MitarbeiterARCHIV: (2006 -11)
     
               

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GESCHICHTE DER MODERNEN ARCHITEKTURTHEORIE 1
Pflichtvorlesung im 3. Semester

Dienstags, 09:00 Uhr
1.Termin: Dienstag, 25.10.2011
Breitscheidstrasse 2a, Hörsaal M 200
Prof. Wolfgang Schwinge

GESCHICHTE DER MODERNEN ARCHITEKTURTHEORIE 2
Pflichtvorlesung im 5. Semester

Donnerstags, 14:00 Uhr (14-tägig)
1.Termin: Donnerstag, 27.10.2011
Breitscheidstrasse 2a, Hörsaal M 200
Prof. Dr. Gerd de Bruyn

AM ANFANG DES DRITTEN JAHRTAUSENDS
Temporäre Architektur für das Steinfuss-Theater
Entwurf


Donnerstags, 14 Uhr
1. Termin: Donnerstag, 20.10.2011
K1, Raum 604, 10:00 Uhr
Prof. Asli Serbest, Prof. Mona Mahall, Aline Otte

AM ANFANG DES DRITTEN JAHRTAUSENDS
Blockseminar zum Entwurf


1. Termin: Donnerstag, 20.10.2011
K1, Raum 604, 14:00 Uhr
Prof. Mona Mahall, Prof. Asli Serbest, Aline Otte

TEKTONIK
Seminar


Mittwochs, 16:30 Uhr
1. Termin: Mittwoch, 19.10.2011
K1, Raum 604, 16:30 Uhr
Dr. Hartmut Mayer

BauM am Hang
Stegreif

Wochenendworkshop (2 Wochenenden); Betreuung mittwochs 09:00 bis 12:00
1.Termin: Mittwoch, 19.10.2011
K1, Raum 604, 09:00 Uhr
Ferdinand Ludwig, Aline Otte

BauM-Ko I
Blockseminar

Mittwochs, 09:00 Uhr
1.Termin: Mittwoch, 19.10.2011
K1, Raum 604, 09:00 Uhr
Ferdinand Ludwig

PLAYTIME II
Seminar

Dienstags, 14:00 Uhr
1.Termin: Donnerstag, 20.10.2011
K1, Raum 517, 14:00 Uhr
Susanne Haubold



download: Reader_1_2011

download: Reader_2_2011


Wolken, die sich zum Sofa verdichten; ein als Flugzeugträger gestrandetes Individuum, das sich im Inneren eines Gebirges wiederfindet; ein Haus, das zugleich Innenraum und Landschaft ist, von einem Strom aus Salatköpfen und Fernsehern überschwemmt...
Diese surreal raumgreifende Assoziationskette trägt „Die Geschichte Meiner Einschätzung am Anfang des Dritten Jahrtausends“ (2008) von PeterLicht und ist Grundlage der Steinfuß-Inszenierung in dieser Spielzeit.
Der Autor ist ein Medienphantom, das weder Name, Biografie, noch Gesicht preisgibt, das mit seiner Popmusik aber trotzdem bekannt geworden ist. Klar ist, dass es Kapitalismus nicht mag, das Absurde und die deutsche Romantik jedoch sehr. In seinem Prosatext erlebt ein Ich auf seinem Sofa den Zusammenbruch der Welt und, wie es weitergeht.

In Zusammenarbeit mit der Regisseurin Adelheid Schulz entwerfen wir ein temporäres Theater, von dem man bisher nur weiß, dass es der Schwerkraft widersprechen soll. Wie das gehen kann, entwickeln wir in einer ersten konzeptionellen Phase des Entwurfs. Dabei entscheidet eine Art Ideenwettbewerb über das absurdeste, schönste und trotzdem realisierbare Konzept, das dann in der zweiten Phase des Entwurfs realisiert wird.
Voraussetzung für diesen Entwurf ist das gleichnamige Blockseminar am Anfang des Semesters, das theoretisch über Bild und Raum, über Assoziation und Abstraktion arbeitet, und eine Übung zu Video- und Filmtechniken. Zudem werden wir eine Exkursion zu einer Theateraufführung von einem PeterLicht Stück unternehmen.

steinfuss-theater.de



Wolken, die sich zum Sofa verdichten; ein als Flugzeugträger gestrandetes Individuum, das sich im Inneren eines Gebirges wiederfindet; ein Haus, das zugleich Innenraum und Landschaft ist, von einem Strom aus Salatköpfen und Fernsehern überschwemmt...
Diese surreal raumgreifende Assoziationskette trägt „Die Geschichte Meiner Einschätzung am Anfang des Dritten Jahrtausends“ (2008) von PeterLicht und ist Grundlage der Steinfuß-Inszenierung in dieser Spielzeit.
Der Autor ist ein Medienphantom, das weder Name, Biografie, noch Gesicht preisgibt, das mit seiner Popmusik aber trotzdem bekannt geworden ist. Klar ist, dass es Kapitalismus nicht mag, das Absurde und die deutsche Romantik jedoch sehr. In seinem Prosatext erlebt ein Ich auf seinem Sofa den Zusammenbruch der Welt und, wie es weitergeht.

In Zusammenarbeit mit der Regisseurin Adelheid Schulz entwerfen wir ein temporäres Theater, von dem man bisher nur weiß, dass es der Schwerkraft widersprechen soll. Wie das gehen kann, entwickeln wir in einer ersten konzeptionellen Phase des Entwurfs. Dabei entscheidet eine Art Ideenwettbewerb über das absurdeste, schönste und trotzdem realisierbare Konzept, das dann in der zweiten Phase des Entwurfs realisiert wird.
Voraussetzung für diesen Entwurf ist das gleichnamige Blockseminar am Anfang des Semesters, das theoretisch über Bild und Raum, über Assoziation und Abstraktion arbeitet, und eine Übung zu Video- und Filmtechniken. Zudem werden wir eine Exkursion zu einer Theateraufführung von einem PeterLicht Stück unternehmen.

steinfuss-theater.de



Wenn heute der Begriff Tektonik für die Architekturdiskussion wieder eine Rolle spielt, so häufig in Zusammenhang mit der Revitalisierung der klassischen Architektursprache und einem scheinbar antimodernen Impuls. Tatsächlich war tektonisches Denken immer eng mit der klassischen Architektur verbunden. Die Darstellung des Prinzips von Stütze und Last erlaubte es, über Architektur das Körperempfinden einer Zeit repräsentativ auszudrücken. Mit der Übertragung des anthropomorphen Modells auf die Architektur wurde diese zu dessen Ausdrucksträger.
An der Architektur der Avantgarde der frühen 20er Jahre bemängelte Hans Sedlmayr deren untektonische Haltung und stellte eine Verbindung von der Revolutionsarchitektur Ledoux´ bis zum russischem Konstruktivismus her, dessen Charakteristik der „fehlende Bezug zur Erdbasis“ sei. Ein „schwebender Geist“ bejahe mit der unarchitektonischen Form der Kugel die „Freiheit von der Erde“. Doch auch diese Spielart der frühen Moderne, welche die „Erdbasis“ zu negieren scheint, kann als extreme Form tektonischen Empfindens interpretiert werden.
Der Begriff Tektonik bezieht sich ganz grundsätzlich auf das Fügen, Verbinden und Anordnen der architektonischen Glieder zu einem Gesamtgebilde. Er bezeichnet sowohl den werkgerechten Umgang mit dem Material als auch den ideell semantischen Inhalt von Bauformen und vereint damit technisches Denken mit künstlerischen Ausdruckswerten.
Im Seminar soll die Bedeutungsbreite des Begriffs Tektonik aufgearbeitet werden. Anhand von Texten werden wir in der ersten Hälfte des Seminars die grundsätzlichen Positionen herausarbeiten. In der zweiten Hälfte sollen über exemplarische Architekturbeispiele des 19. und 20. Jahrhunderts die jeweiligen tektonischen Ideen aufgezeigt werden.

Stuttgart, die Metropole zwischen Wäldern und Weinbergen – so ein alter Werbeslogan – hat ein kleines Problem: Jeder will genau da wohnen, wo die Wälder und Weinberge sind: Auf der Halbhöhenlage. Doch die Stadt braucht diese Grünräume nicht nur als Imageträger, sondern auch, um das Klima des Stadtkessels im Sommer erträglich zu halten: Die Vegetationsflächen
produzieren nachts kalte Luft und binden
den gefürchteten Feinstaub. Gleichzeitig
sind sie Erholungsort für fast
alle Stuttgarter.

Basierend auf dem Ansatz der Baubotanik, Bauwerke aus lebenden Bäumen entstehen zu lassen, wollen wir in dem Stegreif versuchen, Bauwerke bzw. Bautypen zu entwickeln, die diesen Widerspruch auflösen: Bauwerke, die nicht nur visuell wie ein Wald bzw. Baum erscheinen, sondern auch vergleichbare ökologische Potentiale bieten und dabei weitaus größere Nutzungsmöglichkeiten aufweisen: Sie sollen tatsächlich bewohnbar sein - beispielweise als ein Sommerhaus - und gleichzeitig eine öffentliche Nutzung ermöglichen.

Der Stegreif findet im Wesentlichen in Form von Wochenendworkshops statt. Voraussetzung ist die Teilnahme an dem Seminar „BauM-Ko I“, in dem notwendige Entwurfsgrundlagen vermittelt werden. Das Angebot richtet sich an alle Studierenden im Diplomstudiengang. Die Abgabe erfolgt im Rahmen
der Vorlesungszeit.

Weitere Informationen:
www.baubotanik.org


In dem Seminar „BauM-Ko I“ werden entwurfliche Grundlagen der Baubotanik - also des Konstruierens mit lebenenden Bäumen vermittelt. Wie können Konstruktionen als lebende Tragwerke entworfen und realisiert werden? Wie kann man sie nutzen?
Wie kann man diese Ideen visualisieren und wie kann man die Wachstumsprozesse in ihrer Zeitlichkeit darstellen?
Wer Architektur mit Pflanzen entwerfen möchte, muss kein Gärtner sein und auch keinen grünen Daumen besitzen - ein Interesse an botanischem Grundlagenwissen und ökologischen Zusammenhängen ist aber eine notwendige Vorausetzung. Auf dieser Basis kann man sich dann in einen Entwurfsprozess wagen, den man nur teilweise selbst steuern kann - denn die Wachstumsprozesse der Pflanzen sind nur bedingt steuerbar...

Das Seminar steht allen Studierenden des Diplom- und Bachelorstudiengangs offen. Es richtet sich jedoch bevorzugt an die Teilnehmer des Stegreifs „BauM am Hang“.

Weitere Informationen:
www.baubotanik.org



Der französische Philosoph Gilles Deleuze hat das Kino einmal unterschieden in ein Kino der Körper, welches das Denken in Bewegung bringt, und in ein Kino des Gehirns, welches die Körper in Besitz nimmt. Das Seminar ist eine Reise in das Gehirn und Denken von »Dr. Caligari« (Robert Wiene) bis »Dr. Seltsam« (Stanley Kubrick). Dabei erfahren wir, dass es eine Entsprechung zwischen Gehirn, Welt und Architektur gibt, die das Kino auf ihre Möglichkeiten hin reflektiert. Das Seminar bietet die Chance, das Verhältnis von Denken-Welt - Architektur im Kontext von Deleuzes Filmtheorie zu untersuchen. Und wenn nun das Kino sich selbst zum Gegenstand der Reflexion nimmt? Dann deckt es die eigenen Bedingungen und Möglichkeiten auf! Das ist in besonderer Weise der Fall in »Fizcaraldo« (Werner Herzog), »Das Schiff der Träume« (Federico Fellini), »The Man who cried« (Sally Potter) und »Liebes Tagebuch« (Nanni Moretti). Es ist das Schiff in diesen vier Filmen, vor allem die Verbindung Schiff - Oper, die uns beschäftigen wird: Das Schiff als Metapher für das Kino, das die Illusionsmaschine der bürgerlichen Oper zuerst vernichtet und dann ersetzt hat. Das Seminar eröffnet die Möglichkeit, die Lehrinhalte aus der Veranstaltung PLAYTIME I zu vertiefen, die jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr von Jan Lubitz (ifag) angeboten wird. Beide Seminare sollten daher möglichst zusammen belegt werden.

Vorbereitende Literatur: Gilles Deleuze, Das Bewegungs-Bild (Kino 1)/Das Zeit-Bild (Kino 2), Frankfurt am Main 1997