20.691 Studierende sind in diesem Semester an der Universität Stuttgart eingeschrieben. Damit ist nach mehreren Jahren kontinuierlichen Anstiegs erstmals wieder ein leichter Rückgang zu verzeichnen; vor einem Jahr lag die Gesamtzahl noch bei 21.000. Die Statistik zählt 3.378 Ersteinschreiber (Vorjahr 3.610), darunter sind 1.171 Frauen (Vorjahr 1.074). Insgesamt sind 6.955 Frauen (Vorjahr 6.979) eingeschrieben und 5.234 Studierende aus dem Ausland (Vorjahr 5.476). Dass mehr Frauen unter den Ersteinschreibern gerade auch in Ingenieurfächern sind, wertet Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel positiv, wirbt doch die Universität Stuttgart seit vielen Jahren gezielt um weiblichen Nachwuchs. Mit einer gewissen Sorge beobachtet er allerdings den Rückgang der Anfängerzahlen in einigen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen: „Gerade in diesen Bereichen brauchen wir Nachwuchs”, betont er.
Studierendenentwicklung

Wie
baut man aus einem Wellpappe-Bogen ein Haus, in dem 15 Personen nächtigen
können? Dieser Herausforderung mussten sich die Studienanfänger
der Fakultät Architektur und Stadtplanung zu Beginn ihres Studiums stellen.
Die Aufgabe während der insgesamt viertägigen Aktion im Rahmen
des Erstsemester-Einführungskurses rührte an die Urfragen der Zunft:
Es galt, den Menschen zu behausen. Und dies möglichst schön, funktional
und originell, wie der betreuende Professor Peter Hübner betonte. Zur
Verfügung standen ein Stück Wellpappe sowie Baufolie.

Um
die Behausungen auf ihre Funktionstauglichkeit zu testen, sollten die Studieren
auch gleich in den Karton-Konstruktionen übernachten.
So entstand auf dem Campus Stadtmitte in nur wenigen Stunden eine fantasievolle
Budenstadt: Runde Jurten im Stil von Pfadfinderzelten oder ein Hauszelt,
dessen Wände zur Verstärkung wie eine Ziehharmonika gefaltet waren,
kunstvolle Rundschlösser und windschiefe Faltboxen. Andere ließen
sich von asymmetrischen Bauten in Barcelona inspirieren, von Sportstadien
oder auch von einem Eisenbahnwaggon. Dass an Schlaf kaum zu denken war, lag
jedoch weniger am Komfort der Bauwerke als an der abendlichen Party. „Auch
für den Zusammenhalt innerhalb der Gruppen hat die Aktion enormen Schub
gegeben“, erklärte Prof. Hübner.


* einmalig ausgesetzt,
** Einschreibung im Januar 2007
Studienanfänger im Haupfach vom Sommersemester
und Wintersemester 2006, ohne Promotions- und Zeitstudierende,
Stand 15.11.2006,
Abt. Berichtswesen
„Die Universität Stuttgart ist weiterhin auf
gutem Kurs“, befand Altrektor Prof. Dieter Fritsch zum Auftakt seines
letzten Rechenschaftsberichts. Seit vielen Jahren finanziert sich die Uni
zu über 40 Prozent durch eigene Aktivitäten im Bereich Forschung
und Entwicklung. Nach dem jüngsten Ranking des Statistischen Bundesamtes – bezogen
auf das Kalenderjahr 2004 – liegt sie mit durchschnittlich rund 398.000
Euro pro Professor bei der Einwerbung von Drittmitteln bundesweit auf dem
ersten Platz. Den zunächst sehr pessimistisch gesehenen Solidarpakt
zwischen Universitäten und Land, der nach zehn Jahren Ende Dezember
2006 abläuft, bezeichnete der Altrektor im „Nachhinein als ein
positives Strukturelement“. Trotz der geopferten 285 Vollzeitstellen
habe die Uni letztendlich von ihm profitiert, „da für einen langen
Zeitraum verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen gegeben waren“.
Im Hinblick auf den neu angedachten Solidarpakt über acht Jahre machte
Fritsch jedoch deutlich, dass den Landesuniversitäten keine weiteren
finanziellen Opfer aufgebürdet werden dürften. Erfreuliches gab
es von den verschiedenen Rankings zu berichten, bei denen sich die ingenieurwissenschaftlichen
Fächer in Lehre oder Forschung durchweg in der Spitzengruppe finden.
www.uni-stuttgart.de/
ueberblick/bilder_zahlen/statistik/rb/index.html
Knapp 7.000 Schülerinnen und Schüler hatten sich zum 15. unitag der Uni Stuttgart am Mittwoch, den 22. November angemeldet. Die jungen Leute kamen aus 225 Gymnasien der Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen. Gut nachgefragt waren alle Studiengänge, besonders groß war das Interesse in diesem Jahr am Lehramt und den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Nach der Begrüßung durch Prorektor Prof. Wolfgang Schlicht und der Zentralen Studienberatung erhielt der potentielle akademische Nachwuchs allgemeine Informationen über das Studium, Bewerbung und die Studienfinanzierung. Zahlreiche Vorträge gaben einen Überblick über die einzelnen Studiengänge.
Ein neuer Rektor, „erfreulicherweise“ eine
erste Kanzlerin, aber keine einzige Frau unter den Prorektoren, und auch „bei
den Wahlen zum Universitätsrat ist es zu meinem großen Bedauern
nicht gelungen, eine weitere Frau erfolgreich zu verankern“, kommentierte
die Gleichstellungsbeauftragte, Dr. Karin Thöne, den personellen Neuanfang
in der Führungsspitze der Universität. Entgegen dem bundesdeutschen
Trend sei allerdings in den letzten zehn Jahren die Anzahl der Studentinnen
in den Ingenieurwissenschaften an der Uni Stuttgart gestiegen. Der Frauenanteil
bei den Studierenden und im akademischen Mittelbau beträgt derzeit 33
beziehungsweise knapp 24 Prozent und liegt damit nahe dem für 2007 angestrebten
Ziel von 40 beziehungsweise 25 Prozent. Mit etwas über vier Prozent
statt der angestrebten zehn lasse der Frauenanteil bei den Professorinnen
jedoch noch zu wünschen übrig, betonte Thöne. Um in Zukunft
mehr Professorinnen zu gewinnen als zu verlieren, sei auch eine familienfreundliche
Uni gefordert, zu der das Gleichstellungsreferat unter anderem mit den Stuttgarter
Forschungsferien beiträgt sowie einer geplanten flexiblen Kinderbetreuung
für Notfälle und einem Betreuungsangebot für unter Dreijährige.
www.uni-stuttgart.de/gleichstellungsbeauftragte/ publikationen/bericht.html
Rund 350 geladene Gäste aus Politik,
Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, darunter zahlreiche Alumni, waren
der Einladung zur dritten Jahresfeier am 11. November gefolgt. Prof. Frank
Allgöwer, Direktor des Instituts für Systemtheorie und Regelungstechik,
nahm die Gäste mit auf eine spannende Reise in das Forschungsgebiet
der Systembiologie. „Die Universität ist im Aufbruch, packen wir´s
gemeinsam an!“, forderte Wolfram Ressel in seinem Ausblick zur Lage
der Universität. Zu den enttäuschenden Ergebnissen bei der ersten
Runde der Exzellenzinitiative sagte er, man hoffe nun auf die zweite Tranche.
Allerdings sei ein härterer Wettbewerb und - statistisch gesehen - eine
geringere Erfolgsquote zu erwarten. In Zukunft sollen Schwerpunkte gezielt
gefördert und die in Vaihingen ansässigen Fraunhofer- und Max-Planck-Institute
sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in eine fakultätsübergreifende,
horizontale, multidisziplinäre Forschung mit eingebunden werden.
Über
die Zukunft Europas diskutierten Politikwissenschaftler und Vertreter aus
Politik und Medien aus Italien und Deutschland bei dem Symposium „Italien
und Deutschland in Europa“, das vom Internationalen Zentrum für
Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart gemeinsam
mit dem Italienischen Generalkonsulat, dem italienischen Kulturinstitut und
dem Europa Zentrum Baden-Württemberg vom 30. November bis 1. Dezember
veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt des Symposiums standen die Ziele der Staatengemeinschaft
und die Rolle Italiens und Deutschlands innerhalb der Europäischen Union.
Das Symposium gehört zu den ersten Aktivitäten des neuen Italien-Zentrums
unter dem Dach des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung
(IZKT) der Uni Stuttgart. Das Zentrum soll den bisherigen „Italien-Schwerpunkt“ unterstützen.
Im Sommer wurde ein Abkommen für das Zentrum zwischen der Republik Italien,
der Universität Stuttgart und der Landeshauptstadt Stuttgart unterzeichnet.
Zu seinen Aufgaben zählen die Entwicklung interdisziplinärer Forschungsvorhaben
und der Ausbau eines Netzwerks mit italienischen Universitäten, insbesondere
mit kultur- und technikwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen. Das Stuttgarter
Italien-Zentrum ist das Zweite dieser Art in Deutschland. www.uni-stuttgart.de/izkt
kontakt: Prof. Georg Maag, IZKT, Tel. 0711/685-83113, e-mail: georg.maag@ilw.uni-stuttgart.de
Innovative Geschäftskonzepte gesucht
Um innovative
Ideen auf ein solides Fundament zu stellen, darf ein Businessplan nicht fehlen.
Deshalb schreibt bwcon mit dem Hightech Award CyberOne einen Businessplan-Wettbewerb
aus. Baden-Württemberg: Connected (bwcon) ist ein europäisches
Technologienetzwerk, zu dem sich über 400 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen,
Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen haben. Einsendeschluss
für den Businessplan zu einer innovativen Geschäftsidee ist der
8. Januar 2007. Unter den Jurymitgliedern sind als Vertreter der Uni Stuttgart
Prof. Dieter Fritsch und Prof. Werner Sobek.
www.cyberone.de
DJH-Preis für
wissenschaftliche Arbeiten
Anlässlich des Jubiläums „100
Jahre Jugendherberge“ im Jahr 2009 schreibt das Deutsche Jugendherbergswerk
(DJH) einen Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus, mit dem
Arbeiten aller Fachrichtungen mit Jugendherbergs-Bezug ausgezeichnet werden.
Fragestellungen können beispielsweise sein, wie Menschen in den verschiedenen
Epochen und Regionen im In- und Ausland Jugendherbergen erlebten oder welche
Geschichte die Gebäude der Jugendherbergen erzählen. Einsendeschluss
ist der 10. August 2007. 100jahre@jugendherberge.de
ab 1. Januar 2007: www.100-jahre-jugendherbergen.de
Datenbank für Förderinfos
Die Uni Stuttgart verfügt über
ein Abonnement für das kostenpflichtige Angebot der Servicestelle Elektronische
ForschungsförderInformation (ELFI) an der Ruhr-Universität Bochum.
Damit wird allen Mitarbeitern, mittels IP-Adressenprüfung des Rechners,
der Zugang zu dieser Datenbank ermöglicht. ELFI bietet umfassende Informationen
zur Forschungsförderung über Mittelbeschaffung und Sachfinanzierung
bis zu Programmen und Stipendien.
www.elfi.ruhr-uni-bochum.de .
Ab dem Sommersemester 2007 werden
die neuen Studiengebühren in Höhe von 500 Euro fällig. Wer
den Betrag im Rückmeldungszeitraum vom 15. Januar bis 15. Februar 2007
nicht überweist, wird zunächst gemahnt und – wenn keine Zahlung
erfolgt – exmatrikuliert. Zur Kasse gebeten werden alle Studierenden
in Baden-Württemberg, allerdings gibt es Ausnahmen wie beispielsweise
Eltern eines Kindes unter acht Jahren sowie diejenigen, deren zwei Geschwister
zur Zeit Studiengebühren zahlen oder schon sechs Semester gezahlt haben.
Noch unklar ist, wie und ob die Universität über die Befreiung
von Studierenden mit herausragenden Leistungen entscheidet. Ein Großteil
des Geldes wird auf die Studiengänge aufgeteilt. Generell haben alle
Studierende ein Mitspracherecht und können bei den Vertretern der Fachschaften
oder den Studiendekanen Vorschläge einreichen. Der Senatsausschuss Gebühren
und Entgelte, dem auch Studierende angehören, diskutiert, wie das Geld
verwendet wird und spricht eine Empfehlung für den Senat aus, der dann
die Entscheidung fällt.
Hotline des Ministeriums für Wissenschaft,
Forschung und Kunst 01805/863001,
e-mail: info@studiengebühren-bw.de
Die Flugzeugantriebe der Zukunft sollen noch ökonomischer
und ökologisch verträglicher sein. Das neue Kompetenzzentrum für
Turbinen von Fluggasturbinen an der Uni Stuttgart, in dem sich der Münchner
Triebwerkhersteller MTU Aero Engines mit den Instituten für Luftfahrtantriebe
und für Thermodynamik der Luft- und Raumfahrt der Uni Stuttgart zusammengetan
hat, wird hierzu wesentliche Impulse geben. Der Vertrag wurde am 27. November
unterzeichnet. Es ist das zweite dieser Art; das erste wurde an der TU München
eingerichtet.
kontakt:
Prof. Stephan Staudacher, Institut für Luftfahrtantriebe,
Tel. 0711/685-63520,
e-mail: stephan.staudacher@ila.uni-stuttgart.de
Durch die Eigeninitiative einiger Studierender entstand 1981 die Uni Big Band. Sie besteht heute aus Studierenden, Ehemaligen, Gästen und Mitarbeitern der Uni Stuttgart und ist ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Studium Generale. Mit Frédéric Rabold hat die Uni Big Band zudem einen musikalischen Leiter, der als Trompeter und Bigband-Leader internationale Anerkennung genießt. Das Repertoire der Uni Big Band reicht von klassischen Swingstücken über afro-cubanisch gefärbte Titel bis zu Kompositionen im Rock- oder Funkstil.
Der an der Uni Stuttgart entstandene Entwurf für ein zweisitziges Motorflugzeug überzeugte
die Jury des Berblinger Preises der Stadt Ulm. Das Team um Professor Rudolf
Voit-Nitschmann mit Len Schumann und Steffen Geinitz von der Fakultät
für Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie wies in einer Machbarkeitsstudie
nach, dass die Integration eines Brennstoffzellensystems in ein Flugzeug
möglich ist. Das Flugzeug, das seine Antriebsenergie aus der kalten
Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff bezieht, würde weder Abgase
noch Lärm produzieren und könnte dennoch bei den Flugleistungen
mit herkömmlichen Leichtflugzeugen konkurrieren. Dafür erhalten
die Stuttgarter Wissenschaftler nun den mit 12.000 Euro dotierten Berblinger-Preis
der Stadt Ulm. Der Entwurf soll bis 2011 realisiert werden. Der Flieger mit
dem schönen Namen Hydrogenius könnte dann das weltweit erste bemannte
Brennstoffzellenflugzeug werden.
www.ifb.uni-stuttgart.de

Der KunstkreisRektoramt im Studium Generale der Universität Stuttgart lädt zur Ausstellung „Ophion“. Die Geschichte von Ophion und Eurynome gehört zu den ältesten Schöpfungsmythen der europäischen Kulturgeschichte. Trotz ihrer Eindringlichkeit ist sie in Vergessenheit geraten. Der Künstler Martin Burkhardt hat diese Allegorie über Schöpfung und Verrat in seinem Druckgraphischen Zyklus „Ophion“ aufleben lassen. Die Bilder sind bis zum 30. März im Rektoramt, Keplerstr. 7, zu sehen.
Weihnachtsvorlesung Die Weihnachtsvorlesung des Instituts
für Anorganische Chemie hat schon Tradition. Ins Leben gerufen hat sie
seinerzeit Prof. Johann Weidlein, der sie lange Jahre hielt. Dieses Jahr
steht die letzte Vorlesung in der „Anorganischen und Allgemeinen Chemie
für Naturwissenschaftler“ unter dem Motto „Weihnachten – schön
bunt“. Die Professoren Dietrich Gudat und Thomas Schleid erläutern,
was hinter dem Spektakel steht, der Chemotechniker Jürgen Schmohl sorgt
dafür, dass die Versuche und das Feuerwerk glatt über die Bühne
gehen.
Dienstag, 19. Dezember 2006, 10.15 Uhr in Vaihingen,
Pfaffenwaldring
55, Hörsaal 55.22
Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Konzept
und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Birgit Vennemann, Ursula Zitzler,
Christa Feifel
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstraße
7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82122, Fax 0711/685-82188
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
www.uni-stuttgart.de/aktuelles/news
Letzte Änderung 15.12.2006 (ws)