Nicht nur Menschen, Tiere und Computer werden von Viren befallen, sondern
auch Pflanzen. Gesundheitlich sind Pflanzenviren unbedenklich, doch in Pflanzenbaubetrieben
können sie große wirtschaftliche Schäden anrichten. Die Abteilung
Molekularbiologie und Virologie der Pflanzen des Biologischen Instituts der
Universität Stuttgart ist eine der wenigen Forschungseinrichtungen in
Deutschland, die sich mit Viruserkrankungen von Pflanzen befasst. Die Arbeitsgruppe
um Prof. Holger Jeske untersucht am Beispiel von Geminiviren, mit welchen
Mechanismen sich die Viren im Gewebe der infizierten Wirtspflanzen ausbreiten.
Hierzu müssen die Viren nicht nur die Grenzen zwischen den benachbarten
Zellen überwinden, sondern zusätzlich in die Zellkerne eintreten.
Geminiviren wie das Abutilon-Mosaik-Virus kodieren für ihren Transport
im Pflanzeninneren zwei spezielle Movement-Proteine. Besonders vielfältig
sind dabei die Aufgaben des Proteins BC1, das mit anderen Eiweißen
des Virus sowie mit den Zellkomponenten zusammenarbeitet. Die Stuttgarter
Wissenschaftler entwickelten eine Analysemethode so weiter, dass sie anzeigt,
ob das BC1-Protein für die verschiedenen Teilschritte der Transportprozesse
umgeschaltet werden kann.
Die
Ergebnisse lassen vermuten, dass BC1 ein wichtiges Steuer-Protein für die Ausbreitungsrichtung von Geminiviren ist. Dabei
greifen die Movement-Proteine der Geminiviren in die pflanzeneigenen Transportprozesse
ein und verändern sie so, dass auch die Viren mit verteilt werden. Über
den Infektionsverlauf entscheidet darüber hinaus auch die dreidimensionale
Struktur des Erbmaterials. Die Evolution zwischen Pflanzen und Viren hat über
Hunderttausende von Jahren hinweg vielfältige und wechselseitige Abwehrmaßnahmen
hervorgebracht, bei denen weitere Virusproteine zum Einsatz kommen.
Bei der
Verpackung des Genoms in Partikel spielt schließlich das Hüllprotein
eine entscheidende Rolle. Da die Viruspartikel sehr klein sind, muss die
Struktur mit Hilfe eines speziellen, hoch auflösenden Elektronenmikroskops
untersucht werden. Derzeit werden neue Strategien entwickelt, mit denen die
weltweite Ausbreitung der Viren verhindert werden kann. Ein weiteres aktuelles
Forschungsfeld sind Analysetechniken für den frühzeitigen Nachweis
von Virus-Erbmaterial schon in geringsten Mengen. Ziel ist jedoch nicht nur
die Dezimierung von Krankheitserregern. Auch die gezielte Vermehrung von
Pflanzenviren eröffnet interessante Anwendungen. Die Pflanzenvirologen
der Uni Stuttgart betreiben diese am Beispiel des Tabakmosaikvirus. Das Virus
besitzt eine röhrenförmige Protein-Hülle, welche
als Gussform für Metalldrähtchen dient. Sie können beispielsweise in der
Nanotechnologie eingesetzt werden.
Die Untersuchungen wurden im März
2006 im Rahmen der Jahrestagung des Arbeitskreises Pflanzenvirologie der
Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft in Freudenstadt diskutiert. An
der praxisnahen, von Exkursionen begleiteten Veranstaltung mit Verwaltungsfachleuten
und Förstern nahmen rund 70 Besucher teil.
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Dr.Christina Wege, Tel. 0711/685-65073
christina.wege@bio.uni-stuttgart.de
Die Miniaturisierung in der Mechanik und Elektronik sowie neuartige Materialien
und Fertigungsverfahren ermöglichten die Entwicklung winziger Mittelohrprothesen,
die bei Schwerhörigkeit Abhilfe schaffen können. Für die optimale
Ausgestaltung und Implantation war man bis vor wenigen Jahren jedoch weitgehend
auf das Prinzip Versuch und Irrtum angewiesen. Lasergestützte Messverfahren,
kombiniert mit neuen Berechnungs- und Simulationsmethoden, erlauben es am
Institut für Technische und Numerische Mechanik der Uni Stuttgart nun,
die komplexen Bewegungen der Gehörknöchelchen bei natürlichen,
krankhaften oder rekonstruierten Gehören zu analysieren und das Schallübertragungsverhalten
zu erforschen. Untersucht werden unter anderem der Einfluss unterschiedlicher
Frequenzen der Anregung und Druckverhältnisse im Gehör sowie die
Größe und Platzierung der passiven oder aktiven Implantate. Auch
unterschiedliche Krankheitsbilder und ihr Verlauf werden simuliert. Ziel
ist eine qualitative Optimierung der Hörhilfen bei mehr Komfort und
Sicherheit für den Patienten.
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Dr. Albrecht Eiber, Tel. 0711/685-66393
eiber@itm.uni-stuttgart.de
Sauerstoffoxidationen spielen bei der Verarbeitung von Erdöl oder nachwachsenden
Rohstoffen eine wichtige Rolle. Das Element ist jedoch träge und in
der Wahl seiner Oxidationspartner zudem nicht wählerisch. Ein neuer
Sonderforschungsbereich (SFB) unter Federführung der Universität
Stuttgart entwickelt Wege, um die Reaktivität von Sauerstoff zu erhöhen
und gleichzeitig die Selektivität von Oxidationen zu verbessern. Für
die Grundlagenforschung und für industrielle Anwendungen ist dies von
großem Interesse, denn die Oxidationsprodukte sind wichtige Zwischenstufen
auf dem Weg zu höher veredelten Feinchemikalien, Farbstoffen, Polymerbausteinen
und pharmazeutischen Wirkstoffen. Im Fokus stehen Katalyse-Verfahren, bei
denen der Ablauf der chemischen Prozesse durch Beigabe eines zusätzlichen
Stoffes beschleunigt wird. Die Wissenschaftler setzen ihre Hoffnung auf Feststoffkatalysatoren,
wie sie bei der Reinigung von Autoabgasen bekannt sind. Auch edelmetallhaltige,
lösliche Katalysatoren sowie Enzyme und Mikroorganismen als Biokatalysatoren
werden untersucht.
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Prof. Sabine Laschat,
Tel. 0711/685-64565
sabine.laschat@oc.uni-stuttgart.de

Scheibenlaser gehören zum Innovativsten, was die Laserforschung derzeit
zu bieten hat. Die heute bekannte Fasertechnologie für die Strahlführung
vom Lasergerät zur Bearbeitungsstation ist jedoch nicht geeignet, um
den angestrebten Leistungsdichten standhalten zu können und gleichzeitig
robuste Strahlführungseigenschaften zu gewährleisten. Eine neue
Produktionsanlage am Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Uni Stuttgart
wird die Herstellung neuartiger optischer Fasern ermöglichen, die die
Strahlführung bei Scheibenlasern optimiert. Hierfür erhielt das
Institut Förder-mittel in Höhe von 1,825 Millionen Euro. Die Einrichtung
umfasst auch eine Anlage zur Preformherstellung und einen Faser-Ziehturm.
Die Stuttgarter Laserforscher versprechen sich von der Technik auch neue
Anwendungsmöglichkeiten wie etwa im Bereich der Prozessüberwachung.
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Friedemann Lichtner,
Tel. 0711/351451 28
Friedemann.Lichtner@ifsw.uni-stuttgart.de
In dieser Rubrik stellen wir neue Patente für den Technologietransfer
vor. SCHALLANREGUNG Am Institut für Angewandte und Experimentelle Mechanik
wurde ein Verfahren zur aktiven Schallregelung an transparenten Flächen
entwickelt. Es nutzt Fensterflächen (etwa im Auto) als Lautsprecher.
Die Durchsichtigkeit wird davon nicht beeinträchtigt. oebels@tlb.de
LAMINARHALTUNG Das Institut für Aerodynamik und Gasdynamik entwickelte
eine neue Methode, um die Stabilität von laminaren 3D-Grenzschichtströmungen über
Flugzeugtragflächen oder Rotoren von Windrädern zu verbessern.
Es senkt den Luftwiderstand und erhöht die Effizienz der Maschinen. ott@tlb.de
Newsletter zu Patenten:
http://www.tlb.de/servlet/is/2518/
Mikrowellen bieten großes Potential für die kostengünstige,
energiesparende und schnelle Aushärtung von Faserverbundstoffen im Automobil-
und Flugzeugbau. Die Erzeugung und Steuerung eines homogenen Mikrowellenfeldes
sind jedoch schwierig. Einen neuen Ansatz bildet das System Hephaistos, das
am Forschungszentrum Karlsruhe entwickelt und gemeinsam mit dem Institut
für Flugzeugbau (IFB) der Uni Stuttgart nutzbar gemacht wird. Im Mai
nimmt das IFB eine von der Firma Vötsch gebaute Prototypanlage in Betrieb.
Sie ist neben der weltweit modernsten Textilmaschine installiert. Dadurch
kann das IFB die gesamte Prozesskette von der Herstellung der Faserstrukturen über
die Injektion des Harzes bis zur Aushärtung darstellen. Im Sommer startet
ein BMBF-Verbundforschungsvorhaben, an dem unter anderem Porsche und EADS
beteiligt sind.
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Prof. Klaus Drechsler,
Tel. 0711/685-62411
drechsler@ifb.uni-stuttgart.de
Die
Rekord-Pegelstände an Elbe und Donau schärften das Bewusstsein,
dass es eine absolute Sicherheit gegen extremes Hochwasser nicht geben kann.
Vor diesem Hintergrund forschen Wissenschaftler aus ganz Deutschland im Rahmen
des Projekts RIMAX (Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse) an Möglichkeiten
zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. Auch zwei Institute der Uni Stuttgart
sind an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit mehr
als 20 Millionen Euro geförderten Forschungsvorhaben beteiligt. Versagen
bei Hochwasser die Deiche, hat dies schwerwiegende wirtschaftliche, soziale
und ökonomische Konsequenzen. Deshalb entwickelt das Institut für
Geotechnik gemeinsam mit dem Institut für Wasserbau Verfahren, um die
Zuverlässigkeit von
Deichen
zu bestimmen und die Risiken eines Bruches abzuschätzen. Maßgebend sind hierbei geotechnische Einflussgrößen
wie die Materialbeschaffenheit und der Aufbau des Deiches sowie hydrologische
und hydraulische Belastungsfaktoren wie Höhe und Dauer des Wasserstandes
einschließlich winderzeugter Wellen. Ausschlaggebend für die Risikobetrachtung
ist die stochastische Natur dieser Variablen. Eine weitere Säule des
Hochwassermanagements sind Rückhaltebecken und Polder. Durch deren Flutung
können allerdings erhebliche Mengen an Schadstoffen, welche durch das
Hochwasserereignis mobilisiert werden, in die Retentionsräume und Überflutungszonen
gelangen. Die Problematik des Schadstoffeintrags wird am Institut für
Wasserbau, die Auswirkungen auf die Boden- und Landnutzung am Institut für
Bodenkunde und Standortslehre an der Uni Hohenheim bearbeitet. An zwei konkreten
Fallbeispielen im Einzugsgebiet der Flüsse Rems und Erft sollen hierzu
modellgestützte Strategien zur Ausnutzung planerischer, baulicher und
betrieblicher Möglichkeiten entwickelt und erprobt werden. Sämtliche
Forschungsergebnisse werden in ein integratives Bewirtschaftungskonzept für
Trockenbecken und Polder zur Hochwasserrückhaltung übernommen,
das vom Erftverband erstellt wird. Berücksichtigt werden insbesondere
Faktoren wie Bodenart, Bodennutzung, Bodenerosion, potentielle Schadstoffquellen
aus Siedlung und Landwirtschaft sowie die hydrologischen und hydraulischen
Verhältnisse des Einzugsgebietes.
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Prof. Pieter A. Vermeer,
Tel. 0711/685-62436
vermeer@igs.uni-stuttgart.de
Prof. Bernhard Westrich,
Tel. 0711/685-66158
Westrich@iws.uni-stuttgart.de
Als Anfang des Jahres ein Kran auf die Neubauten der
Stuttgarter Messe stürzte,
waren Kranunfälle plötzlich in aller Munde. In der Tat lassen sich
etwa 60 Prozent der meldepflichtigen Unfälle mit Hebezeugen auf Krane
zurückführen, und fast die Hälfte davon geht auf das Konto
von Brücken- und Portalkranen. Das Institut für Fördertechnik
und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart baut gemeinsam mit dem
Institut für
Arbeitswissenschaft
und Technologiemanagement (IAT) einen Virtual-Reality Simulator (VR-Simulator)
eines flurgesteuerten Krans, mit dessen Hilfe sich unterschiedlichste Gefahrsituationen
realitätsnah
abbilden und trainieren lassen. Klassische Auslöser von Kranunfällen
sind mangelhaft angeschlagene Lasten oder das Eindringen von Personen beziehungsweise
Gegenständen in die Gefahrenzone. Oft spielt auch ein Fehlverhalten
des Kranfahrers eine Rolle. Denn in den Schulungen für flurgesteuerte
Krane nimmt sich der praktische Anteil im Vergleich zur Theorie recht gering
aus. Auf ein realistisches Gefahrentraining wird verzichtet, zumal dies mit
der Gefährdung von Menschen oder Gütern einherginge. Der VR-Simulator
am IFT ermöglicht es, Gefahrensituationen gezielt zu trainieren. Zudem
wird untersucht, wie sich dies auf die Fähigkeit der Kranführer
auswirkt, richtig auf Gefahrensituationen zu reagieren. Hierzu werden zwei
Versuchsgruppen gebildet. Beide Gruppen erhalten eine Kranschulung, wobei
eine Versuchsgruppe eine herkömmliche Schulung an einem realen Kran
durchläuft, während die zweite Gruppe eine überhöhte
Gefahrenschulung an einem VR-Simulator erfährt, der den eingesetzten
realen Kran sowie dessen Umgebung realistisch abbildet. Dabei werden unterschiedlichste
Unfallszenarien dargestellt und die korrekte Verhaltensweise des Kranführers
trainiert. Schließlich findet ein Vergleichstest am realen Kran statt,
bei dem in einem Hindernisparcours einzelne Gefahrsituationen inszeniert
werden. Beim Durchfahren werden die benötigte Zeit sowie die Zahl der
Fehler aufgenommen; zusätzlich werden die Reaktionen auf die abgebildeten
Gefahrsituationen bewertet.
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Jesper Folz, Tel. 0711/83779
folz@ift.uni-stuttgart.de
Oft
wird vermutet, dass Landtagswahlen als Stimmungstest für die
Regierung auf Bundesebene dienen. Die Abteilung I des Sozialwissenschaftlichen
Instituts
der Uni Stuttgart sowie Wissenschaftler der Universitäten Halle-Wittenberg
und Köln untersuchen, ob dies zutrifft. Jüngster Anlass:die
Landtagswahl in Baden-Württemberg. Ziel des von der DFG geförderten
Forschungsprojekts ist es, auf der Basis der einschlägigen wahlsoziologischen
Erklärungsmodelle
dieEinflussfaktoren der
Stimmabgabe bei Landtagswahlen im Zeit- und Ländervergleich
zu untersuchen. Es sei davon auszugehen, dass die Berliner Politik die Stimmung
im Land in den letzten Wochen vor der Wahl entscheidend prägte, stellte
Professor Oscar W. Gabriel fest. Nach den Ergebnissen der letzten Vorwahlumfrage
von Infratestdimapwar
für 55 Prozent der Wähler die Landespolitik
entscheidend, für 31 Prozent die Bundespolitik.
Dagegen waren Stimmenthaltungen
bei 49 Prozent der Wahlberechtigten auf bundespolitische Faktoren zurückzuführen.
Die Wissenschaftler
untersuchten dabei auch, warum Ministerpräsident
Günther Oettinger gegenüber Herausforderin Ute Vogt die Nase vorne
hatte: Zwar fanden die Wähler Vogt sympathischer, Oettinger jedoch wurde
als sachkundiger eingeschätzt.
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Prof. Oscar W. Gabriel,
Tel. 0711/685-83430
Oscar.gabriel@sowi.uni-stuttgart.de
Die Nationalsozialisten hatten eine Ausweitung des Holocaust auf das damalige
Palästina geplant und mit arabischer Hilfe versucht, die Entstehung
eines jüdischen Staates zu verhindern. Zu diesem Ergebnis kommen Untersuchungen
der Forschungsstelle Ludwigsburg am Historischen Institut der Uni Stuttgart.
Demnach stand zur Ermordung der nach Palästina geflohenen Juden ab
Sommer 1942 in Athen ein Einsatzkommando in Bereitschaft. Verhindert wurde
die geheime Kommandosache durch die Niederlage von General Erwin Rommel
in Ägypten. Die Forschungsergebnisse erschienen in der Reihe Deutsche,
Juden, Völkermord, Darmstadt 2006.
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Prof. Klaus-Michael Mallmann,
Tel. 07141/913819
michael.mallmann@po.hi.uni-stuttgart.de
Um die viel versprechenden Neuerungen im Bereich der medizinischen Technologie
weiterzuentwickeln, haben die Universitäten Stuttgart und Tübingen
das bundesweit erste Interuniversitäre Zentrum für Medizinische
Technologie (IZST) gegründet. Einen Überblick über die aktuellen
Forschungsprojekte gibt der Ende Mai erscheinende Stuttgarter Unikurier
Nr. 97 in seinem Themenschwerpunkt Medizinische Technologie. Das Heft ist über
die Presse-stelle der Uni zu beziehen.
DR. BEATE CERANSKI
Geschichte der Naturwissenschaften
DR.
PHIL. BETTINA HEY’L
Neuere Deutsche Literatur
DR. RER. NAT. ADOLF GIESEN
Lasertechnik
DR. RER. NAT. PEDRO JOSÉ MARRÓN
Informatik
DR.
JOCHEN HALFAR
Geologie und Paläontologie
DR.-ING. JOHANNES ENGELS
Geodäsie
Was wird aus verfallenden Ortskernen und wuchernden Schlafsiedlungen auf
dem Land, wenn die Bewohner schwinden? Fragen wie dieser geht das Institut
für Geographie der Universität Stuttgart im Rahmen des Projekts
MELAP (Modellvorhaben zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch
Stärkung des innerörtlichen Potentials) des Ministeriums für
Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR) nach.
Die Grundidee ist eine zukunftsorientierte Flächennutzungsplanung,
die auf neue Wohnbaugebiete auf wertvollen, meist noch landwirtschaftlich
genutzten Böden weitestgehend verzichtet. Stattdessen sollen geeignete
Freiflächen und leer stehende Gebäude im bebauten Bereich stärker
als bisher genutzt werden. Im März wurden im Rahmen einer gemeinsam
mit dem MLR ausgetragenen interdisziplinären Hochschultagung die ersten
Ideen diskutiert. Dabei ergaben sich zwei Forschungsschwerpunkte: Zum einen
wird nach Wegen gesucht, um in der Bevölkerung die Akzeptanz und einen
Bewusstseinswandel zur Eindämmung des Flächenverbrauchs zu erreichen.
Zum zweiten wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche regionalplanerischen
Strategien der Politik für unterschiedlich strukturierte ländliche
Räume zu empfehlen sind.
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Dr. B. Malburg-Graf,
Tel. 0711/685-81407
barbara.malburg@geographie.uni-stuttgart.de
Herausgegeben im Auftrag des Rektorats der Universität Stuttgart
Konzept
und Gestaltung: Dr. Ulrich Engler
Redaktion: Andrea Mayer-Grenu,
Christa Feifel
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart
Tel. 0711/685-82176, Fax 0711/685-82188
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Druck: Schwäbische Druckerei GmbH, Stuttgart
ISSN 1618-5676 (Print)
ISSN 1611-0471 (Internet)
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Letzte Änderung 10.05.2006 (es)