Publikationen

 

Buchcover_Das Kopenhagener Stundenbuch

Erschienen: Das Kopenhagener Stundenbuch (Oktober 2017)

Bildprogramm und Layout im Kontext spätmittelalterlicher Lektüre- und Andachtspraktiken

Sensus. Studien zur mittelalterlichen Kunst, Band 9

Das sogenannte „Kopenhagener Stundenbuch“ verfügt über ein höchst außergewöhnliches Gestaltungsmerkmal. Ein Großteil seiner Seiten ist durchlöchert und gibt den Blick auf darunterliegende Illuminationen frei. Die durchbrochenen Folia, die über den Miniaturen liegen, bilden dabei eine Art Sehschacht. Sie machen den Betrachter darauf aufmerksam, dass das vor ihm liegende Buch ein dreidimensionales, im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtiges Objekt ist. Rostislav Tumanov untersucht, auf welche Art und Weise das Bildprogramm des Codex und diese besondere Gestaltung aufeinander abgestimmt wurden. Er fragt auch nach den Auswirkungen auf die tägliche Gebetspraxis, für die das Stundenbuch bestimmt war.

Quelle: http://www.boehlau-verlag.com


Erschienen: Bedingtheit der Malerei (Mai 2016)

Ivan Puni und die moderne Bildkritik

Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst
Band 17
Herausgegeben von Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Das Buch stellt erstmals den russischen kunsttheoretischen Diskurs der „Bedingtheit“ (russisch: uslovnost‘) der Malerei dar. Eine zentrale Rolle in diesem Diskurs spielt das Werk von Ivan Puni (1892–1956), das innerhalb der russischen und westlichen Kunst und Kunsttheorie verortet wird.

Es zeigt sich als Teil der modernen Reflexionen über die selbstreflexive Dimension des Bildes und der Malerei, die bis in die aktuellen bildkritischen Debatten reichen. Der zentrale Terminus Bedingtheit (uslovnost‘) markiert die Opposition zur Vorstellung von der Natürlichkeit des bildlichen Ausdrucks. Die mediale und stilistische Hybridität von Ivan Punis Werk – der auch unter seinem französischen Namen Jean Pougny bekannt ist – wird als eine dezidiert formalistische Setzung gedeutet, die das Medium der Malerei als solches thematisiert und befragt. Somit sind Thema und verbindende Linie in Punis Frühwerk stets die Möglichkeiten der Malerei und das Bild selbst. Der Diskurs der Bedingtheit wird darüber hinaus als Teil der Reflexionen über die „Opazität“ des Bildes vorgestellt, also der selbstreflexiven Dimension der Malerei. Dieser Diskurs setzt in der westeuropäischen Kunsttheorie des 19. Jahrhunderts an und reicht bis in die aktuellen bildkritischen Debatten. Die Diskussion von Punis Position im Verhältnis zu ästhetischen und theoretischen Äußerungen seiner Zeitgenossen erlaubt es darüber hinaus, das diskursive Feld der russischen Avantgarde neu zu kartografieren und die russische Debatte im zeitlich wie geografisch erweiterten Rahmen der westlichen Bildkritik zu verorten.

Quelle: http://www.reimer-mann-verlag.de


Erschienen: Handbuch der Ikonographie (August 2014)

Beschreibung

Neuausgabe 2014. 432 S. mit 189 farb. Abb, Glossar, Index der Attribute, Bibliogr. und Reg., 17 x 24 cm, Fadenh., geb. Zabern, Darmstadt.

Die Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart schöpft ihre Themen aus vielfältigen Quellen. Doch dem heutigen Betrachter eines Kunstwerks sind diese oft nicht mehr geläufig. Hier hilft das vorliegende Handbuch weiter.

Übersichtlich gegliedert nach Altem und Neuem Testament, Hagiographie, klassischer Mythologie sowie griechischer und römischer Geschichte behandelt es alle wichtigen Themen der sakralen und profanen Ikonographie. Das Handbuch eignet sich vorzüglich zur gezielten Information über bestimmte Bildthemen, lädt aber auch dazu ein, die großen Erzählungen aus Antike und Christentum neu zu lesen – ein Nachschlagewerk für zu Hause und unverzichtbarer Begleiter beim nächsten Museumsbesuch. (Zabern, Darmstadt)

Zu beziehen unter: www.wbg-verlage.de_handbuch-der-ikonographie


 

Erschienen: Starke Männer, schöne Frauen (März 2014)

Der hüllenlose menschliche Körper begegnet uns in der idealen Form griechischer Statuen, in den gemarterten Leibern mittelalterlicher Sünder wie in Donatellos monumentalen Bronze-David.
Botticellis ›Geburt der Venus‹ löste eine Lawine weiblicher Aktbilder aus. Tizians ›Venus von Urbino‹ wurde gar nachgesagt, sie lasse das Blut eines Mannes in den Adern rasen. Die Verbannung der Nacktheit aus dem Alltag misst dem entblößten Körper eine Sonderstellung zu.
Herausragende Künstler aller Epochen fühlten sich deshalb herausgefordert, im Akt ihre schöpferischen Fähigkeiten zu demonstrieren und die Grenzen des ästhetisch und moralisch Erlaubten auszuloten.

Sabine Poeschel legt erstmals eine umfassende Geschichte des Aktes vor. Sie beginnt mit der Erfindung des Aktes in der Antike und schließt mit einem Blick auf die aktuelle Fotokunst. Der Band präsentiert rund 100 Meisterwerke der Kunstgeschichte in Text und Bild.
Quelle: http://wbg-wissenverbindet.de

 


Erschienen: Lob der Illusion (November 2013)

Heraugeber:

  • Prof. Dr. Reinhard Steiner
    Leiter des Instituts für Kunsgeschichte der Universität Stuttgart
  • PD Dr. Caecilie Weissert
    Caecilie Weissert ist Privatdozentin und vertritt einen Lehrstuhl für
    Allgemeine Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart.

Aus dem Inhalt:

  • Ivan Soll (Universität Madison, Wisconsin): Empirische und metaphysische Illusionen –
  • Heiko Hecht (Universität Mainz): Psychologische Anmerkungen zur Augentäuschung –
  • Christian Demand (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg): Ästhetischer Puritanismus.
    Die Angst vor dem Kontrollverlust –
  • Wolfgang Kemp (Universität Hamburg): Kontingenz und Koinzidenz.
    Realismuseffekte in Malerei und Fotografie –
  • Karl Heinz Bohrer (Universität Stanford, Kalifornien): Romantischer und nachromantischer
    Illusionsbegriff. Referenz und Selbstreferenz –
  • Elena Esposito (Universität Bologna): Illusion und Imagination in der Produktion der Zukunft –
  • Reinhard Steiner (Universität Stuttgart): Tausch und Täuschung.Die „Doppelrahmung“ der künstlerischen Illusion
  • Caecilie Weissert (Universität Stuttgart): Bilder als Agens ästhetischer Illusion –
  • Jo Baier (Filmregisseur, München): Über die Illusion, Geschichte erleben zu lassen, am Beispiel des Filmes „Henri IV.“

Quelle: http://www.scaneg.de


 

Erschienen: Cavalier Giuseppe Cesari D'Arpino. Die Zeichnungen. (Dezember 2012 - November 2013)

Nach der 2002 von Herwarth Röttgen in Rom herausgebrachten grundlegenden Monographie über Giuseppe Cesari legt der gleiche Autor nun in drei Bänden eine zweisprachige deutsch-italienische Ausgabe des Gesamtwerks aller ihm bisher bekannten 546 Zeichnungen vor.

Hinausgehend über die bereits in der Monographie enthaltenen, bestimmte Werke vorbereitenden Zeichnungen, handelt es sich um alle von dem als absoluten Kenner ausgezeichneten Autor für authentisch gehaltenen Arbeiten.

Das zeichnerische Werk dieses großen Meisters ist eine Fundgrube für Kenner, Liebhaber, Museen und Kunsthandel. Der in der Kunstgeschichte als der Cavalier d’Arpino bekannte Künstler war in Rom um 1600 der gefeierte offizielle Maler und von Kaisern und Königen um Bilder gebeten, „pictor unicus, rarus et excellentis ac primarius“ und sogar für einige Monate Caravaggios Lehrmeister.

 


 

Erschienen: Kunst in Stuttgart (April 2013)

Auszug aus dem Pressetext:

Dieses Buch lädt ein zu Entdeckungen:

"Der Band hebt aus allen Epochen Bereiche hervor, in denen Stuttgart Außergewöhnliches zu bieten hat – von der venezianischen Malerei des Barock über die Konkrete Kunst bis zu den Zeugnissen der Architekturgeschichte. Ebenso werden aktuelle Entwicklungen in der Galerien- und Off-Szene beleuchtet.
Alle Autoren sind führende Experten ihres Gebiets. Der Herausgeber Dietrich Heißenbüttel beobachtet als Journalist seit vielen Jahren das Kulturgeschehen in Stuttgart und der Region."  Quelle: www.hamppverlag.de

Inhaltsverzeichnis

Reinhard Steiner -Kunst in Stuttgart- Zum Profil eines Terrains-
Dietrich Heißenbüttel -Kunst in Stuttgart- Glanzlichter und Rückschläge

Ute Fessmann -Die Veitskapelle und der Prager Altar- Eine Stiftung des Reinhart von Mühlhausen
Caecilie Weissert, Marthe Kretzschmar, Fritz Fischer -Renaissance um 1600-
Das Neue Lusthaus als Zentrum höfischen Lebens
Sabine Poeschel -Venezianische Malerei in der Staatsgalerie-
Inken Gaukel -Architektur der Zwanzigerjahre in Stuttgart-
Julia Müller -Vergessen oder verdrängt- Stuttgarter Künstler im Nationalsozialismus

Eva-Marina Froitzheim -Bernhard Pankok- künstlerisches Multitalent und Reformator
Ulrich Weitz -Eduard Fuchs- Kulturhistoriker, Sammler und Revolutionär
Hadwig Goez -Willi Baumeister und das Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart-
Werner Esser -Weltsprache Abstraktion- Ottomar Domnick, früher Rufer in der Wüste
Susanne Kaufmann -Homebase Stuttgart- wie sehen Künstler ihre Stadt?

Dietrich Heißenbüttel -Akademien, Museen, Künstlerhäuser- die Institutionen der Kunst
Petra Mostbacher-Dix -Private Galerien in Stuttgart-
Gerd Dieterich, Susanne Jakob -Offspaces- Zur Entwicklung selbst organisierter Projekträume in Stuttgart
Dietrich Heißenbüttel -Fragen an Kunstsammler-

Dietrich Heißenbüttel -Theodor Fischer und die Stuttgarter Schule der Architektur-
Simone Schimpf -Konkrete Kunst in Stuttgart-
Dietrich Heißenbüttel -Zur Geschichte des Leicht- und Ingenieurbaus in Stuttgart-
Alfons Elfgang, Rosemarie Münzenmayer -Die königlichen Schlossanlagen in Stuttgart-
 

 


 

Erschienen: Zwischen Lust und Frust (April 2013)

Als Philipp II. von Spanien 1556 die Herrschaft über die Niederlande übernahm, knüpften die Provinzen und Städte große Hoffnungen an ihn. Diese wurden in den folgenden Jahren jedoch so herb enttäuscht, dass sich die nördlichen Provinzen schließlich von der spanischen Krone lossagten. Kunst- und kulturpolitisch trug das spannungsreiche Verhältnis hingegen auf beiden Seiten reiche Früchte. Philipp II. war ein Sammler und Mäzen von herausragender Bedeutung. Bei der Neubegründung ­einer genuin spanischen Kunst profitierte er maßgeblich von den Niederländern. Zugleich fanden diese zunächst in der Hinwendung, dann in der Abgrenzung zu Spanien identitätsstiftende Positionen.
Die Autorinnen und Autoren des Bandes stellen Fragen zum kulturellen Austausch, zu Ähnlichkeiten und Differenzen im Bildverständnis und
zur Identitätsbildung durch bildende Kunst in den Niederlanden und in ­Spanien während der Herrschaft Philipps II.

Herausgeber:
PD Dr. Caecilie Weissert
Caecilie Weissert ist Privatdozentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart.

Prof. Dr. Sabine Poeschel
Sabine Poeschel ist außerplanmäßige Professorin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart.

Prof. Dr. Nils Büttner
Nils Büttner ist Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

(Quelle:http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-20751-9.html)

Buchrezension im  Portal Kunstgeschichte vom 20.1.2014