Der Senat der Universität Stuttgart hat Horst Marchart,
Vorstandsmitglied für Forschung und Entwicklung der Porsche AG in
Stuttgart die Ehrensenatorwürde verliehen. Damit werden seine großen
Verdienste um die Effizienzsteigerung im Entwicklungsprozeß von
Kraftfahrzeugen, bei der Förderung der Motorenforschung an deutschen
Hochschulen sowie der Lehre an der Universität Stuttgart gewürdigt.
Uni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Günter Pritschow wird dem neuen Ehrensenator
die Urkunde bei einer Feierstunde am Freitag, den 26. November
überreichen. - Vertreter/innen der Medien sind dazu herzlich
eingeladen.
Zeit: 26. November, 18.00 Uhr
Ort: Stadtmitte, Keplerstr. 7, Senatssaal
1939 in Wien geboren, erwarb Horst Marchart nach seiner
Ingenieurausbildung an der Höheren Technischen Lehranstalt in Wien erste
Berufserfahrungen bei der Firma Steyr-Daimler-Puch AG. 1960 ging er
zunächst in die Motorenkonstruktion der Firma Porsche; in den folgenden
drei Jahrzehnten übernahm er technische Verantwortung in den
verschiedensten Bereichen der Porsche-Entwicklung. 1989 wurde ihm die
Entwicklung der Gesamtfahrzeuge übertragen; 1991 wurde er zum
Vorstandsmitglied für den Bereich Forschung und Entwicklung ernannt. In
dieser Funktion erarbeitete er für das Haus Porsche existenzwichtige
Entscheidungen - von der vollständigen Überarbeitung oder Einstellung
bestimmter Typen bis zum sogenannten "Gleichteileprinzip", das
die Produktion eines preiswerten Modells ermöglichte.
1997 übernahm er den Vorstandsvorsitz der Forschungsvereinigung
Verbrennungskraftmaschinen (FVV); diese Vereinigung organisiert die
Zusammenarbeit der deutschen Motorenhersteller und Zulieferfirmen in der
vorwettbewerblichen Forschung, die mit öffentlichen Mitteln,
Mitgliedsbeiträgen und Firmengeldern überwiegend an Hochschulen
stattfindet. In einer Phase harter Sparmaßnahmen ermutigte er die
Mitgliedsfirmen der FVV zur Intensvierung des Systems der
Verbundforschung. Es ist sein Verdienst, daß heute knapp 20 Prozent des
gesamten FVV-Fördervolumens auf die Verbundforschung als zweitem
Standbein neben der öffentlichen Förderung entfallen.
Auch bei der Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart ist Horst
Marchart engagiert, unter anderem durch die Befürwortung und Nutzung
neuer Großrechenanlagen für das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart
oder in der Lehre. So tragen Mitarbeiter des Hauses Porsche seit vielen
Jahren als Lehrbeauftragte an der Fakultät Energietechnik zum
Wissenstransfer bei; aus der Zusammenarbeit und den Kontakten mit
zahlreichen Uni-Instituten entstanden immer wieder Ideen zu
Diplomarbeiten, die bei Porsche in Weissach durchgeführt wurden.