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Übergeordnete Forschungsziele der Stuttgarter Geochemiker

Geochemische Methoden werden in Stuttgart angewandt, um die Dynamik unseres Planeten etwa seit dem Paläoarchaikum (< 3.6 Ga) und damit ebenfalls die Evolution erdähnlicher Modellplaneten besser zu verstehen. Dazu werden neben Laborarbeiten auch Feldstudien in gezielt ausgesuchten Fallstudiengebieten durchgeführt. Derzeit werden durch BMBF und DFG Feldstudien in Chile, Kanada und Jordanien gefördert. Beispielsweise konnte durch die langjährige Arbeit in Chile gezeigt werden, dass Sedimente, die am damaligen aktiven Kontinentalrand im Perm und Oberkarbon (0.25-0.32 Ga) abgelagert wurden, nicht durch Subduktion, wie die unterlagernde ozeanische Kruste, in große Erdmanteltiefen versenkt wurden (Abb.1). Stattdessen lösten sich diese Sedimente in 20-30 km Tiefe durch Dehydratationsreaktionen von Silikaten zwischen 150-350°C von der ozeanischen Kruste ab und bildeten großvolumige Akkretionskeile am damaligen südamerikanischen Kontinentalrand.



Geodynamisches Modell

Abb. 1: Geodynamisches Modell zur Akkretionskeilbildung im Fallstudienbeispiel "Spätes Paläozoikum Zentralchiles" aus der Arbeit von Massonne & Willner (2008, Eur. J. Mineral.).





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