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unilogo Universität Stuttgart

Pressemitteilung Nr. 88/1998 vom 1.12.1998

 
 
 

Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung 1998:

Richard von Weizsäcker - „Das parlamentarische System auf dem Prüfstand“

Am 12. Dezember dieses Jahres jährt sich zum 35. Mal der Todestag von Theodor Heuss. Um die Aktualität des ersten Bundespräsidenten für das hier und heute aufzuzeigen, laden die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Universität Stuttgart jährlich im Dezember zur Theodor-Heuss-Gedächtnis-Vorlesung ein. Eine herausragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens - aus Wissenschaft, Kultur oder Politik - referiert jeweils über ein allgemein zeitgeschichtliches Thema. Zum diesjährigen Todestag hält Altbundespräsident Richard von Weizsäcker bereits am Freitag, dem 11. Dezember, die Vorlesung. Kurz vor dem geplanten Umzug der Regierung und der Abgeordneten nach Berlin legt der fünfte Amtsnachfolger von Theodor Heuss das parlamentarische System auf den Prüfstand - so der Titel seines Vortrags.
 

Ort: Universität Stuttgart, Keplerstraße 17, Hörsaal 17.01

Zeit: 11. Dezember 1998, 18.00 Uhr

Heuss und Weizsäcker verbindet nicht nur das jeweils zehn Jahre lang bekleidete Amt des Bundespräsidenten. Beide sind gebürtige Württemberger, verbrachten allerdings einen Großteil ihres Lebens außerhalb der Landesgrenzen. In ihrer politischen Arbeit, insbesondere während ihrer Zeit als Staatsoberhaupt, sahen sie ihre Aufgabe stets im Ausgleich zwischen unterschiedlichen Positionen, ohne einer Stellungnahme zu kontroversen politischen und gesellschaftlichen Fragen der Zeit auszuweichen. Beide nutzten bevorzugt das Mittel der öffentlichen Rede, um ihre Anliegen in der Bevölkerung bekannt zu machen und ihnen Nachdruck zu verleihen. Die von Theodor Heuss begründete Tradition der öffentlichkeitswirksamen Rede, der sich auch die Gedächtnis-Vorlesung verpflichtet sieht, wurde gerade von seinem Nachfolger Richard von
Weizsäcker fortgeführt, dessen große Reden bis heute immer wieder zitiert werden.

Beide Politiker maßen auch der universitären Lehre eine große Bedeutung bei und dozierten sogar selbst - Theodor Heuss in Berlin und Stuttgart, Richard von Weizsäcker in Düsseldorf. Speziell zur Universität Stuttgart unterhält auch der sechste Bundespräsident eine enge Beziehung: Im Dezember 1995 erhielt Richard von Weizsäcker von ihr die Ehrenbürgerwürde, da er für die Universität „Symbolfigur und Vorbild“ sei und zudem die „wichtigsten akademischen Tugenden in der Politik angewandt und damit ihre Tragfähigkeit erwiesen“ habe.

Kranzniederlegung
Theodor Heuss fand seine letzte Ruhestätte 1963 auf dem Stuttgarter Waldfriedhof an der Seite seiner bereits 1952 verstorbenen Frau Elly Heuss-Knapp. Die beiden Stiftungen, Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und die Theodor-Heuss-Stiftung e.V., gedenken voraussichtlich gemeinsam mit Mitgliedern der Familie Heuss, Vertretern von Bund, Land und Stadt sowie der FDP mit einer Kranzniederlegung auf dem Waldfriedhof am 12. Dezember um 10.30 Uhr des ersten Bundespräsidenten.

Kontakt: Dr. Gudrun Kruip, Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Im Himmelsberg 16, 70192 Stuttgart,
Tel: 0711/955985-0, Fax: 0711/955985-30
 


Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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