Entstehung und Entwicklung des IFT


 

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1927
Gründung des Instituts für Hebezeuge, Transportanlagen und Baumaschinen durch Richard Woernle.
Woernle brachte die Drahtseilfrage mit nach Stuttgart, an der er schon an der Technischen Hochschule Karlsruhe zusammen mit G. Benoit und danach auch an der Technischen Hochschule Danzig gearbeitet hatte.
1943
Nachfolger von Richard Woernle wurde Otto Cranz, der im Jahre 1943 an das inzwischen umbenannte Forschungsinstitut für Fördertechnik, Getriebetechnik und Baumaschinen berufen wurde.
Hugo Müller, ein Schüler Woernles, übernahm als Lehrbeauftragter die einschlägigen Vorlesungen und widmete sich unter anderem der Drahtseilforschung und der Untersuchung von Hanfseilen, die er 1941 mit einer Promotion abschloß.1960 wurde er zum Professor ernannt.
1963
Im Jahre 1963 wurde Franz Beisteiner als Institutsleiter nach Stuttgart berufen.
1969
Im Rahmen der Umgestaltung der Universität im Jahre 1969 erfuhren auch die Institute in ihrer Struktur eine Veränderung. Das Institut für Fördertechnik, Getriebetechnik und Baumaschinen erhielt neben der bestehenden Abteilung Seilforschung noch eine zweite Abteilung mit dem Titel Triebwerkforschung, deren Leitung Helmut Wendt übernahm.
1977
Dieter Messerschmidt trat als Oberingenieur die Nachfolge von Wendt an; Die Drahtseilforschung übernahm Klaus Feyrer, der mit Wirkung vom 30. Dezember 1977 zum Professor ernannt wurde.
1989
1989 wurde das Institut nochmals um eine dritte Abteilung mit dem Arbeitsgebiet Lagertechnik und Logistik erweitert. Ihre Leitung übernahm am 1. August 1989 Horst J. Roos.
1992
Im Jahre 1992 übernahm Prof. Feyrer kommissarisch die Institutsleitung.
1995
Am 14. September 1995 übernahm Prof. Wehking die Institutsleitung des Institutes für Fördertechnik an der Universität Stuttgart mit dem Schwerpunkt der im Folgenden beschriebenen Neustrukturierung des Instituts:
 



 

 

In den ersten Jahren standen Ausrichtung und Aktivitäten des Instituts im Vordergrund.

 

Die Aktivitäten des Instituts für Fördertechnik konnten zusammenfassend, mit den Zielen Reorganisation und Ausbau charakterisiert werden. Diese Reorganisation diente dazu, die vorhandenen Arbeitsschwerpunkte, wie vor allen Dingen die seit 1927 vom Institut betriebenen Forschungen und Entwicklungen im Bereich der Seiltechnik und Seilanwendung sowie die damit im Zusammenhang stehenden Arbeitsfelder der Seilbahn- und Aufzugstechnik, am Institut zu erhalten und durch die Initiierung neuer Forschungsschwerpunkte diesem Arbeitsfeld neue Impulse zu geben. Im Bereich der Seiltechnik hatte die Universität Stuttgart durch das Institut für Fördertechnik einen weltweit anerkannten Ruf, der durch die Reorganisation langfristig gesichert und gefestigt werden sollte.

Das Ziel der Sicherung und Festigung galt auch für den seit 1989 am Institut von Prof. Roos aufgebauten Forschungsbereich Lagertechnik und Logistik.

Die zukünftige Ausrichtung der Abteilung Fördertechnische Maschinen und Baumaschinen konzentrierte sich auf die Schwerpunkte Entwicklung und Anwendung moderner systematischer Konstruktionsmethoden sowie Messung und Optimierung an fördertechnischen Maschinen und Baumaschinen im Labor und Feldeinsatz.

Die Schwerpunkte der Abteilung Förder-, Lager- und Handhabungstechnik für die Entsorgung lagen auf dem Gebiet der konstruktiven und logistischen Aufgabenstellung der Entsorgungswirtschaft. Dies war vor allem Projektarbeit sowohl für die Zulieferindustrie der Entsorgungswirtschaft (z. B. Fahrzeughersteller für Entsorgungsfahrzeuge) als auch für Forschungsprojekte für die kommunale und private Entsorgungswirtschaft.

Das vergangene Jahr war gekennzeichnet durch die Fortsetzung der Arbeiten zur Reorganisation und zur organisatorischen Neustrukturierung des Institutes. Charakteristisch hierfür ist der erweiterte und neue Name des Institutes mit der Bezeichnung "Institut für Fördertechnik und Logistik". Zusammen mit der Namensumbenennung hat das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg nun auch der Neuausrichtung der drei bestehenden Abteilungen sowie der Hinzunahme der neuen Abteilung Förder-, Lager- und Handhabungstechnik für die Entsorgung zum 01.05.1999 zugestimmt.