Cadence Academic Network
Das
„Cadence Academic Network” wurde 2007 von Cadence in Europa ins Leben gerufen. Ziel war es, die Verbreitung von Spitzentechnologie und -methodik an Universitäten voranzutreiben, die für ihre Stärke in Entwicklung und Entwurf bekannt sind. Ein Wissensnetzwerk mit ausgewählten europäischen Universitäten, Forschungsinstituten, Industrieberatern und Cadence wurde aufgebaut welches ermöglicht, Technologiekompetenz in den Gebieten Verifikation, Entwurf und Implementierung von mikroelektronischen Systemen auszutauschen.
Lehre
Am Institut für Elektrische und Optische Nachrichtentechnik ist die Software von Cadence ein wichtiger Bestandteil der Lehre. In unterschiedlichem Umfang – vom Workshop über ein Praktikum bis hin zur Abschlussarbeit – wird Cadence eingesetzt.
- Workshop
Im Rahmen der Vorlesung „Physical Design of Integrated Circuits” wird den Studierenden ein Workshop über zwei Nachmittage angeboten, der ihnen einen ersten Einstieg in die Cadence-Welt eröffnen soll. Am ersten Nachmittag werden die Teilnehmer mit dem Cadence-Grundgerüst, dem Schaltplanentwurf und mit verschiedenen Simulationsverfahren vertraut gemacht. Im zweiten Teil des Workshops arbeiten die Studenten mit den Layout-Werkzeugen. Sie lernen parasitäre Elemente zu extrahieren und ihr Layout mit dem im ersten Teil erstellten Schaltplan zu vergleichen. Dazu führen sie einen sogenannten Layout-versus-Schematic-Check durch und eine Resimulation des extrahierten Layouts, um den Einfluss parasitärer Elemente zu erkennnen.
- Fachpraktikum/Praktische Übungen im Labor
Das Fachpraktikum „Grundlagen integrierter Schaltungen” führt Studierende an die Entwicklungswerkzeuge von Cadence heran. Angefangen wird bei einfachen Schaltungen, die von Grund auf erstellt und sowohl statisch als auch im Zeit- und Frequenzbereich simuliert werden.
Theoretische Grundlagen von Verstärkern wie Übertragungskennlinie, Nichtlinearität und Rauschen werden anhand von statischen, Zeitbereichs-, Frequenzbereichs-, Rausch- sowie PSS- (periodic steady state-) Simulationen veranschaulicht. Hier kommen der Cadence Virtuoso Schematic Editor für den Schaltungsentwurf und Cadence Spectre für die Simulation zum Einsatz.
Schaltungslayouts werden mit dem Cadence Virtuoso Layout Editor erstellt und mit dem DRC (Entwurfsregelprüfung, engl. design rule check) von Verstößen gegen die Entwurfsregeln befreit. Außerdem muss jedes Layout die gleiche Schaltungstopologie aufweisen wie der zugehörige Schaltplan, was mit der LVS- (Layout-gegen-Schaltplan-, engl. layout-versus-schematic-) Prüfung gewährleistet wird. - Abschluss- und Semesterarbeiten
Am Institut können Studierende ihre Semester- oder Abschlussarbeiten für den Diplom-, Bachelor- oder Masterabschluss durchführen. Das Spektrum der Arbeiten deckt hier den Entwurf neuer Schaltungen, von Teilschaltungen oder auch das Redesign vorhandener Schaltungen ab.
Die praktische Durchführung des Workshops, des Fachpraktikums sowie der Abschluss- und Semesterarbeiten findet in unserem CAD-Labor statt, welches eine leistungsfähige Client-Server-Infrastruktur und aktuellste Entwurfssoftware zur Verfügung stellt. In den Semester- und Abschlussarbeiten werden aktuelle Forschungsthemen behandelt. Unsere Studenten arbeiten dabei mit modernsten Designkits namhafter Halbleiterhersteller.
Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Martin Schmidt“Cadence is a registered trademark of Cadence Design Systems, Inc., 2655 Seely Avenue, San Jose, CA 95134.”

