Institut für Mineralogie und Kristallchemie der Universität Stuttgart

Azenbergstr.18, 70174 Stuttgart    und     Pfaffenwaldring 55, 70569 Stuttgart

Studien- und Prüfungsordnung der Universität Stuttgart für den Diplomstudiengang Mineralogie


*Die Angabe der Prüfungsordnung erfolgt ohne Gewähr. Das Orginal kann im Ministerium für Wissenschaft des Landes Baden-Würtemberg oder im Institut für Mineralogie und Kristallchemie der Universität Stuttgart eingesehen werden.


Direktanwahl einzelner Parapgraphen :

§ 1 Zweck der Diplomprüfung
§ 2 Diplomgrad
§ 3 Regelstudienzeit und Gliederung des Studiums
§ 4 Aufbau der Prüfungen, Prüfungsfristen
§ 5 Prüfungsausschuß
§ 6 Prüfer und Beisitzer
§ 7 Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen
§ 8 Versäumnis, Rücktritt, Fristüberschreitung, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 9 Zulassung zur Prüfung
§ 10 Zulassungsverfahren
§ 11 Prüfungstermine und Meldefristen
§ 12 Prüfungsarten
§ 13 Prüfungsvorleistungen
§ 14 Ziel, Art und Umfang der Diplom-Vorprüfung
§ 15 Art und Umfang der DipIomprüfung
§ 16 Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten und Bestehen der Prüfungen
§ 17 Wiederholung von Prüfungen
§ 18 Zeugnis
§ 19 Diplomurkunde
§ 20 Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung
§ 21 Einsicht in die Prüfungsakten
§ 22 Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen
Anhang ANHANG

Vom 5. August 1994

Aufgrund von § 51 Abs. 1 Satz 2 des Universitätsgesetzes haben der Senat der Universität Stuttgart am 7. Juli 1993 sowie die Rektorin durch Eilentscheidung am 10. Juni 1994 die nachstehende Studien und Prüfungsordnung beschlossen. Das Ministerium für Wissenschaft und Forschung hat seine Zustimmung mit Erlaß vom 11. Juli 1994, AZ.: lll-817.123/4, erteilt.

§ 1 Zweck der Diplomprüfung

Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat* die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge seines Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.

* Aus Gründen der Lesbarkeit wird neben der männlichen nicht auch die weibliche Form aufgeführt; gemeint sind jedoch in allen Fällen sowohl Frauen als auch Männer.

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§ 2 Diplomgrad

Die Universität Stuttgart verleiht nach bestandener Diplomprüfung akademischen Grad "Diplom-Mineraloge" bzw. "Diplom-Mineralogin" (abgekürzt: "Dipl.-Min.").

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§ 3 Regelstudienzeit und Gliederung des Studiums

(1) Die Regelstudienzeit beträgt neun Semester

(3) Das Grundstudium bis zur Diplom-Vorprüfung besteht aus vier Semestern.

(4) Das Hauptstudium bis zur Diplomprüfung besteht aus vier Semestern und einem Semester zum Anfertigen der Diplomarbeit.

(5) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester. Der zeitliche Gesamtumfang der für den erfolgreichen Abschluß des Studiums erforderlichen Lehrveranstaltungen beträgt im Pflicht und Wahlpflichtbereich höchstens 160 Semesterwochenstunden.

(6) Mineralogie kann mit dem Schwerpunkt Kristallographie (Kernfach A) oder mit dem Schwerpunkt Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde (Kernfach B) studiert werden.

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§ 4 Aufbau der Prüfungen, Prüfungsfristen

(1) Der Diplomprüfung geht die Diplom-Vorprüfung voraus.

(2) Die Diplom-Vorprüfung ist bis zum Beginn der Vorlesungszeit des fünften Fachsemesters abzulegen. Hat der Kandidat die Diplom-Vorprüfung nicht bis zum Beginn der Vorlesungszeit des siebten Fachsemesters abgelegt, verliert er den Prüfungsanspruch, es sei denn, daß er die Fristüberschreitung nicht zu vertreten hat. Hierüber entscheidet auf schriftlichen Antrag des Kandidaten der Rektor nach Anhörung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

(3) Die Meldung zu den Prüfungen der Diplomprüfung (mit Ausnahme der Diplomarbeit) soll so erfolgen, daß diese spätestens am Ende des achten Fachsemesters abgelegt werden können. Die Meldung zur Diplomarbeit soll bis zum Ende des achten Fachsemesters erfolgen.

(4) Der Prüfungsausschuß stellt sicher, daß Leistungsnachweise und Fachprüfungen in den in dieser Prüfungsordnung festgesetzten Zeiträumen abgelegt werden können. Zu diesem Zwecksoll der Kandidat rechtzeitig sowohl über Art und Zahl der zu erbringenden Leistungsnachweise und der zu absolvierenden Fachprüfungen als auch über die Termine, zu denen sie zu erbringen sind, und ebenso über den Aus- und Abgabezeitpunkt der Diplomarbeit informiert werden. Dem Kandidaten sind für jede Fachprüfung auch die jeweiligen Wiederholungstermine bekanntzugeben.

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§ 5 Prüfungsausschuß

(1) Der Fakultätsrat der Fakultät Geo- und Biowissenschaften bestellt für die Diplom-Vorprüfung und die Diplomprüfung einen gemeinsamen Prüfungsausschuß. Dieser hat drei stimmberechtigte Mitglieder. Ein studentisches Mitglied mit beratender Stimme wird vom Fakultätsrat hinzugewählt. Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu bestellen. Die Amtszeit der stimmberechtigten Mitglieder beträgt drei Jahre; die des hinzugewählten studentischen Mitgliedes ein Jahr.

(2) Im Prüfungsausschuß müssen die Professoren die Mehrheit haben. Der Fakultätsrat wählt den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und dessen Stellvertreter. Beide müssen Professoren sein. Die stimmberechtigten Mitglieder müssen mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen.

(3) Der Prüfungsausschuß ist für die Organisation der Prüfungen und für die durch diese Ordnung zugewiesenen Aufgaben zuständig, soweit nichts anderes bestimmt ist. Der Prüfungsausschuß bestellt die Prüfer und entscheidet über die Nichtzulassung von Kandidaten zur Prüfung. Er achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden und berichtet regelmäßig der Fakultät über die Entwicklung der Prüfungs- und Studienzeiten einschließlich der tatsächlichen Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit. Der Prüfungsausschuß gibt Anregungen zur Reform der Studien- und Prüfungsordnung sowie des Studienplans und legt die Verteilung der Fach und Gesamtnoten offen.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei den Prüfungen anwesend zu sein.

(5) Der Vorsitzende führt die laufenden Geschäfte des Ausschusses und entscheidet in den ihm von dieser Prüfungsordnung zugewiesenen Fällen. Er bereitet mit Unterstützung des Prüfungsamtes der Universität die Sitzungen vor und leitet sie. Der Vorsitzende bestellt die Beisitzer und entscheidet über die Zulassung der Kandidaten zu den Prüfungen.

(6) Alle Entscheidungen des Prüfungsausschusses und des Vorsitzenden bedürfen der Schriftform. Belastende Entscheidungen sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(7) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreter unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie vom Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

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§ 6 Prüfer und Beisitzer

(1) Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind in der Regel nur Professoren, Hochschul- und Privatdozenten befugt. Wissenschaftliche Assistenten, wissenschaftliche mitarbeiter, Lehrbeauftragte und Lehrkräfte für besondere Aufgaben können nur dann ausnahmsweise zu Prüfern bestellt werden, wenn Professoren, Hochschul- und Privatdozenten nicht in genügendem Ausmaß als Prüfer zur Verfügung stehen. Sofern nicht zwingende Gründe eine Abweichung erforderlich machen, müssen die Prüfer eine einschlägige, eigenverantwortliche, selbständige Lehrtätigkeit ausgeübt haben. § 12 Abs. 7 und 11 bleibt unberührt.

(2) Zur Protokollführung bei mündlihen Prüfungen ist ein Beisitzer zu bestellen. Dieser muß einschlägig fachkundig sein und die Diplomprüfung im Studiengang Mineralogie oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt haben.

(3) Der Kandidat kann sowohl für die mündlichen Prüfungen die jeweiligen Fachprüfer als auch für die Diplomarbeit den Erstgutachter vorschlagen; ein Anspruch auf einen bestimmten Prüfer besteht nicht. Mit Zustimmung des Prüfungsausschusses kann ein Prüfer aus wichtigen Gründen den Vorschlag zum Gutachter ablehnen.

(4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sorgt dafür, daß dem Kandidaten die Namen der Prüfer rechtzeitig bekanntgegeben werden.

(5) Für Prüfer und Beisitzer gilt § 5 Abs.-7 entsprechend.

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§ 7 Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen

(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in demselben Studiengang an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Dasselbe gilt für Diplom-Vorprüfungen. Soweit die Diplom-Vorprüfung Fächer nicht enthält, die nach dieser Prüfungsordnung Gegenstand der Diplom-Vorprüfung, nicht aber der Diplomprüfung sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung kann versagt werden, wenn mehr als die Hälfte der Fachprüfungen oder die DipIomarbeit anerkannt werden soll.*

* Anmerkung: Nur Solche Studiengänge. die derselben Rahmenordnung unterliegen, gelten als dieselben Studiengänge.

(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des Diplomstudiengangs Mineralogie an der Universität Stuttgart im wesentlichen entsprechen Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten.

(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend. Für Absolventen der Berufsakademien gilt Absatz 2 entsprechend.

(4) Werden Studien und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe dieser Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk bestanden aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig.

(5) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Absätze 1 bis 3 besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Der Student hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.

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§ 8 Versäumnis, Rücktritt, Fristüberschreitung, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Grunde von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung oder die Diplomarbeit nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden, der über diesen Antrag zu entscheiden hat. Bei Rücktritt oder Versäumnis wegen Krankheit muß die Prüfungsunfähigkeit unter Angabe der voraussichtlichen Schonfrist ärztlich attestiert werden. Erfolgt die Erkrankung nach Beginn der Prüfung, so ist der Arzt unverzüglich aufzusuchen. In Zweifelsfällen kann vom Kandidaten ein Attest eines von der Hochschule benannten Arztes verlangt werden. Bei wiederholtem krankheitsbedingtem Rücktritt von einer Prüfung ist der Fall dem Rektor zur Überprüfung der Notwendigkeit einer Exmatrikulation vorzulegen.

(3) Hat sich ein Kandidat in Kenntnis einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder eines anderen zwingenden Rücktrittsgrundes einer Prüfung unterzogen, so kann ein nachträglicher Rücktritt aus diesem Grunde nicht genehmigt werden.

(4) Werden diese Rücktritts oder Versäumnisgründe anerkannt. so hat der Kandidat die nicht abgelegten Prüfungen möglichst bald, an einem vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mit dem jeweiligen Prüfer festgelegten Termin abzulegen.

(5) Versucht der Kandidat, das Ergebnis seiner oder einer anderen Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, so gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet Verstößt ein Kandidat so gegen die Ordnung, daß hierdurch der Ablauf der Prüfung gestört wird, so kann er von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuß den Kandidaten von der Erbringung weiterer: Prüfungsleistungen ausschließen. Der Kandidat kann innerhalb eines Monats verlangen, daß die Entscheidungen nach Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschuß überprüft werden.

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§ 9 Zulassung zur Prüfung

(1) Zur Diplom-Vorprüfung und deren Einzelprüfungen wird nur zugelassen, wer

1. das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder eine durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung besitzt,

2. an der Universität Stuttgart immatrikuliert und als Studierender für den Diplomstudiengang Mineralogie zugelassen ist,

3. den Prüfungsanspruch im Diplomstudiengang Mineralogie nicht verloren hat,

4. die folgenden Prüfungsvorleistungen erbracht hat.

(1) aus dem Pflichtfachbereich:

a) im Fach Mineralogie 5 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur Mineralogie I und II

- Übungen am Polarisationsmikroskop I und II

- eine mehrtägige Exkursion

b) im Fach Allgemeine Geologie 3 Leistungsnachweise aus:

- Geologische Übungen I (Gesteinskunde)

- Geologische Übungen II (Geologische Karte)

- Geologische Exkursionen (drei Tage)

c) im Fach Anorganische Chemie 1 Leistungsnachweis aus:

- Anorganisch-chemisches Praktikum für Mineralogen.

(2) aus dem Wahlpflichtfachbereich aus zwei der folgenden drei Fächer

a) im Fach Experimentalphysik 3 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur Experimentalphysik und II

- Physikalisches Anfängerpraktikum

b) im Fach Mathematik 4 Leistungsnachweise aus:
- Übungen I und II und zwei benotete Klausuren zur "Mathematik für Chemiker I und II"

oder

- Übungen I und II und zwei benotete Klausuren zu "Höherer Mathematik I und II"

c) im Fach Physikalische Chemie 1 Leistungsnachweis aus:

- Übungen zur Physikalischen Chemie I.

§ 14 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.

(2) Zur Diplomprüfung und deren Einzelprüfungen kann nur zugelassen werden, wer

1. die Voraussetzungen des Absatzes 1 Ziffer 1 und 2 erfüllt,

2. die Diplom-Vorprüfung im Diplomstudiengang Mineralogie oder eine nach § 7 anerkannte Vorprüfung bestanden hat,

3. den Prüfungsanspruch im Diplomstudiengang Mineralogie nicht verloren hat,

4. die folgenden Prüfungsvorleistungenin den nach § 15 Abs. 2 gewählten Pflicht- und Wahlpflichtfächern erbracht hat:

(1) aus dem Pflichtfachbereich:

a) Für Kandidaten mit Kernfach A. Kristallographie, d.h. erstes Pflichtfach Kristallographie" und zweites Pflichtfach allgemeine und Angewandte Mineralogie", 10 Leistungsnachweise aus:

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene I, III, V bestehend aus:

I: Spektrometrische Untersuchungsmethoden

III: Röntgenographische Untersuchungsmethoden

V:Pulvermetallurgische Arbeitsmethoden

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene IV oder VI

bestehend aus:

IV: Thermische Untersuchungsmethoden

oder

VI: Vertiefte Übungen zur Mineralbestimmung

- Übungen zur Strukturbestimmung mit Röntgenstrahlung I

- Übungen zur: Strukturbestimmung mit Röntgenstrahlung II

- Übungen am Polarisationsmikroskop III

- Teilnahme an Seminaren

- Zwei mehrtägige Exkursionen

b) Für Kandidaten mit Kernfach B. Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde, d.h. erstes Pflichtfach "Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde" und zweites Pflichtfach "Allgemeine und Angewandte Mineralogie", 11 Leistungsnachweise aus:

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene I, III, V

bestehend aus

I: Spektrometrische Untersuchungsmethoden

III: Röntgenographische Untersuchungsmethoden

V: PulvermetalIurgische Arbeitsmethoden

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene II oder VI

bestehend aus:

II: Untersuchungsmethoden der Sedimentpetrographie

oder

VI: Vertiefte Übungen zur Mineralbestimmung

- Übungen zur Strukturuntersuchung mit Röntgenstrahlung I

- Übungen am Polarisationsmikroskop III

- Übungen am Erzmikroskop

- Teilnahme an Seminaren

- Drei mehrtägige Exkursionen

(2) aus dem Wahlpflichtfachbereich:

a) Kristallographie (nicht für Kandidaten mit Kernfach A) 2 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur Strukturbestimmung mit Röntgenstrahlung II

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene IV oder VI

bestehend aus

VI: Thermische Untersuchungsmethoden

oder

VI: Vertiefte Übungen zur Mineralbestimmung

oder

Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde (nicht für Kandidaten mit Kernfach B) 3 Leistungsnachweise aus:

- Übungen am Erzmikroskop

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene II oder VI

bestehend aus

II: Untersuchungsmethoden der Sedimentpetrographie

oder

VI: Vertiefte Übungen zur Mineralbestimmung

- Eine zusätzliche mineralogische Exkursion

oder

Geologie 3 Leistungsnachweise aus:

- Geologische Übungen III

- Geologische Exkursionen (mindestens 2)

oder

Geophysik 4 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur allgemeinen Geophysik I und II

- Übungen zur angewandten Geophysik

- Übungen zur Signalverarbeitung in der Geophysik

b) Anorganische Chemie 2 Leistungsnachweise aus:

- Anorganisches-chemisches Praktikum für Fortgeschrittene

- Seminar zum Anorganisch-chemischen Fortgeschrittenenpraktikum

oder

Technische Chemie 2 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur Chemischen Reaktionstechnik

- Übungen zu mechanischen und thermischen Grundoperationen

oder

Physikalische Chemie 1 Leistungsnachweis aus:

- Vertieftes physikalisch-chemisches Praktikum

oder

Metallkunde 2 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur Einführung in die Metallkunde

- Metallkundepraktikum

oder

Nichtmetallische Anorganische Materialien 1 Leistungsnachweis aus:

- Keramikpraktikum

c) Experimentalphysik 2 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur Experimentalphysik 3

- Übungen zur Experimentalphysik 4

oder

Festkörperphysik:

- keine Prüfungsvorleistungen

oder

Kristallphysik 2 Leistungsnachweise aus:

- Übungen zur Kristallphysik I

- Übungen zur Kristallphysik II.

(3) Der Antrag auf Zufassung zur Prüfung ist innerhalb der vom Prüfungsamt bekanntgegebenen Anmeldefrist schriftlich beim Prüfungsamt einzureichen. Er ist nur für den vereinbarten Termin gültig. Gemäß § 4 und § 15 Abs. 4 sowie vorbehaltlich eines genehmigten Rücktritts nach § 8 ist der Kandidat nach seiner Zulassung zur Teilnahme an der angemeldeten Prüfung verpflichtet.

(4) Dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung sind soweit diese Unterlagen nicht bereits vorliegen - beizufügen

1. die Nachweise über die Erfüllung der in Absatz 1 bzw. 2 genannten Zulassungsvoraussetzungen,

2. die Angabe des Studienschwerpunktes gemäß g 3 Abs. 5 sowie des bzw. der Wahlpflichtfächer,

3. eine Erklärung darüber, ob der Kandidat bereits eine Diplom-Vorprüfung oder eine Diplomprüfung im Studiengang Mineralogie abgelegt bzw. nicht bestanden hat, ob sein Prüfungsanspruch aus anderen Gründen erloschen ist oder ob er sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.

(5) Ist es dem Kandidaten nicht möglich, eine nach Absatz 4 erforderliche Unterlage in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten, den Nachweis auf eine andere Art zu führen.

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§ 10 Zulassungsverfahren

(1) Über die Zulassung entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Der Kandidat gilt als zugelassen, wenn er nicht innerhalb von vier Wochen nach Ablauf der Anmeldefrist anderweitig schriftlich beschieden wird.

(2) Die Zulassung darf nur abgelehnt werden, wenn

1. die in § 9 Abs. 1 bzw. 2 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder

2. die in § 9 Abs. Genannten Unterlagen unvollständig sind oder

3. der Kandidat die Diplom-Vorprüfung oder die DipIomprüfung im Studiengang Mineralogie endgültig nicht bestanden hat, der Prüfungsanspruch aus anderen Gründen erloschen ist oder der Kandidat sich in demselben Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet.

(3) Sind die Prüfungsvorleistungen bis zur Prüfungsanmeldung noch nicht vollständig nachweisbar, kann die Zulassung unter Vorbehalt ausgesprochen werden.

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§ 11 Prüfungstermine und Meldefristen

(1) Es werden jährlich mindestens zwei Prüfungstermine für alle Fachprüfungen der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung angeboten. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses legt die Prüfungstermine im Einvernehmen mit den Prüfern fest. Er ist berechtigt, im Falle von Prüfungsrücktritten und Prüfungsversäumnissen im Benehmen mit den Prüfern außerordentliche, jedoch frühere Prüfungstermine anzusetzen.

(2) Die mündlichen Prüfungstermine werden durch Aushang am Institut des jeweiligen Prüfers bekanntgegeben. Die Frist für die Bekanntgabe aller mündlichen Prüfungstermine beträgt mindestens 14 Kalendertage.

(3) Die Frist für die Anmeldung zu den Prüfungen wird durch Anschlag im Prüfungs- und Rektoramt sowie im Vorlesungsverzeichnis bekanntgegeben.

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§ 12 Prüfungsarten

(1) Prüfungsarten sind die mündlichen Prüfungen und die Diplomarbeit.

(2) In den mündlichen Prüfungen soll der Kandidat nachweisen, daß er die Zusammenhänge des Prüfungsgebietes erkennt und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag. Durch die mündlichen Prüfungen soll ferner festgestellt werden, ob der Kandidat über breites Grundlagenwissen verfügt.

(3) Die mündlichen Prüfungen sind als Einzelprüfungen mit einem Beisitzer gemäß § 6 Abs. 2 durchzuführen. Die Bewertung der mündlichen Prüfungen erfolgt durch den jeweils zuständigen Prüfer nach Anhören des Beisitzers. Das Ergebnis ist dem Kandidatur jeweils im Anschluß an die mündliche Prüfung mitzuteilen.

(4) Über die Durchführung der mündlichen Prüfung, die wesentlichen Prüfungsgegenstände und das Prüfungsergebnis ist von dem Beisitzer ein Protokoll zu führen. Das Protokoll ist vom Prüfer und dem Beisitzer zu unterschreiben.

(5) Studierende, die sich in einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, können nach Maßgabe der vorhandenen Plätze als Zuhörer an mündlichen Prüfungen teilnehmen. Die Teilnahme erstreckt sich nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses. Aus wichtigen Gründen oder auf formlosen Antrag des Kandidaten ist die Öffentlichkeit auszuschließen.

(6) Die Diplomarbeit. ist eine Prüfungsarbeit, die die wissenschaftliche Ausbildung abschließt. Sie soll zeigen, daß der Kandidat in der Lage ist, ein Problem aus der Mineralogie selbständig nach wissenschaftlichen Methoden und innerhalb einer vorgegebenen Frist zu bearbeiten.

(7) Das Thema der Diplomarbeit kann nur von einem Professor, Hochschule oder Privatdozenten der Fakultät Geo- und Biowissenschaften gestellt werden. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann gestatten, daß das Thema der Diplomarbeit ausnahmsweise von einem Professor einer anderen Fakultät gestellt wird. Soll die Diplomarbeit in einer Einrichtung außerhalb der Hochschule durchgeführt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Dem Kandidaten ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen.

(8) Auf Antrag sorgt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, daß ein Kandidat rechtzeitig ein Thema für eine Diplomarbeit erhält. Die Ausgabe des Themas der Diplomarbeit erfolgt über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Der Zeitpunkt der Ausgabe ist aktenkundig zu machen. Die Diplomarbeit kann erst nach der Zulassung des Kandidaten zur Diplomprüfung ausgegeben werden. Hat der Kandidat einen Themenvorschlag für die Diplomarbeit nicht innerhalb eines Monats nach Bestehen der letzten mündlichen Fachprüfung eingereicht, teilt ihm der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unverzüglich von Amts wegen ein Thema zu.

(9) Die DipIomarbeit kann auch in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag des einzelnen Kandidaten aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Absatz 6 erfüllt.

(10) Die Bearbeitungsdauer der Diplomarbeit beträgt von der Themenstellung bis zur Ablieferung sechs Monate. Sie kann im Einzelfall einmalig - wenn dies besondere Umstände erfordern - mit Einverständnis des Prüfers, der das Thema gestellt hat, vom Prüfungsausschuß auf begründeten schriftlichen Antrag des Kandidaten ausnahmsweise um höchstens drei Monate verlängert werden. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der DipIomarbeit sind vom Betreuer so zu begrenzen, daß die Frist zur Bearbeitung der Diplomarbeit eingehalten werden kann. Das Thema einer Diplomarbeit kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden.

(11) Ist die Diplomarbeit abgeschlossen, so ist sie beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses abzugeben, der die alsbaldige Bewertung durch zwei Prüfer veranlaßt. Einer der Prüfer soll derjenige sein, der das Thema der Diplomarbeit gestellt hat. Ist dies ein Professor einer anderen Fakultät, so muß der andere Prüfer der Fakultät Geo- und Biowissenschaften angehören. Außerdem muß einer der Prüfer Professor sein. Der Tag der Abgabe der DipIomarbeit ist aktenkundig zu machen. Wird die Diplomarbeit nicht fristgemäß abgeliefert, gilt sie als mit .nicht ausreichend" (5,0) bewertet, es sei denn, der Kandidat hat die Fristüberschreitung nicht zu vertreten. Stimmen die Bewertungen der Prüfer nicht überein, so ist das arithmetische Mittel gemäß § 16 Abs. 5 zu bilden.

(12) Bei der Abgabe der DipIomarbeit hat der Kandidat schriftlich zu versichern, daß er seine Arbeit - bei einer Gruppenarbeit seinen entsprechend gekennzeichneten Anteil der Arbeit - abgesehen von der Mitwirkung eines namentlichen genannten Betreuers, selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat. Das Bewertungsverfahren soll vier Wochen nicht überschreiten.

(13) Ziel, Art und Umfang der einzelnen Prüfungsleistungen sind § 14 und § 15 geregelt.

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§ 13 Prüfungsvorleistungen

(1) Prüfungsvorleistungen sind kontrollierte Leistungen während des Studiums, wie z.B.

- Vorträge in Seminaren
- Mitwirkung in besonderen Lehr- und Übungsveranstaltungen,
- Anfertigung von Übungsarbeiten,

die mit dem Prädikat "mit Erfolg teilgenommen" bewertet werden und Voraussetzungen der Zulassung zu Prüfungen sind. Die Bewertung von Prüfungsvorleistungen geht nicht in die Prüfungsnote ein.

(2) Die erforderlichen Prüfungsvorleistungen sind § 9 Abs. 1 Ziffer 4 und Abs. 2 Ziffer 4 zu entnehmen.

(3) Eine Studienleistung oder Veranstaltung kann nur einmal und nur in einem Fach als Prüfungsvorleistung anerkannt werden.

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§ 14 Ziel, Art und Umfang der Diplom-Vorprüfung

(1) Durch die Diplom-Vorprüfung soll der Kandidat nachweisen, daß er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und daß er insbesondere die inhaltlichen Grundlagen seines Faches, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das Studium mit Erfolg fortzusetzen.

(2) Die Diplom-Vorprüfung besteht aus insgesamt vier Fachprüfungen. Dieses sind die Prüfungen in den drei Pflichtfächern Mineralogie, Allgemeine Geologie und Anorganische Chemie sowie die Prüfung in einem der Wahlpflichtfächer Experimentalphysik, Mathematik oder Physikalische Chemie. In jedem Fach erfolgt eine mündliche Prüfung von etwa 20 Minuten.

(3) Gegenstand der Fachprüfungen sind die Stoffgebiete der den Prüfungsfächern in Anhang A1, der Bestandteil der Prüfungsordnung ist, zugeordneten Lehrveranstaltungen.

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§ 15 Art und Umfang der Diplomprüfung

(1) Die Diplomprüfung besteht aus

a) den vier mündlichen Fachprüfungen nach Absatz 2 und

b) der Diplomarbeit

(2) Die mündliche Diplomprüfung umfaßt zwei Pflichtfächer und zwei Wahlpflichtfächer. Prüfungsfächer sind:

1. Für Kandidaten mit Kernfach A. Kristallographie:

Erstes Pflichtfach: Kristallographie

weites Pflichtfach: Allgemeine und Angewandte Mineralogie

2. Für Kandidaten mit Kernfach B. Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde:

Erstes Pflichtfach: Petrologie und Geochemie und Lagerstättenkunde

Zweites Pflichtfach: Allgemeine und Angewandte Mineralogie.

Wahlpflichtfächer für Kandidaten mit Kernfach Kristallographie oder Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde sind:

a) Kristallographie (dieses Wahlfach darf nicht einem Pflichtfach entsprechen) oder Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde (dieses Wahlfach darf nicht einem Pflichtfach entsprechen) oder Geologie (ohne Paläontologie) oder Geophysik

b) Anorganische Chemie oder Technische Chemie oder Physikalische Chemie oder Metallkunde oder Nichtmetallische Anorganische Materialien

c) Experimentalphysik oder Festkörperphysik oder Kristallphysik.

Die Dauer der mündlichen Prüfung in jedem Fach beträgt etwa 30 Minuten.

Voraussetzung für die Wahlpflichtfächer Experimentalphysik, Festkörperphysik oder Kristallphysik ist die Diplom-Vorprüfung in Experimentalphysik. Voraussetzung für das Wahlpflichtfach Physikalische Chemie ist die Diplom-Vorprüfung in Physikalischer Chemie.

(3) Gegenstand der mündlichen Fachprüfungen in den Pflicht und Wahlpflichtfächern sind die Stoffgebiete der den Prüfungsfächern in Anhang A2, der Bestandteil der Prüfungsordnung ist, zugeordneten Lehrveranstaltungen.

(4) Nach der Zulassung zur ersten mündlichen Fachprüfung sind alle weiteren mündlichen Fachprüfungen nach Absatz 1 a) in Verbindung mit Absatz 2 innerhalb von sechs Monaten abzulegen. Wird diese Frist versäumt, gelten die nicht abgelegten Prüfungen als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, es sei denn, der Kandidat hat die Fristüberschreitung nicht zu vertreten. Für die Wiederholung der als mit "nicht ausreichend" bewertet geltenden Prüfungen nach Satz 2, gilt § 17 Abs. 2 und 3.

(5) Die Voraussetzungen der Diplomarbeit sind § 12 Abs. 6 bis 12 zu entnehmen.

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§ 16 Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten und Bestehen der Prüfungen

(1) Die Fachnoten werden von den jeweiligen Prüfern festgesetzt. Für die Bewertung der Leistungen sind folgende Noten zu verwenden:

1 = sehr gut = eine hervorragende Leistung;
2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt.
3 = befriedigend; = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht
4 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
5 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

Zur Differenzierung jeder einzelnen Prüfungsleistung können die Notenziffern 2 bis 4 um 0,3 erniedrigt und die Notenziffern 1 bis 3 um 0,3 erhöht werden.

(2) Die Diplom-Vorprüfung bzw. die Diplomprüfung ist bestanden, wenn alle Fachprüfungen und im Fall der Diplomprüfung auch die Diplomarbeit mit mindestens "ausreichend" (4,0) bewertet wurden.

(3) Für jedes Prüfungsfach wird eine Fachnote festgelegt.

(4) Die Gesamtnote ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel, der Fachnoten der Prüfungsfächer. Bei der Bildung der Gesamtnote der Diplomprüfung werden die Diplomarbeit und die mündlichen Fachprüfungen jeweils einfach gewertet.

Im Prüfungszeugnis lautet die Bewertung für die Fachnoten, die Diplomarbeit und die Gesamtnote:

sehr gut bei einem Durchschnitt bis 1,5;

gut bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5;

befriedigend bei einem Durchschnitt Ober 2,5 bis 3,5;

ausreichend bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0.

Der Prüfungsausschuß kann bei überragenden Leistungen in der Diplomprüfung:

(Gesamtnote 1,0 bis 1,2) das Prädikat "Mit Auszeichnung bestanden" verleihen.

(5) Bei der Bildung der Fachnoten und der Gesamtnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

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§ 17 Wiederholung von Prüfungen

(1) Bestandene Prüfungen können nicht wiederholt werden.

(2) Erstmals nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Fachprüfungen und die Diplomarbeit können einmal wiederholt werden. Fehlversuche an anderen Hochschulen werden angerechnet. Eine Rückgabe des Themas der Diplomarbeit in der in § 12 Abs. 10 Satz 4 genannten Frist ist jedoch nur zulässig, wenn der Kandidat bei der Anfertigung seiner ersten Diplomarbeit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hatte.

(3) Wiederholungsprüfungen müssen zum jeweils nächsten ordentlichen Prüfungstermin abgelegt werden. Wird diese Frist versäumt, gelten die Wiederholungsprüfungen als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet und der Kandidat verliert den Prüfungsanspruch, es sei denn, daß er die Fristüberschreitung nicht zu vertreten hat. § 4 Abs. 2 bleibt unberührt.

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§ 18 Zeugnis

(1) Ist die Diplom-Vorprüfung oder Diplomprüfung in allen EinzeIprüfungen bestanden, so teilt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dies dem Prüfungsamt mit. Dieses stellt unverzüglich, möglichst innerhalb von 4 Wochen nach Bewertung der letzten Prüfungsleistung ein Zeugnis aus, das die in den Prüfungsfächern erzielten Noten und die Gesamtnote enthält. Im Zeugnis der Diplomprüfung werden zudem Thema und Note der Diplomarbeit sowie der gewählte Schwerpunkt genannt. Außerdem ist in dieses Zeugnis auf Antrag des Kandidaten die Fachstudiendauer aufzunehmen. Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Es trägt das Datum des Tages, an dem die letzte PrüfungsIeistung erbracht worden ist.

(2) Ist die Diplom-Vorprüfung bzw. Diplomprüfung oder eine einzelne Fachprüfung nicht bestanden, oder gilt sie als nicht bestanden, so erhält der Kandidat hierüber einen schriftlichen Bescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist. Das gleiche gilt, wenn ein Kandidat eine Prüfung endgültig nicht bestanden hat oder er zu weiteren Prüfungen in dem betreffenden Studiengang nicht mehr zugelassen wird.

(3) Hat der Kandidat die Diplom-Vorprüfung oder die Diplomprüfung nicht bestanden, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung vom Prüfungsamt eine Bescheinigung ausgestellt, in der die bestandenen Prüfungen und deren Noten bestätigt, die nicht bestandenen oder nicht abgelegten zum Bestehen der Diplom-Vorprüfung oder Diplomprüfung erforderlichen Prüfungen genannt werden und aus der erkennbar wird, daß die Prüfung nicht abgeschlossen oder nicht bestanden ist.

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§ 19 Diplomurkunde

(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis der Diplomprüfung wird dem Kandidaten die Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Diplomgrades beurkundet.

(2) Die DipIomurkunde wird vom Rektor und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel der Universität Stuttgart versehen.

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§ 20 Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung

(1) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuß nachträglich die betroffenen Noten entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3) Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues auszustellen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer Frist von 5 Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.

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§ 21 Einsicht in die Prüfungsakten

(1) Bis zu einem Jahr nach Ausstellung des Zeugnisses ist dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in die ihn betreffenden Prüfungsakten zu gewähren.

(2) Der Antrag ist beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.

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§ 22 Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen

(1) Diese Prüfungsordnung tritt am 1.Oktober 1994 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Mineralogie der Universität Stuttgart vom 30.August 1976 (K.u.U. 1976, S.2320), zuletzt geändert am 10.Mai 1979 (K.u.U. 1979, S. 505), außer Kraft.

(2) Studierende, die die Diplom-Vorprüfung zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Prüfungsordnung noch nicht abgeschlossen haben, können die Diplom-Vorprüfung nach der alten Prüfungsordnung vom 30. August 1976 abschließen. Die Diplomprüfung muß in diesem Fall nach der neuen Studien und Prüfungsordnung abgelegt werden.

(3) Studierende, die am 1. Oktober 1994 die Diplom-Vorprüfung abgeschlossen haben, können die Diplomprüfung bis zum 30. September 1998 nach der Prüfungsordnung vom 30. August 1976 ablegen. Danach gilt auch für diese Studierende die vorliegende Prüfungsordnung.

Stuttgart, den 5. August 1994

In Vertretung

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Schatz, Prorektor


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ANHANG

zur Studien- und Prüfungsordnung der Universität Stuttgart für den Diplomstudiengang Mineralogie

Anhang A1

Gegenstand der Fachprüfungen der Diplom-Vorprüfung sind die Stoffgebiete der den Prüfungsfächern wie folgt zugeordneten Lehrveranstaltungen.

(1) im Pflichtfachbereich:

a) Mineraloge:

- Allgemeine Mineralogie I: Kristallographie

- Übungen zur Allg. Mineralogie I

- Allgemeine Mineralogie II: Mineral- und Rohstoffkunde

- Übungen zur Allg. Mineralogie II

- Einführung in die Kristalloptik

- Übungen am Polarisationsmikroskop I

- Optische Eigenschaften der gesteinsbildenden Minerale

- Übungen am Polarisationsmikroskop II

- Mineralogisches Seminar

- Eine mehrtägige mineralogische Exkursion

b) Allgemeine Geologie:

- Allgemeine Geologie für Geologen Geographen und Mineralogen

- Geologische Übungen I (Gesteinskunde)

- Geologische Übungen II (Geol. Karte)

- Regionale Geologie und Geodynamik I (Südwestdeutschland) Geologische Exkursionen für Mineralogen und Geographen 3 Tage)

c) Anorganische Chemie:

- Allg. und anorg. Chemie für Naturwissenschaftler

- Anorg.-chemisches Praktikum für Mineralogen, Biologen & Geologen

(2) im Wahlpflichtfachbereich:

a) Experimentalphysik:

- Experimentalphysik I für Aer., Geod., Min., Biol., GeoI.

- Übungen zur Experimentalphysik I

- Experimentalphysik II für Aer., Geod., Min., Biol., Geol.

- Übungen zur Experimentalphysik II

- Physikalisches Anfängerpraktikum für Min., Geol.

b) Mathematik:

aa) Mathematik für Chemiker.

- Mathematik für Chemiker I

- Übungen z. Math. für Chemiker

- Mathematik für Chemiker II

- Übungen z. Math. für Chemiker

oder

bb) Höhere Mathematik:

- Höhere Mathematik I für Ing., Geod., Metall., Aer.

- Übungen zu Höhere Mathematik I

- Höhere Mathematik II für Ing., Geod., Metall., Aer.

- Übungen zu Höhere Mathematik II

c) Physikalische Chemie:

- Physikalische Chemie I

- Übungen zur Phys. Chemie I

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Anhang A2:

Gegenstand der mündlichen Fachprüfungen in den Pflicht- und drei Wahlpflichtfächern der Diplomprüfung sind die Stoffgebiete der den Prüfungsfächern wie folgt zugeordneten Lehrveranstaltungen:

1. Allgemeine und angewandte Mineralogie:

- Angewandte Mineralogie I: Keramik und Feuerfestkunde

- Angewandte Mineralogie II: Anorganische Bindemittel:

- Angewandte Mineralogie III: Technische Kristallisation und Einkristallzucht

- Angewandte Mineralogie IV: Glaskunde

- Strukturbestimmung mit Röntgenstrahlung I

- Übungen zur Strukturbestimmung mit Röntgenstrahlung I

- Spezielle Petrographie

- Übungen am Polarisationsmikroskop III

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene I:

- Spektrometrische Untersuchungsmethoden

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene III:

- Röntgenographische Untersuchungsmethoden

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene V

- Pulvermetallurgische Arbeitsmethoden

- Zwei Mineralogische Seminare

- Zwei mehrtägige Mineralogische Exkursionen

2. Kristallographie:

Aus dem Katalog der Vorlesungen

- Kristallchemie I: Topologie oder

- Kristallographie II

- Kristallchemie II: Chemische Bindung oder

- Kristallographie III

- Kristallchemie III: Oxide, Sulfide und

- Kristallchemie IV: Silikate

drei Vorlesungen nach Angebot

- Strukturbestimmung mit RöntgenstrahIung II

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene IV: Thermische Untersuchungsmethoden

oder

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene VI: Vertiefte Übungen zur Mineralbestimmung

3. Petrologie-Geochemie-Lagerstättenkunde:

- Geochemie

- Lagerstättenkunde

- Physikalisch-chemische Grundlagen der Gesteinsbildung

- Einführung in die Erzmikroskopie

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene II

- Untersuchungsmethoden der Sedimentpetrographie

oder

- Mineralogisches Praktikum für Fortgeschrittene VI

- Vertiefte Übungen zur Mineralbestimmung

- Eine mehrtägige Mineralogische Exkursion

4. Geologie:

Aus dem Katalog der Vorlesungen

- Regionale Geologie und Geodynamik II - IV

eine Vorlesung, je nach Angebot

- Historische Geologie I

- Historische Geologie II

- Strukturgeologie

- Geologische Übungen III (Sedimentpetrographie)

- Geologische Exkursionen (6 Tage)

5. Geophysik:

- Allgemeine Geophysik I

- Übungen zur Allgemeinen Geophysik I

- Angewandte Geophysik mit Feldpraktikum

- Übungen zur Angewandten Geophysik

- Allgemeine Geophysik II

- Übungen zur Allgemeinen Geophysik II

- Signalverarbeitung in der Geophysik

- Übungen zur Signalverarbeitung in der Geophysik

6. Anorganische Chemie:

- Festkörperchemie I

- Festkörperchemie II

- Anorganisch-chemisches Praktikum für Fortgeschrittene

- Seminar zum anorganisch-chemischen Fortgeschrittenenpraktikum

7. Technische Chemie:

- Zeolithe I

- Zeolithe II

- Chemische Reaktionstechnik

- Übungen zur Chemischen Reaktionstechnik

- Mechanische und thermische Grundoperationen

- Übungen zu mechanischen und thermischen Grundoperationen

8. Physikalische Chemie:

- Physikalische Chemie II

- Vertieftes physikalisch-chemisches Praktikum

9. Metallkunde:

- Einführung in die Metallkunde

- Übungen zur Einführung in die Metallkunde

- Metallkunde l

oder

- Metallkunde II

- Metallkundepraktikum

10. Nichtmetallische Anorganische Materialien:

- Einführung in die Keramik

- Technische Keramik I

- Technische Keramik II

- Fortgeschrittenes Keramikpraktikum

11. Experimentalphysik:

- Experimentalphysik 3: Atomphysik

- Übungen zur Experimentalphysik 3

- Experimentalphysik 4: Kernphysik

- Übungen zur Experimentalphysik 4

12. Festkörperphysik:

- Experimentalphysik 5: Molekülphysik

- Experimentalphysik 6: Festkörperphysik

13. Kristallphysik:

- Kristallphysik I

- Übungen zur Kristallphysik l

- Kristallphysik II

- Übungen zur Kristallphysik II


*Die Angaben zur Prüfungsordnung erfolgen ohne Gewähr. Das Orginal kann im Ministerium für Wissenschaft des Landes Baden-Würtemberg oder im Institut für Mineralogie und Kristallchemie der Universität Stuttgart eingesehen werden.


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    Nachrichten an institut@mineralogie.uni-stuttgart.de