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Entwicklung für Elektromobilität wird gestärkt

Nr. 5 vom 20. Januar 2012

Uni Stuttgart ist am erfolgreichen Spitzencluster beteiligt

Der Cluster „Elektromobilität Süd-West“ gehört zu den fünf Siegern des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Universität Stuttgart ist mit dem Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK) und dem Institut für Elektrische Energiewandlung (IEW) an dem Cluster beteiligt. Auch die mit der Uni Stuttgart eng verbundenen Einrichtungen FKFS (Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren) und ASCS (Automotive Simulation Center Stuttgart) gehören zu den Partnern des Clusters. Mit der Auszeichnung ist eine Förderung in Höhe von 40 Millionen Euro für Forschungsprojekte verbunden, die die Entwicklung großserienfähiger Elektrofahrzeuge, deren Produktion, Ladetechnologien und IT-Lösungen vorantreiben sollen.

„Wir sind sehr froh, dass unser Antrag erfolgreich war. Jetzt werden wir unser Können auf diesem Gebiet zeigen, die Universität gemeinsam mit den entsprechenden Partnern in der Automobilregion Stuttgart und Baden-Württemberg“, erklärt Prof. Jochen Wiedemann vom IVK. Die Universität ist in der Hauptsache mit zwei Schwerpunkten beteiligt: dem Projekt BIPoL (Berührungs­loses, induktives und positionstolerantes Ladekonzept für elektrisch angetriebene Fahrzeuge) und dem Bereich Integriertes Thermomanagement. Beim letzteren geht es darum, eine sinnvolle Lenkung und Steuerung der Wärmeströmung im Fahrzeug zu erreichen. Dies ist bei Elektrofahrzeugen von besonderer Bedeutung, da die Heizung in Konkurrenz zum Antrieb steht. Die Wärme sollte also nicht nur aus der Batterie-Energie stammen, sondern auch von anderen Fahrzeugkom­ponenten, die Wärme abgeben, um den notwendigen Fahrkomfort zu bieten.
 
Herausragende Innovationen durch Zusammenarbeit
„In Clustern werden die Ideen von heute in das Wachstum von Morgen umgesetzt“, sagte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, bei der Pressekonferenz in Berlin. Im Cluster Elektromobilität Süd-West sei die Zusammenarbeit von führenden Fahrzeugherstellern, Zulieferern, Energieversorgern, IKT-Unternehmen und Maschinenbauern sowie exzellenten Hochschul- und Forschungsinstituten weltweit unvergleichlich. Das bilde die optimale Ausgangslage für die Entwicklung und Herstellung von Spitzenprodukten und den Aufbau von einzigartigem Know-how. „Gerade in der Elektromobilität braucht man die Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg, um Deutschland zum Leitanbieter für innovative Mobilitätslösungen zu machen und langfristig Arbeitsplätze zu sichern“, erläutert Franz Loogen die Jury-Entscheidung. Loogen ist Geschäftsführer der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie, e-mobil BW GmbH, die den Cluster Elektromobilität Süd-West organisiert. Bis zum Jahr 2020 können allein in Baden-Württemberg laut einer Fraunhofer-Studie 10.000 neue Jobs durch Elektromobilität entstehen. Durch kooperative Zusammenarbeit in der Forschung und einer engen Vernetzung von Industrie, Wissenschaft und Politik könnten im Cluster Elektromobilität Süd-West rasch Lösungen gefunden und Innovationen schnell in marktfähige Produkte umgesetzt werden.
 
Land Baden-Württemberg unterstützt Clusterentwicklung
Der Zeitraum der Bundesförderung beträgt fünf Jahre und endet 2017. Für den gesamten Zeitraum sind bereits zahlreiche innovative Projekte definiert und beantragt. Zum Beispiel sollen neue Produktionsverfahren die Kosten für die Herstellung von Energiespeichern senken. Neue Konzepte für eine vernetzte Mobilität, kabelloses Laden oder ein neuartiges Diagnosemanagement zielen neben den Kosten auch auf Handhabbarkeit, Komfort und Umweltverträglichkeit ab. Mit ersten Ergebnissen kann bereits 2014 gerechnet werden. Aufbauend auf den Projekten im Spitzencluster-Wettbewerb sollen mit einer zusätzlichen Förderung durch das Land Baden-Württemberg weitere Maßnahmen zur Clusterentwicklung umgesetzt werden. Die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Internationalisierung des Clusters bilden dabei zentrale Elemente und sollen zum einen die bestehenden Arbeitsplätze sichern und zum anderen den Standort Baden-Württemberg attraktiver für neue Arbeitskräfte machen.
 
Informationen zum Spitzencluster-Wettbewerb unter: http://www.bmbf.de/press/3224.php
Weitere Informationen
zum Projekt BIPol:
Prof. Hans-Christian Reuss, IVK, Tel. 0711/685 - 68501
e-mail: hans-christian.reuss@ivk.uni-stuttgart.de
zum Integrierten Thermomanagement:
Prof. Jochen Wiedemann, IVK, Tel. 0711/685 - 65601
e-mail: jochen.wiedemann@ivk.uni-stuttgart.de

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