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Synthese von Feinchemikalien mit E.coli

Arbeitsgebiet: Synthese von Feinchemikalien mit E.coli
 

Metabolic engineering von Escherichia coli zur Produktion von Aminosäuren, Vitaminen und Feinchemikalien

Das Gram-negative Bakterium Escherichia coli K-12 ist zwar molekulargenetisch sehr gut untersucht, wird aber bisher in der Biotechnologie erst selten für die Produktion von niedermolekularen Substanzen eingesetzt. Wir beschäftigen uns mit der gezielten Veränderung der Stoffwechselwege in E. coli um das Bakterium für die Produktion von Feinchemikalien zu optimieren. Dies konnte bereits gezeigt werden bei der aromatischen Aminosäure L-Phenylalanin und bei anderen, vom Chorismat abgeleiteten Substanzen wie z.B. Cyclohexadien-Transdiolen und Aminocyclitolen. Weitere Untersuchungen betreffen den Pentosephosphatweg, den allgemeinen Aromatenbiosyntheseweg und die Regulation der Glykolyse. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereichs SFB 706 mit dem IBVT (Prof. Reuss) wurden Untersuchungen zur Gewinnung von Carotinoiden (Lycopin und Astaxanthin) und einer Vitamin E-Komponente (d-Tocotrienol) mit E. coli K-12 durchgeführt. Weitere Arbeiten befassen sich mit der Verwendung nachwachsender Rohstoffe (Glyzerin aus der Biodieselproduktion, zur Gewinnung von aromatischen Aminosäuren und Feinchemikalien für organische Synthesen (DBU-Projekt). Im Rahmen eines BMBF-BioChancePlus-Projekts mit der Fa. Jennewein Biotechnologie GmbH in Rheinbreitbach und dem Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik an der RWTH Aachen (Prof. Elling) arbeiten wir an der Gewinnung von Mono- und Oligosacchariden mithilfe von E.coli – Zellen.

In einem Teilprojekt des neuen DFG-Schwerpunkts InKomBio (SPP 1395) befassen wir uns –gemeinsam mit den Kollegen des ISYS (Prof. Sawodny) und des TAIT (Prof. Bossert, Univ. Ulm) - mit der evolutiven Adaptation der Informationsübertragung in regulatorischen Netzwerken von E. coli –Zellen.
Die Erkenntnisse des Metabolic Engineering, die bei der Untersuchung von E. coli gewonnen wurden, sollen jetzt auch in einem BMBF-Verbundprojekt der Universitäten Stuttgart und Hohenheim mit dem Industriepartner BASF („Systembiologie in Pseudomonas für die industrielle Biokatalyse“) auf die Untersuchung von Pseudomonas putida übertragen werden.

Derzeitige Mitarbeiter: Dr. Christoph Albermann, Dr. Natalie Trachtmann, Dr. Katrin Gottlieb, Dipl. Biol. (t.o.) Silvia Lorenz, Dipl.-Ing. Olaf Dickel (Fermentationen und Analytik)

Ehemalige Mitarbeiter: Shashank Ghanegaonkar, Dr. Stefan Kozak

Ansprechpartner: Prof. Dr. Georg Sprenger  /  Dr. Christoph Albermann
 

Universität Stuttgart
Institut für Mikrobiologie
Allmandring 31
D-70569 Stuttgart
Germany
Tel.  +49 (0)711-685 65487
Fax  +49 (0)711-685 65725


 

 
Publikationen: [Liste]
   
Weitere Arbeitsgebiete : C-C-Bindungen knüpfende Enzyme