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unilogo Universität Stuttgart

Pressemitteilung Nr. 93/2004 vom 8.12.2004

 

Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg für Helmut Hügel - Staatssekretär Michael Sieber würdigt Verdienste in der Laserforschung

Prof. Helmut Hügel, Gründungs-Direktor und bis 1. Juni 2004 Leiter des Instituts für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart, erhielt am 8. Dezember im Rahmen eines Festkolloquiums an der Universität Stuttgart die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg. Michael Sieber, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, überreichte im Namen von Ministerpräsident Erwin Teufel die Auszeichnung, mit der die herausragenden Verdienste Hügels um die Laserforschung und das Land Baden-Württemberg gewürdigt werden. „Die Arbeit von Prof. Hügel war und ist für unser Land höchst verdienstvoll. Er hat sich immer erfolgreich darum bemüht, sein Wissen und Know-how auch weit über die eigene Einrichtung hinaus einzubringen“, erklärte Staatssekretär Sieber. „Seinem Einsatz ist es wesentlich mit zu verdanken, dass Baden-Württemberg als einer der führenden Standorte in der optischen Technologie gelten kann. Als überzeugender und engagierter Hochschullehrer hat er es darüber hinaus verstanden, Interesse und Begeisterung der Studierenden zu wecken.“

Helmut Hügel hat die Entwicklung des Lasers in technischer und wirtschaftlicher Sicht entscheidend geprägt. Erst im Oktober zeichnete ihn das Laser Institute of America mit dem Arthur L. Schawlow Award für seine Lebensleistung aus (siehe dazu auch: www.uni-stuttgart.de/aktuelles/presse/2004/70.html). Seine Arbeiten lieferten die Grundlagen für alle hochfrequenzangeregten Hochleistungs-CO2-Laser, die derzeit von deutschen Firmen hergestellt  werden. Nach seiner Berufung an die Universität Stuttgart im Jahr 1986 baute er das Institut für Strahlwerkzeuge auf und etablierte es als eines der weltweit führenden Laserinstitute. Hügel befasste sich wie kein anderer in seinen ganzheitlich angelegten Forschungsarbeiten mit der Entwicklung sowohl von Strahlquellen als auch Prozessen der Lasermaterialbearbeitung und wählte konsequent einen eigenständigen Forschungsansatz getreu dem Motto „wenn man vorne stehen will, muss man etwas ganz Neues machen“. Dieser Entscheidung ist das bahnbrechende, am IFSW entwickelte innovative Scheibenlaserkonzept zu verdanken, das bereits erfolgreichen Eingang in die industrielle Anwendung gefunden hat.

Hügel veröffentlichte zahlreiche Artikel über Plasmadynamik, Laserphysik und -entwicklung, gasdynamische Komponenten, Wechselwirkungen und Prozessentwicklung und schrieb das erste deutschsprachige Buch zur Lasertechnologie für Ingenieure. Auch als Mitinitiator und Vorstandsmitglied des Kompetenznetzwerkes „Photonics BW e.V.“ und als beratendes Mitglied des „Photonik-Zentrums“ gegenüber der Landesstiftung Baden-Württem­berg machte sich Hügel in besonderem Maße um die optischen Technologien in Baden-Württemberg verdient.

  


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