![]() |
In seinem Rechenschaftsbericht vor dem öffentlichen
Senat am 16. Dezember gab Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel einen Überblick über
die Aktivitäten der Universität zur Vorbereitung der Exzellenzinitiative
II. Eingerichtet worden seien eine Arbeitsgruppe und eine Stabsstelle,
die die Antragsverfahren innerhalb der Uni koordiniert. Vorbereitet
werden jeweils drei Antragsskizzen zu Graduiertenschulen und Exzellenzclustern,
zudem ist die Uni an zwei Antragsskizzen zu Exzellenzclustern anderer
Universitäten beteiligt. Auch für die bereits bestehende
Graduiertenschule GSaME und dem Exzellenzcluster SimTech werden Fortsetzungsanträge
abgegeben. Zehn Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aller Fakultäten,
zentraler Einrichtungen und der Zentralen Verwaltung befassen sich
mit der Ausarbeitung eines Zukunftskonzepts. Die Ausschreibung für
die zweite Phase der Exzellenzinitiative startet Mitte März, bis
zum 1. September müssen die Antragsskizzen abgeben sein. |
Bei den Mitteln der Europäischen Union schneidet die Uni regelmäßig
sehr gut ab. „Insgesamt konnten wir die Drittmittel in den letzten
Jahren durch neue Anreize deutlich steigern“, erklärte der Rektor
sehr zufrieden. So kletterte 2008 die Summe der eingeworbenen Drittmittel
auf 145,7 Millionen Euro (von 135, 2 Millionen Euro 2007).
Zum Wintersemester
2009/10 hat die Universität alle Studiengänge
auf den neuen Abschluss Bachelor umgestellt. „Dies wurde aufgrund des
vorher erarbeiteten Eckwertepapiers in den letzten drei Jahren konsequent,
systematisch und rasch umgesetzt“, so Ressel. Hierauf aufbauend sollen
in den kommenden Jahren die konsekutiven Masterstudiengänge eingeführt
werden. Nach ersten Erfahrungen ist eine gemeinsame Überarbeitung des
Eckwertepapiers mit den Studierenden geplant. Das Rektorat ermöglichte
den protestierenden Studierenden, ihre Forderungen im öffentlichen Senat
vorzutragen. Auch in den nichtöffentlichen Senat hatte die Uni-Leitung
drei zusätzliche Studierende zur Diskussion eingeladen.
Über 200 Unternehmen mit mehr als 1.500 Arbeitsplätzen
sind aus der Universität heraus gegründet worden und auf
dem Markt erfolgreich. Die hervorragende Existenzgründer-Kultur
der Uni belegt auch das im November veröffentlichte Ranking „Vom
Student zum Unternehmer – welche Universität bietet die
besten Chancen“ der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Uni Stuttgart belegte Rang neun von insgesamt 59 Universitäten
und verbesserte sich damit innerhalb von zwei Jahren um weitere vier
Plätze. Nun haben die Uni und ihre Tochtergesellschaft TTI GmbH,
die Anlaufstelle für Gründungsinteressierte, zum ersten Mal
an zwei erfolgreiche Firmen den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten
Technologie-Transfer-Preis verliehen. Er geht zu gleichen Teilen an
die Firma Visenso, die sich auf dem Gebiet der Visualisierung und Virtuellen
Realität (VR) einen Namen gemacht hat, und die DTSquare GmbH,
die auf dem Gebiet der experimentellen Strukturdynamik, sowohl als
Dienstleister wie auch als Hersteller von Prüfstandslösungen
arbeitet. „Dieser Preis ist eine Anerkennung für erfolgreiche
Gründer und soll gleichzeitig als Motivation für Gründungsinteressierte
dienen“, sagte Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel bei der Preisverleihung
am 7. Dezember. Der Preis soll künftig jährlich verliehen
werden. Bewerben können sich Gründerfirmen von Mitgliedern
oder Absolventen der Uni Stuttgart. |
![]() |
![]() |
Studienanfänger im Hauptfach vom Sommersemester und Wintersemester
2009 ohne Promotions- und Zeitstudierende. |

Der
Trend bei den Studierendenzahlen zeigt weiter nach oben und neue, innovative
Studiengänge werden gut angenommen. So das Fazit der Uni Stuttgart zum
Stichtag der Studierendenstatistik für das Wintersemester 2009/10. Insgesamt
sind in diesem Semester 20.468 Studierende an der Uni Stuttgart eingeschrieben
(Vorjahr 19.879), darunter 6.691 Frauen (Vorjahr 6.579) und 4.437 (Vorjahr
4.481) Studierende aus dem Ausland. Die Zahl der Erst- und Neueinschreibungen
kletterte nach dem bereits starken Anstieg im Vorjahr (4.508) erneut auf
jetzt 4.654 (die Grafik zeigt nur Erstimmatrikulierte). Uni-Rektor Prof.
Wolfram Ressel zeigte sich zufrieden, dass die Uni die 20.000er-Marke wieder überschritten
hat, was zuletzt im Wintersemester 2006/07 der Fall war. „Der erneute
Anstieg der Studierendenzahlen steht für den hervorragenden Ruf, den
die Universität Stuttgart bei jungen Menschen aus dem In- und Ausland
genießt“, kommentiert er. „Die starke Nachfrage nach neuen
Studienangeboten wie dem Studiengang Erneuerbare Energien bestätigt
zudem, dass die Universität bei der Weiterentwicklung ihres Fächerprofils
auf einem guten Weg ist.“ www.uni-stuttgart.de/ueberblick/bilder_zahlen/statistik/studierende.html
trend
geht nach oben
Der Frauenanteil an der Universität Stuttgart steigt auf allen Ebenen, ob
es Studentinnen, Promotionen, Habilitationen, Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen
im akademischen Mittelbau oder Professorinnen sind. Doch was bisher nur als Trend
sichtbar ist, möchte die Gleichstellungsbeauftragte der Uni Dr. Gabriele
Hardtmann verstärken: „Eine deutlichere Steigerung sollte möglich
sein.“ Besonderen Handlungsbedarf sieht sie bei den Promotionen, betonte
sie bei ihrem Bericht vor dem öffentlichen Senat am 16. Dezember. Ende 2008
waren rund 21 Prozent der Promovierenden weiblich. Das Genderkonzept der Uni
sieht eine Zielvorgabe für 2013 von mindestens 30 Prozent vor. Bei den Professuren
wird ein Anteil von zehn Prozent angestrebt. Hardtmann erklärte, dass die
Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat Fragen der Gleichstellung
eine hohe Bedeutung einräumen, unter anderem deshalb richtete die Uni im
Rahmen des Zukunftskonzepts für die Exzellenzinitiative II eine eigene Arbeitsgruppe
zur Gleichstellung ein. Punkten konnte die Uni beim 2008 vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung ausgeschriebenen Professorinnenprogramm. Mit ihrem
Konzept (Spirit) war die Uni sehr erfolgreich. Drei Professorinnen traten im
Rahmen dieses Programms bis Ende 2009 ihre Professuren an der Uni Stuttgart an.
www.uni-stuttgart.de/gleichstellungsbeauftragte
kontakt:
Dr. Gabriele Hardtmann, Institut für Polymerchemie, Tel. 0711/685-64156,
e-mail: gabi.hardtmann@itf.uni-stuttgart.de
photonische technologien
Ob
es um die Entwicklung neuer optischer Materialien wie etwa ultradünne
Metallfilme geht, um ultraschnelle Nanooptik, um Atomoptik in Wellenleitern,
um Halbleiter-Quantenpunkte und Interferometer oder um die Optimierung von
Nano-Antennen: In der Optik, Photonik und Optoelektronik ist die Uni Stuttgart
hervorragend aufgestellt. „Um dies weiter auszubauen und die Sichtbarkeit
des Standorts Stuttgart auf diesem Feld zu erhöhen, hat die Uni das
Forschungszentrum für Photonische Technologien gegründet“,
sagte Rektor Prof. Wolfram Ressel am 26. November bei der offiziellen Eröffnung
des Stuttgart Research Center for Photonic Engineering (SCoPE). Physiker
und Ingenieure aus insgesamt acht Instituten bündeln ihre Zusammenarbeit
und verstärken die Kooperation mit der Industrie. Weitere Institute
und Forschungseinrichtungen aus Stuttgart werden in den nächsten Jahren
integriert. „So kann die Forschungs- und Entwicklungskette von den
photonischen Grundlagen zu innovativen Entwicklungen und Anwendungen in der
Industrie, insbesondere auf den Gebieten der photonischen Chips, der modernsten
optischen Materialien, höchstauflösenden Abbildungen und beim innovativen
Laser-Design geschlossen werden“, erläuterte Prof. Wolfgang Osten
vom Institut für Technische Optik, einer der Initiatoren des neuen Zentrums.
www.scope.uni-stuttgart.de/
![]() |
|
Tag der Wissenschaft 2010
Der Tag der Wissenschaft
der Uni wird in diesem Jahr am 26. Juni stattfinden und steht unter dem Motto „Entdecken – Forschen – Faszinieren“.
Die Zukunft der Energie
Das Wissenschaftsjahr 2010 steht unter dem Motto „Die Zukunft
der Energie“. An der Uni ist dazu eine Ringvorlesung geplant. Zudem
erscheint in Kürze das neue Themenheft Forschung mit dem Titel „Erneuerbare
Energien“ und am 20. April hält Prof. Stefan Tenbohlen im Rahmen
der Reihe „Fragen an die Wissenschaft“ den Vortrag „Neuer
Strom in alten Netzen“.
Dienstag, 20. April, 19.00 Uhr Stuttgart, Volkshochschule,
Rotebühlplatz 28
Neuer Transregio
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat der Uni Stuttgart einen neuen,
transregionalen Sonderforschungsbereich bewilligt. In dem Transregio zum Thema „Tropfendynamische
Prozesse unter extremen Umgebungsbedingungen“ kooperieren Stuttgarter
Forscher mit der Technischen Universität Darmstadt und dem Deutschen Zentrum
für Luft- und Raumfahrt. Sprecher ist Prof. Bernhard Weigand vom Institut
der Thermodynamik der Luft- und Raumfahrt der Uni Stuttgart. Ziel ist es, ein
vertieftes Verständnis von tropfendynamischen Prozessen zu gewinnen; dies
ist entscheidend für die Verbesserung verschiedener technischer Systeme
oder die bessere Voraussage natürlicher Prozesse.
www.uni-stuttgart.de/forschung/profil/transregio/index.html
Mathematik an der Spitze
Beim Forschungsranking 2009 des Centrums für Hochschulentwicklung CHE
erreichte die Uni Stuttgart einen Spitzenplatz. Das CHE verglich Forschungsindikatoren
für die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Medizin, Zahnmedizin
und Pharmazie. Der Fachbereich Mathematik der Uni platzierte sich hier unter
62 Universitäten in der Spitzengruppe der forschungsstarken Hochschulen
in Deutschland, wie bereits im Vorgänger-Ranking 2006. In den Einzelwertungen
gut behaupten konnten sich auch die Stuttgarter Physik und die Chemie.
www.che.de/forschungsranking
neues schülerportal
Zum Uni-Tag am 18. November kamen mit rund 9.000 Schülerinnen und Schülern
weit mehr als in den vorangegangenen Jahren an die Universität Stuttgart,
um sich über Studiengänge ihres Interesses zu informieren. Die jungen
Leute waren von über 200 Gymnasien aus ganz Baden-Württemberg sowie
aus anderen Bundesländern angereist. Die Studienangebote sind heutzutage
vielfältiger als je zuvor. Umso wichtiger ist es für junge Leute, die
Entscheidung für ein Studium oder ein bestimmtes Studienfach sorgfältig
vorzubereiten. Die Zentrale Studienberatung der Uni unterstützt die Schülerinnen
und Schüler bei der Entscheidungsfindung. Neben der Organisation des Uni-Tages,
zahlreichen Beratungsangeboten und Schulbesuchen hat sie nun einen weiteren Service
eingerichtet: das neue Online-Portal „Meine Studienwahl“. Hier finden
die Schülerinnen und Schüler eine Zusammenstellung aller Informations-,
Beratungs- und Mitmachangebote der Uni auf dem Weg zur Studienentscheidung. Zudem
hilft ein Fragenkatalog, mit dem die eigenen Fähigkeiten, Interessen und
Ziele reflektiert werden können.
www.uni-stuttgart.de/studienwahl/
evaluation schreitet voran
Vom Stand der Evaluation berichtete Dr. Wolfgang Zink, Projektleiter seitens
der Agentur Booz & Company, den Mitarbeitern der Zentralen Verwaltung am
8. Dezember im voll besetzten Senatssaal. Er stellte die 16 ausgewählten
Schwerpunktbereiche vor. Zu diesen zählen von der Hörsaalvergabe über
Postlauf, Berichtswesen, Verwaltung der Drittmittel und der Studiengebühren
bis zum Berufungsverfahren auch die Rolle verschiedener Stabsstellen und Abteilungen.
Zahlreiche Gespräche, Workshops und Interviews haben bereits stattgefunden. „Alle
Beteiligten arbeiteten sehr konstruktiv mit“, so Zink. Nach Bestandsaufnahme
und Erarbeitungen von Optimierungsmöglichkeiten steht jetzt die Entwicklung
eines Soll-Konzepts an. Die gesamte Evaluation ist auf fünf Monate angelegt,
der Abschlussbericht ist für Februar vorgesehen. Weitere Informationen und
eine Möglichkeit für Anregungen oder Fragen unter
www.verwaltung.uni-stuttgart.de/evaluation
episoden
aus dem all
Zum Internationalen Jahr der Astronomie 2009 veranstalteten die Kepler-Gesellschaft
zusammen mit den Universitäten Stuttgart und Tübingen ein breit gefächertes
Programm mit Vortragsreihen, Ausstellungen, Theater und Angeboten für Schülerinnen
und Schüler. Den Abschluss bildete am 27. November 2009 eine Festveranstaltung
an der Uni Stuttgart mit dem Vortrag des Astronauten Thomas Reiter, Vorstand
für Raumfahrt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR),
dem die etwa 600 Gäste gespannt folgten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung
durch das Akademische Orchester der Uni mit einer Aufführung aus der Suite „Die
Planeten“. Reiter war während seiner Aufenthalte auf der russischen
Raumstation Mir im Jahre 1999 und der Internationalen Raumstation ISS 2006 selbst
unterwegs auf Bahnen, deren Idealform Johannes Kepler in seinem vor vierhundert
Jahren entstandenen Hauptwerk postulierte und die später nach ihm benannt
wurden. Als sei er erst gestern zurückgekehrt, schilderte Reiter neben den
zahlreichen wissenschaftlichen Experimenten viele kleine Episoden von beiden
Aufenthalten, die ihn zusammengenommen fast ein Jahr vom sicheren Erdboden entfernt
hielten. Insbesondere die Außenbordeinsätze blieben ihm in besonderer
Erinnerung: „Man ist da draußen, mit dem Rücken zur Station,
400 Kilometer von der Erde entfernt und einer Geschwindigkeit von 28.000 Kilometer
pro Stunde.“ Bei Arbeiten mit Werkzeug hätten ihm eigentlich immer
Arme und Beine zum Abstützen gefehlt, „denn oft war das einzige,
was sich gedreht hat, ich selbst, und zwar um die Schraube“.
Von 1949 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1978
leitete Max Bense das Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie
der Universität Stuttgart. Der Stuttgarter Philosoph würde im
Februar sein 100. Lebensjahr vollenden. Aus diesem Anlass sind vom 4. bis
7. Februar zahlreiche Veranstaltungen geplant: Ausstellungen, Vorträge,
ein Symposium und am Freitag, den 5. Februar ein gemeinsamer Festakt der
Stadt Stuttgart und der Universität.
Bense, der Mathematik, Informationstheorie und Kybernetik mit Semiotik und Ästhetik
verband, warf als Vordenker des Computerzeitalters Fragen nach der kulturellen
Existenz des Menschen in unserer technologischen Welt auf.
www.maxbense100.de
zuletzt gehört
Uni und ILIAS
sehr gefragt
Zeitgeist nennt die Internet-Suchmaschine-Google die Rangliste der bei ihr eingegangenen
Suchanfragen. Unter dem Stichwort Stuttgart erreichte die Universität Stuttgart
hier in der Kategorie „Top Suchanfragen“ den vierten Platz und auch
ILIAS (Integriertes Lern-, Informations- und Arbeitskooperations-System), die
Lernplattform der Uni, nimmt auf der Liste der zunehmenden Suchanfragen den vierten
Platz ein. Die Uni und ihre vom Rechenzentrum angebotene, leistungsfähige
Lernplattform mit Lernmodulen, Digitalen Büchern, Glossaren, Tests und Übungen
liegen damit also voll im Trend.
Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität
Stuttgart
Konzept und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Birgit Vennemann, Ursula Zitzler
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstraße 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82122, Fax 0711/685-82188
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
www.uni-stuttgart.de/aktuelles/news
Letzte Änderung 12.01.2010 (ws)