Institut für Mineralogie und Kristallchemie der Universität Stuttgart

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Paragenesen mit Triphylin und Triplit

Über die genetischen Beziehungen zwischen Triphylin und Triplit gab es bisher nur wenige und zudem widersprüchliche Angaben. Deshalb wurden die Verwachsungsgefüge untersucht und die Elementverteilung zwischen koexistierenden Gliedern der beiden Mischkristallreihen analysiert. Dies sind typische erste Schritte einer mineralogischen Untersuchung zur Bestimmung von Bildungsbedingungen. Es werden petrologische Hochdruckexperimente folgen. Dabei werden die P-T Bedingungen simuliert, bei denen sich die natürliche Elementverteilung eingestellt hat.

Die beobachteten Verwachsungsgefüge wurden aufgrund von Dünnschliffuntersuchungen mit dem Polarisationsmikroskop bestimmt und verschiedenen genetischen Typen zugeordnet, die z.B. durch simultane Kristallisation, Entmischung oder metasomatische Verdrängung, entstanden sind. Durch Elektronenmikrosondenanalytik wurde für die meisten Proben ein chemischer Zonarbau nachgewiesen (Abb. 12).

Dies ist ein Indiz dafür, daß die Elementverteilung deutlich nachweisbar mit den P-T Bedingungen variiert und daß unterschiedliche Gleichgewichtszustände dokumentiert sind.

Roozeboom-Diagramme
Abb. 12 : Verteilungskurven (Roozeboom-Diagramme) der Molfraktion XFe / (Fe + Mn + Kg + Ca) und XMn = Mn / (Mn + Fe + Mg + Ca) für Triplit und Triphylin


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