Uni-Infos vom 5.12.2011
Stadtentwicklung: Gentrifizierung
Dr. Andrej Holm von der HU Berlin ist am Donnerstag, den 8. Dezember 2011 Gastreferent am Institut Wohnen und Entwerfen der Universität Stuttgart. Im Fachbereich Architektur- und Wohnsoziologie wird er über seinen Forschungsschwerpunkt „Gentrifizierung“ sprechen. Dieser Fachbegriff beschreibt einen bestimmten sozioökonomischen Umstrukturierungsprozess von urbanen Quartieren, insbesondere die Aufwertung von Stadtvierteln und den damit verbundenen Konflikten. „Gentrifizierung“ gilt mittlerweile nicht mehr nur als wissenschaftliche Größe, sondern hat als Thema die realen Auseinandersetzungen in den Städten erreicht.
Zeit: 8. Dezember 2011, 15.45 Uhr
Ort: Campus Stuttgart-Stadtmitte, Keplerstr. 17, Hörsaal 17.02
Angst, Furcht und Komik.
Prof. Karl Eibl von der LMU München hält auf Einladung des Fachbereichs Neuere Deutsche Literatur der Universität Stuttgart am Mittwoch, den 14. Dezember einen Vortrag unter dem Titel „Angst, Furcht und Komik. Eine bio-anthropologische Skizze". Den Ausgangspunkt seiner Betrachtungen findet Eibl bei Friedrich Nietzsche: Für Nietzsche entsteht das Komische im Übergang aus augenblicklicher Angst in einen Zustand von kurzem Übermut.
Zeit: 14. Dezember 2011, 18.00 Uhr
Ort: Campus Stuttgart-Stadtmitte, Keplerstr. 17, Raum 17.25
Das historische Erbe des Ersten Weltkriegs
Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek lädt zum Abschiedsvortrag von Prof. Gerhard Hirschfeld vom Historischen Institut der Universität Stuttgart, mit dem Thema „Ursächlich und wegweisend: Das historische Erbe des Ersten Weltkriegs“. Der Vortrag erörtert den Charakter des ersten industrialisierten Massenkrieges und seine Bedeutung für das nachfolgende Zeitalter. Zugleich fragt er nach dem Stellenwert des Ersten Weltkriegs in Hitlers Ideologie und Politik und erörtert die nationalsozialistische Instrumentalisierung des deutschen Weltkriegsgedächtnisses im Kontext des Zweiten Weltkriegs.
Gerhard Hirschfeld ist seit 1997 Professor am Historischen Institut der Universität Stuttgart. Von 1989 bis 2011 leitete er die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek. Seine Forschungsinteressen gelten unter anderem der Kultur- und Erinnerungsgeschichte der beiden Weltkriege sowie der Geschichte der Niederlande im 20. Jahrhundert.
Zeit: 15. Dezember 2011, 18.00 Uhr
Ort: Württembergische Landesbibliothek, Konrad-Adenauer-Str. 8, Vortragsraum
Conrads erhält Ehrendoktorwürde
Prof. em. Norbert Conrads, bis 2003 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Stuttgart und Leiter des Projektbereichs „Schlesische Geschichte“, wurde am 15. November 2011 von der polnischen Universität Wrocław (Breslau) für seine Verdienste um die historische Wissenschaft und seine langjährigen Kontakte zur Universität Wrocław mit der Würde eines Doktors honoris causa ausgezeichnet.
