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Datengrundlagen zur Siedlungsentwicklung

Mit dem vorgelegten Gutachten werden Empfehlungen für den Einsatz von Indikatoren zur Analyse und Bewertung des Zustands der Flächennutzung und ihrer Veränderung auf der Ebene des Landes, der Regionen und Kommunen formuliert. Dabei wird auch erörtert, in welchem Maße die amtliche Flächenstatistik derzeit in der Lage ist, die informationelle Basis für ein solches Indikatorensystem darzustellen. Mit Hilfe von insgesamt 10 kommunalen Fallbeispielen wurde die Qualität der Flächenstatistik in umfassender Form untersucht.

Im Ergebnis dieser Arbeiten ist zusammenfassend zu konstatieren, dass im Beobachtungszeitraum (2000 bis 2008) aufgrund verschiedener Umstellungseffekte schwerwiegende Inkonsistenzen im Monitoring der Siedlungsentwicklung nachweisbar sind. Die Inanspruchnahme von vormals unbebauten Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke wird durch die verfügbaren Daten der amtlichen Flächenstatistik der letzten acht Jahre zweifelsohne überschätzt, ohne dass das Maß dieser Überschätzung quantitativ beziffert werden kann.

In einem zweiten Gutachtenteil wurde die Eignung verschiedener (Geobasis-) Daten für Zwecke eines Flächennutzungsmonitorings bewertet. Hier lässt sich feststellen, dass das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem ALKIS und die daraus abgeleitete Flächenstatistik die bedeutendste Datenquelle für zukünftiges Monitoring sein wird. Neben der wünschenswerten Harmonisierung von Geobasisdaten besteht jedoch zusätzlich der dringende Bedarf nach einer sektoralen Vernetzung mit Fachdaten aus den Planungsinformationssystemen der Behörden, so dass zukünftig dringend benötigte Indikatoren aus der Kombination verschiedener Datenquellen abgeleitet werden können.

Ansprechpartner: Dipl.-Geogr. Stefan Fina

Abschlussbericht und weitere Materialien:

Auftraggeber : Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen