science 03/2007

 

Globale Erwärmung - lokale Szenarien

Reichenau

muendungAuf weltweiter Ebene kann die zukünftige Entwicklung des Klimas mit Hilfe globaler Zirkulationsmodelle inzwischen relativ gut berechnet werden. Ob die Überschwemmungen und Hitzewellen der letzten Jahre tatsächlich Anzeichen einer Klimaänderung sind und ob solche Extremereignisse künftig häufiger eintreten, ist schon wesentlich unsicherer. Möchte man gar wissen, wie sich die Situation ganz konkret in Überlingen am Bodensee entwickelt, stoßen die Modelle definitiv an Grenzen. Für konkrete Maßnahmen in Sachen Gewässerschutz wären aber gerade solche regionalen Daten entscheidend. Wissenschaftler des Instituts für Wasserbau der Universität Stuttgart suchen im Rahmen des Projekts Bodensee-Online und des EU-Projekts „ENSEMBLES“ (ENSEMBLE-based Predictions of Climate Changes and their impacts) nach einer Lösung des Problems.

Gewisse Aufschlüsse auf die regionale Entwicklung geben die Analysen der Zeitreihen von meteorologischen Beobachtungen, wie sie von Prof. András Bárdossy, Inhaber des Lehrstuhls Hydrologie und Geohydrologie am Institut für Wasserbau, in einem früheren Projekt im Einzugsgebiet des Rheins durchgeführt wurden. Dabei zeigte sich, dass insgesamt alle Jahreszeiten wärmer geworden sind. Allerdings steigen die Temperaturen im August signifikant stärker an als im Jahresmittel, was die Wasserflächen öfter austrocknen lässt und die Luft noch stärker aufheizt. Zudem lassen die Zeitreihen feuchtere Winter und trockenere Som-mer erwarten. Im Sommer sind häufiger zeitlich begrenzte Starkregen zu befürchten, während im Winter aufgrund der temperaturbedingten Abnahme des Schneeanteils mit einem beschleunigten Abfluss des Wassers sowie mit einer Zunahme von Hochwassersituationen gerechnet werden muss. Von besonderer Brisanz, bisher jedoch kaum untersucht, ist die Änderung des Windfeldes am Bodensee. Dieses beeinflusst den Energieeintrag in das Gewässer, der durch die Reibung des Windes an der Wasseroberfläche verursacht wird und für die Entstehung und Höhe der Wellen verantwortlich ist. Entscheidend hierbei ist neben der Windstärke auch die Dauer eines Sturmes. „Es braucht eine Zeit lang, bis eine ein große Wassermenge wie am Bodensee in Bewegung kommt“, erklärt Bárdossy. Im Rahmen des Bodensee-Online Projektes wurden Modelle entwickelt, die das interne Verhalten des Sees, also Wellen, Durchmischung, Strömungsverhältnisse und Wasserqualität, berechnen können. Änderungen der Antriebskräfte führen zwangsläufig zu Änderungen dieser Prozesse. Messungen bei Konstanz und Friedrichshafen lassen darauf schließen, dass sich die Windverhältnisse am Bodensee bereits verändert haben, wobei die Entwicklung je nach Lage und Windrichtung uneinheitlich ist. Um aus globalen Szenarien wie Höhenwindmodellen lokale Aussagen ableiten zu können, setzten die Stuttgarter Wissenschaftler auf das so genannte Downscaling.

wettermodelBei dieser Methode werden grobe Skalen auf feinere „umgerechnet“, welche die lokalen Details berücksichtigen. Dabei wird eine typische Großwetterlage mit ihrem spezifischen Wetter nach bestimmten Mustern klassifiziert. Vergleicht man nun aktuelle Beobachtungen in einem regionalen Raum mit diesen Klassen, so lassen sich daraus lokale Szenarien ableiten. Ziel der Wissenschaftler ist ein stochastisches Modell, das typische Zeitreihen der möglichen Zukunft beschreibt.

kontakt:
Prof. András Bárdossy, Tel. 0711/685-64663
Andras.Bardossy@iws.uni-stuttgart.de

 

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preis für simulation

EOxSim2Die Forscher Bernhard Eckl, Dr. Jadran Vrabec sowie Prof. Hans Hasse vom Institut für Technische Thermodynamik und Thermische Verfahrenstechnik (ITT) der Universität Stuttgart haben die „Industrial Fluid Properties Simulation Challenge (IFPSC) 2007“ gewonnen. Bei dem internationalen Wettbewerb waren Eigenschaften des industriell wichtigen, aber hoch gefährlichen Stoffs Ethylenoxid per Simulation vorherzusagen. Die Arbeiten sind unter anderem Teil des Sonderforschungsbereichs (SFB) 716 „Dynamische Modellierung von Systemen mit großen Teilchenzahlen“ sowie des Transferbereichs 66 „Molekulare Modellierung und Simulation zur Vorhersage von Stoffdaten für industrielle Anwendungen“, bei denen die Universität Stuttgart Sprecherhochschule ist und fließen auch in das neue Exzellenzcluster „Simulation Technology“ ein. Der Wettbewerb hat das Ziel, die Daten wichtiger industrieller Stoffe mit Methoden der molekularen Simulation möglichst genau vorherzusagen. Bei Ethylenoxid ist dies besonders interessant, weil experimentelle Arbeiten mit dem Stoff schwierig sind. Molekulare Methoden dagegen funktionieren auch bei extremen Bedingungen, bei Ethylenoxid sind diese zum Beispiel für Sicherheitsstudien wichtig. Die Simulationen liefern so einen Beitrag, die Produktionsverfahren noch sicherer und effizienter zu machen. Die Stuttgarter Wissenschaftler erreichten 331 von 350 Punkten. Damit wurde in praktisch allen Kategorien die Genauigkeit eines Experiments erreicht.

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Prof. Hans Hasse, Tel. 0711/685-66105,
hasse@itt.uni-stuttgart.de

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holografische zelljagd

In der Biomedizin, der Mikrosystemtechnik und der Mikrochemie ist es erforderlich, winzige Objekte berührungsfrei zu manipulieren und abzubilden. Dabei werden die Teilchen mit Hilfe von optischen Pinzetten eingefangen und mit modernen optischen Verfahren abgebildet. Im Rahmen des BMBF-Projekts AZTEK entwickelt das Institut für Technische Optik der Uni Stuttgart ein System zur verbesserten Abbildung und Manipulation von transparenten Objekten. Die holografische Pinzette arbeitet im zellschonenden nahen Infrarotbereich. Durch die Kombination mehrerer Bilder, die in schneller Folge mit durch den Lichtmodulator erzeugten Filtern gewonnen werden, sollen erweiterte Darstellungen von transparenten Objekten ermöglicht und Bildfehler korrigiert werden.

zellen

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Dr. Tobias Haist, Tel. 0711/685-66069
haist@ito.uni-stuttgart.de

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doppelkarrieren und liebe

Wie lassen sich Doppelkarrieren im Wissenschaftsbetrieb mit einer Zweierbeziehung unter einen Hut bringen und wie fühlen sich die Paare dabei? So lautet vereinfacht die Frage, die Marlen Schulz in ihrer Dissertation am Institut für Sozialwissenschaften der Uni Stuttgart stellen möchte. Gerade bei Hochschulmitarbeitern mit festgelegten Altersgrenzen, befristeten Arbeitsverträgen, Auslandsaufenthalten und restriktiven rechtlichen Rahmenbedingungen können private Wünsche und Ziele schnell in den Hintergrund treten. Wenn zusätzlich der Partner oder die Partnerin beruflich stark engagiert ist, kommt es schnell zu Konflikten. Für die Studie sucht Schulz Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die in einer festen, kinderlosen Beziehung leben und deren Partner ebenfalls über einen akademischen Abschluss verfügen sowie berufstätig sind.

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Marlen Schulz, Tel. 0711/685-84296
marlen.schulz@soz.uni-stuttgart.de

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patente uni

PULVERMISCHER

Das Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb der Uni Stuttgart hat die Lasersinter-Verfahren für die Bereiche Rapid Prototyping und Rapid Manufacturing entscheidend weiterentwickelt. Kern der Erfindung ist eine spezielle Mischvorrichtung, die die heterogene Zusammensetzung des notwendigen Pulvers steuert. Dadurch werden Materialeigenschaften wie Druck- beziehungsweise Zugbelastung, Sprödigkeit oder Elastizität in einem Werkstück realisiert.
hsiller@tlb.de


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3d-mammographie

brustkrebsDie Dichte des weiblichen Brustgewebes hat Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken. Constanza Lampasona forscht am Institut für Rechnergestützte Ingenieursysteme der Universität Stuttgart an einer Weiterentwicklung der digitalen Mammographie, die es erlaubt, die Brustdichte über ein rechnergestütztes Verfahren zu ermitteln und zu visualisieren. Damit kann das Tumorrisiko präziser prognostiziert werden. Die Wissenschaftlerin betrachtet die Brustzusammensetzung als eine dreidimensionale mammographische Dichte. Gesucht sind die Mengenanteile unterschiedlicher Gewebe in einem radiographischen Bild, die der tatsächlichen Zusammensetzung der Brust entsprechen. Damit die Aufnahmen über die Jahre hinweg verglichen werden können, entwickelte Lampasona eine Methode, die es ermöglicht, die Entstehung und Bedeutung der verschiedenen Graustufen eines Bildes zu interpretieren und Rückschlüsse auf die Kombination der Gewebe zu ziehen.

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Constanza Lampasona, Tel. 0711/7816 -293
Constanza.Lampasona@informatik.uni-stuttgart.de

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umweltfreundliche gase

flammeFossile Energieträger wie Kohle und Erdgas dürften wohl auch in den nächsten 30 bis 50 Jahren den überwiegenden Teil der Stromproduktion übernehmen. Eine energieeffiziente und Klima schonende Alternative sehen Experten in der Vergasung von Kohle oder Biomasse zu Synthesegasen sowie in der Abscheidung von Kohlendioxid. Die Grundlagen dafür untersuchen jetzt das Institut für Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen der Universität Stuttgart (IVD), das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart mit Partnern aus der Industrie. Das neue Forschungsprojekt „Brennstoffflexibilisierung für Kombi-Kraftwerke“ mit einem Volumen von 3,85 Millionen Euro wird zu etwa gleichen Teilen durch das Land Baden-Württemberg und die Industriepartner Alstom und EnBW finanziert. Bei dem alternativen Verfahren werden feste Energieträger wie Kohle, Holz oder andere Biomasse in ein brennbares Gas umgewandelt. Dieses Synthesegas, das hauptsächlich aus den Komponenten Kohlenmonoxid und Wasserstoff besteht, wird dann verbrannt. Es treibt eine Gasturbine an, deren heiße Abgase nochmals für einen Dampfprozess genutzt werden. Bei dem Forschungsprojekt geht es zum einen um die Entwicklung eines Verfahrens, das wasserstoffreiche Synthesegase bereitstellt, die zuverlässig und schadstoffarm verbrannt werden können. Zum anderen untersuchen die Forscher, wie Gasturbinen-Brennkammern auf die besonderen Verbrennungseigenschaften dieser neuen Synthesegase hin ausgelegt werden müssen. Im ersten Teil des Forschungsprojektes entwickeln die Projektpartner am IVD sowie vom ZSW ein Verfahren für die Herstellung eines für Gasmotoren und Gasturbinen geeigneten Produktgases in gleich bleibender Qualität. Dieses Verfahren soll dann in einer Pilotanlage im 150-Kilowatt-Maßstab am IVD getestet werden. Im zweiten Teil des Forschungsvorhabens untersucht das Institut für Verbrennungstechnik beim DLR die detaillierten Verbrennungseigenschaften des erzeugten Synthesegases. Für die Untersuchungen steht mit dem Hochdruck-Brennkammer-Prüfstand eine Großforschungsanlage im DLR in Stuttgart zur Verfügung. Parallel dazu beschäftigen sich Forscher am Institut für Thermodynamik in der Luft- und Raumfahrt (ITLR) an der Uni Stuttgart mit Fragen zur Brennkammerkühlung.

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Prof. Günter Scheffknecht, Tel. 0711/685-63487
scheffknecht@ivd.uni-stuttgart.de

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orientierung für taubblinde

Die Suche nach Zimmer Nummer xy auf den weitläufigen Fluren eines unbekannten Hotel-komplexes war für Blinde bisher ohne fremde Hilfe ein schier unlösbares Problem. Orientierung versprechen moderne Navigationsgeräte, wie sie am Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Uni Stuttgart im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Nexus entwickelt werden. In den Geräten werden lokale Sensorinformationen mit Daten aus Umgebungsmodellen verknüpft, was zu einer besonders hohen Positionsgenauigkeit führt.blindentastatur Ziel der Forscher ist eine Navigationshilfe, die bei der Eingabe eines gewünschten Ziels eine blindengerechte Routenplanung durchführt und die Anwender unter ständigem Abgleich von Sensor- und Modellinformation an Hindernissen vorbeiführt. Bereits im Frühjahr wurde auf einer internationalen Konferenz in Los Angeles der Prototyp TANIA (Tactile-Acoustical Navigation and Information Assistant) von Blinden und Sehbehinderten erfolgreich getestet. Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten ist TANIA nicht darauf angewiesen, dass die Umgebung mit einer besonderen Infrastruktur wie Sensoren ausgestattet oder mit GPS erfassbar ist. Man berührt einfach einen Touchscreen und erfährt akustisch gleich, wo man ist und was sich in der näheren Umgebung befindet. Dabei wird die aktuelle Position über ein Schritterkennungsverfahren und durch Synchronisierungen mit dem Umgebungsmodell ermittelt.Der Nutzer kann das Modell durch eigene Hinweise ergänzen und aktualisieren.
Inzwischen wurde bei der Weltkonferenz für Taubblinde im australischen Perth eine Erweiterung vorgestellt, die es auch Taubblinden ermöglicht, das System zu nutzen. Hierzu wurde TANIA durch eine tragbare Braillezeile mit integrierter Brailletastatur ergänzt. Dies ermöglicht es Taubblinden, sich zu orientieren und sich auch in unbekannten Umgebungen selbständig zu bewegen. Zudem können Informationen wie beispielsweise Konferenzprogramme, Fahrpläne oder Speisekarten abgerufen werden. Über eine zusätzliche Tastatur können Taubblinde mit jedem kommunizieren, der eine normale Tastatur bedienen kann. Dies war bisher nur mit Hilfe eines Dolmetschers oder zusätzlicher Hardware möglich, die aufgrund ihres Gewichts und diverser Kabelverbindungen nicht für den mobilen Einsatz geeignet ist. Und schließlich können Taubblinde mit Hilfe des Systems ihren Wortschatz in verschiedenen Sprachen erweitern sowie ihr räumliches Vorstellungsvermögen verbessern.

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Dr. Andreas Hub, Tel. 0711/7816-259
Andreas.Hub@vis.uni-stuttgart.de

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freier publizieren


S-logoOpen Access bezeichnet den entgeltfreien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen und kann über zwei Wege erreicht werden: Über das Open Access-Publishing, das Herausgeben von oder Publizieren in kostenlos nutzbaren wissenschaftlichen Journalen, und das Self-Archiving, mit dem Autoren Artikel aus meist kommerziellen wissenschaftlichen Zeitschriften kostenlos zur Verfügung stellen. Was die Deutschen Verlage ihren Autoren gestatten, untersucht das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Open Access Policies“ an der Uni Stuttgart. Dabei wird eine Datenbank zur Haltung englischsprachiger Verlage zum Self-Archiving um die Position deutscher Verlage und um eine deutsche Schnittstelle erweitert. In Stuttgart ist beispielsweise die Schnittstelle zur RoMEO-Datenbank in den Dokumentenserver OPUS integriert. Wissenschaftliche Autoren können so leicht herausfinden, ob oder unter welchen Bedingungen ein Verlag eine frei zugängliche Kopie einer Publikation erlaubt. Die Untersuchungen zeigten, dass sich mittelständische Verlage in Deutschland noch wenig mit Open Access auseinandergesetzt haben. Die Fachleute der Stuttgarter Uni-Bibliothek wollen diese Thematik mehr in den Focus rücken und spielen dabei eine Vorreiterrolle.


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Frank Scholze, Tel. 0711/685-82269
e-mail: frank.scholze@ub.uni-stuttgart.de

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gescheite e-sportler

e-sportlerE-Sportler sind jung, männlich und haben höchstens einen Hauptschulabschluss – so lautet, überspitzt formuliert, das Klischee von Menschen, die Computerspielen zum Sport gemacht haben. Dr. Christian Stahl vom Institut für Sportwissenschaft der Uni Stuttgart schaut gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Ralf Brand in einer empirischen Untersuchung genauer hin – und förderte Überraschendes zutage: So sind Gymnasiasten im Vergleich zur Bundesbevölkerung unter den E-Sportlern deutlich überrepräsentiert. Zudem ergaben sich große regionale Differenzen: Die meisten E-Sportler sitzen am Niederrhein, während die Ost-deuschen eher selten am Computer „daddeln“. „Interessant ist, dass die gesellschaftliche Debatte über das Gefährdungspotenzial gewaltorientierter Computerspiele vor allem auch von politischen Akteuren aus Baden-Württemberg und Bayern getragen wurde. Gerade hier ist jedoch ebenfalls eine deutliche Unterrepräsentanz an E-Sportlern festzustellen“, betonen die Forscher.

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Dr. Christian Stahl, Tel. 0711/685-68037
christian.stahl@sport.uni-stuttgart.de

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neues aus der zukunft

optische tarnkappen

metamaterialMetamaterialien haben vor wenigen Jahren die Welt der Optik in neue Dimensionen katapultiert. Es handelt sich dabei um winzige Nanostrukturen, meistens aus Gold oder Silber, die in Glas eingebettet werden und viel kleiner als die Wellenlänge des Lichtes sind. Dies führt dazu, dass die Lichtwelle über die Strukturen und die Zwischenräume mittelt und sich die Nanostruktur wie ein neues, künstliches Material verhält, das es so in der Natur nicht gibt. Diese Strukturen haben es den Physikern erlaubt, zum ersten Mal Materialien herzustellen, die einen Brechungsindex haben, der kleiner als Null ist. Wissenschaftler um Prof. Harald Gießen vom 4. Physikalischen Institut der Uni Stuttgart ist es nun gelungen, die weltweit ersten dreidimensionalen Metamaterialien für den optischen Wellenlängenbereich herzustellen. Die Stuttgarter Methode ist geeignet, beliebig dicke und akkurat angeordnete Schichtstapel herzustellen. Das Verfahren wurde im Dezember 2007 in Nature Materials vorgestellt und wird in den nächsten drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen eines Verbundforschungsprojektes mit mehr als 2,5 Millionen Euro gefördert werden. Welche Anwendungen sich aus den neuen Metamaterialien ergeben, ist noch nicht vollständig abzusehen. Vorhergesagt werden perfekte Linsen, die noch bessere Mikroskope erlauben und das Abbe’sche Beugungslimit durchbrechen. Sogar optische Tarnkappen, die ganze Gegenstände unsichtbar machen, sollen möglich werden.

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Prof. Harald Gießen Tel. 0711/685-65110
giessen@physik.uni-stuttgart.de

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habilitationen

DR. ELMAR BUCHNER
Geologie
DR. RER. NAT. NICOLE CHRISTINE KARAFYLLIS
Philosophie
DR. ROGER GLÄSER
Technische Chemie
DR.-ING. JADRAN VRABEC
Thermodynamik
DR. SC. NAT. ULRICH GÖSCHEL
Polymerphysik
PROF. DR. RER. NAT. NORBERT PETER HOFFMANN
Dynamik mechanischer Systeme


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impressum

Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Konzept und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Andrea Mayer-Grenu, Christa Feifel
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82176, Fax 0711/685-82188
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
http://www.uni-stuttgart.de/aktuelles/science

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Letzte Änderung 12.12.2007 (ws)