science 01/2007

 

 

forscher lassen die teilchen tanzen

forscherEin neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Universität Stuttgart wird es erlauben, in den Ingenieur- und Naturwissenschaften in Gebiete vorzustoßen, in denen klassische Ansätze bisher versagen. Der seit Anfang 2007 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte SFB 716 trägt den Titel „Dynamische Simulation von Systemen mit großen Teilchenzahlen“ und wird sich mit Systemen von einigen 10.000 bis zu vielen Milliarden Teilchen befassen. Dank der neuen Verfahren wollen die Wissenschaftler beispielsweise Prozesse beim Laserbohren oder beim Transport von Proteinen simulieren. Der Verbund ist auf zwölf Jahre angelegt und wird Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro erhalten. „Mit der Entscheidung bestätigt die DFG die herausragende Kompetenz der Universität Stuttgart auf den Gebieten des Höchstleistungsrechnens und der Visualisierung“, freut sich Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel über den neuen SFB. „Zudem ist der Verbund eine wirklich interdisziplinäre Initiative, die über die traditionellen Fakultätsgrenzen hinweg exzellente Wissenschaftler zusammenbringt.“ Im SFB 716 werden Forscher aus dem Maschinenbau, der Physik, der Chemie und der Informatik eng zusammenarbeiten. In all diesen Bereichen werden schon seit langem Methoden der dynamischen Simulation eingesetzt. „kfzDie enge Verbindung zwischen Anwendern aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften und Informatikern im neuen SFB ist für das, was wir vorhaben, entscheidend“, betont Prof. Hans Hasse, Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik lhund Thermische Verfahrenstechnik der Uni Stuttgart und Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs. „Jetzt marschieren wir gemeinsam in einem leistungsfähigen Verbund, wie es ihn sonst nirgends auf der Welt gibt.“ Anwendungen für dynamische Simulationen mit großen Teilchenzahlen finden sich beispielsweise in der Mechanik, wo die Ausbreitung von Rissen in einem Festkörper untersucht werden kann, und in der Thermodynamik. Aber auch in den Materialwissenschaften sowie in der Bio- und Nanotechnologie spielt die virtuelle Darstellung molekularer Welten eine große Rolle. Doch schon bei einigen tausend Teilchen erfordern solche Simulationen die Methoden des Höchstleistungsrechnens, bei Teilchenzahlen von einigen Millionen ist die Grenze des derzeit Machbaren erreicht. Deshalb wollen die Wissenschaftler in dem neuen SFB die Methoden der dynamischen Simulation von Systemen mit großen Teilchenzahlen so weiterentwickeln, dass ihr Potential in Zukunft auch in der industriellen Forschung und Entwicklung eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms stehen mehrere Pilotprojekte, in denen Erkenntnisse gewonnen werden, die mit anderen Methoden nicht zu erzielen sind. So wollen die Wissenschaftler die Prozesse beim Laserbohren simulieren, wovon man sich neue Einsichten in die Mechanismen des Prozesses und letztendlich Möglichkeiten zu seiner Verbesserung erhofft. Ein weiteres Beispiel ist der Transport von Proteinen in Kanälen von Zellmembranen. Diesen Vorgang verstehen Wissenschaftler bisher nur unzureichend – und das, obwohl er für alles Leben von zentraler Bedeutung ist.

Kontakt: Prof. Hans Hasse,
Tel. 0711/685-66105
hasse@itt.uni-stuttgart.de

 

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oberflächenwunder

virtualZum ersten Mal gelang es Wissenschaftlern des Biologischen Instituts der Universität Stuttgart sowie Kollegen aus Hamburg und Irland, mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen (Synchrotronstrahlung) die dreidimensionale Körperstruktur des Wilhelma-Schwamms Tethya wilhelma aufzunehmen und in einem virtuellen Modell darzustellen. Dabei zeigte sich, dass der kleine Schwamm bezogen auf das Volumen sechsmal so viel Oberfläche wie die menschliche Lunge besitzt. Auch das Skelett barg Überraschungen. So bilden über 16.000 winzige, sternförmige Mineralpartikel eine regelrechte Sphäre auf halbem Weg zwischen Außenseite und Zentrum des kugeligen Schwammes. Das Besondere an dieser Struktur sind die Materialeigenschaften. Die Silikatpartikel sind in eine dicke Schicht von Kollagen eingelagert. Gleich einem Komposit-Werkstoff aus einer elastischen Matrix (Kollagen) und eingelagerten Füllerpartikeln (Silikat-Sterne) ist diese Sphäre in der Lage, hohe physikalische Belastungen abzupuffern. Ein ähnliches Prinzip findet man bei Autoreifen. Auch in der Medizin könnten die Komposit-Werkstoffe zum Einsatz kommen, etwa in Form von gewebeverträglichen Implantaten. „Es handelt sich im Prinzip um einen Werkstoff, wie er moderner nicht sein könnte“, sagt Projektleiter Dr. Michael Nickel vom Biologischen Institut der Uni. Die Forschung an Tethya wilhelma und seinen Verwandten ist noch nicht ausgereizt. Die Wissenschaftler erwarten neue Ideen für biomedizinische und ingenieurwissenschaftliche Materialien. Neben Komposit-Werkstoffen sind in dieser Hinsicht auch Unterwasser-Haftstrukturen an Körperausläufern, die der Schwamm ausbildet, von Interesse. In interdisziplinären Kooperationen mit Ingenieuren, Molekular- und Systembiologen soll Tethya wilhelma deshalb auch zukünftig im Mittelpunkt stehen.

kontakt Dr. Michael Nickel,
Tel. 0711/685-65084

michael.nickel@bio.uni-stuttgart.de

 

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eiskalte atomwolken

spins

Zur Untersuchung von Bose-Einstein-Kondensaten müssen Atomwolken beinahe bis an den absoluten Nullpunkt gekühlt werden. Auf dem Weg dahin waren Physiker bisher auf die sehr verlustreiche Verdampfungskühlung angewiesen. Wie beim erkaltenden Kaffee verlassen dabei die heißesten Atome die Wolke, wodurch der Rest zwar kälter, aber auch weniger wird. Am 5. Physikalischen Institut der Uni Stuttgart wurde nun ein nicht mehr ganz neues, wesentlich effektiveres magnetisches Kühlschema erstmals experimentell realisiert. Die Wissenschaftler konnten eine Million Chromatome auf eine Temperatur von zehn Mikrokelvin (das sind zehn Millionstel Grad über dem absoluten Nullpunkt) abkühlen. Ein Verlust von Atomen wurde dabei nicht beobachtet. Möglich war dies, weil die Stuttgarter Physiker mit Chromgas arbeiten, einer besonders magnetischen Atomsorte. Die Forschungsarbeiten, über die auch die renommierte Zeitschrift „nature physics“ berichtete, sind Teil des transregionalen Sonderforschungsbereichs SFB/TR 21, bei dem die Uni Stuttgart Sprecherhochschule ist.

kontakt Prof. Tilman Pfau,
Tel. 0711/685-68025
t.pfau@physik.uni-stuttgart.de

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erfolg in europa

Im Ende 2006 ausgelaufenen sechsten Europäischen Forschungsrahmenprogramm schnitt die Universität Stuttgart mit insgesamt 186 Projektbeteiligungen sehr erfolgreich ab. Bei 17 Projekten hat Stuttgart die Gesamtkoordination und liegt damit bundesweit auf den vordersten Plätzen. Nach einer bereits im vergangenen Jahr erschienenen Studie des EU-Hochschulbüros Hannover-Hildesheim schnitt Stuttgart bei der EU-Förderung sogar als erfolgreichste deutsche Hochschule ab. Demnach lag Stuttgart sowohl in der absoluten Akquise (35,2 Millionen Euro) auf Platz eins, als auch bei den Einwerbungen pro Professor (137.500 Euro). Eine besonders große Zahl an Projekten ist jeweils am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung sowie am Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement angesiedelt. Die mittelstärksten Projekte konnten das Höchstleistungsrechenzentrum sowie das Institut für Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen verbuchen.

kontakt Heinke Kloos,
Tel. 0711/ 685-82177
heinke.kloos@verwaltung.uni-stuttgart.de

 

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patente uni

In dieser Rubrik stellen wir neue Patenete für den Technologietransfer vor.

DURCHLICHT-MIKROSKOPIE Um die optische Dicke und die Tiefenposition von lebenden Zellen zu bestimmen, müssen die Aufnahmezeiten so reduziert werden, dass auch die Erfassung bewegter Objekte möglich wird. Das Institut für Technische Optik entwickelte ein neues Verfahren für die Durchfokussierung bei der konfokalen Durchlicht-Mikroskopie, das ohne Mechanik auskommt und die Vermessung und Aufnahme von bewegten transparenten Mikropartikeln erlaubt.
fschwabe@tlb.de

TERABYTE-ABTASTER Forscher des Instituts für Technische Optik haben ein Verfahren entwickelt, mit dem die Datentransferrate von optischen Speichern deutlich erhöht werden kann. Der Einsatz ist insbesondere bei Datenbanken, zur Datensicherung und als Speichermedium im Bereich HDTV-Fernsehen interessant. Mit dem interferometrischen Verfahren können simultan Daten aus unterschiedlichen Schichten eines optischen Speichermediums gelesen werden.
fschwabe@tlb.de

Newsletter zu Patenten:
http://www.tlb.de/servlet/is/2518/

 

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world wide space

integrierte_hausNavigationshilfen, die einem Autofahrer das nächstgelegene Restaurant ermitteln, sind fast schon Alltag. Dahinter stecken kontextbezogene Dienste, die digitale Modelle der Umgebung nutzen, um sich automatisch an das aktuelle Umfeld des Benutzers anzupassen. Solche Umgebungsmodelle stehen im Mittelpunkt des Sonderforschungsbereichs (SFB) Nexus, bei dem die Uni Stuttgart Sprecherhochschule ist. Ende 2006 bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft die zweite Förderperiode. Durch digitale Umgebungsmodelle werden Ausschnitte der physischen Welt, also zum Beispiel Gebäudepläne, Temperaturen oder Ozonwerte, aber auch die Position von Fahrzeugen, in digitaler Form abgebildet. Ferner können durch Umgebungsmodelle reale Objekte mit weiteren digitalen Daten verknüpft und zusätzliche virtuelle Objekte in das Modell eingefügt werden. Eine bekannte Anwendung sind so genannte virtuelle Globen wie „GoogleEarth“. Gespeist werden Umgebungsmodelle durch eine Vielzahl von Sensoren. Sie liefern dynamische Informationen, die beispielsweise mit statischen Geodaten verbunden werden. So entstehen detaillierte dynamische Modelle. fabrikmodelEin solches Umgebungsmodell kann jedoch nicht von einem einzelnen Anbieter zur Verfügung gestellt werden. Die Vision des SFB Nexus ist daher ein „World Wide Space“. Gedacht ist dieser „Weltraum“ als offenes System, in das analog zum heutigen World Wide Web jeder seine Objekte einbringen kann. Einen Kern der Forschung bildet die Entwicklung leistungsfähiger Modelle, in denen die komplexen Daten und Teilsysteme abgebildet werden können. Während in der ersten Förderperiode einzelne beobachtbare Umgebungsinformationen, wie sie von Sensoren geliefert werden, im Fokus standen, geht es den Wissenschaftlern jetzt um die Gewinnung so genannter höherwertiger Kontextinformationen. Dabei soll die Aussagekraft der Daten mit Methoden der künstlichen Intelligenz erhöht werden. So wird künftig ein Navigationssystem auf Grundlage der Daten aus Umgebungsmodellen erkennen können, ob es sich bei einer Ansammlung von Autos um einen Stau oder um einen Parkplatz handelt. Ebenso sollen die Rechner in der Fabrik der Zukunft Unfallsituationen und kritische Maschinenausfälle automatisch feststellen und entsprechende Reaktionen in Gang setzen.

kontakt Prof. Kurt Rothermel,
Tel. 0711/7816 434
Kurt.Rothermel@informatik.uni-stuttgart.de

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länger leise

asphaltOffenporiger Asphalt - so genannter Flüsterasphalt - kann Verkehrslärm bereits an der Entstehungsquelle verhindern oder zumindest dämpfen. Doch schon nach vier bis sechs Jahren lässt die Wirkung der offenen Struktur deutlich nach. Ursache ist der Schmutz auf der Fahrbahn, der die Poren verstopft. Versuche, offenporige Deckschichten mit Wasser unter hohem Druck zu reinigen, zeigten bisher wenig Erfolg. Im Rahmen des Projekts „Polymertechnologie zur Modifizierung von Poreninnenwandungen“ wollen Wissenschaftler der Institute für Straßen- und Verkehrswesen (ISV) und für Polymerchemie (IPOC) der Uni Stuttgart sowie das Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke (FPL) die Poren deshalb mit einer schmutzabweisenden Oberfläche versehen. Dadurch könnte der Schmutz weniger leicht anhaften und durch Regenwasser beziehungsweise durch Reinigung wieder ausgespült werden. Für die Erzeugung einer solchen Oberfläche bieten sich verschiedene Strategien an. So könnte auf die Innenwandungen der Poren nachträglich eine permanent haftende Beschichtung aufgetragen werden. Zum anderen könnten der wasserAsphaltmischung hochmolekulare Komponenten (Polymere) zugesetzt werden. Um sicherzustellen, dass die Beschichtung den Schmutz tatsächlich abweist beziehungsweise leicht zu reinigen ist, werden ebenfalls zwei Varianten verfolgt. Denkbar ist zum einen die Erzeugung einer hydrophoben (wasserabstoßenden) Oberfläche, die zusätzlich mikrostrukturiert ist. Diese würde das Abwaschen (Mitnehmen) des an der Oberfläche anhaftenden Schmutzes durch Wasser im Vergleich zur unbehandelten Oberfläche wesentlich erleichtern. Zum anderen kann eine Oberfläche auch durch die Schaffung einer sehr hydrophilen (wasseranziehenden) Oberfläche verschmutzungsresistent gestaltet werden. In diesem Fall kann das Wasser sozusagen unter die anhaftenden Schmutzpartikel kriechen und diese einfach wegschwemmen. Die Untersuchungen entstanden im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Bundesanstalt für Straßenwesen) und sind in das Projekt „Leiser Straßenverkehr“ eingebettet.

kontakt Prof. Wolfram Ressel,
Tel. 0711/685-66447
Wolfram.Ressel@isv.uni-stuttgart.de

Prof. Claus D. Eisenbach,
Tel. 0711/685-64440
cde@ipoc.uni-stuttart.de

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schonende waldnutzung

holzkohleBiomasse, meist in Form von Holzkohle, ist bei der armen Bevölkerung in ländlichen Regionen im südlichen Afrika die Energiequelle Nummer Eins. Das große Bevölkerungswachstum und die anhaltende Armut führen jedoch dazu, dass Steppen und Wälder schonungslos ausgebeutet werden. Bisher fehlen Lösungswege, die die Energieversorgung und die Ökologie unter einen Hut bringen und so eine nachhaltige Nutzung der Wälder ermöglichen. Um dies zu erreichen, haben sich Wissenschaftler aus Deutschland, Südafrika, Mosambik und Sambia zu dem internationalen Forschungsprojekt „BioModels“ zusammengeschlossen, das vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart koordiniert wird. Die Forscher wollen zeigen, wie sich durch eine nachhaltige Nutzung der vorhandenen Biomasse der lokale Energiebedarf decken lässt. Die Volkswagen-Stiftung fördert das Projekt mit 440.000 Euro.

kontakt Dr. Ludger Eltrop,
Tel. 0711/685-87816
Ludger.Eltrop@ier.uni-stuttgart.de

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politisches vertrauen

Reformblockaden in Deutschland werden gerne damit erklärt, dass der Bevölkerung das Vertrauen in die politische Führung abgeht. Ob dies tatsächlich stimmt und die Menschen Einschnitte in den Sozialstaat bei mehr politischem Vertrauen eher akzeptieren würden, untersuchen Wissenschaftler des Instituts für Sozialwissenschaften der Uni Stuttgart mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

kontakt Prof. Oscar W. Gabriel,
Tel. 0711/685-83430
oscar.gabriel@sowi.uni-stuttgart.de

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asian dream

Wie der Amerikanische Traum in den Ländern des asiatisch-pazifischen Raums interpretiert wird, untersuchen Amerikanisten der Uni Stuttgart im Rahmen des Projekts „From American Dream to Asian Dream“. Gefragt wird auch, wie sich das postkoloniale Konzept der hybriden (zusammengesetzten) Identität in Asien verändert zugunsten einer Selbstsicht, die kulturelle Einflüsse von außen selektiv zurückweist. Die Forschungen sind mit der Lehre verzahnt. Exkursionen nach Singapur, Malaysia und Australien fanden bereits statt, künftig stehen Indien und China im Fokus.

kontakt Dr. Wolfgang Holtkamp,
Tel. 0711/685-83091
wolfgang.holtkamp@ilw.uni-stuttgart.de

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gecoachte schiedsrichter

fussballUm die Ausbildung und Betreuung seiner Schiedsrichter zu verbessern, will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Nachwuchsbereich in Zukunft auf ein Mentorensystem setzen. Dabei werden talentierte Jungschiedsrichter von so genannten Schiedsrichter-Coaches begleitet, die ausnahmslos früher selbst Spitzenschiedsrichter waren. Das Ausbildungskonzept für die Begleiter entwickelte der DFB in enger Zusammenarbeit mit Sportpsychologen der Universität Stuttgart und der Deutschen Sporthochschule in Köln. Die Projektteilnehmer erwarten, dass durch die speziell geschulten Coaches Talente früher erkannt, intensiver gefördert und in schwierigen Karrieresituationen gezielter unterstützt werden können. Skandale wie der „Fall Hoyzer“ sollen durch die persönlichere Betreuung in Zukunft ausgeschlossen werden. kontakt Dr. Ralf Brand, Tel. 0711/685–63188 ralf.brand@sport.uni-stuttgart.de

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habilitationen

DR. MICHAEL NICKEL
Zoologie

DR. JUERGEN STOCKBURGER
Theoretische Physik

DR. PHIL. MARTIN BECKER
Romanische Philologie (Sprachwissenschaft)

 

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neues aus der zukunft

EXZELLENZINITIATIVE

auto_simulationDrei Projekte der Universität Stuttgart, ein Exzellenzcluster zum Thema Simulation Technology und zwei Graduiertenschulen aus den Bereichen Advanced Manufacturing Engineering und der Festkörperphysik, haben bei der zweiten Runde der Exzellenzinitiative zum Ausbau der Spitzenforschung die erste Hürde genommen. Nun wird die Uni für die ausgewählten Projekte ausgearbeitete Anträge vorlegen. Im Oktober 2007 wird entschieden, welche Projekte tatsächlich gefördert werden. Als „besonders erfreulich“ wertete es Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel, „dass zwei Projekte aus der ersten Runde, das Exzellenzcluster Simulation Technology und die Graduiertenschule Advanced Manufacturing Engineering, nun eine zweite Chance erhalten“. Dagegen konnte sich die Uni mit ihrem Zukunftskonzept „StuttTECH“, bei dem in Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungsinstituten und der Industrie neue Wege in der Forschung angedacht waren, nicht durchsetzen.

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impressum

Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Konzept und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Andrea Mayer-Grenu, Christa Feifel
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82176, Fax 0711/685-82188
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
http://www.uni-stuttgart.de/aktuelles/science

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Letzte Änderung 12.12.2007 (ws)