Institut für Mineralogie und Kristallchemie der Universität Stuttgart

Azenbergstr.18, 70174 Stuttgart und Pfaffenwaldring 55, 70569 Stuttgart


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Entwicklung des Instituts

Mineralogie wird an der Universität Stuttgart seit der Gründung als Real- und Gewerbeschule im Jahre 1829 gelehrt. Sie wurde von dem jeweiligen Lehrstuhlinhaber für Geologie und Mineralogie vertreten.

Mit der Berufung von Prof. Dr. Johannes-Erich Hiller auf den Lehrstuhl für Mineralogie und Kristallchemie entstand 1956 in Stuttgart ein selbständiges Institut gleichen Namens. Forschungsschwerpunkte waren neben verschiedenen Themen der Kristallchemie, thermoanalytische Untersuchungsmethoden, Tonmineralogie sowie, mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und der Industrie, das Forschungsprojekt Kristalline Phasen im Rost. Das Institut, lange Zeit im Herdweg 5 untergebracht, ist im Oktober 1972 in die derzeitigen Institutsräume im NWZ I, Pfaffenwaldring 55, umgezogen.

Im Jahre 1972 ist Herr Prof. Hiller noch während seiner Lehrtätigkeit verstorben. Eine Neubesetzung erfolgte wegen der Stelleneinsparungen im Jahre 1974 nicht; dafür wurde Prof. Dr. Kurt walenta bis 1994 mit der Leitung des Instituts beauftragt. Er bearbeitete Mineralvorkommen und Lagerstätten vorwiegend im Schwarzwald und hat eine große Zahl von Mineralerstbeschreibungen durchgeführt. Prof. Dr. Paul Keller, im Jahr 1980 ernannt, vertritt die Kristallographie und die Kristallchemie mit den Schwerpunkten Genese und Strukturaufklärung oxidischer Minerale, theoretische Kristallchemie sowie Mineral- und Rohstoffvorkommen in Pegmatiten. Außerdem werden Tonmineralogische Untersuchungen in Bezug zur Ingenieurgeologie und Probleme der Angewandten Mineralogie in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt. Schwerpunkt der Angewandten Mineralogie ist jedoch, von apl. Prof. Dr. Ernst-Dieter Franz betreut, die Herstellung und Untersuchung von Hochleistungskeramik und anderen Werkstoffen, u.a. im Keramikverbund Karlsruhe-Stuttgart.

Durch die Besetzung der neuen C4-Professur mit Prof. Dr. Hans-Joachim Massonne im Mai 1996 entstehen mit den Arbeitsgebieten Experimentelle Hochdruckforschung sowie Petrologie und Geochemie metamorpher und magmatischer Gesteine wichtige zusätzliche Forschungsschwerpunkte. Es ist außerdem beabsichtigt, die röntgenographische Strukturaufklärung auf Hochdruckbedingungen zu erweitern. Mit diesen Maßnahmen soll die Zusammenarbeit im Geowissenschaftlichen Zentrum und mit den materialwissenschaftlich orientierten Instituten der Fakultäten Chemie und Physik sowie dem Max-Planck-lnstitut für Metallforschung deutlich vertieft werden. Untersuchungen zu Wechselwirkungen von Tonmineralen mit Wässern werden zukünftig das bestehende Arbeitsgebiet Tonmineralogie um eine für die Umweltforschung im Geowissenschaftlichen Zentrum wichtige Thematik ergänzen.

Am Institut sind neben Diplomanden und Doktoranden vier technische Angestellte beschäftigt. Es stehen verschiedene Labors zur Verfügung, in denen u.a. mehrere Röntgenapparaturen für Einkristalluntersuchungen und Messungen an kristallinen Pulvern untergebracht sind. Weiterhin verfügt das Institut über Großgeräte zur Gesteins- und Mineralanalytik. Dazu gehören eine Elektronenstrahlmikrosonde, ein Röntgenfluoreszensspektrometer sowie ein Atomabsorptionsspektrometer. Desweiteren existieren Geräte zur thermischen Analyse und eine Heißpresse, welche die Herstellung von Sinterkeramiken erlaubt.


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    Nachrichten an institut@mineralogie.uni-stuttgart.de