Tunnelbau

Der Tunnelbau behandelt den Entwurf, die Statik, die Verfahrenstechnik bei der Herstellung und die Ausrüstung langgestreckter Hohlräume zur Nutzung des Bereichs unter der Geländeoberfläche für Infrastrukturmaßnahmen des Verkehrs und für Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Die Kenntnisse der geologischen Verhältnisse sind  Grundvoraussetzung für tunnelbautechnische Entwürfe und bestimmen auch die Ausbaufestlegungen beim Vortrieb. In der Planungsphase werden deshalb i.A. sehr umfangreiche Erkundungsprogramme durchgeführt.

Bei der Methodik des Tunnelbaus wird i.A. zwischen offener und geschlossener Bauweise unterschieden. Bei der geschlossenen Bauweise wird das Tunnelbauwerk unter Tage hergestellt. Zu diesem Zweck wird im anstehenden Baugrund durch Abbau des Bodens oder Ausbruch des Felses (im Vollausbruch oder im Teilausbruch) ein Hohlraum in der gewünschten Größe geschaffen und dieser durch geeignete Maßnahmen gesichert.

Tunnelbau 3In Abhängigkeit von der Baugrundbeschaffenheit und der Wasserführung des Baugrundes kommen sehr unterschiedliche Verfahrenstechniken zur Anwendung. Ausbruch und Sicherung eines Hohlraums werden unter dem Begriff des Vortriebs eines Tunnels zusammengefasst. Man unterscheidet hierbei den universellen Vortrieb (Sprengtechnik, Bagger, Teilschnitt-
maschinen) und die Tunnelvortriebsmaschinen (TBM, Schildmaschinen, Microtunneling).

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