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unilogo Universität Stuttgart

Pressemitteilung Nr. 96/1999 vom 19.11.1999

 

 

Ehrensenatorwürde für Horst Marchart

Der Senat der Universität Stuttgart hat Horst Marchart, Vorstandsmitglied für Forschung und Entwicklung der Porsche AG in Stuttgart die Ehrensenatorwürde verliehen. Damit werden seine großen Verdienste um die Effizienzsteigerung im Entwicklungsprozeß von Kraftfahrzeugen, bei der Förderung der Motorenforschung an deutschen Hochschulen sowie der Lehre an der Universität Stuttgart gewürdigt. Uni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Günter Pritschow wird dem neuen Ehrensenator die Urkunde bei einer Feierstunde am Freitag, den 26. November überreichen. - Vertreter/innen der Medien sind dazu herzlich eingeladen.

Zeit: 26. November, 18.00 Uhr

Ort: Stadtmitte, Keplerstr. 7, Senatssaal

1939 in Wien geboren, erwarb Horst Marchart nach seiner Ingenieurausbildung an der Höheren Technischen Lehranstalt in Wien erste Berufserfahrungen bei der Firma Steyr-Daimler-Puch AG. 1960 ging er zunächst in die Motorenkonstruktion der Firma Porsche; in den folgenden drei Jahrzehnten übernahm er technische Verantwortung in den verschiedensten Bereichen der Porsche-Entwicklung. 1989 wurde ihm die Entwicklung der Gesamtfahrzeuge übertragen; 1991 wurde er zum Vorstandsmitglied für den Bereich Forschung und Entwicklung ernannt. In dieser Funktion erarbeitete er für das Haus Porsche existenzwichtige Entscheidungen - von der vollständigen Überarbeitung oder Einstellung bestimmter Typen bis zum sogenannten "Gleichteileprinzip", das die Produktion eines preiswerten Modells ermöglichte.

1997 übernahm er den Vorstandsvorsitz der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV); diese Vereinigung organisiert die Zusammenarbeit der deutschen Motorenhersteller und Zulieferfirmen in der vorwettbewerblichen Forschung, die mit öffentlichen Mitteln, Mitgliedsbeiträgen und Firmengeldern überwiegend an Hochschulen stattfindet. In einer Phase harter Sparmaßnahmen ermutigte er die Mitgliedsfirmen der FVV zur Intensvierung des Systems der Verbundforschung. Es ist sein Verdienst, daß heute knapp 20 Prozent des gesamten FVV-Fördervolumens auf die Verbundforschung als zweitem Standbein neben der öffentlichen Förderung entfallen.

Auch bei der Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart ist Horst Marchart engagiert, unter anderem durch die Befürwortung und Nutzung neuer Großrechenanlagen für das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart oder in der Lehre. So tragen Mitarbeiter des Hauses Porsche seit vielen Jahren als Lehrbeauftragte an der Fakultät Energietechnik zum Wissenstransfer bei; aus der Zusammenarbeit und den Kontakten mit zahlreichen Uni-Instituten entstanden immer wieder Ideen zu Diplomarbeiten, die bei Porsche in Weissach durchgeführt wurden.

 

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