Stuttgarter
Architekturmodelle auf der Triennale in Mailand
Sieben Architekturmodelle von
Studierenden der Universität Stuttgart werden bei der internationalen Ausstellung "Konstantin
Melnikov and the Construction of Moscow" vom 4. Juni bis zum 30. September
1999 im Rahmen der Triennale in Mailand zu sehen sein. Die Modelle sind im letzten
Wintersemester am Lehrstuhl 1 des Instituts für Darstellen und Gestalten der Uni
Stuttgart entstanden. Weitere 16 Modelle, die hier in früheren Seminaren erarbeitet
wurden, wurden für eine, diese große Melnikov-Retrospektive ergänzende
Ausstellung in den Räumen des Politecnico di Milano zur Verfügung gestellt; dazu liefern
auch die Architekturhochschulen Moskaus, Delfts und Innsbrucks Beiträge.
Die Stuttgarter Rekonstruktionen der
fulminanten Entwürfe des lange verfehmten sowjetischen Avantgarde-Architekten
Melnikov aus den späten 20er und frühen 30er Jahren wurden inhaltlich von Dietrich
W. Schmidt vom Institut für Architekturgeschichte der Uni Stuttgart betreut. Die Leitung
des Modellbauseminars hatte Martin Hechinger vom Institut für Darstellen und Gestalten;
die Modellfotos für den Ausstellungskatalog stammen von Hans-Joachim Heyer und Boris
Miklautsch vom gleichen Institut. Erstmals wurden auch CAD-Pläne von den wenig bekannten
Projekten erarbeitet, die einen wesentlich größeren Genauigkeitsgrad haben, als die
bisher teilweise publizierten Pläne. Architekturtheoretische Textbeiträge über die
Stellung Stuttgarts zur Avantgarde, die Architektur der sowjetischen Arbeiterklubs und den
internationalen Wettbewerb für den Sowjetpalast in Moskau von 1931/32 stammen von D.W.
Schmidt. Jedes Modell wird in einem zur Ausstellung erscheinden Katalog ausführlich
erläutert.
Weitere Stationen der Ausstellung
sind voraussichtlich ab Herbst 1999 das Staatliche Forschungsmuseum für Architektur in Moskau,
ab Frühjahr 2000 das Nederlands Architectuur Institut (NAI) in Rotterdam und
anschließend das Vitra-Design-Museum in Weil a. Rhein. Das Projekt wurde von der
Europäischen Gemeinschaft und dem Kulturfonds des Niederländischen Außenministeriums
gefördert.
Weitere Informationen
bei Dietrich W. Schmidt am Institut für Architekturgeschichte der Uni Stuttgart,
Keplerstr. 11, 70174 Stuttgart, Tel. 0711/121-3289, -3290, Fax 0711/121-3586; e-mail: dietrich.schmidt@po.uni-stuttgart.de
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Keplerstraße 7 70174 Stuttgart Tel. (0711) 121-2297, -2176, -2155; Telefax 121-2188 e-mail: presse@uni-stuttgart.de
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