07.03. bis 30.04.2017 - Ausstellung "StadtRaumTheater" im Opernhaus Stuttgart

© Selina Ahmann

Die Staatstheater Stuttgart, ein Drei-Sparten-Theater mit Oper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart, befindet sich mit den zwei Hauptspielstätten im Oberen Schlossgarten an der Konrad-Adenauer-Straße. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde von Max Littmann das Doppeltheater, damals noch als Königliche Hoftheater, errichtet. Das Kleine Haus wurde 50 Jahre später von Hans Volkart nach Kriegszerstörung durch einen Neubau ersetzt.

Im Sommersemester 2016 entwarfen Studierende des Instituts für öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart eine Erweiterung der Staatstheater. In der fiktiven Aufgabenstellung sollten Opernhaus und Schauspielhaus durch eine zeitgenössische Aufführungsstätte ergänzt und räumliche Zwänge des Bestandes behoben werden. Es ist der Ausbau der Besucherbereiche wie dem Foyer der Oper und der nicht öffentlichen Bereiche wie der Bühnenlogistik und der Werkstätten geplant. Für die Erweiterung wird die städtebauliche Position des Gebäudes zwischen geplantem Kulturboulevard entlang der Konrad-Adenauer-Straße und der Stadtlandschaft um den Eckensee von zentraler Bedeutung sein.

In der Ausstellung werden Modelle und Zeichnungen fünf unterschiedlicher Entwurfspositionen präsentiert. Die in universitärer Freiheit entstandenen Entwürfe sollen auch zur Diskussion um die Bedeutung der Staatstheater für den öffentlichen Stadtraum im Stuttgarter Zentrum anregen.

07. März bis 30. April 2017 im Foyer III. Rang
Die Staatstheater Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

24.01.2017 - Podiumsdiskussion zur gastkuratierten Sonderausgabe des Baumeister

Office Talk bei David Chipperfield Architects Berlin – Alexander Schwarz, Hannah Jonas, Stephan Trüby
© Ute Zscharnt for David Chipperfield Architects

David Chipperfield Architects Berlin und das Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart kuratierten die Dezemberausgabe 2016 des Architekturmagazins Baumeister. Das Heft und seine Fragestellungen werden in Podiumsdiskussionen weiter besprochen, im Dezember bereits im Rahmen eines Office Talks bei David Chipperfield Architects Berlin und am 24. Januar an der Universität Stuttgart. (https://www.baumeister.de/chipperfield-office-talk/)

Die gastkuratierte Ausgabe galt der architektonischen Form. Wie nehmen wir sie wahr, wie verstehen wir sie und: was ist ihr eigenes Selbstverständnis? Gottfried Sempers Stoffwechseltheorie, veröffentlicht vor gut 150 Jahren, wurde zum Anlass genommen, um Stoff und Form auf den Grund zu gehen – ihre Herkunft zu untersuchen und gleichzeitig den Entwurfs- und Formfindungsprozess von David Chipperfield Architects zu reflektieren.

In der nächsten Podiumsdiskussion am 24. Januar 2017 sprechen neben Prof. Alexander Schwarz auch Prof. Jan Klaus Philipp, Leiter des Instituts für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart, und Alexander Russ, verantwortlicher Baumeister-Redakteur der gastkuratierten Ausgabe.

Die Fragen des Magazins werden übernommen und auf Lehre, Forschung und Publikation erweitert: Welche Rolle nimmt der entwerfende Architekt heute ein? Was können wir von der Architekturtheorie des 19. Jahrhunderts lernen? Wie entsteht ein Entwurf? Und zuletzt: kann man das Entwerfen lernen?

24. Januar 2017, 19.30 Uhr, 7. OG
Universität Stuttgart, Keplerstraße 11, 70174 Stuttgart

05.12.2016 - David Chipperfield Architects und IÖB kuratieren Baumeister

David Chipperfield Architects Berlin and the University of Stuttgart’s Institute for Public Building and Design have guest curated the December 2016 issue of the German architectural journal Baumeister.

The issue focuses on questions of perception and understanding of architecture. Gottfried Semper’s ‘Theorie des Stoffwechsels’, formulated in his opus 'Der Stil' (published in 1860) is used as a starting point. Usually translated as ‘metabolism’, in German the term ‘Stoffwechsel’ is more ambiguous, but it can be literally translated as ‘change of material’ (Stoff: material / Wechsel: change).

The magazine features articles by 13 different authors, an interview with David Chipperfield and Alexander Schwarz, and a series of photos taken in the shell construction of the James Simon Galerie on Museum Island in Berlin.

18.10.2016 - Impressionen der Indienexkursion

Ein Land voller Farben, Traditionen und Mythen. Kaum eine andere Nation weist solche Gegensätze auf. Es ist zugleich rückständiges Agrarland und aufsteigende Industrienation. Verschiedenste Sprachen, Völker und Kulturen prägen das Bild des Landes.

Architektonisch ist es reich an Stilen wie der faszinierenden Mogularchitektur aus der Zeit der islamischen Großmoguln. Die fast zweihundert Jahre dauernde Besatzung der Briten, als auch die Planungen der Moderne haben die gebaute Umwelt weitreichend geprägt. Ebenso vorherrschende Parameter, wie Klima und Religion haben Einfluss auf Gestalt und Raum.

Dieser Exkursion vorausgegangen ist ein Seminar in dem versucht wurde die Eigenheiten des Subkontinents kennenzulernen und zu formulieren. So wurden Themen zur Geschichte, Gesellschaft und Architektur des Landes analysiert, wobei ein vertiefender Schwerpunkt die Mogularchitektur darstellte.

Ein Großteil des Inhaltes dieses Readers stammt aus eben diesen Ausarbeitungen. Als weitere intensive Vorbereitung auf den Entwurf des Museums für Mogularchitektur in Agra im Wintersemester 2016 / 2017 soll nun das Ertasten des Ortes direkt passieren.

21.09.2016 - 1. Preis Piranesi Prix de Rome 2016

Die Universität Stuttgart – Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen, Prof. Alexander Schwarz – gewann in Zusammenarbeit mit David Chipperfield Architects Berlin einen der drei ersten Preise des Piranesi Prix de Rome 2016.

Die Aufgabenstellung des offenen Ideenwettbewerbs der Accademia Adriane di Architettura e Archologia beinhaltete eine Umgestaltung der Via dei Fori Imperiali in Rom, dem zentralen archäologischen Gebiet in der Stadt zwischen der Piazza Venezia und dem Kolosseum. Der von der Accademia Adriana di Architettura e Archäologie veranstaltete Wettbewerb suchte nach einem Konzept, das die Beziehung zwischen der städtischen Architektur und der Archäologie am überzeugendsten interpretiert.

Der Entwurf sieht eine Umwandlung der städtischen Achse aus den 1930er Jahren und der archäologischen Ausgrabungsstätte in einen zentralen Park vor. Bezugnehmend auf die Tradition der romantischen Landschaftsgärten mit antiken Ruinen beschreiben die unterschiedlichen Ebenen der archäologischen Stratigraphie eine kontinuierliche Topographie. Sechs neue Gebäude, darunter ein Museum, ein neues zentrales Eingangsgebäude für das Forum Romanum, ein Restaurant, ein Café und ein unterirdisches Antiquarium, sind behutsam in die neue Topographie eingebettet.

Das Museo Ludus Magnus führt die Grundidee des Entwurfs weiter. Gegründet auf den Ausgrabungen der Gladiatorenschule vervollständigt es das urbane Stadtgefüge. Die transluzente Fassade aus dünnen Marmorplatten, die die neue architektonische Form umhüllt, steht im Dialog mit dem Kolosseum und unterstreicht dessen monumentalen Charakter. Einschnitte in der Fassade markieren den Eingang, der von den Besuchern beim einfachen Überschreiten der geschwungenen Brücke erreicht werden kann. Zentrales Ausstellungsobjekt sind Fragmente des ursprünglich 13m hohen und 18m breiten marmornen Plans der Stadt Rom, die Forma Urbis Severiana. Ausgestellt sind sie im Herzen des Museums in einem zweigeschossigen Raum, der dem historischen Ausstellungsraum angelehnt ist. Um diesen Raum erschließt sich auf den verschiedenen Geschossen der freie Museumsrundgang: von den Steinartefakten in der Krypta, gelangt man über eine Vielzahl an historischen Plänen Roms von Piranesi, Janina und Nibby, über Pläne zu den Ausgrabungen des Forum Romanum bis hin zur Geschichte der Via dei Fori Imperiale.

Team Uni Stuttgart: Prof. Alexander Schwarz, Selina Ahmann, David Eicher, Juliane Schwarz, Johannes Wenzel

14.09.2016 - 1. Preis Caparol-Studentenwettbewerb für die Masterarbeit von Hannah Klug

Das Projekt „Ressource Stadt – Ein Kulturforum für Lima“ widmet sich dem Lebensraum „Stadt“ undbetrachtet ihn als lebensnotwendige Ressource für seine Bewohner, von der sie leben undprofitieren. Sie dient als soziale Plattform, welche einen gesicherten Lebensunterhalt in der Gemeinschaft, medizinische Versorgung, Bildung und Kultur verspricht. Aufgrund globaler Entwicklungen der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel einer verstärkten Zentralität der Wirtschaft und der daraus resultierenden Landflucht und Urbanisierung, kam es zu der Entstehung der sogenannten Mega-Städte.

Die Stadt als urbaner Lebensraum entwickelte sich voneinem lebenswerten zu einem lebensbedrohlichen Ort. Lima, die Hauptstadt Perus ist eine dieser Megastädte und kann aus urbaner, wirtschaftlicher, sozialer und politischer Sicht als „Sorgenkind“ Südamerikas bezeichnet werden. Eine Ressource ist die Stadt schon lange nicht mehr und trotzdem verzeichnet sie ein großes Potenzial, welches dabeihelfen soll den Stadtraum wieder lebenswert zu machen: ihre Geschichte und ihre Kultur.

Durch die Reaktivierung eines wertvollen Bausteins im historischen Zentrum Limas versucht der Entwurf den emotionalen Wert der Stadt für ihre Bewohner zu steigern. Als historischer Baustein dient das ehemalige, koloniale Krankenhaus Real San Andrés, welches 1570 unter Aufsicht der spanischen Krone errichtet wurde, heute zum UNSECO-Weltkulturerbe der Stadt zählt und in ein neues kulturelles Forum umgeplant werden soll.

Dabei wirkt der Entwurf auf mehreren Ebenen:
1. Der Erhalt eines historischen Bausteines als gebauter Erinnerungsträger,
2. Die Integration der Bevölkerung zur Bewahrung ihrer eigenen Geschichte und Kultur,
3. Generierung eines öffentlichen Bausteins, um das öffentliche, kulturelle und soziale Leben derAnwohner zu fördern,
4. Der sensible Umgang mit Materialität und Tektonik der Bestandsarchitektur.

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