Mitarbeiter

Frau apl. Professorin
Caecilie Weissert
zur Zeit Vertretungsprofessorin am Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität in Marburg

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Universität Stuttgart
Institut für Kunstgeschichte
Postfach 10 60 37
70049 Stuttgart
Deutschland
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nach Vereinbarung


Akademische Vita

Caecilie Weissert hat in München, Berlin und Stuttgart studiert. Von 2001 bis 2008 war sie Hochschulassistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart. Im Januar 2009 habilitierte sie sich mit der Arbeit Die kunstreichste Kunst der Künste. Niederländische Malerei im 16. Jahrhundert. 2009/10 war sie Gastdozentin an der Ernest Welsh School of Art and Design, Georgia State University, Atlanta. Von 2012 bis 2013 nahm sie eine Professur für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Universität Wien wahr. Im Anschluss vertrat sie eine W3-Professur für Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart. Seit Dezember 2015 ist sie außerplanmäßige Professorin. Seit Oktober 2015 nimmt sie die Vertretungsprofessur für Frühe Neuzeit an der Philipps-Universität Marburg wahr.  

 
Fachgebiet:
  • Niederländische Kunst und Kultur der Frühen Neuzeit
  • Europäische Kunstgeschichte der Neuzeit, deren Verbreitung, Rezeption und mediale Aufarbeitung
  • Antikenrezeption der frühen Neuzeit
  • Methodologie der Kunstgeschichte
  • Ästhetik und historische Emotionsforschung

 
Aktuelle Forschungsprojekte

  • Niederlande und Frankreich. Künstlerischer und kultureller Austausch im 16. Jahrhundert. (Tagungs- und Themenband).
    Frankreich und die Niederlande - mit gemeinsamen genealogischen, politischen und kulturellen Wurzeln in Burgund - entwickelten sich Anfang des 16. Jahrhunderts zu politisch konkurrierenden Mächten. Im kulturellen und künstlerischen Bereich sind die Berührungspunkte aber unübersehbar. Der Tagungs- und Themenband wird den kulturellen und künstlerischen Austausch zwischen Frankreich und den Niederlanden genauer betrachten.

  • Humanitas. Wort, Bild und Bildung in Kunst und Theater der Niederlande im 16. Jahrhundert.
    Das international und interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt untersucht die Beziehungen zwischen Theater und bildender Kunst in den Niederlanden während des 16. Jahrhunderts.

  • Der Effekt. Präsenzerfahrung von Kunst
    „Da musz ich sie noch ein Kunstwort lehren, mit dem weit zu reichen ist, wenn sie etwas erblicken, sei es was es wolle, sehn sie es steif an und rufen, ach was das für einen effect auf mich macht! Halten sie sich aber nur ans allgemeine, ach was das für einen besonderen effect auf mich macht.“ Ganz so ahnungslos wie Goethe 1787 seine Protagonisten in der Komödie Triumph der Empfindsamkeit (1777 verfasst) auftreten lässt, war das deutsche Publikum sicherlich nicht. Auch das deutsche Publikum kannte wohl den Artikel, den Diderot und d’Alembert in der Enzyklopädie unter dem Stichwort (Lema) „effet“ veröffentlichten. Dieser stammt von dem einflussreichen Künstler und Connaisseur Claude Henri Watelet (1718-1786), Herausgeber des ersten einschlägigen Wörterbuchs zur Kunst. Watelet führt den Begriff „effet“ unter den Fachtermini der Malerei auf und beschreibt das von Goethe bespöttelte Verhalten gegenüber einem Werk: Indem man von einem Gemälde sage es mache einen Effekt, lobe man es: „C’est louer un tableau que de dire qu’il fait de l’effet“. Dieses Lob bringe man einem gelungenen Werk unreflektiert entgegen, als eine erste unwillkürliche Bewegung, „ un premier mouvement“. Noch fehlt eine Kunstgeschichte des „Effekts“, einem Begriff der Kunst, dessen Bedeutung weit in die Frühe Neuzeit zurückreicht.

Vorträge (Auswahl):

  • Variatio und Copia. Clément Perrets ‚Exercitatio Alphabetica‘ (1569). Tagung „Wiederholung & Differenz in den Bildkünsten“. Zum 150jährigen Bestehen des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart. Juni 2015.

  • Purity of Style – Frans Floris and the Poetry of the Pléiade. April 2015: Internationaler Workshop. Niederlande und Ffrankreich. Austausch der Bildkünste im 16. Jahrhundert. Institut für Kunstgeschichte. Universität Stuttgart. April 2015

  • The Personification of Caritas in the Sixteenth-Century Netherlands. Historians of Netherlandish Art Conference, USA, Boston Juni 2014.

  • Klassizismen und Manierismen in den Niederlanden in der frühen Neuzeit. Januar 2014: Graduate School European Classics (GSEC), Münster

  • Wort und Bild in den Niederlanden im 16. Jahrhundert. Workshop an der Universität Tübingen, Fachbereich Altertums- und Kunstwissenschaften. November 2013: Bildmedialität im Druck. Text-Bild-Korrelationen in der Frühen Neuzeit. Veranstalter: Anja Wolkenhauer und Franziska Uhlig.

  • Aktualisierung und Betrug: Kopie und Reproduktion in den Niederlanden des 16. und 17. Jahrhunderts. Schwaben Akademie Irsee. Kunsthistorisches Forum. 1. Frühjahrsakademie (2013): Fälschung, Plagiat & Kopie. Künstlerische Praktiken in Mittelalter und Frühen Neuzeit. Veranstalter: Ulrike München (Uni Trier), Andreas Tacke (Uni Trier), Markwart Herzog (Irsee).

  • Exemplum und Agens. Wandel in der Bedeutung und Wertigkeit von Emotionen am Beispiel der ‚têtes d’expression’ im 17. und 18. Jahrhundert in Frankreich. November 2012: Berlin, Freie Universität, Exzellenzcluster Languages of Emotion. Kulturen des Affektiven. Studientag Zwischen Ethik und Empirie.

  • Stage images. Oktober 2012: Centre for Reformation and Renaissance Studies. Victoria University in the University of Toronto (Kanada). Titel der Tagung: Netherlandish Culture of the sixteenth century. An International Conference. Veranstalter: Matt Kavaler, University of Toronto, Kanada 
Publikationen:

(Auswahl)

  • Personifications of Caritas as Reflexive Figures. In: Personification: Embodying Meaning and Emotion, ed. by Walter Melion and Bart Ramakers (Reihe Intersections) Brill Publishing 2016..
  • Bewundern und Betrügen. Kopie und Reproduktion in den Niederlanden im 16. und 17. Jahrhundert. In: Fälschung, Plagiat & Kopie. Künstlerische Praktiken in Mittelalter und Früher Neuzeit, hrsg. von Birgit Ulrike Münch und Andreas Tacke. (Beiträge des kunsthistorischen Forums Irsee), Petersburg 2014, 98-108.
  • Cornelis Bos. Groteske mit Rollwerk und Kartusche. Katalogtext. In: Leuschner, Eckhard (Hrsg.), Migration der Motive, 2104, 26-27.
  • Hrsg. (zusammen mit Reinhard Steiner). Lob der Illusion. München, Scaneg-Verlag, 2013.
  • Hrsg. (zusammen mit Sabine Poeschel und Nils Büttner). Zwischen Lust und Frust. Die Kunst in den Niederlanden und die Kunst am Hof Philipps II. von Spanien, Köln, Weimar, Wien 2013.
  • Bilder als Agens ästhetischer Illusion. In: Steiner, Reinhard / Weissert, Caecilie (Hrsg.), Lob der Illusion. München 2013, 141-167.
  • Das Neue Lusthaus in Stuttgart. Renaissance um 1600. Zusammen mit Marthe Kretzschmar und Fritz Fischer. In: Heißenbüttel, Dieter (Hrsg.), Kunst in Stuttgart 2013, 44-63.
  • Frans Floris ‘Herkuleszyklus’ als Symbol bürgerlichen Selbstbewusstseins. In: Weissert, Caecilie / Poeschel, Sabine / Büttner, Nils, Zwischen Lust und Frust. Die Kunst in den Niederlanden und die Kunst am Hof Philipps II. von Spanien. Wien, Weimar, Köln 2013, 17-47.
  • Rezension von: Dürer – Lucas Cranach d. Ä. – Hans Holbein d. J. Ausstellung: Das in: Mittellateinisches Jahrbuch, Band 48, Jahrgang 2013, 2. Heft, Stuttgart (Hiersemann) 2013, 319-323.
  • Die kunstreichste Kunst der Künste. Niederländische Malerei im 16. Jahrhundert, München 2011.
  • Satire im hohen Stil. Dialog und Dialogizität in Maarten van Heemskercks ‚Triumph des Bacchus’. In: kunsttexte.de Januar 2011. (http://www.kunsttexte.de)
  • The annexation of the antique. The topic of the living picture in sixteenth-century Antwerp, in: Ramakers, Bart, „Understanding Art in Antwerp, 1540-1580. Classicizing the popular, popularizing the classic“, Löwen 2011. (PDF)
  • Rezension von: Ingrid Renée Vermeulen: Picturing Art History. The Rise of the Illustrated History of Art in the Eighteenth Century,Amsterdam: Amsterdam University Press 2010, in: sehepunkte 11 (2011), Nr. 11 [15.11.2011], URL: http://www.sehepunkte.de/2011/11/19231.html
  • Stil. In: Enzyklopädie der Neuzeit, hrsg. Roland Kanz et al., Band 12, Stuttgart/Weimar, 2010.
  • Hrsg.: Stil in der Kunstgeschichte. Neue Wege der Forschung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft (Herbstprogramm 2009)
  • Proteische Wandlungsfähigkeit als künstlerischer Werkbegriff. In: Gottwald, Herwig / Andrew Williams (Hrsg.), Der Werkbegriff in den Künsten. Interdisziplinäre Perspektiven, Heidelberg 2009, 99-114 (PDF)
  • „Nova Roma“. Aspekte der Antikenrezeption in den Niederlanden des 16. Jahrhunderts, In: Artibus et Historiae, Nr. 58 (XXIX), 2008, 173-200 (Abstract)
  • „By a happy accident …“. Meisterwerk, Reproduktion, Fotografie. In: Kreem, Tiina-Mall, Im Banne der Meisterwerke. Die Kopie im 19. Jahrhundert. Tallinn 2007, 9-44 (PDF)
  • Reproduktionsgraphik und Karikatur um 1800. In: Kaenel, Philippe, Rolf Reichardt (Hrsg.), Interkulturelle Kommunikation in der europäischen Druckgraphik vom 18. zum 19. Jahrhundert, Hildesheim / Zürich / New York 2007, 669-687(PDF)
  • Kunsttheorie versus Wissenschaft. Hancarvilles Kritik an den antiken bemalten Vasen. In: Hancarville und die Hamiltonsche Vasensammlung. Viertes Heft des Arbeitskreises für Theorie und Geschichte der Kunstgeschichtsschreibung. Herausgegeben von der Winckelmann-Gesellschaft. Stendal 2005, 7-20. (PDF)
  • The copying of motifs and stylistic imitation in Netherlandish art and art theoretical treatises of around 1600. In: Viator. Medieval and Renaissance Studies 36, 2005, 583-602
  • Malerei und Künstlervirtus in der Niederlände des 16. Jahrhunderts. In: Nederlands Kunsthistorisch Jaarboek (2003), 2004, 27-59
  • Von Zeit-, Raum- und Photoreise: Francis Frith, der Nahe Osten und das viktorianische Publikum. In: Seeber, Ulrich, Julika Griem (Hg.), Raum- und Zeitreisen. Studien zur Literatur und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts. Tübingen 2003, 37-52 (PDF)
  • Reproduktionsstichwerke. Vermittlung alter und neuer Kunst im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Berlin 1999