science 02/2006

 

 

balltorreigen für die forschungsuni

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
ob Nanofußball oder Chemieshow: Bei der Langen Nacht der Wissenschaft geben die Institute der Universität Stuttgart faszinierende Einblicke in ihre Arbeitswelt. Hinter unterhaltsamen Präsentationen stecken innovative Forschungsprojekte, dank derer die Universität Stuttgart als Forschungsstätte im In- und Ausland einen herausragenden Ruf genießt. Dies spiegelt sich auch in der Beteiligung an zahlreichen Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprojekten und Graduiertenkollegs. So ist die Uni Stuttgart derzeit bei sieben der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Sonderforschungsbereiche Sprecherhochschule und zudem an vier Transferbereichen und einem transregionalen Sonderforschungsbereich federführend beteiligt. Forschungszentren wie das neue Zentrum für Systembiologie, das interuniversitäre Zentrum für Medizinische Technologie Stuttgart-Tübingen, die Stuttgarter Laserforschung oder das neue Visualisierungsinstitut VISUS setzen Meilensteine für die Entwicklung zukunftsträchtiger Schlüsseltechnologien. Einige aktuelle Projekte stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor. Eine spannende Entdeckungsreise wünscht Ihnen

Ihr Dieter Fritsch, Rektor

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vom kicker zum rettungsroboter

roboterWenn die Fußballroboter des Instituts für Parallele und Verteilte Systeme (IPVS) der Uni Stuttgart Bälle dreschen, geht es nicht nur um Tore. Die Robocup-Vizeweltmeister dienen vielmehr der Entwicklung autonomer Systeme. Solche Systeme sind fähig, sich in ihrer Umgebung zu orientieren und ihr Verhalten selbstständig anzupassen. Damit dies in dynamischen Situationen wie einem Fußballspiel gelingt, sind viele Herausforderungen zu meistern. So müssen Sensordaten aus räumlich verteilten Quellen interpretiert und unsichere oder unvollständige Informationen wie etwa variable Lichtverhältnisse berücksichtigt werden. Zudem sind schlüssige Umweltmodelle und darauf basierende Analysen von Spielsituationen erforderlich, mittels derer durch räumlich-zeitliches Schließen, Wahrscheinlichkeitsverfahren und Methoden der künstlichen Intelligenz ein zielorientiertes Handeln ermöglicht werden soll. Im Projekt Robocup gehen die Wissenschaftler diese Fragestellungen interdisziplinär an. Dabei werden so unterschiedliche Bereiche wie Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Kybernetik vernetzt. Mögliche Anwendungen finden autonome Systeme überall dort, wo Menschen belastende oder gefährliche Tätigkeiten ausüben: Bei der Suche nach Verschütteten, bei der Minensuche in ehemaligen Kriegsgebieten oder auch bei der Kanalreinigung. Weiter gefasste Forschungsziele liegen im Bereich Lebensqualität sowie in der Interaktion von Mensch und Technik. frauenroboterSo könnten an humanoiden Robotern, die sich an den individuellen Laufstil eines Menschen anpassen, künstliche Beinprothesen erforscht werden. Zudem könnten sich die „Robbies“, die jetzt schon per Funk kommunizieren, künftig auch mit Gesten verständigen. Um diese Aspekte zu vertiefen, streben die Wissenschaftler die Kooperation mit weiteren Disziplinen wie der Medizin, Psychologie und Soziologie an. Das Robocup-Projekt könnte so auch die Kooperation interaktiver Assistenten weiter entwickeln, die durch Museen führen oder die Post ins Büro bringen.
kontakt: Frank Schreiber,
Tel. 0711/7816-258
frank.schreiber@ipvs.uni-stuttgart.de

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durchblick im cockpit

interfaceAn den äußerst komplexen Schnittstellen (Interfaces) zwischen Mensch und Maschine wie etwa im Cockpit eines Fahrzeugs nimmt der Mensch von den Anzeigern, Bedienungselementen oder aus den ablaufenden Prozessen mit allen Sinnen Informationen auf. Wie solche Interfaces ausgestaltet sein müssen, damit sie verstanden werden und zu richtigen Entscheidungen führen, untersucht das Forschungs- und Lehrgebiet Technisches Design des Instituts für Konstruktionstechnik und Technisches Design (IKTD) der Uni Stuttgart. Will man Interfaces bewerten, findet man in den Standardwerken der Ergonomie und in den geeigneten Normen Vorschläge für die konkrete Gestaltung. Im Blickpunkt stehen dabei Begriffe wie Kompatibilität, Konsistenz und Sinnfälligkeit. Allgemein gesprochen gilt, dass Kompatibilität und Sinnfälligkeit dann vorliegen, wenn bei der Gestaltung von Produkten mit Anzeiger, Bedienungs- und Wirkteil (Wirkung) gewissen Erwartungen des Benutzers entsprochen wird und erlernte Verhaltensstereotypien der Benutzer berücksichtigt werden. Für die Bewertung von Interfaces werden vorrangig sieben Anforderungskriterien herangezogen: So muss das System unter anderem in punkto Bedeutung und Bewegung kompatibel mit den Erwartungen des Benutzers sein. Zudem müssen die Komponenten wahrnehmbar, leicht zu bedienen und robust gegenüber Fehlern sein. Aus der Kombination der Bewertungskriterien entwickeln die Stuttgarter Wissenschaftler einen so genannten „Usability-Faktor“. Dieser ermöglicht es, Interfacekonzepte künftig frühzeitig, schnell und objektiv auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen.
kontakt: Prof. Thomas Maier,
Tel. 0711/685-66060
thomas.maier@iktd.uni-stuttgart.de

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materialien mit organisation

spinellMit organisierten Materialsystemen verfolgen Wissenschaftler einen innovativen Ansatz der Materialforschung. Der Begriff bezeichnet komplex-strukturierte Materialien, die über ihre physikalisch-chemische Primärstruktur hinaus eine übergeordnete Strukturierung im Nano-und Mikrometerbereich aufweisen. Diese erlaubt es, Stoffen bereits auf der Materialebene maßgeschneiderte mechanische, chemische, elektrische, magnetische oder optische Funktionen zu geben. Das Verständnis der verschiedenen Strukturbildungsmechanismen und deren Lenkung überschreiten die traditionellen Grenzen der klassischen Werkstoffwissenschaft klar. Daher intensiviert die Fakultät Chemie der Uni Stuttgart eine interdisziplinäre Forschungskooperation, die sich zu-nächst an Wissenschaftler der Werkstoff- und Materialwissenschaft, der Chemie und Physik, der Mathematik und Informatik sowie der Biowissenschaften richtet und später auch verschiedenste Ingenieurdisziplinen einbeziehen soll.
kontakt Prof. Eduard Arzt,
Tel. 0711/689-3411
hess@mf.mpg.de

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aerodynamischer torhüter

In der laserbasierten Fertigung müssen die eingesetzten Fokussieroptiken und Sensoren vor Verschmutzung und Zerstörung geschützt werden. Hierzu entwickelt das Institut für Strahlwerkzeuge der Uni Stuttgart eine Technik, bei der Spritzer und Rauchschwaden mit Hilfe eines Gasstrahls abgelenkt werden. Dabei wird das Gas in speziellen Düsen auf mehrfache Überschallgeschwindigkeit gebracht und zwischen Werkstück und Optik quer durch den Laserstrahl geblasen.
kontakt: Dipl.-Ing. Peter Berger,
Tel. 0711/685-66843
berger@ifsw.uni-stuttgart.de

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volltreffer meeresbiologie

Fünfzig Prozent der jährlich entdeckten Naturstoffe aus dem Meer stammen aus Schwämmen. In ihrer Erforschung liegt enormes Potenzial, denn aus den Substanzen lassen sich beispielsweise Anti-Herpesmittel, Kollagen für Hautcremes oder Medikamente zur Krebsbekämpfung gewinnen. Diese Ressource nutzbar zu machen, ist das Ziel des bundesweiten Forschungsprojektes BIOTECmarin. Das Biologische Institut der Uni Stuttgart leistet dabei einen wichtigen Beitrag: In den Aquarien der Abteilung Zoologie werden geeignete Schwammarten gezüchtet, nach ihrer Verwandtschaft analysiert und in Zellkulturen überführt. meeresbiologieErste Erfolge erzielten die Wissenschaftler bei einem Mittelmeerschwamm, der den Leukämie-Wirkstoff Sorbicillacton A enthält. Für die Nutzung durch den Menschen sind die Mengen jedoch zu gering. Um sie weiter zu erschließen, nutzen die Forscher ein ungewöhnliches Phänomen: In calcium- und magnesiumfreiem Meerwasser zerfällt der Schwamm zu einzelnen Zellen, die in normalem Meerwasser wieder zu einem funktionsfähigen Schwamm aggregieren. Unter bestimmten Bedingungen bilden die Einzelzellen jedoch kleine Kügelchen, die so genannten Primorphen. Diese können langfristig in Plastikschalen kultiviert werden und zeigen schwammähnliche Stoffwechselvorgänge inklusive der Produk-tion bioaktiver Substanzen. Die Stuttgarter Primorphen sind deshalb ein wichtiger Meilenstein in der Kultivierung und für die Vorarbeiten zu biotechnologischen Verfahren.
kontakt: Prof. Franz Brümmer,
Tel. 0711/685-65083
franz.bruemmer@bio.uni-stuttgart.de

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hightech hält kasten sauber

Die Ballposition in weniger als 100 Millisekunden erkennen, den Auftreffpunkt im Tor berechnen und sich an die richtige Stelle bewegen: Wenn der Tipp-Kick-Torwart am Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik (IAS) der Uni Stuttgart erfolgreich einen Schuss abwehrt, stecken dahinter höchst aktuelle Technologien der Automatisierungstechnik. So wird für die Erkennung des bis zu 70 Stundenkilometer schnellen Balls eine Hochleitungskamera eingesetzt, die in jeder Sekunde bis zu 75 Bilder aufnehmen kann. Intelligente, äußerst schnelle Algorithmen finden den Tipp-Kick-Ball darauf. Die aktuelle Position wird über eine Internetverbindung an die zentrale Steuerung übermittelt. tipp_kickDie Kamera ist somit ein Beispiel für zukünftige Sensoren, die nicht mehr nur einfach einen Wert messen, sondern komplexe Berechnungen durchführen und die Ergebnisse über schnelle Kommunikationsverbindungen ausgeben. Die zentrale Steuerung wurde auf einem modernen, leistungsfähigen Mikrocontroller realisiert, wie er beispielsweise auch in Autos zur Steuerung des Motors eingesetzt wird. Verglichen mit einem PC müssen solche Mikrocontroller extrem billig sein. Sie sind jedoch sehr langsam und haben wenig Speicherressourcen. Für ihre Software sind spezielle Konzepte erforderlich. Der Tipp-Kick-Torwart zeigt, dass Software für Mikrocontroller komponentenorientiert, aus einzelnen, mehrfach wieder verwendbaren Bausteinen entwickelt werden kann und sogar schneller ist als Software auf einem weitaus leistungsstärkeren PC. Die schnelle, zuverlässige Übertragung von Daten zur Ansteuerung des Motors wird mit Hilfe eines CAN-Busses erreicht. Ein leistungsstarker Servomotor sorgt dafür, dass sich der Torwart an die richtige Position bewegt und zuverlässig den Kasten sauber hält.
kontakt: Nasser Jazdi,
Tel. 0711/685-67303
Nasser.Jazdi@ias.uni-stuttgart.de

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ball1kolloidale minibälle

Wenn die Besucher des Fachbereichs Physik beim Mikrofußball Tore schießen, mag das wie Spielerei wirken. Mit derselben Technik können jedoch fundamentale physikalische Fragen untersucht werden. So befasst sich das 2. Physikalische Institut der Uni Stuttgart mit der Erforschung kolloidaler Teilchen. Das sind mikrometergroße Partikel, die in einer Flüssigkeit suspendiert sind. Im Unterschied zu Atomen lassen sie sich mit optischen Techniken direkt beobachten. Außerdem ist ihre Bewegung relativ langsam, was die Untersuchung dynamischer Effekte erlaubt. Dennoch gibt es viele physikalische Phänomene, die in beiden Systemen nahezu identisch ablaufen. Dort lassen sich Kolloide als Modellsysteme einsetzen. Ein Beispiel hierfür ist die Untersuchung so genannter Zellulärautomaten, einem neuen Konzept im Bereich der Informationsverarbeitung. klloidale_ballaeAnders als bei heutigen Computern wird dort die Information nicht in Form von Spannungen, sondern als Konfiguration einzelner Teilchen wie Elektronen oder Quasiteilchen kodiert. Ein Vorteil ist dabei die deutliche Verringerung der Wärmeentwicklung. Obwohl sich die technische Realisierung solcher Computer noch ganz am Anfang befindet, lassen sich mit kolloidalen Teilchen schon heute die grundlegenden Funktionsprinzipien untersuchen. Hierzu werden elektrisch geladene kolloidale Teilchen mit Hilfe von Laserstrahlen in eine Ausgangskonfiguration gebracht. Durch die Variation der Teilchenabstände lassen sich die Konfiguration der Teilchen und damit die gespeicherten Informationen nahezu beliebig verändern. Ein erstes wichtiges Resultat der Untersuchungen ist die zunächst paradoxe Beobachtung, dass ein Rauschen in solchen Zellulärautomaten dazu beitragen kann, die Zuverlässigkeit der Informationsübertragung zu verbessern. Dies hat möglicherweise große Auswirkungen auf zukünftige Computersysteme.
kontakt: Prof. Clemens Bechinger,
Tel. 0711/685-65218
C.Bechinger@physik.uni-stuttgart.de

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ball1bewegung vor dem stadion

Die Sicherheit der Stadien war vor der WM in aller Munde. Insbesondere bei den Fluchtmöglichkeiten erhielten einige Austragungsorte von der Stiftung Warentest schlechte Noten. Grundlage für die Bewertung war eine mikroskopische Simulation des Verhaltens der Stadionbesucher bei einer Evakuierung, bei der im Gegensatz zu einer makroskopischen Simulation nicht der Fluss der Fußgänger, sondern das Bewegungsverhalten jedes einzelnen Individuums simuliert wird. Letztlich stellt das Verlassen eines Raumes durch einen gemeinsamen Ausgang jedoch einen Sonderfall des alltäglichen Bewegungsverhaltens von Fußgängern im öffentlichen Raum dar, da hier von vielen Ausgangspunkten aus ein gemeinsames Ziel aufgesucht wird. Mit der Erweiterung dieses Simulationsmodells für alltägliche Situationen wie in Bahnhöfen oder Flughäfen beschäftigt sich das Institut für Straßen- und Verkehrswesen der Uni Stuttgart im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereichs Nexus. Zur Gewinnung von realen Fußgängertrajektorien für die Validierung der Simulationsumgebung wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin eine videogestützte Erhebung auf dem Campus in Vaihingen durchgeführt.
Kontakt: Florian Bitzer,
Tel. 0711/685-66431
florian.bitzer@isv.uni-stuttgart.de

 

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fußball – männersache?

frauenfussballDie WM 2006 steht im Zeichen des Männerfußballs. Schwitzende, kämpfende Sportler schmücken Produkte und Werbeflächen. Fernsehfeatures feiern den Sport und seine Spieler. Auf den Büchertischen häufen sich Sachbuch, Fiktion und Autobiographie, aber auch Ratgeber, wie Frauen die Fußball-WM überstehen. Die Wissenschaftsrichtung Gender Studies am Institut für Literaturwissenschaft der Uni Stuttgart hinterfragt solche Klischees und beschäftigt sich mit den soziokulturellen Konstruktionen von Geschlecht (Gender). Denn was männlich oder weiblich in einer Gesellschaft ist, hängt nicht vom biologischen Geschlecht ab. Kulturelle Denkmuster, legale und ökonomische Strukturen füllen die Bezeichnungen „Mann“, „Frau“ und deren Adjektive erst mit Bedeutung. Fußball und Fußballer sind „männlich“: ausdauernd, kämpferisch, tapfer, wortkarg. Trotz des Teamspiels werden sie als Einzelhelden präsentiert. Klinsmanns Beraterteam wird in diesem Zusammenhang als „Schwäche“ lesbar. Dennoch sind diese Eigenschaften nicht per se „männlich“. Erst die Berichterstattung, die Bild und Ton oder Text verknüpft und kulturelle Muster einsetzt, macht sie dazu. Die Analyse dieser Zusammenhänge leistet eine genderorientierte Literaturwissenschaft. Dass Fußball auch weiblich sein kann und somit die Bedeutungszuschreibungen in Unordnung geraten, zeigen nicht nur die Erfolge der deutschen Damen-Nationalmannschaft. Auch die Spielzeugindustrie hat die Zeichen der Zeit erkannt und eine Fußballfrau auf den Markt gebracht.
kontakt: Dr. A. Bühler-Dietrich,
Tel. 0711/685-83066
Annette.Buehler-Dietrich@ilw.uni-stuttgart.de

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optimierte vorbeugung

fussAkute Verletzungen und chronische Überlastungsfolgen an den Knie- und Sprunggelenken sind nicht nur im Fußball ein Problem. Wiederholungsverletzungen können zu chronischen Instabilitäten führen, die Operationen sowie Leistungsausfälle nach sich ziehen. Deshalb führt der Arbeitsbereich Biomechanik des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Stuttgart eine Studie zum Gleichgewichtstraining und zur Prophylaxe von Sprunggelenksverletzungen unter verschiedenen Belastungen durch. Ziel sind optimierte Trainingsprozesse, die unnötige Belastungen vermeiden und einen hohen Schutz gegen Verletzungen bieten. Moderne Messverfahren berücksichtigen eine Vielzahl an Parametern, so die Winkelgeschwindigkeit, Frequenz und Amplitude bei Sprüngen, Aktivität und Reflexverhalten der Muskeln sowie die Gelenkanatomie durch Bestimmung der Sprungachsen.
kontakt: Prof. Wilfried Alt,
Tel. 0711/685-63186
wilfried.alt@sport.uni-stuttgart.de

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hoffnungsträger nano

Drug-Delivery-Systeme sind ein Beispiel, wie Medikamente in einer Art „Nanofußball“ direkt an den Krankheitsherd transportiert werden können. Auch in anderen Branchen hat die Nanotechnologie ihren Siegeszug längst begonnen und verspricht einen gewaltigen Innovationsschub. Reinigungsprodukte, Oberflächen, Bekleidung oder Sportgeräte werden mit ihrer Hilfe optimiert. Doch mit den Erfolgen kommen auch die Fragen nach den Risiken. Immer häufiger wird die Nanotechnologie mit der Gentechnik verglichen. Um einen verantwortlichen Umgang mit den Innovationen zu sichern, haben intensive Dialoge zwischen Industrie, Wissenschaft, Behörden, Verbraucherschützern und Umweltorganisationen begonnen. Technik- und Umweltsoziologen der Uni Stuttgart begleiten diese Diskussionen und führen Medienanalysen sowie Expertenbefragungen durch.
kontakt Dr. Antje Grobe,
Tel. 0711/685-83970
antje.grobe@soz.uni-stuttgart.de

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visualisierungszentrum

Ob in animierten Wetterkarten oder Navigationssystemen, bei Crash-Simulationen oder Computertomographien: Visualisierungsmethoden haben viele Bereiche des täglichen Lebens durchdrungen und entwickeln sich zu einer immer wichtigeren Technologie an der Schnittstelle Mensch-Computer. visuszentrumDabei werden Methoden der Computergraphik und des wissenschaftlichen Rechnens kombiniert, um große Datenmengen und komplexe Sachverhalte in Bildern und Animationen anschaulich zu präsentieren. Forschung auf internationalem Niveau auf diesem modernen Gebiet der Informatik ermöglicht das neue Visualisierungsinstitut der Uni Stuttgart, (VISUS), das im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es soll zudem landesweiter Ansprechpartner für Visualisierungsthemen werden, in dem Anwender aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschungseinrichtungen Unterstützung finden.
kontakt Prof. Thomas Ertl,
Tel. 0711/7816-331
Thomas.Ertl@vis.uni-stuttgart.de

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impressum

Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Konzept und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Andrea Mayer-Grenu, Christa Feifel
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82176, Fax 0711/685-82188
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
http://www.uni-stuttgart.de/aktuelles/science

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Letzte Änderung 03.07.2006 (ws)