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| inhalt news 03/ 2001
Wieder ist die Universität Stuttgart ein Stück näher zusammengerückt. Zwei Neubauten für drei Institute wurden am 22. November in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Erwin Teufel feierlich eingeweiht. Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit, die Fixsterne der Landeshaushaltsordnung, kennzeichnen die Gebäude der Institute für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF), für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) und für Fertigungstechnologie keramischer Bauteile (IFKB) auf dem Vaihinger Campus. "Die Zukunft baut man", erinnerte Oberfinanzpräsident Dieter Riempp, der die über 4.000 Quadratmeter Labor- und Büroflächen zugleich als hervorragendes Beispiel "schwäbischer Sparsamkeit" (zwei für drei) lobte. Das Unibaumt, das auch die architektonischen Leistungen erbracht hatte, konnte die veranschlagte Bausumme um zwei Millionen auf knapp 38 Millionen Mark unterschreiten. Doch wegen der Sparsamkeit der öffentlichen Haushalte sei man als Bauherr bei den ausführenden Firmen nicht immer erste Wahl, erinnerte Unibauamtschef Klaus Schmiedek in seinem "Baubericht mit Schlüsselübergabe". Statt des obligatorischen Schlüsselwechsels durften Ministerpräsident Teufel und Uni-Rektor Fritsch eine Torte in der Form der Neubauten anschneiden. Universität Stuttgart und die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft bilden in den Worten des Ministerpräsidenten schon heute ein "ideales Kompetenzzentrum". Mit dem Umzug der drei Institute sei die bauliche Entwicklung aber noch nicht an ihr Ende gekommen, erinnerte der Rektor und entwarf den Plan eines "Produktionstechnischen Zentrums". Auch der Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT), Prof. Hans-Jörg Bullinger, griff die Zentrums-Idee in seiner Darlegung der gemeinsamen Leistungen von Universität und Fraunhofer-Gesellschaft auf. "Große Zentren entwickeln eine eigene Dynamik und haben Strahlkraft", betonte er. "Wir müssen unsere Stärken stärken." Baubeginn war im Oktober 1998, Richtfest konnte exakt ein Jahr später gefeiert werden und im August 2001 konnten die Nutzer bereits mit dem Einzug beginnen. Der dreigeschossige Bau mit einer Hauptnutzfläche von exakt 4.144 Quadratmetern vereinigt unter einem Dach sowohl eine Halle mit Versuchsfeldern für organisatorische und technologische Fragestellungen aus dem Produktionsbereich für Industriebetriebe einschließlich einer Modellfabrik als auch Laborräume mit einem hohen Anteil an EDV-Ausstattung, sogenannte "Bürolabors". Die beiden Institute sind in sich abgeschlossen jeweils in einer Nutzungsspange untergebracht; durch zwei Stege verbunden - im Norden zu einem öffentlichen Bereich (Foyer) erweitert - umschließen sie einen Innenhof. Das Foyer kann in Verbindung mit dem Innenhof und den angrenzenden Großräumen (Seminarraum, Medienzentrum) als Veranstaltungsort dienen.
"In den Wirren des Bauernkriegs Jerg Ratgeb und der Herrenberger Altar" ist das Thema einer multimedialen CD-ROM aus Stuttgart, die im November bei der Endausscheidung des Prix Möbius International in Peking prämiert wurde. Die lehrreichen Silberscheiben sind das Ergebnis eines interdisziplinären Projekts der Stiftung Artentity aus Sindelfingen und des Historischen Instituts der Universität Stuttgart und präsentieren mit vielen hundert Bildern und Karten, mit Audio- und Videosequenzen sowie fundierten Darstellungen das Hauptwerk Jerg Ratgebs. Der Herrenberger Altar gilt als wichtigste Arbeit Jerg Ratgebs, der 1526 wegen seiner Teilnahme am Bauernkrieg gevierteilt wurde. In der Stiftskirche Herrenberg bildete der Altar zusammen mit dem Chorgestühl ein vielfach verwobenes Gesamtkunstwerk, dessen Konzeption die Brüder vom gemeinsamen Leben entwickelt hatten. Die Einheit dieses Kunstwerks ist heute zerrissen: der Altar wurde 1890 verkauft und befindet sich in der Staatsgalerie Stuttgart; das Chorgestühl ist zwar an Ort und Stelle erhalten, doch nicht in der ursprünglichen Anordnung. Die Stuttgarter CD-ROMs waren bereits in der Kategorie "Wissenschaft und Technik" des nationalen Prix Möbius in Deutschland erfolgreich. In Peking erhielt das Werk eine von drei speziellen Erwähnungen der Jury, die besonders die mediale Aufbereitung eines wissenschaflichen Themas und den interdisziplinären Ansatz hervorhob. Bereits am ersten Veranstaltungstag konnten zwei Studierende des Historischen Instituts der Universität Stuttgart und die Herausgeber die CD-ROMs vor einem vollbesetzten Auditorium vorführen. Daß die Autoren schließlich als einzige deutsche Teilnehmer von der Jury ausgezeichnet wurden, ist angesichts der Konkurrenz ausschließlich professioneller und hoch budgetierter Produktionen vor allem französischer und chinesischer Autoren bemerkenswert. Die Organisation des Wettbewerbs in Peking stand in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation und der erfolgreichen Bewerbung für die olympischen Spiele 2008. Entsprechende Resonanz erzielte die sehr professionell durchgeführte Veranstaltung auch in der chinesischen Öffentlichkeit. Zeitungen und Fernsehen berichteten täglich über das Geschehen. www.artentity.de/ratgeb/presse
Die Universität
Stuttgart und der Internationale Studenten- und Akademiker Club Stuttgart
e.V. laden im Januar erstmals gemeinsam zum 47. Ball der Nationen. In der
Stuttgarter Liederhalle wird den tanzfreudigen Ballbesuchern am 26. Januar
ab 20 Uhr gehörig eingeheizt werden. Im Beethovensaal spielt die Studio
Selection Big Band und im Foyer die Night&Day Band; The Fat Harrys
Band und Fitzgerald Edwards & Friends sorgen für die musikalische
Note im Silcher- und Mozartsaal. Karten gibt es bei Alumni-International
in der Geschwister-Scholl-Straße oder im i-Punkt
beim Hauptbahnhof oder im Kartenhäusle in der Geißstraße. Die reguläre
Eintrittskarte kostet 50 Euro, für Studierende 25 Euro und die Laufkarte
gibt es für 12 Euro.
Studierende der
Politikwissenschaften, Geschichtswissenschaften und
Wirtschaftswissenschaften können sich für das Studienjahr 2002/03 beim
DAAD für die Teilnahme an einem Studienprogramm mit akademischer
Betreuung in Frankreich noch bis zum 31. Januar 2002 bewerben. Das Angebot
gilt für Studierende, die ihre Zwischenprüfung/ Diplomprüfung bis zum
Ende des WS 2001/02 abgeschlossen haben. Anträge gibt es bei der
Abteilung Internationale Angelegenheiten in der Geschwister-Scholl-Straße.
"Praktika und
Berufseinstieg" lautet das Thema des diesjährigen Infomarkts für
Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerlnnen. Er wird von
"Magister und Arbeitswelt" der Universität Stuttgart
veranstaltet und findet am 22. Januar 2002 in der Keplerstraße 17 im
Untergeschoß von 12.30 bis 16.30 Uhr statt. Eingeladen sind alle
Studierenden und frisch Examinierten der besagten Studiengänge. Der
Infomarkt bietet Kontakte zwischen Studierenden und Arbeitgeberlnnen und
möchte so zum reibungslosen Obergang vom Studium ins Berufsleben
beitragen. Neben persönlichen Gesprächen an den Ständen werden
Kurzvorträge zu den Berufsbildern der Unternehmen angeboten.
"Magister und Arbeitswelt" organisiert als Projekt der
Universität Stuttgart Podiumsgespräche mit Berufspraktikern, vermittelt
und betreut Praktika und bietet Bewerbungs-, Moderations- und
Präsentationstraining an. Der lnfomarkt zu den Themen Praktika und
Berufseinstieg bietet eine sinnvolle Alternative zu den kommerziellen
Recruitingveranstaltungen. Die Teilnahme ist für alle Interessierten
kostenlos, eine Voranmeldung nicht erforderlich.
Der Deutsche
Akademische Austauschdienst (DAAD) gewährt für deutsche Graduierte und
Promovierte von Hochschulen mit einem Abschluß in Naturwissenschaften,
Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften und
Architektur innerhalb seines Programms "Zwei Jahre Sprache und Praxis
in der Volksrepublik China" für die Zeit vom 1. September 2002 bis
30. Juni 2004 Stipendien in Höhe von zur Zeit maximal 1.700 Euro
monatlich. Zum Zeitpunkt der Bewerbung (9. Januar 2002) darf der
Studienabschluß nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
Bewerbungsunterlagen sind bei den Internationalen Angelegenheiten erhältlich
Daß die Zeichnung dem Foto auch überlegen sein kann, belegt eine Sammlung handkolorierter Insektenbilder im Foyer der Universitätsbibliothek. Die Ausstellung "Fühler, Flügel, Legestachel - alte Insektenbilder" zeigt originale Federzeichnungen von Insekten aus dem Fundus eines Lehrers des 19. Jahrhunderts. Farbenfroh, ästhetisch ansprechend und lebendig hat sich ein Lehrender sein eigenes entomologisches Lehrwerk geschaffen, das wohl auch im Unterricht gebraucht wurde. Naturinteressierte und Insektenkenner können die Zeichnungen noch bis zum 9. Februar zu den Öffnungszeiten der Bibliothek genießen.
Der Ingenieur Eladio Dieste ist bekannt geworden durch seine kühnen Schalenkonstruktionen aus bewahrtem Mauerwerk. Sein Werk ist wegen der einzigartigen Verwendung des Materials Ziegel, die alle konventionellen Maßstäbe sprengt, als die Leistung eines ausgesprochenen Individualisten einzustufen. Mit einer ausgeklügelten, dabei aber verblüffend einfachen sowie in der handwerklichen Tradition seines Heimatlandes Uruguay verwurzelten Verarbeitungstechnik, erzeugte er Bauwerke von einer erstaunlichen plastischen Suggestivkraft. Diestes Arbeit ist ein überzeugendes Beispiel für die enge Verknüpfung von architektonischer Form, Material, Konstruktion und Herstellungsverfahren und stellt gleichzeitig ein einzigartiges Beispiel dar für die Beschreitung neuer Wege bei der Anwendung eines mehrere Jahrtausende alten Materials. Die Ausstellung wird am 17. Januar im Foyer Pfaffenwaldring 7 in Vaihingen eröffnet und kann dort bis zum 14. Februar besucht werden.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird ihre Publikationsförderung umstellen. Nicht mehr das einzelne Buch, sondern die Publikation, die im Rahmen eines Projektes entsteht, wird nun gefördert. Mit dieser Änderung will die DFG dazu beitragen, in allen wissenschaftlichen Disziplinen die jedem Projekt angemessene Form der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang können Dissertationen jedoch nur noch in Ausnahmefällen gefördert werden. Anträge auf Druckbeihilfen in der bisherigen Form können noch für eine Übergangsfrist bis zum 31. März 2002 gestellt werden. www.dfg.de/aktuell/index.html
Weihnachten
geschichtlich
Herausgegeben im
Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Zur AuswahlseiteReferat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Keplerstraße 7
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| Letzte Änderung: 17. Dezember 2001 (eng) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||