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unilogo Universität Stuttgart

Pressemitteilung Nr. 97/1996 vom 18.12.1996

 
 
 

"Uniluft" schnuppern bei Informatik-Arbeitsgemeinschaft:

Stuttgarter Informatik nimmt Schülerinnen ins Visier

Auch unter weiblichen Computerfans ist diejenige "Königin", die die meisten Abkürzungen kennt, in den merkwürdigsten Maschinensprachen programmieren kann und die Kenndaten und Preise von allen Festplatten, optischen Platten, Einsteckkarten und dergleichen im Kopf hat. Entsprechend gilt Informatik bei vielen

Jugendlichen als eine der Gerätekunde oder der Alchimie vergleichbare Programmierwissenschaft. Um so überraschter sind Abiturientinnen und

Abiturienten jedoch, wenn sie Informatik studieren und feststellen, daß dieses Fach auf formalen Modellen, systematischen Strukturen und methodischem Vorgehen aufgebaut ist. Und vor allem: Geschlechterspezifische Vorurteile wie "Technik ist männlich" spielen im Studium keine Rolle.

Um weitverbreiteten Vorurteilen zu begegnen, bietet die Fakultät Informatik der Universität Stuttgart im Jahr 1997 erstmalig in dieser Form als Informatik-Arbeitsgemeinschaft für Schülerinnen zwei Seminare an, in denen ein zutreffenderes Bild der Informatik vermittelt wird. Diese Seminare wenden sich zunächst ausschließlich an Schülerinnen; die Stuttgarter Informatiker wollen diese damit anregen, sich frühzeitig mit den Inhalten der Informatik auseinanderzusetzen. Unter dem Motto "Probieren geht vor Studieren" haben die Schülerinnen Gelegenheit, "Uniluft" zu schnuppern, Kontakte zu "echten" Studierenden und Lehrenden und Zugang zu Bibliothek und Rechnernetz zu bekommen. Einzige Voraussetzung ist Spaß und Interesse an Mathematik und formalem Vorgehen. Wissenschaftlerinnen der Fakultät leiten die Veranstaltungen. In einem ersten Seminar von Januar bis März wird schwerpunktmäßig der Bereich Telekommunikation behandelt, insbesondere Dienste im Internet, WWW, objektorientierte Ansätze beim Programmieren und verschiedene Formen der Telekooperation. Die Schülerinnen arbeiten nach einer Einführung durch die Stuttgarter Informatikerinnen selbständig in kleinen Gruppen und setzen sich vertiefend an überschaubaren Aufgaben mit der jeweiligen Thematik auseinander. In einem zweiten Seminar von April bis Juni wird ein neuer Themenbereich diskutiert, der aufgrund der Erfahrung der ersten Veranstaltung festgelegt wird. Die beiden Seminare sind inhaltlich in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander besucht werden.

Die Idee zu dieser Veranstaltung stammt aus dem Arbeitskreis "Frauenspezi-fische Fragen der Fakultät Informatik" (Vorsitzende: Dr. Waltraud Schweikhardt); Ziel dieses Arbeitskreises aus Studierenden und Wissenschaftlerinnen der Stuttgarter Informatik-Fakultät ist es, das Informatik-Studium (an der Uni Stuttgart gibt es die Diplomstudiengänge Informatik und Softwaretechnik) insbesondere Schülerinnen nahezubringen.

Die Einführungsveranstaltung findet am Freitag, den 17. Januar 1997 von 15.00 bis 17.00 Uhr im Hörsaal M 2.11 in der Breitscheidstr. 2b im Universitätsbereich Stadtmitte statt. Diese Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Vor allem Schülerinnen der Oberstufen von Gymnasien sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Die Gymnasien aus dem Großraum Stuttgart erhielten bereits Einladungen zu den Seminaren. Interessierte Schülerinnen, vor allem der Oberstufe, können sich auch an Kerstin Schneider von der Fakultät Informatik (Tel. 0711/7816-217) oder an das Dekanat der Fakultät Informatik, Breitwiesenstraße 20-22, 70565 Stuttgart (Tel. 0711/7816-371, -334, Fax 0711/7816-220) wenden.

Letzte Änderung: 28. September 2000 (gh)