
fußball und die wm im fokus der wissenschaft
Aus aktuellem Anlass lud die Universität Stuttgart unter dem Motto „Fußball und die WM im Fokus der Wissenschaft“ am Freitag, den 7. Juli zur Langen Nacht der Wissenschaft. Insgesamt beteiligten sich fast 100 Institute und Einrichtungen der Uni. Von 16.00 bis 2.00 Uhr nachts erlebten die Gäste Wissenschaft und Forschung zum Anfassen. Schülerinnen und Schüler informierten sich schon am Nachmittag über Studienfächer und schnupperten in Fachgebiete hinein. Absolventen ließen Kontakte zu ihrer früheren Ausbildungsstätte wiederaufleben. Kulinarische Genüsse und auch das Feiern kamen nicht zu kurz. Um 20.00 Uhr startete die Science-Party und das Feuerwerk der Chemiker sorgte für einen nächtlichen Höhepunkt. Die Veranstaltung, die am Vorabend des kleinen Finales der Fußball-WM in Stuttgart stattfand, ist übrigens die erste Lange Nacht der Wissenschaft, die die Uni Stuttgart in Eigenregie durchführte.
Besucher betrachten
einen Modellturm der Architekten.
Eine Simulation der
Informatiker zeigt, wie sich Methan und Ethan zueinander verhalten.

Die
Physiker bringen einen Globus zum Schweben und Zuschauer staunen über
die Experimente, die Dr. Wolf Wölfel in seiner Physik-Show präsentiert.
Auf Einladung des Instituts
für Sportwissenschaft sprach Erwin Staudt, Präsident des VfB
Stuttgart, darüber, welche Chancen und Risiken die WM für die
Fußballvereine bietet.
Alles dreht sich um Fußball –

Die Weltmeister der diesjährigen Robo-Cup-WM
aus Osnabrück spielen gegen den Vizeweltmeister, die CoPS (Cooperative
Soccer Playing Robots Stuttgart) vom Institut für Parallele und Verteilte
Systeme IPVS der Uni Stuttgart .In der Chemie wird die Zusammensetzung
des Fußballes analysiert, 
beim Konstruktionswettbewerb des
Instituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik haben
die Teilnehmer einen Elfmeterschützen gefertigt (links) und das Institut
für Automatisierungs- und Softwaretechnik lud zum „Automatisierten
Fußball“ (unten).
Im April stellte das Prüfungsamt den Organisatoren von Prüfungen an der Uni ein System für die online-Notenverbuchung vor, mit dem die Prüfer über eine Web-Applikation die Listen der Prüfungsteilnehmer abrufen und die Noten dem Prüfungsamt online übermitteln können. Das System fand breite Zustimmung bei den Beteiligten; einige Verbesserungswünsche werden in die Entwicklung der endgültigen Version mit einfließen. Auch der anschließende Testlauf des Systems mit einigen Instituten der Informatik war erfolgreich. Deshalb ist nun vorgesehen, die online-Prüferfunktion für alle im Zentralen Prüfungsamt verwalteten Studiengänge im Herbst 2006 einzuführen. Mit dem PIN/TAN-Verfahren, ähnlich wie beim Online-Banking, erhalten die Prüferinnen und Prüfer dann die Berechtigung zur Notenerfassung und -übermittlung. Sobald das neue System für die Prüfer funktioniert, laufen die Arbeiten zur Einführung der online-Anmeldung und -Notenabfrage für Studierende an.
kontakt
Walter Nohlen Tel. 0711/685-82230
walter.nohlen@verwaltung.uni-stuttgart.de
Am Institut für Mechanische Verfahrenstechnik wird eine neue Stiftungsprofessur für mechanische Trennprozesse eingerichtet. Die von der Firma Mann und Hummel GmbH aus Ludwigsburg für die Dauer von zehn Jahren mit einem Gesamtvolumen von deutlich über einer Million Euro geförderte Professur soll in die Studiengänge Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und den Master-Studiengang WASTE eingebunden werden. Die Reinigung von gasförmigen und flüssigen Strömen vor allem im Automobilbereich ist aktuell von wachsender Bedeutung. Gerade auf diesem Gebiet soll durch die neu eingerichtete Professur, für die zur Zeit das Berufungsverfahren läuft, die Forschung ausgebaut werden.
neu: gebäudeenergetik-institut
Rund zehn Jahre nach der Einrichtung des Stiftungslehrstuhls für Heiz- und Raumlufttechnik am Institut für Kernenergetik und Energiesysteme der Universität Stuttgart geht aus diesem Lehrstuhl das eigenständige Institut für Gebäudeenergetik hervor. Seit April ist der Lehrstuhlinhaber Professor Michael Schmidt Leiter des Instituts. Das neue Institut soll auf die schon bestehenden Forschungsarbeiten aufbauen, wie zum Beispiel die Verbesserung des thermisch-energetischen Standards der Anlagentechnik als Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionen. Denn in Deutschland entfällt auf den Betrieb von Gebäuden ein Anteil von rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und ein ähnlich hoher Anteil an den energiewandlungsbedingten Emissionen. Am 28. September soll die Institutsgründung mit einem Festakt gefeiert werden.
www.lhr.ike.uni-stuttgart.de/index.html
Ob in Bibliotheken, Archiven, Museen oder in der Wirtschaft, die Suche nach geeigneten Technologien für die langfristige Aufbewahrung digitaler Daten gewinnt an Bedeutung. Zu den zukunftsweisenden Ansätzen auf diesem Forschungsfeld gehören laserbasierte Belichtungstechnologien. Technik und Anwendungsmöglichkeiten eines Laserbelichters, mit dem sich digitales Kulturgut sichern lässt, standen im Mittelpunkt eines Kolloquiums, das Ende Juni an der Universität Stuttgart unter dem Titel „Eine ARCHE zur Rettung digitalen Kulturguts“ stattfand. Entwickelt wurden die Technologien im Rahmen des Projekts ARCHE unter Beteiligung des Fraunhofer Instituts für Physikalische Messtechnik, der Universitätsbibliothek Stuttgart und des Landesarchivs Baden-Württemberg.
Ende September ist die Außensanierung der Hörsäle 17.01 und 17.02 des Kollegiengebäudes II geplant, die Abdeckung wird bis zum Rohbau abgetragen, ein neuer Belag soll für Dichtigkeit sorgen. Da mit Lärm zu rechnen ist, finden während der Bauphasen keine Vorlesungen und Prüfungen in den Hörsälen statt. Bis Ende des Jahres soll die Sanierung abgeschlossen sein.
Drei Fragen an Hans-Jürgen
Link, der im Mai die Leitung des
Dezernats für Finanzen an der Uni Stuttgart übernommen hat.
Das
kaufmännische
Rechnungswesen wird an der Universität Stuttgart eingeführt -
zunächst in der Zentralen Verwaltung, später bei den weiteren
Einrichtungen. Wie wurde denn bisher gebucht?
Die
in der öffentlichen
Verwaltung bisher übliche Form der Buchhaltung nennt sich Kameralistik.
Verbucht werden dabei nur die tatsächlichen Geldflüsse. Wird
ein Beamer gekauft, wird dafür im Jahr des Kaufs die Bezahlung der
Rechnung gebucht. Das war’s. Zweck der Kameralistik ist einzig und
allein, die rechtmäßige Verwendung der Mittel zu dokumentieren.
Weshalb
wird das neue System eingeführt?
Eine ökonomische
Betrachtungsweise setzt sich in der Öffentlichkeit durch: Die Bürger
erwarten für ihre Steuern einen Gegenwert, der nicht nur rechtmäßig,
sondern auch effizient erbracht werden soll. In der Wirtschaft gibt es
dafür schon lange das kaufmännische Rechnungswesen. Dabei fallen
zwei Buchungen an, nicht nur über den Abfluss des Kaufpreises vom
Geldkonto, sondern auch darüber, dass ein Vermögenszuwachs entstanden
ist. Zurück zum Beispiel:
Erst im Laufe der Jahre verliert der Beamer
seinen Wert, er wird abgeschrieben. So lässt sich ein Überblick über
die Vermögenssituation gewinnen und am Ende eines Geschäftsjahres
periodengerecht ablesen, ob ein Gewinn oder ein Verlust erwirtschaftet
worden ist.
Wann beginnt die Umstellung
in der Zentralen Verwaltung?
Die
Projektarbeit startet Mitte Juli. Unterstützt wird die Umstellung
durch die Software der SAP AG.
Hans-Jürgen
Link (47)
begann nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche
Verwaltung in Kehl seine berufliche Laufbahn im Kreiskrankenhaus Freudenstadt
im Personalbereich, nach Tätigkeiten an anderen Krankenhäusern,
unter anderem auch als Prüfer bei der Gemeindeprüfungsanstalt
Baden-Württemberg, war er zuletzt Betriebsleiter der Enzkreis-Kliniken
gGmbH mit insgesamt 830 Beschäftigten.
Ab sofort gilt an der Uni Stuttgart: Alle Gebäude und Räume sind rauchfrei. Nichtraucherschutzkonzepte für sämtliche Universitätsgebäude wurden erstellt, für die Raucher wurden eigens gekennzeichnete Raucherzonen im Freien eingerichtet. Auch das Studentenwerk wird mitziehen und in allen Cafeterien spätestens zu Beginn des Wintersemesters 2006/2007, in einzelnen Bereichen auch schon früher, ein generelles Rauchverbot erlassen. Raucherräume in den Gebäuden sollen die Ausnahme bleiben. Wer einen Sozialraum für Raucher im Gebäude einrichten möchte, sollte sich an die Projektleitung Nichtraucherschutz wenden. Flure, Eingangsfoyers, Treppenhäuser, Fluchtwege und Fluchtbalkone kommen als Raucherzonen nicht in Frage.
kontakt
Projektleitung Nichtraucherschutz, Andrea Laber Tel. 07711/685-63026,
andrea.laber@verwaltung.uni-stuttgart.de
Hannes Genze, Maschinenbau-Student an der Uni Stuttgart, siegte bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften (IDHM) am 25. Juni im Mountainbike Marathon der Herren. Der amtierende Europameister und Titelverteidiger fuhr die 120 Kilometer lange Strecke in vier Stunden und 30 Minuten – 18 Minuten schneller als der Zweitplatzierte aus Darmstadt – und wurde bei der Zieleinfahrt von den Zuschauern begeistert gefeiert. Auch die Handballer der Uni Stuttgart waren erfolgreich, sie erreichten bei den IDHM den vierten Platz. Schon Ende Mai bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften punkteten die Uni-Sportler. Beim Geräteturnen errang die Mannschaft der Stuttgarter Uni in der Sechskampf-Kür den Meistertitel.
www.hochschulsport.uni-stuttgart.de, www.adh.de
Im K II entsteht ein neuer Treffpunkt für Studierende. Aus einer eigens entworfenen Konstruktion aus mit Holzplatten bedeckten Getränkekisten bauen zur Zeit Studierende im K II den Treffpunkt Uni-WG. Vorgänger war die Uni-WG, die die Studierenden im Zuge der Studentenproteste gegen die Studiengebühren im letzten Jahr eingerichtet hatten. Nachdem diese abgebaut werden musste, stimmte das Rektorat dem Wunsch der Studierenden zu, dass dort unter bestimmten Auflagen ein neuer Treffpunkt entstehen könnte. Dafür wurde ein kleiner Entwurfwettbewerb unter den Studierenden veranstaltet, bei dem Till Mache, Student der Kunstakademie, mit seinem Entwurf am meisten überzeugen konnte. Fragen zum Brandschutz müssen noch geklärt werden, danach wollen die Studierenden zur Einweihungsparty einladen. Ein dreimonatiger Probebetrieb soll dann zeigen, wie sich der Treffpunkt bewährt.
Sogar in der Pipe-Band-Szene der USA ist die Stuttgart University Pipe Band bekannt. Deshalb ist es keine Seltenheit, dass Angehörige der US-Armee, wenn sie in Deutschland stationiert sind, Kontakt zur Band aufnehmen und mitspielen. Ein Captain der Air Force kommt sogar regelmäßig aus Rothenburg ob der Tauber zu den Übungsabenden an die Uni Stuttgart. Die finden im Sommer übrigens draußen auf dem Parkplatz am Vaihinger Campus statt. Regelrecht abgesahnt hat die Stuttgart University Pipe Band bei dem internationalen Wettbewerb der Open Bag Pipe Association of Germany am 10. Juni in Xanten. Die Band unter dem Dach des Studium Generale der Universität Stuttgart, die traditionelle schottische Musik auf der Great Highland Bagpipe, der schottischen Side Drum sowie auf Tenor- und Basstrommeln spielt, hat gleich drei Preise, darunter einen ersten Preis und zwei zweite Preise in unterschiedlichen Kategorien, mit nach Hause gebracht. Übrigens, ein neuer Anfänger-Kurs „Piping“ beginnt am 18. September und das nächste Konzert findet am 22. Oktober statt.
kontakt
Oliver Goebel, goebel@cert.uni-stuttgart.de oder www.uni-stuttgart.de/pipeband/de/contact/contact.htm und www.supb.de
Die
Linguistic Summer School lockt jedes Jahr Studierende und Wissenschaftler
aus der ganzen Welt, von Japan bis Brasilien, an die Uni Stuttgart. Unter
dem Titel „Micro-
and Macrovariation“ findet sie in diesem Jahr vom 14. August bis
zum 3. September an der Universität Stuttgart statt. 23 Kurse behandeln
Themenbereiche von Syntax über Semantik und Psycholinguistik bis zu
Sprachwandel. Ausgerichtet wird die Linguistic Summer School vom Institut
für Linguistik, Abteilung Anglistik gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft
für Sprachwissenschaft und „Generative linguistics in the old
world.
www.ifla.uni-stuttgart.de/summerschool2006/index.shtml
sofia wird fliegen
Anfang Juli hat die NASA entschieden, das deutsch-amerikanische Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie (SOFIA) weiter zu betreiben, so dass nun der Fertigstellung der fliegenden Sternwarte nichts mehr im Wege steht. Die NASA hatte Anfang des Jahres 2006 einen Finanzplan vorgelegt, in dem für SOFIA keine Mittel mehr vorgesehen waren und bescherte dem Projekt damit turbulente Zeiten. „Doch nun kann davon ausgegangen werden, dass SOFIA noch in diesem Jahr fliegen wird“, freut sich Prof. Hans-Peter Röser, Leiter des Deutschen SOFIA Instituts der Universität Stuttgart. An dem Projekt sind mehrere Uni-Institute, Firmen und der Flughafen Stuttgart beteiligt.
impressum
Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Konzept
und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Birgit Vennemann, Ursula Zitzler,
Christa Feifel
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82176, Fax 0711/685-82188
e-mail:
presse@uni-stuttgart.de
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ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
http://www.uni-stuttgart.de/aktuelles/news
Letzte Änderung 20.05.2006 (ws)