Direkt zu

 


zur Startseite

Gelungene Festveranstaltung zur Vergabe der Deutschlandstipendien an der Uni Stuttgart

Deutschlandstipendium
Julia Gampfer und Thomas Jäger
(ZF-Lenksysteme) nehmen die
Studierenden Markus Maul
(Maschinenbau, links) und Michael Just
(Fahrzeugtechnik, rechts) in ihre Mitte.

Get-Together der Engagierten

Eine Festveranstaltung hat am 10. Februar Förderer und Stipendiaten des Deutschlandstipendiums an der Uni Stuttgart zusammengebracht. 0,45 Prozent aller Studierenden einer Uni sollen in der ersten Runde im Rahmen des von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Deutschlandstipendiums gefördert werden. An der Uni Stuttgart entspricht dies 87 Studierenden. Dank des großen Interesses vonseiten der Förderer war diese Vorgabe schnell erfüllt. Für 2012 hat der Bund die maximale Förderquote auf ein Prozent erhöht – in Zukunft können somit noch mehr Studierende gefördert werden. 

„Das Engagement der Förderer kann gar nicht genug gewürdigt werden“, betonte Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel: „Kluge, engagierte Köpfe von morgen müssen unterstützt werden, unsere Förderer haben das erkannt und unsere Studierenden haben es verdient.“ Hinter der Innovationskraft eines Landes stehen Menschen, Hochschulen, Universitäten, Studierende. Für den „Patentweltmeister IBM“ sei es daher nur konsequent, sich beim Deutschlandstipendium zu engagieren, erklärt Prof. Matthias Landmesser von IBM Deutschland. Auch bei der Robert Bosch GmbH war schnell klar, dass man mitmachen wird. „Besonders gefallen hat uns, dass als Auswahlkriterien nicht nur die guten Noten, sondern auch die Social Skills herangezogen wurden“, sagt Renate Neuffer. 

Ausgewählt wurden die Stipendiaten anhand ihrer Leistungen, aber außerfachliches Engagement, zum Beispiel im sozialen Bereich oder besondere familiäre Umstände, kamen zum Tragen. Die Förderung in Höhe von 300 Euro monatlich über mindesten zwei Semester teilen sich private Förderer, zu denen weltweit bekannte Unternehmen zählen, und der Bund. Wichtig ist es Uni-Rektor Ressel, dass beim Deutschlandstudium auch die weniger techniknahen Studiengänge, insbesondere die Geisteswissenschaften, berücksichtigt werden. Möglich macht dies die Vorgabe, zwei Drittel der Fördersumme zweckgebunden für Studierende eines bestimmten Studiengangs einzuwerben, ein Drittel nicht zweckgebunden.

Sie wollen beim Studium weiterhin 100 Prozent geben, der Student der Verfahrenstechnik, Sebastian Egger, und Sabrina Paulus, die Architektur und Stadtplanung studiert. Beide Stipendiaten freuen sich über diese Anerkennung ihrer Leistung, ihres ehrenamtlichen Engagements und sehen sich als „ganze Person erfasst“.


Positive Stimmen auf beiden Seiten

„Ich bin stolz auf mich“, sagt Katja Legat strahlend. Zusammen mit anderen Studierenden der Luft- und Raumfahrttechnik steht sie bei ihrem Förderer, der Siemens AG. Gerade richtig zur Prüfungsvorbereitung kommt für Christoff Kirchmaier die Unterstützung, der erstaunt erfahren hat, dass Siemens Turbinen produziert und großes Interesse an Ingenieuren der Luft- und Raumfahrttechnik hat. Tilmann auf dem Kampe, Teamleiter bei Siemens AG Energy Sector, sieht im Deutschlandstipendium eine gute Möglichkeit, um in Zeiten des Nachwuchskräftemangels die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge attraktiver zu gestalten und zugleich auch die Studierenden anderer Fächer zu unterstützen. „Das Geld ist das eine, unser Ziel ist es, mit den Stipendiaten in Kontakt zu bleiben“, sagt auf dem Kampe. Kollege Anton Kierig gefällt es, dass beim Deutschlandstipendium nicht nur auf die Noten geschaut wird.

Dieter Deichsel von PLAN FORWARD ist sehr gespannt auf das Treffen mit den Stipendiaten, an die man den gesammelten Erfahrungsschatz des Unternehmens weitergeben wolle. In die Freude mischt sich freilich auch Eigennutz: „Wir können näher an der Uni und an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung dran sein.“ Etwas Sinnvolles wollte der Gewinner des Deutschen Zukunftspreises 2010, Andrzej Grzesiak, mit seinem Gewinn machen. Nun unterstützt er unter anderem die Studierenden der Uni Stuttgart und freut sich: „Hier habe ich selber einmal studiert.“

Das Trio Corporate Social Responsibility (CSR), Nachwuchskräftegewinnung und die Verbindung zur Uni Stuttgart, zeichnet das Deutschlandstipendium aus, findet Thomas Jäger, Leiter Zentrale Personalentwicklung bei ZF-Lenksysteme. „Eine super Entlastung“, freut sich Michael Just, nun kann der Student der Fahrzeugtechnik mehr Zeit fürs Lernen investieren. Zusammen mit Markus Maul, der Maschinenbau studiert, will er nun seinen Förderer näher kennenlernen. „Frühzeitig junge, vielversprechende Talente fördern, ist wichtig – für beide Seiten“, erklärt Dr. Martin Mähler, Leiter University Relation bei IBM Deutschland. Hannah Hoffelder fühlt sich als Deutschlandstipendiatin „unheimlich geehrt“. Gerade hat die Studentin der technisch orientierten BWL erfahren, dass Absolventen ihres Fachs bei IBM durchaus gefragt sind. Julia Alber


Kontakt:
Andrea Biallas
Dezernat Studium und Promotion
Tel.: 0711/ 685-82228
E-Mail
www.uni-stuttgart.de/deutschlandstipendium