RUBIK – Anschlusssicherung und Fahrgastinformation für den regionalen Busverkehr

Ansprechpartner: 
Dr.-Ing. Yong Cui M.I.P.
Beteiligte Institutionen: 

VWI Stuttgart GmbH, Landkreis Heilbronn, Stadt Neuenstadt am Kocher, Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr GmbH (H3NV), Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH (OVR), E. Zartmann GmbH & Co. KG, WBO Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V., Institut für Eisenbahn und Verkehrswesen (IEV) der Universität Stuttgart

Auftraggeber: 

Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Baden-Württemberg (heute Ministerium für Verkehr und Infrastruktur) im Rahmen des 3. Innovationsprogramms ÖPNV des Landes Baden-Württemberg

Beginn/Ende: 
Juni 2010 - April 2013
Projektbeschreibung: 

In den großen Ballungsräumen existieren seit vielen Jahren Betriebsleitsysteme im ÖPNV, die neben den betrieblichen Aufgaben auch Dienste für die Fahrgäste (z. B. dynamische Fahrgastinformation und Anschlusssicherung) ermöglichen. Um solche Dienste realisieren zu können, werden Echtzeitdaten benötigt, d. h. die tatsächlichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten an den Haltestellen. Da die im ländlichen Raum agierenden mittelständischen Verkehrsunternehmen meist nicht über Betriebsleitsysteme verfügen, stehen diese Dienste den Fahrgästen dort bislang selten zur Verfügung.

Um dies zu ändern, wurde im Forschungsprojekt RUBIK ein netzwerkorientiertes, fahrzeugbezogenes Informations- und Anschlusssicherungssystem mit der Konzentration auf die Anforderungen im regionalen Busverkehr entwickelt und am OVR-Standort Neuenstadt in den regulären Betrieb überführt. Dabei wurde auf eine zentrale Leitstelle verzichtet, stattdessen kommunizieren intelligente Endgeräte (z. B. in den Fahrzeugen und an den Haltestellen) über einen Kommunikationsserver miteinander. Die Bordrechner in den Fahrzeugen tauschen dabei wichtige Informationen von Bus zu Bus direkt miteinander aus und bedürfen keiner regelnden Zentralinstanz.

Über eine Schnittstelle können auch Informationssysteme (z. B. Datendrehscheiben oder Internetdienste) sowie Fahrgastinformationsmedien an Haltestellen mit den Echtzeitdaten versorgt werden. Dies wurde im Projekt beispielhaft an der zentralen Verknüpfungshaltestelle "Lindenplatz" in Neuenstadt mittels mehrerer neuer DFI-Anzeiger realisiert. Dazu wurde die Ausstattungskonzept erstellt, welches u. a. die Sicht- und Fußwegbeziehungen zwischen den Haltepositionen berücksichtigt.