Stuttgart ist das Zentrum einer Region, die auf dem Gebiet der
Lasermaterialbearbeitung weltweit eine Spitzenposition einnimmt.
Marktführende Laserhersteller (Trumpf, Haas-Laser) und renommierte
Anwender (AUDI, Bosch, DaimlerChrysler) sind hier angesiedelt. Die
Stuttgarter Laserinstitute, das Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der
Universität Stuttgart, das Institut für Technische Physik (ITP) des
Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Zentrum
Fertigungstechnik Stuttgart (ZFS) und die Forschungsgesellschaft für
Strahlwerkzeuge (FGSW) genießen international hohes Ansehen.
Die Stärke der Laserregion liegt in der beispielhaft engen
Zusammenarbeit zwischen Forschung, Strahlquellenherstellern und Anwendern.
Dies wird auf den am 28. und 29. September 1999 an der Universität
Stuttgart stattfindenden Stuttgarter Lasertagen eindrucksvoll
demonstriert. Im Mittelpunkt der 20 Vorträge, die von
"gemischten" Autorenschaften aus Instituten und Firmen getragen
werden, stehen erfolgreiche Anwendungsbeispiele, bei denen das
Grundlagenwissen der Institute in die Praxis umgesetzt werden konnte.
Schwerpunktthemen sind das Laserschweißen und das Laserbohren. Ergänzend
zu den Vorträgen gibt eine begleitende Ausstellung Einblick in die
so erzielte Spitzentechnologie. Highlights dieser von etwa
20 Firmen beschickten Ausstellung sind das weltweit erste
lasergeschweißte Aluminiumfahrzeug von Audi, das eine Woche zuvor auf
der Internationalen Automobilausstellung (IAA) der Öffentlichkeit
vorgestellt wird, ein Freightliner-Lkw und Pkws (S-Klasse,
Smart) von DaimlerChrysler sowie ein neues, hochpräzises Bohrverfahren
für harte Materialien wie Keramik und Stahl. Diese Exponate beruhen
wesentlich auf Erfahrungen der IFSW-Wissenschaftler.
Vertreter/innen der Medien laden wir zum Auftakt der Lasertage herzlich
ein zu einer Pressekonferenz:
Zeit: Dienstag, 28. September 1999, 12.30 Uhr
Ort: Institut für Strahlwerkzeuge, Pfaffenwaldring 43 (1. Stock),
Seminarraum
Als Gesprächspartner stehen Prof. Helmut Hügel und Dr. Friedrich
Dausinger vom IFSW der Uni Stuttgart sowie Vertreter der Industrie zur
Verfügung. - Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme an der
Pressekonferenz unter Tel. 0711/121-2297, Fax 0711/121-2188 oder e-mail:
presse@po.uni-stuttgart.de
Hinweis für Fernsehredaktionen: Falls der Wunsch besteht, vor der
Pressekonferenz vor Ort zu filmen (z.B. Laser in Aktion), setzen Sie sich
bitte mit Herrn Dr. Dausinger oder Herrn Hennig vom Institut für
Strahlwerkzeuge in Verbindung (Tel. 0711/685-6844, -6861).
Weitere Informationen zur Ausstellung
Das bei der IAA erstmals vorgestellte, bisher unter dem Namen AL2 geführte
Großserienfahrzeug von Audi ist das erste lasergeschweißte
Aluminiumfahrzeug. Das dort eingesetzte Schweißverfahren beruht
wesentlich auf Erfahrungen des IFSW. Bei der Ende des Jahres anlaufenden
Produktion hat das neu eingeführte Laserschweißen klassische
Fügetechnik zurückgedrängt. Bereits ein Drittel der Fügeaufgaben wird
vom Laser durchgeführt, was eine Nahtlänge von 30 Metern ergibt.
Bisherige Rekordwerte lagen um 10 Meter bei einfacher zu schweißenden
Stahlwerkstoffen.
DaimlerChrysler erläutert das von einem Doktoranden des IFSW
entwickelte und in den USA in Serie eingeführte Laserverfahren anhand
eines Teils einer Fahrerkabine (Bodengruppe) eines Freightliner-Lkws und
stellt die neuesten Pkws aus, bei denen Laserschweißen zum Einsatz kommt
(S-Klasse, Smart).
Lambda Physik (Göttingen) zeigt gemeinsam mit dem IFSW ein neues
Bohrverfahren, mit dem in harten Materialien wie Keramik und Stahl
haarfeine Bohrungen mit bisher nicht erreichter Präzision erzeugt werden
können.
Lasertage
Uni-Rektor Prof. Günter Pritschow wird die Stuttgarter Lasertage im
Anschluß an die Pressekonferenz um 14.00 eröffnen. Anschließend wird
Dr. Horst Mehrländer (Staatssekretär im Wirtschaftsministerium) zur
Förderung von Innovation und neuen Technologien in Baden-Württemberg
Stellung nehmen. Ab 14.30 Uhr beginnen die Fachvorträge.
Ort: Hörsaal 47.02, Pfaffenwaldring 47
Zeit: 28.9., 14.00 bis ca.19.00 Uhr, 29.9.: 8.30 bis ca. 17.00 Uhr
Tagungstelefon: 0711/685-7219
Abschlußpräsentation: Fertigungstechnologien für
Aluminium-Leichtbaustrukturen
An die Konferenz schließt sich am 30. September 1999 die
Abschlußpräsentation eines vom baden-württembergischen
Wirtschaftsministerium geförderten Verbund-Forschungsprojekts an. Thema
der halbtägigen Veranstaltung ist "Fertigungstechnologien für
Aluminium-Leichtbaustrukturen". An dem Projekt beteiligten sich neben
anderen Instituten aus Baden-Württemberg drei Stuttgarter
Laserinstitute sowie die Materialprüfungsanstalt Universität
Stuttgart und das Institut für Kernenergetik und Energiesysteme der Uni
Stuttgart. Industriepartner waren AUDI und Alusuisse Singen.