Für über 3.600* Studienanfängerinnen und Studienanfänger
beginnt mit dem Start ins Studium an der Universität Stuttgart ein neuer
Lebensabschnitt, der viele Herausforderungen mit sich bringt – nicht
nur in Bezug auf Uni-Angelegenheiten, sondern auch auf die Organisation des
studentischen Alltags. Um den Erstsemestern den Studieneinstieg zu erleichtern,
gibt es an der Uni verschiedene Einführungsveranstaltungen. Eine gute
Gelegenheit, sich auf die mathematischen Lehrinhalte der technischen, naturwissenschaftlichen
und betriebswirtschaftlichen Studiengänge vorzubereiten und eine Zusammenfassung
des Schulstoffes auf dem Niveau eines Leistungskurses zu erhalten bieten
beispielsweise die vierwöchigen Mathematik-Vorkurse. Auch die Studierendenvertretung
der Uni (Faveve) startete am 21. September zeitgleich mit den Mathe-Vorkursen
ein umfangreiches Einstiegsprogramm für die Erstsemester. Beim gemeinsamen
Grillen, Joggen und Musikmachen können die „Erstis“ ihre
Kommilitonen kennenlernen. Bei Ausflügen wie den Faveve-Kneipentouren,
der Wilhelmaführung oder dem Besuch des Stuttgarter Wasserwerks erkunden
sie interessante Ziele der näheren Umgebung. Ältere Semester sind
bei allen Veranstaltungen dabei und stehen mit Tipps zum Studienstart zur
Seite.Die
Umweltschutztechnik-Studentin Sannah König zählt zu den Hauptakteuren
der Faveve. Sie betont den Nutzen des Programms: „Neue Studierende
bekommen so die Möglichkeit, sich zwanglos und über die Fachgrenzen
hinweg innerhalb dieser vierwöchigen Veranstaltung kennenzulernen und
Erfahrungen auszutauschen.“ Gleichzeitig sei das für die Faveve
eine ideale Chance, interessierte Mitarbeiter zu gewinnen. Rund 500 Studienanfängerinnen
und Studienanfänger ließen sich von Studierenden der Faveve den
Campus Vaihingen und den Uni-Bereich Stadtmitte zeigen. Darunter der angehende
Luft- und Raumfahrttechnik-Student Ben Schnarr. Er hat gerade sein Abi gemacht.
Noch ohne Wohnung in Stuttgart nahm er die weite Fahrt von Kaiserslautern
auf sich, um zunächst am Mathe-Vorkurs teilzunehmen und im Anschluss
daran einen Eindruck von den Orten zu bekommen, die in den nächsten
Jahren sein Leben bestimmen werden. Außerdem holte er sich Tipps für
die Wohnungssuche. Auch die Studienanfängerin Monika Leibinger aus Sigmaringen
nutzt die Campus-Führung und ist ganz beeindruckt von der Größe
des Campus.
Zum Vorlesungsbeginn am 19. Oktober lädt die Faveve die Studienanfänger
dann zu den offiziellen Einführungsveranstaltungen in Vaihingen und
der Stadtmitte mit Begrüßung durch den Rektor beziehungsweise
Prorektor der Uni. Danach finden in den verschiedenen Studiengängen
eigene Einführungs- und Begrüßungsvorträge statt. Hier
gibt es allgemeine Informationen zum Studienfach, die Prüfungsordnungen
werden erläutert und die am jeweiligen Studiengang beteiligten Institute
vorgestellt. Einige Studiengänge und Fachschaften laden auch zu Institutsführungen
oder zum gemeinsamen Frühstück. Abends warten dann beim Erstsemesterabend „Avete
academici“ in der Liederhalle weitere Informationen rund um das Studium
auf die Newcomer. So stellen sich beim Markt der Möglichkeiten studentische
Arbeitsgruppen und Einrichtungen der Universität Stuttgart vor. Auch
die Stadt Stuttgart hat im Rahmen einer Welcome Week vom 26. bis 31. Oktober
ein vielfältiges Programm mit Besuchen von Museen, Theater und Sportveranstaltungen
zusammengestellt. Wenn die Studieneinsteiger dann noch die Einführungsangebote
der Zentralen Studienberatung, der Uni-Bibliothek und des Rechenzentrums
wahrnehmen, steht einem gelungenen Start ins Studium nichts mehr im Wege.
*Stand: 29.09.09
www.uni-stuttgart.de/studieren/beginn/einfuehrungen/index.html
www.faveve.uni-stuttgart.de/ak-ese
www.stuttgart.de/welcome-week
Noch schneller als 2008 schloss die Uni Stuttgart in diesem
Jahr das Zulassungsverfahren für die Studiengänge mit Numerus clausus (NC) und Auswahlverfahren
ab. Insgesamt wurden bis zum 16. September 8.837 Bewerber zugelassen (in
freien und NC-Studiengängen). Über die Hälfte der Zulassungen
in Fächern mit NC wurde schon kurz nach dem Bewerbungsschluss am 15.
Juli erteilt. Ende Juli war die Zulassung im Hauptverfahren für alle
NC-Fächer abgeschlossen. Uni-Kanzlerin Dr. Bettina Buhlmann ist sehr
zufrieden mit der raschen Abwicklung des Zulassungsverfahrens und freut
sich besonders darüber, dass 15 freiwillige Mitarbeiter aus den Fakultäten
die Verwaltung bei der Bearbeitung der Anträge unterstützten: „Dieser
Erfolg ist dem überaus engagierten Einsatz der Mitarbeiter aus verschiedenen
Arbeitsbereichen zu verdanken“. Insgesamt erreichten die Uni mit
16.652 Online-Bewerbungen über 1.000 Bewerbungen mehr als letztes
Jahr. Auch die Zahl der Einschreibungen liegt mit 3.369 um rund 300 höher
als letztes Jahr (Stand 16.9.). Viele Studiengänge waren schnell belegt.
In Luft- und Raumfahrttechnik haben sich beispielsweise 309 Studierende
eingeschrieben, in Maschinenbau 353, in den neuen Studiengang Erneuerbare
Energien 56 und in Technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre 155.
Für nicht angenommene Plätze in den NC-Fächern wurden in
Nachrückverfahren weitere Bewerber zugelassen. Auch hier war die Universität
landes- und bundesweit eine der ersten, die das Verfahren abschließen
konnte. So hatten die zugelassenen Bewerber mehr Zeit, sich auf ihr künftiges
Studentenleben inklusive Wohnungssuche vorzubereiten. Einige wenige Restplätze
beziehungsweise wieder frei gewordene Plätze in 15 NC-Fächern
hat die Uni Anfang September an die von der Hochschulrektorenkonferenz
eingerichtete Online-Studienplatzbörse gemeldet, die am 1. September
startete. Am 21. September fand für diese Plätze ein Losverfahren
statt, bei dem unter anderem in den Studiengängen Architektur vier,
in Linguistik als Kombinationsstudiengang zehn, in Technologiemanagement
21 Plätze und im Studiengang Maschinenbau ein Platz vergeben wurden.
www.uni-stuttgart.de/studieren/bewerbung/aktuell/
www.freie-studienplaetze.de
Die Universität Stuttgart hat seit 1. Oktober einen neuen Universitätsrat.
Der Senat hat am 22. Juli den Vorschlag der Findungskommission bestätigt.
Dem Gremium gehören für die dreijährige Amtszeit folgende
Personen an: Bei den externen Mitgliedern sind dies wie bisher Dr. Siegfried
Dais (Robert Bosch GmbH), Prof. Olaf Kübler (von 1997 bis 2005 Präsident
der ETH Zürich) und Dr. Thomas Weber (Daimler AG). Neu hinzugekommen
sind der Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH,
Martin Jetter, und die Generalsekretärin der Max-Planck-Gesellschaft,
Dr. Barbara Bludau. Wie bisher gehört Birgit Ufermann vom Deutschen
Hochschulverband in Bonn dem Unirat an, ihre Amtszeit läuft im Juli
2010 aus. Als interne Mitglieder wirken aus der Gruppe der Professorinnen
und Professoren künftig Ulrike Kuhlmann, Leiterin des Instituts für
Konstruktion und Entwurf, der Physiker Hans-Rainer Trebin und der Historiker
Wolfram Pyta in dem Gremium mit. Der Chemiker Dr. Dieter Leicht aus dem wissenschaftlichen
Dienst wird wie bisher dem Unirat angehören und aus der Gruppe der Studierenden
ist Sophie Wittgenstein seit 2008 Mitglied im Unirat. In gleicher Sitzung
wurden die Gleichstellungsbeauftragte der Uni, Dr. Gabriele Hardtmann, sowie
deren Stellvertreterinnen, Prof. Silke Wieprecht, Prof. Nejila Parspour und
Françoise Joly, in ihren Ämtern bestätigt.
www.uni-stuttgart.de/ueberblick/organisation/organe/
Wenn ab Mai 2010 Gäste aus aller Welt den Deutschen Pavillon auf der
Expo in Shanghai besuchen, werden sie in den Ausstellungsräumen unter
anderem einem riesigen Pendel begegnen. Das rund 1,2 Tonnen schwere und 5,6
Meter lange Pendel wird über einen in die Decke des Pavillons integrierten
Antrieb zu großen Schwing- und Kreisbewegungen angeregt. Die Besucher
können die Kugel über Akustiksignale zum Schwingen bringen und
die Richtung des Pendelausschlags beeinflussen. Das spezielle Regelungs-
und Antriebskonzept für das Pendel entwickelten Wissenschaftler der
Uni Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ausstellungsgestalter
Milla und Partner unter Federführung von Prof. Peter Eberhard vom Institut
für Technische und Numerische Mechanik. Beteiligt waren auch Mitarbeiter
des Exzellenzclusters Simulation Technology und das Institut für Maschinenelemente.
Dort berechneten ein Team unter Leitung von Prof. Bernd Bertsche die Konstruktion
und die Lebensdauer der Pendelstange. Aufgabe des Instituts für Steuerungstechnik
der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen unter Prof. Alexander Verl
war, die Umsetzung der Steuerung und geeignete elektromechanische Antriebskonzepte
und Sensorik für das Projekt zu entwickeln.
Das Höchstleistungsrechenzentrum (HLRS) der Uni ist Klassenbester in Sachen Energieeffizienz. Der im April am HLRS in Betrieb genommene Cluster-Rechner vom Typ NEC HPC LX-2400 wird auf der jüngst veröffentlichten internationalen Green 500 Liste im Spitzenbereich geführt und ist die Nummer Eins in der Klasse der Gesamtrechner. „Damit hat die Uni Stuttgart den ‚grünsten’ Standardrechner der Welt“, erklärt der Leiter des HLRS, Prof. Michael Resch. „Nur Spezialrechner für eng begrenzte Anwendungen schneiden beim Stromverbrauch noch besser ab.“ Die Green 500 Liste bewertet die Energieeffizienz von Computern gemessen an deren Rechenkapazität. Möglich wird die Sparsamkeit des neuen Rechners durch höchst effiziente Netzteile und Rechenknoten. Zudem konnte auf eigene Festplatten verzichtet werden, das Booten erfolgt über einen zentralen Management-Server. Das HLRS verfolgt seit Jahren eine Strategie, die sich am energieoptimalen Einsatz von Höchstleistungsrechnern orientiert. „Wir wollen nicht nur durch unsere Simulationen zum Klimaschutz beitragen, sondern natürlich auch im Betrieb“, sagt Resch.
kontakt:
Prof. Michael Resch, HLRS, Tel. 0711/685-87200,
e-mail: resch@hlrs.de
Der Hochschulschriftenserver der Universität Stuttgart ist in Deutschland die Nummer Eins und belegt unter den weltweit besten 400 Publikationsservern einen guten 22. Platz. Dies geht aus dem jüngsten, international beachteten „Ranking Web of World Repositories“ der spanischen Forschungsorganisation Consejo Superior de Investigaciones Científicas hervor. Ziel dieses Rankings ist es, die Open-Access-Initiativen und somit den freien Zugang zu wissenschaftlicher Information zu unterstützen. Mit Repositorien bezeichnet man verwaltete Verzeichnisse zur Speicherung und Beschreibung digitaler Objekte wie beispielsweise Publikationen. Die Liste wird angeführt von amerikanischen und französischen Repositorien (aus Harvard, Cornell und dem Centre national de la recherche scientifique). Unter den ersten 50 der Rangliste befinden sich an deutschen Systemen neben dem Server der Universität Stuttgart noch die Publikationsserver der Humboldt-Universität zu Berlin (Platz 35) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (Platz 43). „Dies ist ein sehr schöner Erfolg“, freut sich Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel. „Schließlich trägt das an der Universitätsbibliothek Stuttgart entwickelte System maßgeblich dazu bei, die exzellente Stuttgarter Forschung sichtbar zu machen“, betont er. Der Hochschulserver der Uni basiert auf dem von der Uni-Bibliothek und dem Rechenzentrum gemeinsam entwickelten und später von der Uni-Bibliothek als Anwender allein weitergeführten Systems OPUS (Online-Publikationsverbund der Uni Stuttgart).

Die Universität Stuttgart hat maßgeblichen Anteil daran, dass brasilianische
Umweltfachleute nach deutschen Standards ausgebildet werden. Wissenschaftler
des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
(ISWA) der Uni haben im Winter 2007 im Rahmen des Projekts EDUBRAS (Einführung
von deutschen umweltschutztechnischen Studiengängen in Brasilien) in Zusammenarbeit
mit Partnern im brasilianischen Curitiba einen Masterstudiengang für kommunalen
und industriellen Umweltschutz ins Leben gerufen. Dieser Studiengang ist jetzt
vom Deutschen Akademischen Austauschdienst als exzellent evaluiert worden. „Der
Studiengang ist bereits nach kurzer Zeit ein Vorzeigeprojekt mit Modellcharakter“,
urteilt der DAAD und empfiehlt, die nachhaltige Etablierung deutscher Studiengänge
im Ausland in ähnlicher Weise umzusetzen. Auf der Grundlage der langjährigen
Erfahrungen der Uni Stuttgart in der Umwelttechnologie und ihrer Erfahrung in
zahlreichen Umweltprojekten in verschiedenen Ländern werde den brasilianischen
Studierenden „ein anspruchsvolles Studium von hoher wissenschaftlicher
Qualität“ geboten. Dem Projektleiter und verantwortlichen Vertreter
der Uni Stuttgart im EDUBRAS-Vorhaben, Prof. Uwe Menzel, bescheinigen die Gutachter
in ihrem Evaluationsbericht „ein professionelles Projektmanagement, das
mit großem Engagement betrieben wird“.
www.edubras-maui.uni-stuttgart.de
Die
Uni Stuttgart ist Gastgeber der deutschen Auftaktveranstaltung zur „Global
Entrepreneurship Week“. Dies ist eine weltweite Aktionswoche vom 16.
bis 22. November mit dem Ziel, den Unternehmergeist junger Menschen zu wecken.
Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft haben ein umfangreiches Programm mit
Vorträgen, Workshops und einem „Walk of Entrepreneurship“ zusammengestellt.
Die Auftaktveranstaltung findet am 13. November im Haus der Wirtschaft statt.
Sie wird wie die folgende Aktionswoche vom Prorektorat Forschung der Uni Stuttgart,
dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, der TTI GmbH, der Industrie-
und Handelskammer und weiteren Einrichtungen organisiert.
www.uni-stuttgart.de/forschung/existenz
www.global-ew.de
SFB 21 verlängert
Der seit 2005
bestehende Sonderforschungsbereich Transregio 21 wird um weitere vier Jahre
verlängert, entschied die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Beteiligt
sind unter der Federführung des 5. Physikalischen Instituts der Uni
Stuttgart das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung sowie
die Unis Tübingen und Ulm. Die Wissenschaftler wollen in der nächsten
Förderperiode Ionen in Quantengasen und neuartige Quantenzustände
der Materie untersuchen sowie ultrakalte Gase mit Nanoröhrchen aus
Kohlenstoff in Kontakt bringen.
www.physik.uni-stuttgart.de/TR21/
Alter(n) gestalten
Gastgeber
einer der Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum der Akademie
der Wissenschaften Heidelberg ist die Uni Stuttgart. Beide Institutionen
laden gemeinsam zum interdisziplinären Symposium „Alter(n) gestalten – Medizin,
Technik, Umwelt“ am 4. und 5. November. Technik- und sportwissenschaftliche
Beiträge werden die biologisch-medizinischen Vorträge ergänzen.
Die Referenten beschäftigen sich mit dem Verständnis von Alterungsvorgängen,
um einem Autonomieverlust vorzubeugen und mit der Bewältigung von Behinderungen
im Alter. Sie zeigen die individuellen und sozialen Möglichkeiten der
Gestaltung von Altern auf.
www.altern-gestalten.de
Festakt zum Jahr der Astronomie
Zu einem öffentlichen Festakt zum Abschluss des Jahres der Astronomie laden
die Kepler-Gesellschaft und die Universitäten Tübingen und Stuttgart
am 27. November. Der Astronaut Thomas Reiter, Vorstand für Raumfahrt am
Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, wird über die „Mission
Astrolab – Faszination Raumfahrt“ sprechen.
27. 11., 16.00 Uhr, Uni-Bereich Stadtmitte, Hörsaal 17.01
Liste der Uni-Patente online
Ab sofort sind die aktuell erteilten Patente der Universität Stuttgart sowie
die über das Technologie-Lizenz-Büro (TLB) verwalteten Patente der
Uni Stuttgart unter folgendem link zusammengestellt:
www.uni-stuttgart.de/forschung/technologietransfer/patente.html
In der Reihe „Fragen an die Wissenschaft“, die die Universität
Stuttgart in Kooperation mit der Volkshochschule Stuttgart und der Stuttgarter
Zeitung veranstaltet, referieren im Herbst Prof. Schew-Ram Mehra über „Lärm,
die Kehrseite der Technik“ und Prof. Thomas Jocher zum Thema „2/3/4
- das neue Wohnen“. Schew-Ram Mehra, Inhaber des Lehrstuhls für
Bauphysik stellt in seinem Vortrag die Entwicklung und die Folgen des Lärms
für den Mensch und seine Umwelt dar und zeigt mögliche Schutzmaßnahmen
auf. Jocher, Direktor des Instituts Wohnen und Entwerfen, beschäftigt
sich in seinem Vortrag mit neuen Wohnformen, die durch neue Lebensstile und
Haushalstypen wie Mehrgenerationenwohnen entstehen. Die über lange Zeit
konstanten Lebensziele 2/3/4 (2 Kinder, 3 Zimmer, 4 Räder) gehören
der Vergangenheit an. Vor diesem Hintergrund ist der Architekt Jocher überzeugt,
dass langlebige, ästhetisch wertvolle Gebäude die größte
Nachhaltigkeit bieten, selbst wenn sie eine große Anfangsinvestition
erfordern.
Jeweils Dienstag von 19.00 bis 21.00 Uhr
„Lärm, die Kehrseite der Technik“ am 20.10.
„2/3/4 - das neue Wohnen“ am 24.11.
Ort: Stuttgart, Treffpunkt Rotebühlplatz 28
Das
Rennteam der Uni Stuttgart hat Anfang September beim diesjährigen Formula
Student Wettbewerb in Italien den Gesamtsieg errungen. Zudem gewann das Team
den Abarth Award und den Lamborghini Award und in zwei weiteren Disziplinen.
Der Gesamtsieg ist ein Hattrick im doppelten Sinne: Zum Einen gewannen die
Stuttgarter nun drei Jahre hintereinander den Formula Student Wettbewerb in
Italien, zum Anderen ist dies der dritte Sieg in Folge in diesem Jahr mit dem
F0711-4 getauften neuen Rennwagen. Für das Rennteam ist es sogar der fünfte
Sieg hintereinander (2008: Italien, Melbourne (Weltmeisterschaft); 2009: Silverstone,
Hockenheim, Italien). In der Wertung des Treibstoffverbrauchs wurde das Rennteam
der Uni Dritter. Dass das schnellste Auto eine derart gute Effizienz besitzt,
stellt eine besondere Leistung der Studierenden dar. „Ob das Rennteam
wie letztes Jahr wieder zu außereuropäischen Wettbewerben aufbrechen
kann, steht noch nicht fest, da derartige Auftritte teuer sind und dieses Jahr
Sponsorengelder der Industrie nicht leicht zu bekommen sind“, so Prof.
Michael Bargende vom Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen
der Uni Stuttgart, der das Team der knapp 40 Studierenden verschiedener Studiengänge
betreut. Noch hoffen er und das Team allerdings, dass das notwendige Geld zusammenkommt.
www.rennteam-stuttgart.de
In den nächsten Monaten wird die Zentrale Verwaltung durch die Firma
Booz & Company evaluiert. Die Firma hat bereits zahlreiche öffentliche
Einrichtungen, unter anderem die Uni Freiburg, unterstützt. Zur Zeit
werden Prozess-Experten für die Schwerpunktbereiche der Evaluation benannt,
in denen Befragungen und Workshops erfolgen sollen. „Die Evaluation
ist eine Chance für uns“, ist Uni-Kanzlerin Dr. Bettina Buhlmann überzeugt, „wenn
Prozesse transparenter und einfacher gestaltet werden können, profitieren
wir alle davon im Arbeitsalltag.“ Zum Ende des Jahres ist eine Versammlung
mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung geplant, um den
Stand der Untersuchung und erste Erkenntnisse vorzustellen.
www.verwaltung.uni-stuttgart.de/evaluation

Diana, die Göttin der Jagd, eine keltische Priesterin
und andere Skulpturen vergangener Kulturen sind zur Zeit in einer Ausstellung
im Rektoratsgebäude der Universität Stuttgart zu sehen. Die lebensgroßen
Figuren aus Stahl, Kupfer, Stein und Papier des Künstlers Hans Wartenberg
aus Staufen faszinieren durch ihre symbolhafte und mystische Ausstrahlung.
Die vom KunstKreisRektoramt veranstaltete Ausstellung läuft noch bis
Ende des Jahres.
Zeit: Montag bis Freitag, 8.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Uni-Bereich Stadtmitte, Keplerstr. 7, 1. OG
Ein-Liter-Flugzeug
Das Institut für Flugzeugbau der Uni Stuttgart (IFB) beteiligt sich am höchstdotierten
Flug-Wettbewerb der Welt, dem von der NASA ausgelobten „Green Flight Challenge“.
Dieses Rennen wird im Jahr 2011 bei San Francisco, USA, stattfinden. Die NASA
stellt dafür ein Preisgeld in Höhe von 1,5 Mio US-Dollar zur Verfügung.
Gesucht wird ein schnelles und gleichzeitig besonders effizientes Flugzeug. Es
muss mindestens 320 Kilometer weit mit einer Mindestgeschwindigkeit von 160 Kilometer
pro Stunde fliegen. Dabei darf es noch nicht einmal einen Liter Benzinäquivalent
pro 100 Kilometer verbrauchen. „Wir gehen nach Amerika, um dort zu gewinnen“,
sagt Prof. Rudolf Voit-Nitschmann vom IFB, „allerdings liegen noch zwei
Jahre harter Arbeit vor uns, um mit einem ‚siegfähigen’ Flugzeug
antreten zu können.“ Sein Team hat mit dem Bau des Flugzeugs, das
auf dem ebenfalls am IFB entwickelten Brennstoffzellen-Flugzeug Hydrogenius basiert,
bereits begonnen. Finanziert werden die Forschungsarbeiten zum elektrischen Fliegen
durch Spenden aus der Wirtschaft und durch das baden-württembergische Wissenschaftsministerium.
Zudem hoffen die Forscher auf weitere Sponsoren.
kontakt:
Prof. Rudolf Voit-Nitschmann, Institut für Flugzeugbau, Tel. 0711/685-62770,
e-mail: rvn@ifb.uni-stuttgart.de
impressum
Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität
Stuttgart
Konzept und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Birgit Vennemann, Ursula Zitzler
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstraße 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82122, Fax 0711/685-82188
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
www.uni-stuttgart.de/aktuelles/news
Letzte Änderung 07.10.2009 (ws)