HydrOs – Optimierung der GNSS-Ortung in Abschattungsbereichen an BWaStr

  

 

Entwicklung eines Echtzeit und Post-processingsverfahren zur Verbesserung der bisherigen Ortung mit Global Navigation Satellite Systems (GNSS) durch Kombination mit weiteren Sensoren sowie hydrologischen Daten

Die hochpräzise Ortung auf Bundeswasserstraßen erfolgt heute fast ausschließlich mit Global Navigation Satellite Systems (GNSS). Schwachstelle dieses Verfahrens ist die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Koordinatenbestimmungen aufgrund von Signalabschattung und Genauigkeitsverlust durch Signalverschlechterung (Mehrwegeffekte und Verzögerungen in Ionosphäre). Deshalb soll ein integriertes hydrographisches Ortungssystem entwickelt und realisiert werden.

Laufzeit:             April 2012 – März 2015

Projektpartner:   Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) – Referat M5 Geodäsie

Projektphasen: 

  • Phase 1 Wissens- und Datenbasis erarbeiten
  • Phase 2 Entwicklung des Systemkonzepts
  • Phase 3 Entwicklung des Auswertemodells
  • Phase 4 Integration und Realisierung
  • Phase 5 Projektdokumentation, -präsentation und Publikation

 

Abbildung: Vermessungsschiff „Visurgis“  (Quelle:BfG)

Projektziel:

Im Rahmen dieses Projekts sollen Methoden entwickelt werden, mit denen die Bewegung eines Schiffs im Raum durch ein dynamisches Modell lückenlos und qualitätsgesichert beschrieben werden kann. Dazu werden geeignete Sensordaten in das Modell integriert.
Die Systemintegrität soll ständig anhand von Kennzahlen ablesbar sein. Dies soll durch die Integration von nicht geodätischen Sensoren und weiteren, bisher eher im terrestrischen Bereich verwendeten geodätischen Messgeräten (z.B. zielverfolgendes Tachymeter oder Terrestrischer Laserscanner an Bord) und hydrologischen Parametern (z.B. Strömung, Wasserstand) erreicht werden.
Damit können leistungsfähigere und echtzeitfähige statistische Verfahren zur Genauigkeits- und Zuverlässigkeitsanalyse entwickelt werden.
Als Projektergebnis soll ein funktionsfähiger Prototyp erstellt werden, der die Ortung und Filterung lückenlos mit vorgegebener Qualität sicherstellt. Dieser kann als eigenständige Komponente in hydrographische Vermessungssysteme integriert werden. Auf landgestützte, personalintensive Vermessungssystemen soll damit zukünftig bei der hydrographischen Ortung verzichtet werden können.  

Externe Links:  BfG, Referat M5 (Geodäsie) – Gewässer- und Objektvermessung 

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Annette Scheider
Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Schwieger