Profil
Das Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung hat die Aufgabe, in Forschung und Lehre die Anliegen einer ökologisch orientierten Raumentwicklungsplanung zu vertreten.
Die Lehrangebote des Instituts zielen darauf, instrumentelles, verfahrensbezogenes und methodisches Basiswissen der Raum- und Umweltplanung zu vermitteln. Gelehrt werden die rechtlichen Grundlagen der Planung, Verfahren und Instrumente der Aufstellung, Vermittlung und des Vollzugs von Raum- und Umweltplänen sowie die wesentlichen Erhebungs-, Analyse- und Bewertungsmethoden auf unterschiedlichen räumlich-administrativen Ebenen. Deutsch- und englischsprachige Lehrangebote werden derzeit für die Studiengänge Bauingenieurwesen, Immobilientechnik und -wirtschaft, Umweltschutztechnik, Infrastructure Planning, Water Resources Engineering und Management (WAREM), Informatik und Architektur/Stadtplanung erbracht.
Die Forschungstätigkeit des Instituts ist auf die empirisch gestützte, wirkungsorientierte Stadt- und Regionalforschung fokussiert. Dies bezieht sich auf die Ziele einer nachhaltigen, d.h. ressourceneffizienten, sozial gerechten und ökonomisch tragfähigen Entwicklung. Verfolgt wird ein interdisziplinärer Grundansatz, der planungs- und ingenieurwissenschaftliche mit umwelt-, wirtschafts- und politikwissenschaftlichen Forschungsinhalten vernetzt. Ziel ist darüber hinaus eine international angelegte, vergleichende Stadt- und Stadtregionsforschung.
Die in den nächsten Jahren verfolgten Forschungsschwerpunkte lassen sich folgendermaßen skizzieren:
- Untersuchung der Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Ressourceneffizienz urbaner und nicht-urbaner Siedlungssysteme, insbesondere auf Tragfähigkeit und Qualität infrastruktureller Daseinsvorsorge
- Erforschung der Ursachen und Auswirkungen disperser Verstädterungsprozesse („Urban Sprawl“) im Hinblick auf gesellschaftlich relevante Kosten- und Nutzeneffekte (z.B. Energie- und Infrastrukturintensität städtischer Siedlungssysteme) und Weiterentwicklung empirischer Analyse- und Bewertungsmethoden
- Evaluation der Wirksamkeit planerischen Handelns, insbesondere mit Bezug auf „strukturrelevante“ Handlungsfelder der Planung wie Stadtentwicklungs- und Stadtumbauplanung in wachsenden und schrumpfenden Städten und Regionen
- Weiterentwicklung von GIS-gestützten Informations- und Evaluationswerkzeugen mit engem Bezug zu flächennutzungsbezogenen Themen