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30 ha Ziel realisiert - Konsequenzen des Szenarios Flächenverbrauchsreduktion auf 30 Hektar im Jahr 2020 für die Siedlungsentwicklung

Wohnungsbau

Das 30-ha-Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, wonach die tägliche Flächen-inanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke von 129 ha im Jahr 2000 auf 30 ha in 2020 reduziert werden soll, hat in Deutschland sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Während die einen auf ökonomische, soziale und ökologische Folgekosten des Flächenverbrauchs verweisen und eine schnelle Trendwende beim Flächenverbrauch einfordern, befürchten andere, dass das 30 Hektar-Ziel über die Verknappung baulicher Nutzflächen zu Boden- und Mietpreissteigerungen sowie negativen wachstums- und beschäftigungs-politischen Implikationen führen könnte.

Ziel des Forschungsprojekts war es vor diesem Hintergrund, die möglichen Wirkungen einer Erreichung des 30-ha-Ziels modellgestützt zu untersuchen. Dazu wurden zwei Szenarien zur gesellschaftlichen Flächennachfrage unter der Annahme unterschiedlicher ökonomischer und demographischer Entwicklungen bis zum Jahr 2020 bzw. 2025 verglichen. Die in den Szenarien erzielten Projektionsergebnisse wurden Flächenkontingenten gegenübergestellt, die sich aus einer im Rahmen des Forschungsprojekts vorgenommenen Operationalisierung des Flächenziels für verschiedene Regionen ergeben. Aus diesem Vergleich wurden die Dimensionen der erwarteten bundesweiten und regionalen Anpassungserfordernisse für eine Zielerreichung abgeleitet und mögliche Wirkungen regionalisiert abgeschätzt.

Methodisch stützt sich das Forschungsprojekt zum einen auf das ökonometrische Modell PANTHA RHEI REGIO, mit dessen Hilfe realistische Szenarien der Flächenentwicklung und ihre sozialen und ökonomischen Auswirkungen simuliert wurden. Es wurden eine „Top-Down“-Modellierung zur Abschätzung der räumlichen Auswirkungen des 30-ha-Ziels und zwei regionale Fallstudien in der Region Düsseldorf und im Land Niedersachen durchgeführt.

Das Forschungsvorhaben wurde im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung von der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH, Osnabrück und dem Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung gemeinsam bearbeitet.

Kontakt: Dipl.-Ing. Katharina Mohr

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linkexternicon Abschlussbericht

Auftraggeber

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung