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unilogo Universität Stuttgart

Pressemitteilung Nr. 16 vom 20. März 2009

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400 Jahre neuzeitliche Astronomie

Vor 400 Jahren – nämlich im Jahr 1609 - wurde durch die bahnbrechenden Erkenntnisse und Entdeckungen der Forscher Johannes Kepler (1571 – 1630) und Galileo Galilei (1564 – 1642) die moderne Astronomie eingeläutet. In jenem Jahr erschien Keplers astronomisches Hauptwerk, die „Astronomia Nova“, das die Theorie der Planetenbewegung grundlegend verändert und der Astronomie den Weg zur Erforschung der Mechanik der Himmelsbewegung eröffnete. Zum ersten Mal in der Geschichte der Astronomie wurde eine einheitliche, für alle Planeten gleichermaßen gültige Bahntheorie entwickelt. Ebenfalls im Jahr 1609 richtete Galilei als erster Mensch ein Fernrohr auf Himmelsobjekte und entdeckte Krater sowie Berge und Täler auf dem Mond, vier Monde des Planeten Jupiter, Phasen der Venus und dass die Milchstraße nicht aus „Nebel“ besteht. Dies war der Anfang der Teleskop-Astronomie. Kepler und Galilei haben mit ihren Werken entscheidende Beiträge für ein Fundament geleistet, auf dem seither Generationen von Forschern aufbauen konnten – auch die heutige moderne Raumfahrt. Die Vereinten Nationen haben daher das Jahr 2009 zum internationalen Jahr der Astronomie ausgerufen. Weltweit laden Vorträge, geführte Himmelsbeobachtungen und viele weitere Highlights die Öffentlichkeit ein, beim Blick in Richtung Weltraum zu staunen.


Gemeinsam mit den Universitäten Tübingen und Stuttgart feiert die Kepler-Gesellschaft dieses Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen in Stuttgart, Tübingen, Sindelfingen, Böblingen und Weil der Stadt. „Baden-Württemberg hat zahlreiche exzellente Forschungseinrichtungen, die unsere Erkenntnisse über die Sterne und das Weltall erweitern. Die von der Kepler-Gesellschaft und den Universitäten Stuttgart und Tübingen durchgeführte Veranstaltungsreihe zum Jahr der Astronomie bietet aktuelle Einblicke in diese faszinierende Wissenschaft. Ich begrüße sehr, dass damit der Zugang zu neuen astronomischen Erkenntnissen gefördert und erleichtert wird“, so Staatssekretär Dr. Dietrich Birk anlässlich der Auftaktveranstaltung am 20. März im Stuttgarter Haus der Wirtschaft vor  rund 450 Gästen.


Prof. Manfred Fischer, Vorsitzender der Kepler-Gesellschaft, sagte zum Auftakt der Veranstaltungen: „Die Kepler-Gesellschaft beginnt mit dem heutigen Festakt gemeinsam mit den Universitäten Stuttgart und Tübingen die Veranstaltungsreihe „400 Jahre neuzeitliche Astronomie“ mit insgesamt 13 Veranstaltungen im Raum Stuttgart. Dabei wird der Bogen gespannt vom Beginn der neuzeitlichen Astronomie vor 400 Jahren bis zu neuesten Entdeckungen und Entwicklungen in der Astronomie, Astrophysik und Raumfahrt. Durch die Veranstaltungen sollen die breite Öffentlichkeit und – ganz im Sinne von Johannes Kepler - vor allem auch die junge Generation wieder verstärkt für die intensive Beschäftigung mit Naturwissenschaft und Technik gewonnen werden.“


„Raumfahrt und Astronomie haben an der Universität Stuttgart eine lange Tradition. Sie spiegelt sich unter anderem in zahlreichen Forschungsprojekten in den Bereichen Weltraumforschung und Astrophysik, in dem an der Uni Stuttgart angesiedelten Stratosphärenobservatorium Sofia wie auch in dem hervorragenden Ruf, den die Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie - die bundesweit größte ihrer Art - in der Lehre genießt“, so der Rektor der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel. „Dies möchten wir im Jahr der Astronomie einer breiten Öffentlichkeit sichtbar machen und die Neugier für diese Themenfelder wecken.“
„Ich bin hoch erfreut, das internationale Jahr der Astronomie gemeinsam mit unseren Partnern  mit einer solchen Fülle von Veranstaltungen begehen zu können“, so der Rektor der Universität Tübingen, Prof. Bernd Engler. „Dies freut mich umso mehr, als einer der beiden Protagonisten für dieses Jahr mit Johannes Kepler ein Alumnus der Universität Tübingen ist. Von den Anfängen der Astronomie in Tübingen mit Johannes Stöffler vor 500 Jahren über Kepler bis zu unseren heutigen Forschungsschwerpunkten in der Astronomie spannt sich ein Bogen der Kontinuität. Einen unserer Exzellenzbereiche, das Kepler Center for Astro and Particle Physics, haben wir nach ihm benannt. Hier sollen entscheidende Fortschritte in interdisziplinärer Zusammenarbeit auf einem der jüngsten Teildisziplinen der Physik, der Teilchenphysik, gewonnen werden. Das ganze Spektrum von Vergangenheit und Gegenwart der Astronomie wollen wir in unserer Tübinger Ringvorlesung ausbreiten und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen.“

"Aktivitäten im Internationalen Jahr der Astronomie" unter: /presse/2009/16a.html


Pressekontakte:
Kepler-Gesellschaft: Prof. Manfred Fischer, Tel. 07033/7318, e-mail: m.i.fischer@t-online.de
Universität Stuttgart: Birgit Vennemann, Tel. 0711/685-82122, e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Universität Tübingen: Michael Seifert, Tel. 07071/29-76789, e-mail: michael.seifert@uni-tuebingen.de


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