MitarbeiterARCHIV: (2006 -11)
         
                   

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GESCHICHTE DER MODERNEN ARCHITEKTURTHEORIE 2
Pflichtvorlesung im 4. Semester

Dienstags, 09.45 Uhr
1.Termin: Dienstag, 03.05.2011
Breitscheidstrasse 2a, Hörsaal M 200
Prof. Dr. Gerd de Bruyn

ÄSTHETISCHE THEORIE
Seminar


Mittwochs, 11:00 Uhr
1.Termin: Mittwoch, 27.04.2011,
K1, Raum 10.07, 11:00 Uhr
Prof. Dr. Gerd de Bruyn

Die vergessene Stuttgarter Schule
Seminar


1. Termin: Donnerstag, 05.05.2011
K1, Raum 804, 11:00 Uhr
Öffentliche Konferenz: 14, Juli 2011,
18-22Uhr
Prof. Gerd de Bruyn, Prof. Achim Menges, Prof. Philipp Misselwitz, Nina Gribat, Matthias Görlich

MAISONS DU MAL
(Schurken Schuppen, Villain Villa)
Entwurf


Donnerstags, 14:00 Uhr
1. Termin: Dionnerstag, 28.04.2011
K1, Raum 604, 14:00 Uhr
Prof. Dr. Mona Mahall, Prof. Dr. Asli Serbest

MAISONS DU MAL
(Schurken Schuppen, Villain Villa)
Seminar


Donnerstags, 10:00 Uhr
1. Termin: Dionnerstag, 28.04.2011
K1, Raum 604, 14:00 Uhr
Prof. Dr. Mona Mahall, Prof. Dr. Asli Serbest

Aufbau • Umbau • Rückbau Ost II
- Hautstadt(ver)suche Berlin
Seminar

Dienstags, 9:00 Uhr
1.Termin: Dienstag, 03.05.2011
K1, Raum 604, 09:00 Uhr
Prof. Wolfgang Schwinge

KLASSIZISMUS ALS ÜBERZEITLICHE IDEE
Seminar

Mittwochs, 16:30 Uhr
1.Termin: Mittwoch, 27.04.2011,
K1, Raum 604, 16:30 Uhr
Dr. Hartmut Mayer

VORN: DIE MASKE
HINTEN: DAS GESICHT


Dienstags, 14:00 Uhr
1.Termin: Dienstag, 03.05.2011
K1, Raum 604, 14:00 Uhr
Susanne Haubold

LANDSCHAFTSLABOR STADT
Entwurf


Dienstags, 14:00 Uhr
1.Termin: Dienstag, 03.05.2011
Raum 323, 14:00 Uhr
Prof. Antje Stokman, Prof. Gerd de Bruyn, Moritz Bellers, Ferdinand Ludwig

LANDSCHAFTSLABOR STADT
Seminar


Donnerstags, 14:00 Uhr
1. Termin: Dionnerstag, 28.04.2011
Raum 701, 14:00 Uhr
Prof. Antje Stokman, Prof. Gerd de Bruyn, Eva Nemcova, Ferdinand Ludwig


download: Reader_1_2011
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Die Ästhetik ist in der ökonomisierten Welt das verdrängte Thema der Architektur. Die Auffassung, dass sie eine Kunst ist, mag zwar wieder salonfähig sein, dennoch wird hierzulande weder ein architekturästhetischer Diskurs geführt, noch darf man davon ausgehen, dass Architektinnen und Architekten eine klare Vorstellung davon haben, was unter Ästhetik zu verstehen ist. Schüchterne Ansätze, eine Schönheitsdebatte zu beginnen, zeigen, wie unbeholfen unsere Zunft mit diesem Thema umgeht.
Um diesem Dilemma abzuhelfen, wollen wir den bedeutendsten neomarxistischen Beitrag zur modernen Ästhetik lesen und verstehen, der im 20. Jahrhundert verfasst wurde. Er stammt aus der Feder des Philosophen und Komponisten Theodor W. Adorno (1903-1969), der in seinen letzten Lebensjahren an einem Buch schrieb, das unvollendet blieb und 1970 unter dem Titel „Ästhetische Theorie“ herausgegeben wurde.

Literatur zur Vorbereitung:
Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie, Gesammelte Schriften Band 7, Suhrkamp: Frankfurt am Main 1970 (bei Amazon für ca. 15,- Euro)Adorno. Eine Bildmonographie, hg. v. Theodor W. Adorno Archiv, Suhrkamp. Frankfurt am Main 2003
Heinz Paetzold: Neomarxistische Ästhetik I und II, Schwann: Düsseldorf 1974
Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule, Hanser: München 1986


Wenn von der „Stuttgarter Schule“ die Rede ist, verstehen darunter die Vertreter verschiedener Fachdisziplinen höchst Unterschiedliches. Kulturwissenschaftler und Informatiker denken an die Zeit, als der Kybernetiker Max Bense an der hiesigen Universität Technikphilosophie lehrte. Ganz anders die Architekten und Bauhistoriker. Sie fühlen sich sogleich an mehrere Etappen des Neuen Bauens erinnert: an die Zeit, als Theodor Fischer in Stuttgart lehrte, aber auch an seine Schüler Paul Bonatz und Paul Schmitthenner, die in den Zwanziger und Dreißiger Jahren Vertreter der „gemäßigten Moderne“ waren. Nicht weniger beansprucht die Zeit des Wiederaufbaus, in der sich Richard Döcker in unserer Universität für ein nahtloses Wiederanknüpfen an die von den Nazis vertriebene Moderne engagierte, den Titel einer Stuttgarter Schule und desgleichen die ihr auf den Fuß folgende Ära, die von Frei Otto und dem Primat des intelligenten Konstruierens geprägt war.
Doch kann noch eine weitere Phase als Stuttgarter Schule der Architektur bezeichnet werden: In den frühen 1970iger Jahren war das K1 Schauplatz für das heute vergessene Radikalexperiment einer Fakultät ohne Professoren. Politisiert durch die 68er-Bewegung organisierten die Studierenden Seminare, Entwürfe und Prüfungen selbstständig, debattierten über Politik und Partizipationsmodelle, über den gesellschaftlichen Nutzen der Architektur, auch über die Reform der Lehre und Erneuerung der Entwurfsmethodik, druckten Flugblätter und gründeten Zeitschriften. Das prominenteste Produkt dieser Zeit, das bis heute den Architekturdiskurs in Deutschland maßgeblich bestimmt, ist die ARCH+.
Unser Seminar verfolgt das Ziel, die „vergessene Stuttgarter Schule“ zu recherchieren und zu analysieren. Darüber hinaus werden wir die im Mittelpunkt der Stuttgart-Initiative unserer Fakultät stehende Fragestellung, was soll entworfen werden, durch die Frage, wie soll entworfen werden, erweitern. Angestoßen werden soll eine neue Debatte um Lehrformen und Inhalte unserer Fakultät, die Anschluss suchen an aktuelle und notwendige (kultur)politische Debatten unserer Gesellschaft.


„Die Blumen des Bösen“ (Les Fleurs du Mal) heisst der Gedichtband, der heute als Beginn der ästhetischen Moderne gilt. Sein Autor, der französische Lyriker Charles Baudelaire, stellte darin die Großstadt von ihrer dunkelsten Seite dar. Er wurde wegen Beleidigung der öffentlichen Moral verurteilt. Hundert Jahre zuvor musste sich der Marquis de Sade schon für die Darstellung von obszönen Gewaltorgien verantworten. Aber auch er hat die moderne Kultur entscheidend beeinflusst. Heute ist klar, dass die Guten, wenn sie nur gut sind, uninteressant werden und ästhetisch banal. Dagegen steht das Böse seit Freud, Bataille, Dalí, etc. im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Böse als Abweichung ist sogar zum Symbol des Widerstands, der Emanzipation und der Auflösung aller Formen von Herrschaft aufgestiegen.
Bis jetzt gibt es für das Böse kaum moderne Architektur. Die Bösen bewohnen bestenfalls Höhlen, Lebkuchenschuppen oder ruinöse Burgen. Das wollen wir ändern und zwar in Form von Entwürfen zu einer Villa am Killesberg in Stuttgart. Es geht darum, das Haus eines berühmten Antihelden zu entwickeln, mithilfe der Geschichte, des Märchens, Comics oder Films, der ihn bekannt gemacht hat.
Die Veranstaltung besteht aus dem Entwurf und einem Blockseminar am Anfang des Semesters, das neben Positionen zum Bösen, auch Begriffe wie Konzept, Abstraktion und Visualisierung diskutiert. Es wird einen Workshop für Cinema 4D geben.

Gastvorträge von Stiefmutter, Minotaurus, Gargamel.
Vorbereitende Literatur von Konrad Paul Liessmann: Faszination des Bösen. Über die Abgründe des Menschlichen, Wien 1997



„Die Blumen des Bösen“ (Les Fleurs du Mal) heisst der Gedichtband, der heute als Beginn der ästhetischen Moderne gilt. Sein Autor, der französische Lyriker Charles Baudelaire, stellte darin die Großstadt von ihrer dunkelsten Seite dar. Er wurde wegen Beleidigung der öffentlichen Moral verurteilt. Hundert Jahre zuvor musste sich der Marquis de Sade schon für die Darstellung von obszönen Gewaltorgien verantworten. Aber auch er hat die moderne Kultur entscheidend beeinflusst. Heute ist klar, dass die Guten, wenn sie nur gut sind, uninteressant werden und ästhetisch banal. Dagegen steht das Böse seit Freud, Bataille, Dalí, etc. im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Böse als Abweichung ist sogar zum Symbol des Widerstands, der Emanzipation und der Auflösung aller Formen von Herrschaft aufgestiegen.
Bis jetzt gibt es für das Böse kaum moderne Architektur. Die Bösen bewohnen bestenfalls Höhlen, Lebkuchenschuppen oder ruinöse Burgen. Das wollen wir ändern und zwar in Form von Entwürfen zu einer Villa am Killesberg in Stuttgart. Es geht darum, das Haus eines berühmten Antihelden zu entwickeln, mithilfe der Geschichte, des Märchens, Comics oder Films, der ihn bekannt gemacht hat.
Die Veranstaltung besteht aus dem Entwurf und einem Blockseminar am Anfang des Semesters, das neben Positionen zum Bösen, auch Begriffe wie Konzept, Abstraktion und Visualisierung diskutiert. Es wird einen Workshop für Cinema 4D geben.

Gastvorträge von Stiefmutter, Minotaurus, Gargamel.
Vorbereitende Literatur von Konrad Paul Liessmann: Faszination des Bösen. Über die Abgründe des Menschlichen, Wien 1997


Mit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestags am 20. Juni 1991, vor zwanzig Jahren also, wurde der Sitz des Parlaments der – bald „Berliner“ genannten – Republik erneut an die Spree bestimmt.
Wieder begann ein gewaltiges Umbau-programm für die Mitte der bald 800jährigen Stadt; wieder machte sich die Stadt auf, ein städtebauliches Leitbild für ihre herausragende Funktion als Hauptstadt zu finden und erneut rückte sie in den Mittelpunkt heftiger städtebautheoretischer und städtebauideologischer Auseinander-setzungen.
Zwanzig Jahre später ist die Neugestaltung der Bundeshauptstadt weitgehend Realität.
Dass dies im Ergebnis mehr Umbau als Aufbau, in der Praxis wie in der Idee vor allem auch Rückbau ist, machen die anhaltenden Diskussionen über noch fehlende Schlussbausteine des neuen Stadtbilds deutlich – die über den Wiederaufbau des Stadtschlosses und die recht neue Vision einer Rekonstruktion von Alt-Berlin, die der ehemalige Senatsbaudirektor und Staatssekretär Hans Stimmann als „Wiederauferstehung“ fordert, für die die Zeit nach der „Verstaatlichung der Mitte durch die DDR“ reif sei.
Dass der Städtebau Berlins immer schon Ausdruck der jeweiligen Staatsverständnisse (und ihrer Konkurrenzen) war und dass die jeweiligen Leitbilddiskussionen nicht nur, aber auch von den jeweils geltenden „Hauptstadtverordnungen“ bestimmt wurden und werden, soll den zweiten Teil des Seminars Aufbau • Umbau • Rückbau Ost beschäftigen.
Eine Exkursion zum Ort der Handlung im Mai soll Erfahrungen und Erkenntnisse vertiefen.
Das Seminar ist offen für Studentinnen und Studenten der Oberstufe.
Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache sind Voraussetzung.

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Nach den formalen Experimenten der sogenannten postmodernen Architektur, der Neomoderne und verschiedenen Auflösungstendenzen des traditionellen Architekturbegriffs scheint ein Bedürfnis oder eine Sehnsucht nach einem Klassizismus in Reinform die Architekturdiskussion zu bewegen. Im Seminar soll die Idee einer klassischen Architektur aufgearbeitet werden. Grundlage bildet eine begriffliche Klärung der antiken griechischen Architektur anhand von Texten, Skulpturen und Bauwerken. Die baugeschichtliche Auseinandersetzung mit der klassischen Architektursprache, ihrer semantischen und grammatikalischen Elemente, bezog sich immer auf die Antike zurück, da sie höchste Vollendung und Ursprung zugleich verkörperte. Die Permanenz des klassischen Denkens bestand und besteht in der Varianz der klassischen Strukturen und Formen und ihrer ungebrochenen Ausdruckskraft. Die Morphologie der Stile fand, so die zentrale These, im Klassizismus eine universelle Architektursprache, die international und normativ das Bauen bestimmte.
Im zweiten Teil des Seminars soll die Idee einer klassischen Architektur an prominenten Beispielen der Architekturgeschichte nacherlebt werden. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Theorien zu einer klassischen Architektur im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Für das 19. Jahrhundert wird die Berliner tektonische Schule im Mittelpunkt stehen, für das 20. Jahrhundert die frühen Pioniere der Modernen Architektur. Denn obwohl die moderne Ästhetik sich gegen den Klassizismus wendete, findet sich bei Architekten wie August Perret, Adolf Loos, Mies van der Rohe und anderen eine weitere Morphologie der klassischen Architektursprache.
Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars bilden die zeitgenössischen, klassizistischen Tendenzen der Berliner Architektur, wie sie in den Werken von Hans Kollhoff, Kahlfeldt Architekten, etc. in Erscheinung treten.



Mit der Maske erlangt der Mensch den Status der »Persona«. Denn »Persona« bedeutet ursprünglich Maske. Die Person ist die Identität, die der Mensch sich in der Gesellschaft erwirbt, das heißt seine Rolle darin, die durch die Maske dargestellt wird. Ohne die Maske hingegen spielt der Mensch im wahrsten Sinne des Wortes keine Rolle in der Gesellschaft. Was bedeutet es also, wenn erwachsene Menschen, Männer und Frauen, heute im Internet tolle Identitäten behaupten? Warum wollen wir offenbar unter allen Umständen ein Idealbild von uns selbst verwirklichen? Warum ist das so interessant? Woher kommt das? Was hat das mit Architektur zu tun? Alles. Will man verstehen, worum es bei einer Maskerade geht, muss man sich freimachen von Faschingsbildern, Selbstgefälligkeit, Individualismus, Dekor, Formspielerei und eintauchen in die gesellschaftlichen Strukturen, die unsere Selbst-Bilder bestimmen. Dazu lesen und diskutieren wir in diesem Lektürekurs gemeinsam Texte von Hannah Arendt, Hegel, Emanuel Levinas, Adolf Loos, Karl Marx, Platon, Friedrich Schlegel, Gottfried Semper und Louis Sullivan.


In welchem Stuttgart wollen wir in Zukunft leben? Welche Orte suchen wir auf und wie sieht unser Alltag aus, wenn der Klimawandel spürbare Wirklichkeit wird? Wie wollen wir das Miteinander von Stadt- und Landschaftsraum gestalten? Und welche Projekte entsprechen einer modernen urbanen Existenz unter veränderten natürlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen?
Als eine sich immer deutlicher abzeichnende Katastrophe welthistorischen Ausmaßes gibt der Klimawandel Anlass, bestehende Konzepte und antiquierte Leitbilder der Stadt zu hinterfragen und Absurditäten eingeschliffener Auffassungen aufzudecken. Den ausschließlich kulturell verstandenen Stadtraum zum Antipoden des vermeintlich natürlichen Landschaftsraum zu erklären, ist eine solche Absurdität.
Am Beispiel ausgewählter Orte Stuttgarts werden wir Situationen identifizieren, bei denen menschengemachte und „natürliche“ Räume eng miteinander verwoben sind oder verwoben werden könnten. Für diese Orte werden wir Projekte entwickeln, bei denen natürliche und technische Strukturen - beispielsweise in Form eines baubotanischen Projekts - miteinander verknüpft werden und so ein komplexes, urbanes Landschaftssystem entsteht, dessen Entwickungsprozess zu entwerfen und zu beschreiben ist.
Ziel ist im Verlauf des Semesters grundlegende konzeptionelle, ökosystemare und architektonische Entwürfe für konkrete Orte in Stuttgart zu entwickeln und experimentell zum Einsatz zu bringen.
Die Entwürfe sollen zu einer Veränderung der Stadtlandschaft im Sinne eines utopischen Stadtmodells der Zukunft beitragen und die verschiedenen Einzelentwürfe in einem Gesamtmodell aller Teilnehmer zusammengeführt werden.
Der Entwurf richtet sich an alle Studierende des Hauptstudiums, vor allem aber an die Teilnehmer des Seminars „Landschaftslabor Stadt“ (ILPÖ/ IGMA).

Sprache: Deutsch und/oder Englisch



Sie lieben Expeditionen ins Ungewisse? Sie wollen gewohnte Sichtweisen auf Stadt und Landschaft in Frage stellen? Sie sind gerne draußen und unterwegs? Dieses Seminar – eine Kombination aus Vorträgen, Entdeckertouren und Reiseberichten – befasst sich mit den sichtbaren und unsichtbaren Landschaftssystemen, die eine Stadt ausmachen. Es hinterfragt bestehende Auffassungen und antiquierte Leitbilder der Stadtlandschaft, möchte Absurditäten eingeschliffener Auffassungen zur Diskussion stellen und eine Neupositionierung vornehmen. Die Stadtlandschaften Stuttgarts und Barcelonas stellen unser Experimentierfeld für gemeinsame Entdeckerreisen dar, die wir im Rahmen des Seminars entwerfen, durchführen und dokumentieren. Das Konzept, Städte aus der Landschaft „herauszulesen“ liefert einen Ansatz, menschengemachte und „natürliche“ Räume als eng miteinander verwoben zu begreifen und die faktische Koexistenz von natürlichen Systemen, technischen Infrastrukturen und architektonischen Objekten als kreative Planungsaufgabe anzunehmen.
Die Seminararbeit beinhaltet eine Einführung und Diskussion verschiedener Theorien und Sichtweisen auf Landschaft und Stadt. In Kleingruppen werden unterschiedliche Expeditionsrouten zur Erkundung der Stadtlandschaften in Stuttgart und Barcelona konzipiert, die Landschaften aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zeigen. Die Expeditionen werden im Rahmen mehrerer Seminartermine sowie einer einwöchigen Exkursion nach Barcelona in der Pfingstwoche (optional) gemeinsam durchgeführt. Ergebnisse des Seminars sind experimentelle Reiseberichte, die Hintergründe und Erscheinungsformen urbaner Landschaftssysteme dokumentieren.
Das Angebot richtet sich an alle Studierende des Hauptstudiums, vor allem aber an die Teilnehmer des Entwurfs „Landschaftslabor Stadt“ (ILPÖ/ IGMA).
Sprache: Deutsch und/oder Englisch