|
Die Universität
Stuttgart lädt ein:
Tag der
Wissenschaft am 18. Juni - Von der Automatisierung im Alltag bis zur
Genpflanzenküche und Experimenten zu Einsteins Patenten -
Studienberatung - Science Party - Einladung zum
Presserundgang
Eine spannende Reise in die Welt der
Forschung erwartet die Besucher beim Tag der Wissenschaft der
Universität Stuttgart am Samstag, den 18. Juni von
11.00 bis 17.00 Uhr auf dem Campus Vaihingen und im Uni-Bereich
Stadtmitte. Unter dem Motto Wissenschaft entdecken geben die
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Blick hinter die Kulissen
frei, informieren über neueste Forschungsergebnisse und stehen großen
und kleinen Besuchern Rede und Antwort.
Die Veranstaltung, die den bisherigen
Tag der offenen Tür ersetzt, startet mit leicht verändertem Konzept,
doch bewährt vielseitigem Programm: An den Reisestationen haben die
Institute und Einrichtungen der Uni Experimente und Demonstrationen
vorbereitet, die Neugier wecken und zum Mitmachen einladen. Die Besucher
erwartet ein Besuch in der Genpflanzen-Küche und ein Blick in das Innere
von Zellen, Viren oder Makromolekülen, der Besuch einer digitalen Fabrik
oder Experimente zu Einsteins Patenten. Wer Lust hat, kann sich bei
einem Roboterwettrennen mit dem Computer messen oder im Cockpit eines
Flugsimulators Platz nehmen, mit einem GPS-Rucksack versteckte Ziele
suchen oder (wieder) lernen, wie man Omas Kochbuch in Sütterlinschrift
oder andere alte Skripten entziffert. Auch die hochmoderne
IP-Telefonanlage mit 10 000 Sprachendgeräten, mit der die
Universitätsangehörigen bald über das Datennetz telefonieren und faxen
werden, wird vorgeführt.
Schülerinnen und Schüler haben die
Gelegenheit, die Fachgebiete ihres Interesses hautnah zu erleben und
sich bei der Studienberatung aus erster Hand zu informieren. Alumnae und
Alumni können an diesem Tag ihre frühere Ausbildungsstätte besuchen und
mit den Mitgliedern der Institute und Fakultäten über die neuesten
wissenschaftlichen Entwicklungen an ihrer Alma Mater fachsimpeln.
Presserundgang zeigt
ausgewählte Highlights
Medienvertreter haben bei einem
Presserundgang Gelegenheit, sich über die Programm-Highlights aus erster
Hand zu informieren. Treffpunkt 11.30 Uhr, Institut für
Automatisierungs- und Softwaretechnik (IAS), Pfaffenwaldring 47, Eingang
A, 1.OG Eingangsbereich.
Wir bitten um Anmeldung
zum Presserundgang unter Fax 0711/121-2188 oder e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Station I:
Automatisierung im Alltag
Ort: Vaihingen, Institut für
Automatisierungs- und Softwaretechnik (IAS), Pfaffenwaldring 47, Eingang
A, 1.OG Eingangsbereich; Zeit: 11.30 Uhr
Station I beim Presserundgang ist das
Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik der Uni, hier begrüßt
Roboter RobIAS gemeinsam mit dem Institutsleiter Prof. Peter Göhner und
Dr. Nasser Jazdi die Besucher. Das
international renommierte Institut betreibt Forschung auf den Gebieten
Agenten in der Automatisierungstechnik, Kfz-Elektronik,
Komponenten-basierte Softwareentwicklung für Automatisierungssysteme,
Verlässlichkeit von Prozessautomatisierungssystemen und
Web-Technologien in der Automatisierungstechnik. Ziel des IAS ist es,
die Theorien auch in reale, praxisnahe Projekte umzusetzen. Die
Ergebnisse aus der Forschung werden schnell in die Vorlesungen
übernommen und den Studierenden vermittelt.
Mensch gegen Computer wer steuert cleverer?
Bei einem Roboter-Wettrennen müssen die Teilnehmer einen Roboter durch
einen Hindernisparcours manövrieren und sich dabei mit einem
computergesteuerten Roboter messen. Das Spiel ist praktischer
Bestandteil der Lehre: Die Computersoftware wurde von Studierenden des
Studiengangs Elektrotechnik als Projekt im Rahmen eines Fachpraktikums
entwickelt.
Im KfZ-Labor des Instituts können die Besucher im IAS-Cockpit
durchstarten. Der Simulator hilft, Softwarefehlern in der Autoelektronik
auf die Spur zu kommen. Wer beispielsweise im Führerhaus eine Störung am
Scheibenwischer simuliert, kann am Computer beobachten, ob die
Fahrzeugsoftware korrekt auf die Störung reagiert und einen sicheren
weiteren Betrieb gestattet. So werden Methoden entwickelt, um
Softwarefehler im Frühstadium zu erkennen und zu beheben und die
Fahrzeugelektronik verlässlicher zu machen.
Verabschiedet werden die Besucher mit einer Tasse Cappuccino aus dem
Internet. Die vom IAS entwickelte Software zur Internet-basierten
Diagnose und Wartung von Kaffeeautomaten und Waschmaschinen erlaubt
Bestellungen per Mausklick, aber auch Fernwartung und Ferndiagnose: Geht
das Kaffeepulver aus, versendet das Gerät automatisch eine E-Mail an das
Servicepersonal und fordert Nachschub an.
Station II: Genpflanzenküche und molekulare Patienten
Ort: Vaihingen,
Biologisches Institut, Pfaffenwaldring 57,
9. Stock, Raum 9.320; Zeit: 12.15 Uhr
Man nehme eine Prise Kochsalz, zehn
Tropfen Fleckenteufel und drei Löffel Obstbrei...mit ihren Rezepten aus
der Genpflanzenküche zeigen Prof. Arnd Heyer, Leiter der Abteilung
Botanik und seine Mitarbeiter, dass alle Pflanzen Gene enthalten. Die
Besucher können aus Obst und Gemüse mit einfachen Haushaltschemikalien
den Träger der pflanzlichen Erbsubstanz, die DNA, selbst isolieren. Die
Gewinnung von DNA spielt in der Abteilung Botanik eine große Rolle, die
Wissenschaftler forschen nach Genen, die für die pflanzliche
Frosttoleranz verantwortlich sind.
Einen Einblick in das Innere von Zellen bekommen die Besucher durch das
neue Trans-
missions-Elektronenmikroskop des Biologischen Instituts. Prof. Stephan
Nußberger, Leiter
der Abteilung Biophysik, erklärt, wie
in der Molekularbiologie mit dem Hochleistungs-
mikroskop Pflanzenviren elektronen-tomographisch untersucht werden.
Während bei der
Computertomographie in der Medizin Röntgenstrahlen eingesetzt werden,
greift man in der zellbiologischen Forschung auf Elektronen zurück.
Möglich wird es damit, Viren, ganze Zellen, aber auch die Architektur
von Makromolekülen zu durchleuchten und so noch nicht verstandene
Vorgänge zu erforschen. Der Unterschied zur medizinischen Anwendung ist,
dass die molekularen Patienten hier etwa ein hundert millionstel Mal
winziger sind und sich nicht auf Kommando während der Aufnahme ruhig
halten. Damit sie während der Untersuchung im Elektronenmikroskop
möglichst nicht zappeln und die Bilder verwackeln, sind besondere Tricks
notwendig. Die Patienten werden im wahrsten Sinne des Wortes kalt
gestellt und auf Temperaturen von minus 196 Grad mit flüssigem
Stickstoff heruntergekühlt.
Wissenschaftler zeigen ungeahnte Talente:
Erste Science Party auf dem Campus
Erstmals findet im Rahmen des Tags der
Wissenschaft die Science Party statt, die ab 17.00 Uhr auf dem Campus
Vaihingen startet. Hier outen die Menschen an der Uni bisher
unbekannte Talente und präsentieren sich als Entertainer, Künstler oder
Musiker auf der Bühne. Kultig und bissig wird es mit der Showtanzgruppe
der 1. Esslinger Karnevalsgesellschaft, die Blutsauger aus dem Musical
Tanz der Vampire auf die Bühne bringen wird. Auch die
Hip-Hop-Choreographie einer Tänzergruppe des Instituts für
Sportwissenschaft dürfte für Furore sorgen. Mitsingen ist bei der
Vorstellung des SChörle der Universität Stuttgart erlaubt. Die Big Band
der Uni präsentiert mitreißenden Swing, Latin und Funk. Die Band OLA de
musica entführt in südliche Gefilde und die türkische Band X-TANBUL
sorgt mit Rock- und Popmusik vom Bosporus für eine heiße Nacht. Dazu
werden internationale Spezialitäten gereicht, die den Tag der
Wissenschaft auch in kulinarischer Hinsicht zur Weltreise machen.
Das Programm zum Tag der Wissenschaft
und der Science Party ist unter
http://www.uni-stuttgart.de/tag/programm/ verfügbar.
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Keplerstraße 7 70174 Stuttgart Tel. (0711) 121-2297, -2176, -2155; Telefax 121-2188 e-mail: presse@uni-stuttgart.de
Druckansicht
|