mal waren 27 Institute mit Angeboten für 449
Mädchen beteiligt. Unter ihnen das ITO mit dem Workshop
„3D-Sehen - Wie funktioniert das eigentlich?“.
Am ITO konnten die
Schülerinnen dieses Jahr lernen, was Optik eigentlich ist, was mit
Licht alles machbar ist und womit sich das Institut beschäftigt.
Gleichzeitig konnten die jungen Mädchen einen (meist ersten) Blick
auf das universitäre Umfeld werfen.
Im Vordergrund des Angebots stand aber,
den Schülerinnen anhand eigener 3D-Bilder einen kleinen Einblick
in die Faszination „Optik“ zu geben. Im praktischen Teil des Workshops
konnten die Teilnehmerinnen, basierend auf eigenen, am Computer
bearbeiteten Fotos 3D-Bilder, mit Hilfe von Lentikularfolien basteln.
Beeindruckend war dabei, wie sicher selbst die jüngsten
Mädchen die Bildverarbeitung am Computer meisterten und mit
welcher Begeisterung und Kreativität ganz unterschiedliche
3D-Motive entworfen und gebastelt wurden.
Natürlich sollten die Mädchen
auch verstehen, wie die 3D-Lentikular-Bilder und das Stereo-Sehen
allgemein funktionieren und wozu es gut ist. Dementsprechend wurde das
Basteln durch zwei kurze theoretische Blöcke (im Stil von
Mini-Vorlesungen mit Experimenten) flankiert.
Die durchweg sehr positiven
Rückmeldungen der Schülerinnen zeigten, dass sich die
Veranstaltung trotz des hohen personellen und organisatorischen
Aufwands gelohnt hat. Die Mädchen waren sehr interessiert und
hatten besonders viel Spaß am praktischen Teil des Workshops.
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