Forschung

Stadt . Haus . Philosophie | Hegel in Stuttgart

Workshop
Veranstaltungsdatum:  19. Oktober 2017 09:00 Uhr  bis 1. Februar 2018 18:00 Uhr

Der 250. Geburtstag des wirkmächtigen Philosophen Hegel im Jahr 2020 ist Anlass, die Ausstellung im Hegel-Haus neu zu konzipieren, das Museum als Denklabor neu zu erfinden. Außerdem werden Konzepte und Wege gesucht, wie der in Stuttgart geborene Denker in der Stadt und im Gedächtnis ihrer Bürgerinnen und Bürger neu verankert werden kann. Die Planung der Neukonzeption sieht vor, philosophische und gesellschaftlich relevante Grundfragen, das Werk und die Wirkung des Denkmachers Hegel verstärkt in den Fokus zu rücken, verschiedene Zielgruppen sollen in die Gedankenwelt Hegels eintauchen können. Das Hegel-Museum der Zukunft kann adaptiv und diskursiv sein, real und virtuell, das Haus eine Denk-Skulptur.

 

Das Seminar nimmt die geplante Neukonzeption zum Anlass, interdisziplinär neue und kreative Ansätze für Ausstellungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Es möchte explizit ein offener Ideen- und Gestaltungsraum für die Annäherung an Hegel sein. Die in interdisziplinären studentischen Teams erarbeiteten Ergebnisse werden Impulsgeber für den Gestalterwettbewerb 2018 sein.

 

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Stuttgart, dem Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens, dem Institut für Kunstgeschichte und dem Institut für Philosophie der Universität Stuttgart und den Stuttgarter Change Labs statt. Eine Auftaktveranstaltung der Stadt samt öffentlichem Symposium am 27. Oktober, ganztägige Workshops innerhalb dieses Projektseminars und eine Abschlussveranstaltung mit einer Ausstellung im Stadtmuseum sind geplant.

 

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf ca. 7 pro Fach begrenzt (Kunstgeschichte, Philosophie, Architektur).

 

Das Projektseminar an der Universität umfasst:

Do 19.10.2017            09:00  11:15   Ort: K I (!), 3.OG, Raum 3.16

Do 16.11.2017            09:45   18:00   Ort noch nicht bekannt   

Do 14.12.2017            09:45   18:00   Ort noch nicht bekannt         

Do 01.02.2018            09:45   18:00   Ort noch nicht bekannt         

 

Weitere öffentliche Termine:

27.10. Symposium zum Thema; und März/April 2018: Ausstellung im Stadtmuseum.


MARCEL DUCHAMP – SERGE STAUFFER

Öffentlicher Workshop am 26. und 27. Oktober 2017
Veranstaltungsdatum:  28. Oktober 2017 18:30 Uhr  bis 27. Oktober 2017 18:15 Uhr

Es gibt kaum einen Künstler, der hinsichtlich seines Werks und seiner Persönlichkeit faszinierender ist als Marcel Duchamp (1887–1968). Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erklärte und damit als Erfinder des Ready- made die Kunstgeschichte revolutionierte, wurde er zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute hat der Einfluss seiner Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.

Die Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart umfasst einen der größten Marcel- Duchamp-Bestände im deutschsprachigen Raum. Neben dem »Flaschen- trockner« beinhaltet dieser zahlreiche Objekte, Zeichnungen, Druckgraphiken und Publikationen. Ergänzt wird der Werkbestand durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer zwischen 1950 und 1989 zusammengetragen wurde.

Ab Dezember 2018 zeigt die Staatsgalerie Stuttgart ihren Duchamp-Bestand und die Archivalien aus dem Archiv Serge Stauffer erstmals in einer umfangreichen Ausstellung. Die Ausstellung »Marcel Duchamp. 100 Fragen. 100 Antworten« wird durch ein von der VolkswagenStiftung gefördertes Forschungsprojekt vorbereitet. Um einen ersten Einblick in die Forschungsergebnisse zu ermöglichen, findet am 26./27. Oktober ein öffentlicher Workshop (in dt./engl. Sprache) statt, der internationale Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Künstler versammelt.

Do. 26.10.17

  • 18.30 Uhr Begrüßung
    Prof. Dr. Christiane Lange (Staatsgalerie Stuttgart)
  • 18.40 Uhr
    Artist Talk: Joseph Kosuth (Künstler, London / New York) im Gespräch mit
Carlos Basualdo (Philadelphia Museum of Art) [in englischer Sprache]

Fr. 27.10.17

  • 9.30 Uhr Begrüßung
    Prof. Dr. Christiane Lange (Staatsgalerie Stuttgart)
  • 9.40 – 10.00 Uhr Einführung
    Dr. Susanne M.I. Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart) 
und Prof. Dr. Kerstin Thomas (Kunsthistorisches Institut, Universität Stuttgart)
  • 10.00 – 11.00 Uhr

    Prof. Dr. Herbert Molderings (Köln): 
Marcel Duchamps Zeichnung »Haarsiebe« von 1914 – ein rückschrittliches Werk?

    Respondent: Dr. Paul B. Franklin (Paris)
  • 11.30 – 12.30 Uhr
    Impulsreferate
    • Prof. Dr. Gregor Wedekind (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): Marcel Duchamps »Broyeuse de Chocolat«

    • Arnaud Obermann (Staatsgalerie Stuttgart): »note de bas de page«
    • Dr. Alexander Kauffman (University of Pennsylvania, Philadelphia): »Anemic Cinema« Before and After Stuttgart
  • 13.30 – 14.30 Uhr

    Dr. Susanne M.I. Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart):
100 Fragen? 100 Antworten!
Serge Stauffer in Auseinandersetzung mit Marcel Duchamp
    Respondent: Dr. Thomas Girst (München)
  • 14.30 – 15.30 Uhr
    
Dr. Michael Hiltbrunner (Zürcher Hochschule der Künste): Serge Stauffer und die Ausstellung
» Dokumentation über Marcel Duchamp« (1960)
    Respondent: Stefan Banz (Künstler, Cully / Berlin)
  • 16.00 – 17.00 Uhr

    Prof. Dr. Lars Blunck (Akademie der Bildenden Künste Nürnberg):
Marcel Duchamps »La Bagarre d’ Austerlitz« – ein ironisches Memorial?
    Respondent: Prof. Dr. Dieter Daniels (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig)
  • 17.00 – 18.00 Uhr

    Dr. Deborah Bürgel (Staatliches Museum Schwerin / Ludwigslust / Güstrow): »De ou par Marcel Duchamp et Rrose Sélavy«

    Respondent: Prof. Dr. Kerstin Thomas (Kunsthistorisches Institut, Universität Stuttgart)
  • 18.00 – 18.15 Uhr Abschlussgespräch

Mit englischer Simultanübersetzung. Der Eintritt ist frei.
 Einlass ist am 27.10. ab 9.00 Uhr.

Staatsgalerie Stuttgart Metzler-Saal,
Konrad-Adenauer-Str. 30 – 32
70173 Stuttgart

Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation mit Prof. Dr. Kerstin Thomas (Institut für Kunstgeschichte, Universität Stuttgart)

Ansprechpartnerin: Dr. Susanne M.I. Kaufmann


Verweise: Programm zum Download

MISSVERSTEHEN – EIN INTERDISZIPLINÄRER WORKSHOP

Freitag, 12.01.2018, Universität Stuttgart, Keplerstr. 7, Senatssaal
Veranstaltungsdatum:  12. Januar 2018 11:00 Uhr  bis 13. Januar 2018 17:30 Uhr

Fr, 12. Januar 2018 - Sa, 13. Januar 2018

Interdisziplinärer Workshop: Missverstehen

Universität Stuttgart, Keplerstr. 7 und Keplerst. 17, 70173 Stuttgart

Freitag, 12.01.2018, Universität Stuttgart, Keplerstr. 7, Senatssaal 

 

11:00-11:30
Prof. Dr. Matthias Bauer (Univ. Tübingen)
Begrüßung u. Eröffnung

11:30-12:30
Prof. Dr. Ulrike Cress/ Prof. Dr. Joachim Kimmerle (IWM Tübingen):

Wie gut verstehen Laien die Fragilität wissenschaftlicher Inhalte?

 
12:30-14:00
Mittagspause
 
14:00-15:00
Prof. Dr. Renate Dürr (Univ. Tübingen):

Intendierte Missverständnisse: jesuitische Missionare auf der Suche nach Ähnlichkeiten in Religionen und Kulturen der Frühen Neuzeit. 

 
15:00-16:00
Prof. Dr. Kirsten Dickhaut (Univ. Stuttgart):

Missverstehen als Grundlage der Komödie – Molières „L’École des femmes“

 
16:00-16:30
Kaffeepause
 
16:30-17:30
Prof. Dr. Stephan Schwan (IWM Tübingen):

(Miss-)Verstehen von Text-Bild-Kombinationen

 
19:00
Abendessen
  
Samstag, 13.01.2018, Universität Stuttgart, Keplerstr. 17, R. 11.01
 
10:00-11:00
Prof. Dr. Kerstin Thomas (Univ. Stuttgart):

Können Bilder missverstanden werden? Die Kunst und Ihre Betrachter

 
11:00-12:00
PD Dr. habil. Marion Grein (Univ. Mainz):

Das Kommunikationsmodell des Mixed Game Modells (MGM) und Missverständnisse

 
12:00-13:30
Mittagspause
 
13:30-14:30
Prof. Dr. Cathleen Kantner (Univ. Stuttgart):

Missverstehen – gibt es das? Die Diskussion um die kommunikativen Voraussetzungen transnationaler Öffentlichkeit

 
14:30-15:30
Prof. Dr. Esme Winter-Froemel (Univ. Trier):

Missverstehen, Verdrehen, Reanalysieren – Parameter zur Analyse abweichender Interpretationen

 
15:30-16:00
Kaffeepause
 
16:00-17:00
Dr. Anna Kinder (DLA Marbach):

Eine Parabolik, zu der der Schlüssel fehlt: Schwierigkeiten des Verstehens bei Kafka

 
17:00-17:30
Abschließende Diskussion
 

Kontakt:

Dr. Marie Wokalek, Universität Stuttgart, Institut für Literaturwissenschaft, NDL I, marie.wokalek@ilw.uni-stuttgart.de