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Pressemitteilung
Nr. 36/2001 vom 7.5.2001Â |
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Universität
Stuttgart nimmt Stellung zu aktuellem CHE-Ranking:
Strukturelle
Defizite im Prozeß der Datenerhebung - Viele Daten vom CHE nicht oder zu
spät erfragt - Rufschädigung für geisteswissenschaftliche Disziplinen
bedarf einer Korrektur - Vorbereitung von Rankings muß professioneller
werden
Das jüngste
Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in
Gütersloh und der gemeinsam mit dem "Stern" in einem Sonderheft
"Campus & Karriere" (1/2001) veröffentlichte Studienführer
haben an der Universität Stuttgart für außerordentliche Verärgerung
gesorgt. Daß die Stuttgarter Disziplinen Anglistik/Amerikanistik und
Germanistik mangels Daten gar nicht auftauchen, Geschichte (beim
Professorentip und in der Forschung) sowie Erziehungswissenschaften als
"Schlußlichter" geführt werden oder es schlicht heißt
"keine Angaben" ist - wie die Universität Stuttgart inzwischen
am Beispiel der Historiker nachrecherchieren konnte - auf massive
strukturelle Defizite bei der Datenerhebung vor allem auf seiten des CHE
zurückzuführen. Viele Daten sind vom CHE entweder gar nicht oder viel zu
spät erfragt worden. So hat beispielsweise das CHE die Fragebögen nicht
zu den eigentlich geplanten Terminen an die Stuttgarter Fakultät
Geschichts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften gesandt, sondern erst
zwei Tage vor Ablauf der selbst gesetzten Abgabebefrist.
Absolventenstatistiken bei Prüfungsämtern wurden nicht erhoben,
Professoren nicht - wie eigentlich vorgesehen - befragt. Das schlechte
Abschneiden der Stuttgarter Geisteswissenschaften ist also nicht - wie
zunächst vermutet - "hausgemacht".
Universitätsrektor
Prof. Dr.-Ing. Dieter Fritsch hat die Defizite der jüngsten Untersuchung
nun in einem Brief an CHE-Geschäftsführer Prof. Dr. Detlef
Müller-Böling thematisiert. "Die dadurch verursachte Rufschädigung
für diese Disziplinen bedarf einer Korrektur", betont er in seinem
Schreiben und fordert das CHE auf, "die Vorbereitung von Rankings
viel professioneller anzugehen, als dies in der Vergangenheit erfolgt
ist".
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Keplerstraße 7 70174 Stuttgart Tel. (0711) 121-2297, -2176, -2155; Telefax 121-2188 e-mail: presse@uni-stuttgart.de
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