science 02/2007

 

 

durchsichtige verbindungen

glastreppe

 

 

Eine Treppe ganz aus Glas, frei spannend über mehr als acht Meter, ist ästhetisch ein Ereignis. Auch technisch ist die fast unsichtbare Konstruktion, die vor kurzem mit dem Innovationspreis Architektur und Glas ausgezeichnet wurde, eine kleine Sensation. Möglich wurde die kühne Konstruktion auch dank neuartiger, transparenter Klebeverbindungen, an deren Einsatzpotential in der Architektur am Institut für Baukonstruktion und Entwerfen (IBK 2, Prof. Stefan Behling sowie Andreas Fuchs) der Uni Stuttgart geforscht wird. Sie verbinden die Glasflächen ohne störende Konstruktionsprofile. Es entsteht eine faszinierend leicht wirkende, konstruktive Einheit.

galstreppe-hoch Heute übliche Glaskonstruktionen trennen oft noch zwischen linearen Verbindungselementen aus Stahl oder Aluminium und flächiger Verglasung. Zur Befestigung dienen gebohrte Punkthalter. Häufig treten jedoch im Bereich der Bohrungen Spannungsspitzen auf, was zu Schäden im Glas führen kann. Vor allem aber müssen die Halterungen einen erheblichen Abstand zur Glaskante wahren und wirken daher sehr dominant. Um das konstruktive Potential des Glases besser auszunutzen, setzen die Wissenschaftler des IBK auf eine neuartige Klebe- und Laminiertechnologie, bei der ein kraftschlüssiger Verbund entsteht und auf statisch problematische Bohrungen in den Glaswangen verzichtet werden kann. Zum Einsatz kommen leistungsfähige Folien, die aus der Herstellung von explosionsdruck-resistenten Verglasungen wie etwa Panzerglas bekannt sind. Die Klebeverbindungen können sich sowohl im Glasfeld als auch direkt an der Glaskante befinden. So sind bei der Glastreppe die Beschlagsteile zur Befestigung der Stufen frei im Feld der Wange anlaminiert. Das Gegenstück ist, wie bei einem Sandwich, zwischen den Glasscheiben einlaminiert. Der Halter ist an fünf Seiten von Glas umgeben und scheint in der Glasstufe zu schwimmen. Um die Leistungsfähigkeit der Gesamtkonstruktion zu verdeutlichen, wurde der Treppenlauf auf die konstruktiv notwendigen Elemente reduziert.

trennwandEr besteht nur aus den senkrechten Treppenwangen und den horizontalen Stufen. Die Konstruktion entstand in Zusammenarbeit zwischen dem IBK, dem Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) und der Firma Seele. Eine besondere Herausforderung war die Gebrauchstauglichkeit in Bezug auf Querschwingungen. Tatsächlich übertrifft die Konstruktion den zulässigen Grenzwert für die horizontale Eigenfrequenz von 3,5 Hertz. Damit zeichnet sich die Treppe durch eine hohe Steifigkeit aus, die Unsicherheit beim Nutzer erst gar nicht entstehen lässt. Die Treppe dürfte ein Innovationsträger sein, um die Klebetechnologie in der Architektur zu verankern. Bei der Entwicklung konnte das IBK auch auf Erfahrungen aus dem Projekt „two2one“ zurückgreifen, ein transparentes, flexibles Glastrennwandsystem, das ebenfalls mit Hilfe von Klebetechnologien errichtet wird und dem wechselnden Raumbedarf der modernen Arbeitswelt Rechnung trägt. Es umfasst Wandelemente und freistehende raumbildende Wände mit verschiedenen Oberflächen. Künftig sollen innovative Ansätze wie Hybridleichtbauelemente aus Glas, „Plug and Play“-Elemente mit vorinstallierter Medienführung oder steuerbare Transparenzen dazukommen.

Kontakt
Andreas Fuchs, Tel. 0711/685-83987
andreas.fuchs@ibk2.uni-stuttgart.de

 

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landesforschungspreis

ubiquitinDer diesjährige Forschungspreis des Landes Baden-Württemberg ging an Professor Dieter  Wolf vom Institut für Biochemie der Universität Stuttgart sowie an eine Forschergruppe des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik (IAF). Der mit jeweils 100.000 Euro dotierte Preis wird jährlich für eine Arbeit aus dem Bereich der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung vergeben. Wolf erhielt den Preis für bahnbrechende Ergebnisse während seiner mehr als 30-jährigen Forschungstätigkeiten im Bereich des regulierten Eiweißabbaus in Zellen. Die komplexe Grundlagenforschung hat immensen Praxisbezug. Denn ein nicht funktionierender Abbau von Proteinen kann schwere Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und BSE sowie verschiedene Krebserkrankungen nach sich ziehen. Wolf und seinem Team gelang es am Beispiel der Bäckerhefe, den Prozess des Eiweißabbaus in der Zelle durch die „Eiweißabbaumaschine“, das so genannte Proteasom, näher zu beschreiben: Das Proteasom gleicht einem Fleischwolf, das lange Eiweißketten in einzelne Untereinheiten zerlegt. 1996 konnten die Wissenschaftler zeigen, dass so genannter Proteinmüll im endoplasmatischen Retikulum erkannt und über eine Membranbarriere in das Zytoplasma der Zelle, dem „Sitz“ der Eiweißabbaumaschine, zurücktransportiert und dort abgebaut wird. Dies ist eine Grundlage für das Verständnis von neurodegenerativen Krankheiten und von Mukoviszidose. Derzeit erforscht Wolf in dem von ihm mit gegründeten europäischen Exzellenznetzwerk RUBICON die Frage, wie Zellen die in größeren Mengen auftretenden falsch gefalteten Eiweißmoleküle erkennen und beseitigen.

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Prof. Dieter H. Wolf, Tel. 0711/685-643 90/91
e-mail: dieter.wolf@ibc.uni-stuttgart.de

 

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sprit aus bakterien


Um die Entwicklung der Systembiologie weiter voranzutreiben, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das europäische Förderprogramm SysMO (Systembiologie an Mikroorganismen) initiiert. Es umfasst elf herausragende grenzübergreifende Forschungsprojekte. Die Universität Stuttgart ist an gleich fünf Projekten beteiligt. Das Institut für Bioverfahrenstechnik entwickelt ein großskaliges Netzwerkmodell für die virtuelle Darstellung des Bakteriums Clostridium acetobutylicum. Der stäbchenförmige Winzling ist in der Lage, aus Zucker Butanol zu machen, ein Alkohol, der angesichts knapper Rohstoffe als Biosprit in Frage kommt. In weiteren Projekten geht es um die Messung intrazellulärer Metabolite und deren kinetische Analyse, um die systembiologische Analyse der zellulären Schlüsselprozesse einer Hefe sowie um die dynamische Modellierung des Zentralstoffwechsels industriell genutzter Mikroorganismen. Das Institut für Systemdynamik der Uni Stuttgart ist an einem Projekt zum Systemverständnis von Kolibakterien beteiligt.

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Prof. Matthias Reuss, Tel. 0711/685-64573
reuss@ibvt.uni-stuttgart.de

Prof. Oliver Savodny, Tel. 0711/685-66302
oliver.sawodny@isys.uni-stuttgart.de

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mehr ingenieure?


Modellprojekte, die jungen Menschen die technischen Berufe schmackhaft machen sollen, gibt es in großer Zahl. Fundierte Kriterien zur Bewertung der Effizienz der oft mit viel Engagement betriebenen Initiativen fehlen jedoch bisher. Auch die eventuellen negativen Auswirkungen im Falle des Scheiterns sind unklar. Eine neue Studie an der Universität Stuttgart nimmt nun Modellprojekte zur Technikvermittlung an Zielgruppen wie Schüler und Jugendliche kritisch unter die Lupe. Die Initiatoren wollen dem Aktionismus angesichts des viel zitierten Ingenieurmangels ein Ende setzen. Stattdessen erarbeiten sie konzeptionelle Studien mit dem Ziel, das Interesse an Technik und den entsprechenden akademischen Ausbildungen nachhaltig zu erhöhen. Die Studie geht von der Frage aus, mit welchen technisch-naturwissenschaftlichen Themen und mit welchen pädagogischen Konzepten das Interesse für Technik und Naturwissenschaften geweckt werden kann. Die zweite Forschungsfrage zielt darauf ab, die Ergebnisse in soziologische Modellkonzepte zur Verbesserung der Techniksozialisation umzusetzen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass primär längerfristige, an der Sozialisierung ansetzende Projekte geeignet sind, das Interesse an Technik und Naturwissenschaften nachhaltig zu wecken.

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Dr. Uwe Pfenning, Tel. 0711/685-83617
uwe.pfenning@sowi.uni-stuttgart.de

 

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visual computing


wettersimEin neuer, von der MFG Baden-Württemberg initiierter Cluster „Visual Computing Baden-Württemberg“ will die Akteure in den Zukunftstechnologien Simulation und Visualisierung noch enger vernetzen und den Transfer zu den Anwendern fördern. Zur Führungsriege zählt auch der Leiter des Visualisierungsinstituts der Universität Stuttgart (VISUS), Prof. Thomas Ertl. Ertl befasst sich innerhalb des Clusters mit Lösungen, um mit Hilfe der Visualisierung die exponentiell wachsenden Datenmengen bei Simulationen wie zum Beispiel bei Wetterprognosen in den Griff zu kriegen. Der Verbund will die Lücke schließen, die beim Transfer aus der Forschung in Richtung Softwareprodukte und innovative Dienstleistungen auf dem Markt besteht. Hierzu wird unter anderem eine umfangreiche Datenbank aufgebaut. Darüber hinaus sollen die Vernetzung verstärkt und internationale Beziehungen in Wissenschaft und Wirtschaft vertieft werden.

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Prof. Thomas Ertl, Tel. 0711/7816-331
Thomas.Ertl@vis.uni-stuttgart.de

 

 

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virenalarm vom chip


mosaikDie Geminiviren zählen zu den bedeutendsten Schädlingen der Nutzpflanzen in den Tropen und Subtropen. In großen Gebieten Afrikas haben sie die Maniok-Produktion zum Erliegen gebracht, die Ernteschäden gehen in die Milliarden. Grund des Übels ist die unkomplizierte, einfache Vermehrung der Pflanze über Wurzelstecklinge: Die von der Weißen Fliege übertragenen Viren sind auch in den Stecklingen infizierter Mutterpflanzen enthalten und werden daher mit den Sprösslingen weiter verbreitet. Besonders gefährlich und mitverantwortlich für die Epidemien in Afrika sind Maniokviren mit einer Neukombination von Erbanlagen, die durch Mutation aus harmloseren Virusvarianten entstanden. rollingGefragt ist daher ein leicht durchzuführendes und günstiges Testverfahren, das den Befall der Maniokpflanzen sowohl mit bekannten als auch bislang unbekannten Viren anzeigt. Ein erster wichtiger Schritt ist das neue, an der Uni Stuttgart angesiedelte „Internationale Referenzzentrum für pflanzliche Viren mit kleiner zirkulärer DNA“, in dessen Rahmen seit April 2007 Forschergruppen aus Malaga, Gif-sur-Yvette und Stuttgart gemeinsam mit der Firma Qiagen weltweit Pflanzen-material sammeln und die enthaltenen Viren nebst ihrer DNA charakterisieren. „Rund 400 Viren umfasst die Datenbank aktuell, 1.400 sollen es werden“, erklärt Prof. Holger Jeske vom Biologischen Institut der Uni. Bei der Analyse der gesammelten Pflanzenproben hilft den Forschern ein in den 1990-er Jahren entdecktes Enzym, das von der zirkulären DNA dieser Pflanzenviren bei Raumtemperatur in kürzester Zeit Millionen von Kopien erstellt. Mittels sogenannter Restriktionsenzyme, die eine bestimmte Basenabfolge in der DNA erkennen und zerschneiden, erhält man schließlich individuelle DNA-Fragment-Muster, den „Fingerabdruck“ des Virus. geminiEin weiterer Meilenstein war ein vertrocknetes Maniokblatt, das die Wissenschaftler zwischen einer Zeitung vergessen hatten. Wider erwarten ließ daraus sich wie bei frischen Blättern das typische Bandenmuster der gesuchten Viren extrahieren. Dadurch lassen sich die Probleme mit Kühlketten zur sachgerechten Aufbewahrung des Probenmaterials lösen. „Jedes Labor der Welt sollte in der Lage sein, eine treffende Diagnose anhand von Blattproben aus dem Briefumschlag zu erstellen“, hofft Jeske. Ziel der Forschung ist ein Chip, der beim Kontakt mit infiziertem Pflanzenmaterial anzeigt, um welches Virus es sich handelt. Die große Herausforderung dabei ist die sichere Nachweisreaktion in den sehr kleinen Volumina.

 

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Prof. Holger Jeske, Tel. 0711/685-65070
holger.jeske@bio.uni-stuttgart.de

 

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lärmschutz zum aufblasen


laermschutzBaustellen, Sportveranstaltungen oder Umleitungsstrecken sind zwar nicht von Dauer, als Lärmquelle aber dennoch extrem störend. Der Lärmschutz wird in diesen Fällen meist vernachlässigt, da konventionelle Schutzwände zu teuer und nur stationär einsetzbar sind. Der Lehrstuhl für Bauphysik der Uni Stuttgart entwickelt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik Schallschirme, die man einfach aufblasen kann. Sie erreichen Dämmwerte von 20 Dezibel und mehr – bei Kosten, die mit rund 100 Euro pro Quadratmeter so günstig sind, dass der Einsatz auf der heimischen Terrasse in greifbare Nähe rückt. Die selbsttragenden, aufblasbaren Elemente bestehen aus Folien oder Membranen, aus denen sich Bauteile unterschiedlicher Form und Größe wie Wände, Hüllen oder Kapseln herstellen lassen. Ihr Vorteil besteht im geringen Gewicht und in der einfachen sowie schnellen Montage. Die Elemente, die einfach mit Luft gefüllt werden, können eine oder mehrere Kammern sowie elastische Verbindungsstege (Abstandhalter) zwischen den äußeren Schalen enthalten. Eine Tragekonstruktion ist in der Regel nicht erforderlich. Akustisch gesehen stellen die Elemente leichte, biegeweiche Doppel-schalen dar. In ihrer akustischen Wirksamkeit stehen sie den herkömmlichen Systemen nicht nach. Der erzielbare Immissionswert resultiert aus der Überlagerung des an den Kanten gebeugten und des durch den Schirm gehenden Schallanteils. Der gebeugte Anteil hängt von den geometrischen Verhältnissen ab und ist deshalb bei aufblasbaren und massiven Konstruktionen gleich. schelle Der Transmissionsanteil durch den Schirm kann bei einem bewerteten Schalldämm-Maß der Konstruktion von 20 bis 25 Dezibel vernachlässigt werden. Dieser Wert wird bei entsprechender Bauart von leichten, aufblasbaren Elementen ohne zusätzlichen konstruktiven Aufwand erreicht. Durch die Verfeinerung der Partionierung der Schirmfläche, Variation der Geometrie der Kammern, Gestaltung der Form und Anpassung des Fülldrucks ergeben sich auch höhere Schalldämmwerte. Wenngleich einige materialbedingten Fragen wie Brennbarkeit, Wetterbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Wandalismus noch zu untersuchen sind, sehen die Wissenschaftler den Lärmschutz kurz vor der Marktreife.

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Prof. Schew-Ram Mehra, Tel. 0711/685-66232
mehra@lbp.uni-stuttgart.de

 

 

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klimaschutz im land


umspannwerkWelche Möglichkeiten hat das Land Baden-Württemberg, die Nachhaltigkeitsziele Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie Sozialverträglichkeit zu erreichen? Antworten auf diese Fragen gibt der aktuelle Bericht des Nachhaltigkeitsbeirats Baden-Württemberg zur Energieversorgung des Landes, der im April an Umweltministerin Tanja Gönner übergeben wurde. Koordiniert wurde das Gutachten von Prof. Ortwin Renn vom Institut für Sozialwissenschaften der Uni Stuttgart. Renn zeigt Strategien auf, wie jeder einzelne durch Veränderungen im persönlichen Verhalten beziehungsweise im Lebensstil zum Klimaschutz beitragen kann. Mitgewirkt hat unter anderen auch Prof. Giselher Kaule vom Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Uni Stuttgart, der Empfehlungen zum Thema Biomasse beitrug. „Wenn wir es nicht schaffen, zu einem weltweit gültigen Begrenzungsziel für Kohlendioxid-Emissionen und einem von allen akzeptierten Verteilungsmechanismus von Emissionsrechten zu kommen, werden wir die Klimafrage global nicht lösen können“, sagen die Autoren, „dabei muss das Land mit fortschrittlichen Ideen und Konzepten vorangehen.“ Das Gutachten fordert unter anderem den weiteren Ausbau erneuerbarer Energieträger, die Förderung der effizienten Energienutzung, die Unterstützung nachhaltiger Lebensführung, den Einstieg in die Kohlendioxid-Abscheidung bei der Kohlekraft sowie eine begrenzte Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke.

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Prof. Ortwin Renn, Tel. 0711/685-83970
ortwin.renn@sowi.uni-stuttgart.de

 

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„spinne“-trocken


spinne

Das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf entwickelt Bademode, die trocken bleibt. Sie besteht aus einem neuartigen Stoff, der durch einen dünnen Luftfilm vor Nässe geschützt wird. Die Anregung dazu gab die Wasserjagdspinne. Das Tierchen hat zahlreiche kurze, gebogene Haare. Diese bilden ein Luftpolster, das an der Oberfläche bleibt und das Wasser fernhält.

kontakt
Dr. Thomas Stegmaier, Tel. 0711/9340-219
thomas.stegmier@itv-denkendorf.de

 

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mediendienst forschung

Spannende Forschungsprojekte, Forschungsergebnisse, Anregungen für Hintergrundreportagen, aussagekräftige Bilder – das bietet der neue Forschungs-Themendienst der Universität Stuttgart. Mit kompakten, attraktiv aufgemachten Beiträgen soll er als Print- und Onlinemedium Journalisten auf einen Blick über die Forschungsaktivitäten der Uni informieren. Die erste Ausgabe erscheint im Frühsommer.

 

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geld für nano


Im Rahmen des Programms „Offensive Biotechnologie“ investiert das Land Baden-Württemberg 1,1 Millionen Euro in den Ausbau der Nanobiotechnologie. Drei der geförderten Kompetenznetzwerke sind an der Universität Stuttgart angesiedelt. So befasst sich Dr. Michael Börsch vom 3. Physikalischen Institut mit der Erzeugung von lokal adressierbarem Adenosintriphosphat (ATP), einer Enzymenergie, die zur Steuerung eines biologischen Nanoschrittmotors dienen soll. Prof. Holger Jeske und Dr. Christina Wege erforschen am Biologischen Institut Nanodrähte auf der Basis von Viren, die später als Sensorarrays genutzt werden sollen. Weitere Mittel kommen dem Institut für Zellbiologie und Immunologie zugute. Hier untersuchen die Stuttgarter Wissenschaftler bioaktive multifunktionale Nonopartikel für die Immuntherapie von Krebserkrankungen.

kontakt
Dr. Michael Börsch, Tel. 685-64632
boersch@nanonetz-bw.de

Dr. Christina Wege, Tel. 0711/685-65073
christina.wege@nanonetz-bw.de

Prof. Klaus Pfizenmaier, Tel. 0711/66986
klaus.pfizenmaier@izi.uni-stuttgart.de

 

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neues aus der zukunft

PLUG AND BAU
gebaeude

Der Begriff „Plug & Play“ ist bisher eher aus der Informationstechnologie bekannt. Wenn es nach dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Uni Stuttgart und dem Fraunhofer IAO geht, soll das Prinzip künftig auch im Baubereich eine erhebliche Rolle spielen: Neue Technologien machen es möglich, einzelne Komponenten eines Gebäudes wie Zugangskontrolle, Beleuchtung oder Elektrizität auszusuchen und so quasi online das gewünschte Haus zusammenzustellen. Die modularen Gebäudekomponenten sind Teil des neuen EU-Forschungsprojekts „I3CON“, in dem 25 Partner einen Wandel in der europäischen Bauindustrie bewirken wollen. Neben dem Gebäude nach dem Baukastenprinzip gehören die Themen Umwelt, Gebäudebewirtschaftung, neue Materialien und Gebäudetechnik sowie kunden- und wertorientierte Geschäftsmodelle zu den geplanten Neuerungen.

kontakt
Sven Schimpf, Tel. 0711/970-2457
Sven.schimpf@iao.fraunhofer.de

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impressum

Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Konzept und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Andrea Mayer-Grenu, Christa Feifel
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82176, Fax 0711/685-82188
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
http://www.uni-stuttgart.de/aktuelles/science

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Letzte Änderung 12.12.2007 (ws)