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Pressemitteilung
Nr. 18/1999 vom 6.4.1999 |
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Ehrendoktorwürde
für Professor Koch
Der Senat der Universität Stuttgart hat dem Bonner Wissenschaftler Prof. Dr.-Ing.
Dr.-Ing. E.h. Karl-Rudolf Koch die Ehrendoktorwürde verliehen. Damit werden seine
außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen auf zentralen Gebieten der Geodäsie wie
der Satellitengeodäsie, der digitalen Signalverarbeitung, der Ausgleichsrechnung und
mathematischen Statistik gewürdigt. Uni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Günter Pritschow wird ihm
am Freitag, den 16. April im Rahmen einer Feierstunde die Urkunde überreichen.
Vertreter der Medien sind dazu herzlich eingeladen.
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Zeit: Freitag, 16. April, 18.00 Uhr
Ort: Senatssaal der Universität Stuttgart, Keplerstr. 7, Bereich Stadtmitte
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1935 in Hilchenbach (Kreis Siegen) geboren, studierte Karl-Rudolf Koch Geodäsie an der
Universität Bonn und war anschließend als Vermessungsreferendar und Assistent an der Uni
Bonn tätig. Nach der Promotion (1965) und der Habilitation (1967) ging er in die USA,
zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ohio State University in Columbus und
anschließend am National Geodetic Survey im US-Department of Commerce in Rockville, wo er
bis 1983 immer wieder Aufgaben übernahm. 1970 kehrte er als Professor mit Lehraufgaben in
der physikalischen Geodäsie an die Universität Bonn zurück. 1978 wurde er dort Direktor
des Instituts für Theoretische Geodäsie und übernahm Lehraufgaben in der
Ausgleichsrechnung und Statistik. Seit 1979 Mitglied der Geodätischen Kommission bei der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften, war er von 1980 bis 1987 Berater in der
Radaraltimetergruppe der europäischen Raumfahrtagentur ESA. In dieser Zeit lehrte er
unter anderem auch in Curitiba/Brasilien, Haifa/Israel, Wuhan/China oder Calgary /Kanada.
1987 bis 1997 war er Direktor des deutschen Geodätischen Forschungsinstituts mit
Abteilungen in München und Frankfurt und wirkte von 1989 bis 1993 als Koordinator der ESA
für die Auswertung der Altimeterdaten des ERS-1. Insbesondere im Bereich der
Satellitengeodäsie hat sich Prof. Koch mit seiner Forschergruppe einen erstrangigen
internationalen Platz sichern können. Das von ihm geführte Institut für Theoretische
Geodäsie gilt als "Pilgerstätte" internationaler Forscher. Seine
Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der digitalen Signalverarbeitung hat er gemeinsam mit
seinem langjährigen Mitarbeiter Dr. M. Schmidt in seinem Lehrbuch "Deterministische
und statistische Signale" (Dümmler-Verlag, Bonn 1994) zusammengefaßt, das als ein
großartiges Kompendium der Datenprozessierung gilt. Als echten Pionier bezeichnen
Fachkollegen den Bonner Wissenschaftler auf den Gebieten der Ausgleichsrechnung und
mathematischen Statistik: Als Mitte der 70er Jahre die Verfahren der Parameterschätzung
stagnierten, konnte Prof. Koch mit seinen Arbeiten den Bezug zur mathematischen Statistik
herstellen. Seine Beiträge zur semantischen Modellierung markieren einen Quantensprung in
der modernen Geodäsie und Geoinformatik. - Die TH Aachen ehrte seine wissenschaftlichen
Leistungen 1994 mit der Ehrendoktorwürde.
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