Signalbezeichnungen

 
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Einfahrsignale
Ausfahrsignale
Zwischensignale
Blocksignale
Deckungssignale
Vorsignale
Beispiele

Alle Signale haben Bezeichnungen, welche in Signalplänen und auf dem Signalbezeichnungsschild angegeben sind. Dieses Schild befindet sich unter dem Signalschirm des untersten Signals () (bei niedrigstehenden Sperrsignalen kann es sich auch auf dem Signalschirm befinden). Die Bezeichnung ist abhängig von der Fahrtrichtung (bezogen auf die Richtung der Streckenkilometrierung).

Bei der Deutschen Bahn AG werden Hauptsignale mit Großbuchstaben (z.T. mit angehängten Ziffern) bezeichnet. Die Bezeichnung der Hauptsignale hängt von ihrer Verwendung ab. Es gibt fünf verschiedene Arten von Hauptsignalen, welche auf dieser Seite beschrieben werden. Befinden sich am Hauptsignalmast weitere Zusatzsignale, so erhalten diese keine eigene Bezeichnung.

 

Einfahrsignale

Einfahrsignale signalisieren die Einfahrstraßen von der freien Strecke in einen Bahnhof. An jedem in einen Bahnhof führenden Streckengleis, das im Regelbetrieb von Zügen befahren wird, wird ein Einfahrsignal (bei Nebenbahnen ggf. nur eine Trapeztafel Ne1) aufgestellt.

  Bezeichnung:   A, B, C, ...   in Kilometrierungsrichtung
      F, G, H, ...   gegen Kilometrierungsrichtung ()

Einfahrsignale an den durchgehenden Hauptgleisen werden mit A bzw. F bezeichnet. Wenn am linken Gleis einer zweigleisigen Strecke Einfahrsignale aufgestellt werden, so werden diese mit Doppelbuchstaben analog der Bezeichnung des Einfahrsignals am rechten Streckengleis (z.B. AA, FF, ...) bezeichnet.

 

Ausfahrsignale

Ausfahrsignale signalisieren die Ausfahrstraßen auf die Strecke.

  Bezeichnung:   N1, N2, N3, ...   in Kilometrierungsrichtung ()
      P1, P2, P3, ...   gegen Kilometrierungsrichtung

Die Ziffer in der Bezeichnung der Ausfahrsignale wird durch die Gleisnummer bestimmt.

 

Zwischensignale

In der Regel liegt zwischen Ein- und Ausfahrsignal nur ein Blockabschnitt. Bei sehr langen Bahnhöfen oder Bahnhöfen mit mehreren Bahnhofsteilen kann dieser Abschnitt durch Zwischensignale unterteilt sein.

  Bezeichnung:   R1, R2, R3, ...   in Kilometrierungsrichtung
      S1, S2, S3, ...   gegen Kilometrierungsrichtung

Die Ziffer in der Bezeichnung der Zwischensignale wird durch die Gleisnummer bestimmt.

 

Blocksignale

Blocksignale signalisieren auf der freien Strecke die Einfahrt in einen Blockabschnitt.

  Bezeichnung:   101, 103, 105, ...   in Kilometrierungsrichtung
      100, 102, 104, ...   gegen Kilometrierungsrichtung

Die Zahl in der Bezeichnung der Blocksignale ist immer 3-stellig. Bei Selbstblocksignalen werden die Buchstaben "Sbk" der Zahl vorangestellt.

 

Deckungssignale

Deckungssignale signalisieren die Einfahrt in Deckungsabschnitte.

Deckungsabschnitte sind Abschnitte der freien Strecke, die den Bahnbetrieb an beweglichen Brücken, Bahnübergängen und Baustellen sichern. Die Bezeichnung hängt von der Art des Deckungsabschnitts ab.
Deckungsabschnitte können gleichzeitig als Blockabschnitte eingerichtet werden. Sie werden dann mit Blocksignalen signalisiert.

 

Vorsignale

Vorsignale haben die selbe Bezeichnung wie die Hauptsignale, die sie ankündigen. Zur Unterscheidung werden hier die entsprechenden Kleinbuchstaben verwendet.

Vorsignal zu Ausfahrsignalen, die sich im Allgemeinen am Standort des Einfahrsignals befinden, können für mehrere Ausfahrsignale gelten. In der Signalbezeichnung ist dann jedes einzelne Hauptsignal aufzuführen, dessen Stellung durch dieses Vorsignal angekündigt werden kann.
Falls an Ausfahrsignalen signaltechnisch keine Durchfahrt (Vorbeifahrt ohne Halt) vorgesehen werden soll, ist die entsprechende Bezeichnung in Klammern zu setzten.

Vorsignalwiederholer werden genauso wie das zugehörige Vorsignal bezeichnet, zur Unterscheidung jedoch mit dem Zusatz "WV". ()

 

Beispiele für Signalbezeichnungen

Einfahr-, Ausfahr- und Zwischensignale:

Blocksignale:

 

 

 


 

Kapitel 2: Signale
Signale und ihre Bedeutung Signalbezeichnungen Signalstandorte